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Saint-Tropez - Kultstadt an der Côte d'Azur

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Obwohl das kleine Städtchen St. Tropez keine 7.000 Einwohner zählt, zählt es doch zu den berühmtesten Orten an der gesamten Côte d'Azur. Saint Tropez ist eine Stadt voller Klischees und Mythen, hier sollen die Reichen und die Superreichen sein. St. Tropez ist die Oben-ohne-Mode Stadt und die Stadt einer Brigitte Bardot. Natürlich ist St. Tropez auch ein kleines typisches provenzalisches Fischerdörfchen. Davon bekommt man jedoch in den Sommermonaten wenig mit, da die Stadt von Touristen überfüllt ist.

Die Halbinsel von Saint-Tropez

Saint-Tropez ist die Stadt der Reichen. Im Hafen der Stadt präsentieren die Wohlhabenden aus aller Welt ihre Yachten. Und wer nicht mit dem Schiff in die Stadt kommt, der präsentiert wenigstens seinen feuerroten Sportwagen oder seine Harley Davidson.

Vom einstigen Glanz und Reichtum sind heute hauptsächlich die zugehörigen Preise für Hotels, Restaurants und Souvenirs geblieben. Die richtig Reichen wohnen nicht mehr in der Stadt, sie legen nur noch für kurze Zeit am Hafen an. Auch von den zahlreichen Berühmtheiten wohnen nur noch wenige in der Stadt. Dennoch ist St. Tropez ein Anziehungspunkt für Touristen: Hauptsächlich junge Leute kommen in das berühmte Städtchen um von dem Trubel der Stadt, den hektischen und exzentrischen Leuten etwas mitzubekommen.

Geschichte von St. Tropez

Wer glaubt, dass eine berühmte Stadt wie St. Tropez eine bedeutende und weit zurückreichende Geschichte hat, der irrt. Laut der Legende soll es zwar mal einen roemischen Offizier namens Heiliger Torpes gegeben haben, aber eigentlich gibt es keine Geschichte der Stadt vor dem Mittelalter.

Kleines Sträßchen in der Altstadt von Saint-Tropez

Erst im 15. Jahrhundert ließen sich einige Familien in St. Tropez nieder. Dennoch erlangte die Stadt nie größere Bedeutung. St. Tropez blieb nicht einmal im Schatten von Marseille oder Toulon, sondern war schlicht und einfach ein unbedeutendes Fischerdorf. Die alljährliche Bravade-Feier geht auf eine Seeschlacht aus dem Jahre 1637 zurück, als eine kleine einheimische Flotte eine viel größere aus Spanien einfallende Schiffsflotte besiegte.

So erlangte Saint Tropez erst im Jahre 1892 einen nennenswerten Aufstieg, als sich der Maler Paul Signac in der Stadt niederliess und zahlreiche Künstler nachzogen. So wurde Saint-Tropez zu einer Stadt der Maler und Künstler.

Ein kleiner schattiger Fleck in Saint-Tropez zur Erholung

Einen deftigen Schlag musste das Städtchen im Zweiten Weltkrieg hinnehmen. Deutsche Besatzungstruppen sprengten zahlreiche Häuser einfach in die Luft, als die alliierten Truppen in der Stadt landeten. Viele zerstörte Häuser wurden originalgetreu wieder nachgebaut.

Den eigentlichen Aufstieg erlebte die Stadt jedoch erst im Jahre 1956, als der Film "Und immer lockt das Weib" von Roger Vadim in der Stadt gedreht wurde. Mit diesem Film begann auch die große Karriere der Brigitte Bardot. Von nun an hatte St. Tropez ein weltberühmtes Image als Oben-ohne Stadt, als Stadt der Sünde und als Stadt der Playboys und leicht bekleideten Frauen.

Sehenswürdigkeiten in St. Tropez

Nehmen tatsächlich Millionen von Touristen die Strapazen eines Besuches von Saint Tropez auf sich, nur weil in der Stadt ein berühmter Film gedreht wurde und die Stadt zu einer Quelle zahlreicher Skandale wurde? Wer in den typischen Urlaubsmonaten nach St. Tropez fährt, muss viel Zeit investieren, um in die Stadt zu kommen; Genau genommen gibt es nämlich nur eine Straße, die in die Stadt führt, und da muss jeder durch, und zwar zwei Mal - rein und raus. Am Hafen gibt es einen großen kostenpflichtigen Parkplatz. Man steht in der Regel 1-2 Stunden im Stau, ehe man diesen erreicht; Wer da keine Klimaanlage im Auto hat, kann St. Tropez gar nicht mehr genießen, da man völlig ausgelaugt ankommt und eigentlich nur wieder weg will. Auch wer mit dem Caprio unterwegs ist schließt spätestens im Stau vor St. Tropez das Verdeck und schaltet die Klimaanlage ein, da die Sonne unermüdlich auf einen nieder prasst.

Eine der vielen Yachten im Hafen von Saint-Tropez

Wer aber einmal sein Auto abgestellt hat, erlebt zu Fuß ein schönes kleines provenzalisches Städtchen, wie es typischer kaum sein kann; Am Hafen bieten Künstler ihre (z.T. schlechten) Werke zum Verkauf an. Es gibt allerlei Ramsch und Unnützliches zu kaufen. Dahinter lassen sich die Reichen auf ihren Yachten Champagner servieren. In St. Tropez selbst findet man viele kleine schattigen Gässchen mit winzigen Boutiken, Künstlerläden und Souvenir-Shops. In den Wintermonaten sind viele dieser Geschäfte geschlossen, da der Touristenstrom abreißt.

Blick über das Hafenbecken hinweg auf die Altstadt von Saint-Tropez

Apropos Touristenstrom: Während man in den kalten Monaten durch die Altstadt in aller Ruhe hindurchschlendern kann, quält man sich in den Sommermonaten mit Zigtausenden von Touristen wahrlich durch die Menge. Die Stadt bietet ein Schifffahrtsmuseum sowie das Musée de l'Annonciade, in welchem man Werke von Signac und anderen Malern besichtigen kann. Aber wer nicht gerade einen Schlechtwettertag erwischt, geht ungern in ein Museum in dieser Stadt.

Viel lieber spaziert man um die Stadt herum. Ein Blick auf den Hafen und die Stadt vom Quai d'Estienne d'Orves beeindruckt viel mehr als jedes Gemälde. Wer gut zu Fuß ist, umrundet die Stadt einfach an der Küste entlang. Ein Spaziergang auf dem Sentier Littoral bis zum Tahiti-Strand ist wohl die eindrucksvollste Art und Weise, die Halbinsel St. Tropez zu erkunden. Allerdings ist dies auch die anstrengendste Art, es sei denn, man gönnt sich an einem der vielen Strände der Halbinsel ein kühles Bad...

Erwähnen möchte ich noch die Zitadelle hoch über der Stadt. Sie wurde im 16. Jahrhundert gebaut um die Küste vor Eindringlingen zu schützen. Wer auf diesen Hügel hinauffährt oder hinaufläuft, wird mit einem tollen Ausblick auf die Stadt und die gegenüber liegende Küste belohnt.

Strände in Saint Tropez

Der größte Strand auf der Halbinsel von St. Tropez ist an der Bai de Pampelonne gelegen; Entsprechend heißt der Strand auch Plage de Pampelonne mit dem Plage de Tahiti am nördlichen Ende. Leider wurde der goldgelbe Sandstrand stark kommerzialisiert: Der größte Teil des Strandes gehört Liegestuhl- und Sonnenschirmvermietern. Leider bezahlt man einen Platz immer gleich für einen ganzen Tag; wer also nur eine Stunde ausruhen will, wird kaum 10 € pro Person löhnen wollen. Zwischen den kommerziellen Stränden gibt es aber auch den einen oder anderen öffentlichen Strand.

Wer direkt nahe des Stadtzentrums baden will, findet einige Strände wie den Plage des Graniers, den Plage de Cannebiers oder den Plage Bouillabaisse, die allesamt nichts besonderes sind, an denen man sich jedoch mal ein Stündchen von der Marschiererei erholen kann.

Gassin und Ramatuelle

Die meisten Besucher von Saint Tropez kommen von St. Maxime bzw. Fréjüs die Küstenstraße entlang und fahren auch genau so wieder zurück. Schade eigentlich, denn sie verpassen die eigentliche Halbinsel von St. Tropez, auf der es noch viel mehr zu besichtigen gibt als das berühmte Städtchen am Golf von St. Tropez. Auf einer ziemlich kurvigen und teilweise engen Straße kann man die Halbinsel schön umrunden und kommt an attraktiven kleinen Städtchen und schönen Stränden vorbei.

So findet man auf 201 Metern Höhe den kleinen Ort Gassin, der ein beliebtes Ausflugsziel ist. Der Ort ist schön herausgeputzt, ideal für Touristen gemacht: Es gibt Souvenirläden, Bars und Cafés an jeder Ecke. Der Ort an sich ist schnell besichtigt, aber der eigentliche Grund, weshalb man Gassin besucht, ist die grandiose Aussicht auf St. Tropez, den Golf von St. Tropez und die Küste von Port Grimaud bis St. Raphael.

Praktisch im Zentrum der Halbinsel von St. Tropez befindet sich der kleine Ort Ramatuelle. Der Ort selbst bietet praktisch keine Sehenswürdigkeiten, wohl aber einen herrlichen Rundumblick, wenn man zu den Moulins de Paillas (Mühlen von Paillas) weiter fährt. Diese zu finden, ist jedoch ein kleines Kunststück, denn man fährt in hügeligem Gebiet auf kleinen Sträßchen ohne hilfreiche Beschilderung.

Die Umrundung der Halbinsel von St. Tropez und der Besuch der beiden Dörfchen Gassin und Ramatuelle lohnt sich nur bei klarer Sicht. Bei leicht trübem Wetter sieht man gerade mal hinunter zum Meer und vielleicht noch die nördliche Küste des Golfs von St. Tropez.

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