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Monaco, das Spieler- und Steuerparadies

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Nennen Sie mir spontan und ganz schnell 3 Schlagworte, wenn ich Monaco sage... Ich wette, Sie haben gesagt Formel 1, Casino und Steuerparadies. In der Tat ist Monaco der Staat der Promis und Supersportler, die dort ihren Wohnsitz in einer Zweizimmerwohnung haben, damit sie keine Steuern bezahlen; Welch arme Leute, die sich nur ein kleines Appartment leisten können...

Das Fürstentum Monaco (Principauté de Monaco) ist mit 192 ha nach dem Vatikanstaat der zweitkleinste Staat der Welt. So mancher Landwirt bewirtschaftet eine grössere Fläche als der Staat von Monaco sie hat. Vor einigen Jahrzehnten noch hatte Monaco nur 160 ha. Monaco ist also in seiner Fläche um 20% gewachsen. Da das Land nach Osten, Westen und Norden hin zu Frankreich begrenzt ist, blieb nur das Wachstum aufs Meer hinaus. Dem Meer wurde also etwas Fläche gestohlen.

Monaco wächst jedoch noch in eine weitere Richtung: nach oben, gen Himmel. Immer mehr traditionelle Häuser und Villen werden zugunsten von rießigen Wohnklötzen abgerissen. Monaco zählt ungefähr 30.000 Einwohner; die monegassische Staatsbürgerschaft besitzen jedoch keine 5.000 Einwohner. Die restlichen 25.000 Einwohner sind im Wesentlichen millionenschwere Großverdiener, die im Steuerparadies Monaco ihren Hauptwohnsitz haben.

Monaco ist heute eine weltberühmte Stadt und ein Staat zugleich. Millionen von Touristen besuchen das winzige Fürstentum alljährlich. Hunderte von Millionen von Fernsehzuschauern beobachten alljährlich den großen Preis von Monaco. Die Klatschpresse berichtet wöchentlich vom Fürsten und den Prinzessinnen. Die Stadt lebt und blüht das ganze Jahr über. Dies war aber nicht immer so; blicken wir einmal etwas in die Vergangenheit.

Geschichte von Monaco

Monaco war schon lange vor unserer Zeitrechnung besiedelt. Die alten Griechen gründeten in Monaco die Handelsniederlassung Monoikos; die Römer übernahmen die Stadt ein paar Jahrhunderte später. Die eigentliche Geschite Monacos beginnt jedoch erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Monaco gewann große Bedeutung als Streitobjekt zwischen den beiden Grafschaften der Provence in Frankreich und Genua in Italien. Francesco Grimaldi, der aus einer angesehenen Genueser Patrizierfamilie stammte, schnappte sich die Stadt Monaco und baute dort ein bedeutendes Fürstentum auf, das bis Menton reichte.

Der Hafen von Monaco

Die Folge waren unzählige Auseinandersetzungen um die Stadt. Monaco wurde mehrere Male zerstört und wieder aufgebaut. Den Einwohnern der Stadt ging es ganz anders als den heutigen Einwohnern überhaupt nicht gut. Schließlich hatte Monaco keine richtigen Einnahmequellen. Die Einnahmen aus dem Fischfang sanken im 19. Jahrhundert drastisch, Steuereinnahmen aus den benachbarten Gebieten bis Menton entfielen, als sich diese Frankreich anschlossen; außerdem gab es keine guten Verkehrsverbindungen von Monaco nach Menton im Osten bzw. Nizza im Westen.

Der Aufstieg von Monaco kam erst - wenn wundert es - mit dem legendären Casino. Im 19. Jahrhundert waren Glücksspiele wie Roulette in Italien und Frankreich verboten, so dass zahlreiche Zocker nach Monaco reisten, um ihr Geld zu verlieren. Zu diesen Zockern gehörten jedoch nicht nur reiche Leute sondern auch prominente Personen bis hin zu Staatsoberhäupten.

Monaco heute

Das Casino brachte also Monaco Einnahmen und Besucher. Während im 19. Jahrhundert die Einnahmen aus der Spielbank die Staatskasse füllten, machen diese Gewinne heute keine 5% des Staatshaushaltes mehr aus. Monaco finanziert sich heute im Wesentlichen von Touristen, Kongressen und der Mehrwertsteuer, die ihre reichen Einwohner und die Touristen als einzige Steuern bezahlen. In der Tat genießen die 30.000 Einwohner der Stadt Steuerfreiheit; dem Staat genügen die Einnahmen vom Fremdenverkehr und von der Mehrwertsteuer völlig.

Meiner einer über dem Hafen von MonacoBlick auf das Hochhäusermeer von Monaco

Die millionenschweren Einwohner der Stadt müssen natuerlich im Fürstentum Monaco irgendwie beschützt werden. In keinem anderen Staat gibt es so viele Polizisten pro Einwohner wie in Monaco. In Monaco braucht man keine Angst vor Taschendieben oder Autoknackern haben. Würde ein schweres Verbrechen in der Stadt geschehen, würden die Grenzen nach Frankreich in Minutenschnelle geschlossen werden und keiner kommt mehr raus ohne kontrolliert zu werden. In Monaco kann man also ohne Bedenken seinen Ferrari mit offenem Verdeck an der Straße parken. Keiner würde sich dies in Marseille oder Nizza trauen.

Monaco ist heute ein eigener kleiner Staat im großen Staat Frankreich. Das Fürstentum Monaco bildet mit dem umgebenen Frankreich eine Wirtschafts- und Zollunion; Außenpolitisch wird Monaco von Frankreich vertreten und beschützt.

Der Staat Monaco besteht aus 4 Stadtteilen, von denen jeder seine eigenen Sehenswürdigkeiten besitzt: Im Osten der Stadt befindet sich Monte-Carlo mit seinem von der Formel 1 her berühmten untertunnelten Kongresszentrum direkt am Meer und natürlich seinem weltberühmten Casino. Daran schließt sich der Hafen von Monaco an; der entsprechende Stadtteil heißt La Condamine. Direkt dahinter befindet sich das alte Monaco, wo sich der Fürstenpalast auf dem berühmten Felsen befindet. Und dann wäre da noch Fontvieille - der Teil der Stadt, der einst dem Meer gehörte.

Übernachten und Ausgehen in Monaco

Ich kann keinem empfehlen, in Monaco zu übernachten oder dort abends auszugehen. In einer Stadt, wo die Millionäre ihren provisorischen Hauptwohnsitz haben und wo die Einwohner keine Steuern zahlen, darf man nicht nach einem günstigen Abendessen oder einer billigen Unterkunft suchen. Die Preise in der Stadt sind schlicht und einfach horrend - man kann auch sagen: angepasst...

Einkaufen in Monaco... ein teurer Spaß...

Wer sich jedoch den Luxus gönnt, eine Nacht in Monaco zu verbringen und abends auszugehen, der hat gute Chancen seinen Lieblingsstar oder Lieblingssportler am Nachbartisch im Restaurant zu treffen. Vielleicht muss es gar kein nobles Abendessen sein, ein Spaziergang durch die Stadt kann schon ausreichen, um den einen oder anderen Schwerreichen in seinem Ferrari fahren zu sehen.

In der Tat sieht man an keinem anderen Fleck der Welt so viele Nobelkarossen auf engstem Raum wie in Monaco; Ein Ferrari ist schon fast etwas Normales in Monaco. Wer schon den einen oder anderen Zwölfzylinder-Sportwagen mit 500 PS und mehr in einem Automagazin bestaunt hat, hat gute Chancen, ihn einmal mit eigenen Augen aus nächster Nähe zu sehen.

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