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Orte zwischen Monaco und Nizza

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Die meisten Touristen, die ihre Tour die Côte d'Azur entlang machen, starten in Monaco, fahren auf einer der 3 Corniches und machen ihren nächsten Aufenthalt in Nizza. Die kleinen Orte zwischen Monaco und Nizza sehen sie entweder nur von oben oder fahren flux durch; Während ein Stopp im Bergdorf Eze noch zum Standard gehört, verpassen viele Leute die wunderschönen Badeorte Beaulieu-sur-Mer und Villefranche. Den Ort La Turbie muss man nicht mitnehmen, aber die Siegessäule sollte man wenigstens von der Ferne gesehen haben.

La Turbie

Wer ganz oben am Berg von Menton nach Nizza fährt, kommt in La Turbie vorbei. Hier erwartet den Besucher eines der imposantesten Bauwerke, die aus der Zeit des Imperium Romanum noch übrig geblieben sind.

Karte von Menton bis Nizza

Zur Zeitenwende hatten sich die Römer bereits in zahlreichen Orten der Côte d'Azur niedergelassen. Die in den Alpentälern verstreuten Ligurier hatten den Römern jedoch das ein oder andere Mal das Leben schwer gemacht. Im Jahre 6 vor Christus wurden die Ligurier von den Römern endlich niedergeworfen. Zu diesem Denkmal wurde die riesige Siegessäule (auch Trophée des Alpes genannt) errichtet.

La Turbie liegt auf der Via Aurelia, der damaligen Handelsstraße, die weit nach Westen führte. Die Siegessäule wurde auf einen Sockel mit 40 m Kantenlänge gesetzt. Das Denkmal misst heute stolze 35 m. Zur damaligen Zeit maß es jedoch sage und schreibe über 50 Meter!

Diese Siegessäule wurde jedoch nicht nur zu Ehren von Kaiser Augustus; sie sollte auch ein klares Zeichen für die römische Besatzung und die Sicherung der wichtigen Handelsstraße dienen.

Das römische Siegesdenkmal in La Turbie

Im Laufe der Jahrtausende litt das Bauwerk sehr und wurde sogar zu einer Burganlage umgebaut. Ludwig XIV. wollte das Monument sogar sprengen lassen. Erst im 20. Jahrhundert wurde mit der Rekonstruktion des ursprünglichen Bauwerkes begonnen. Heute befindet sich am Fuße des Monumentes ein Museum, in dem man eine originalgetreue Verkleinerung des ursprünglichen Denkmals betrachten kann.

Ein Besuch von La Turbie und seinem rießigen Römermonument lohnt sich jedoch nicht nur wegen der gewaltigen Ausmaße des Bauwerkes. La Turbie hat auch eine sehr schöne Altstadt, die wirklich sehenswert ist. Wer das Römerdenkmal besichtigt wird zugleich mit einem fantastischen Ausblick auf Monaco belohnt. Es gibt nur wenige Punkte an der Côte d'Azur, die von fast 500 m Höhe aus einen so gewaltigen Blick nach unten mit einer so großen Häuserkulisse bietet.

Cap d'Ail

Ziemlich unspektakulär ist das Knoblauch-Kap, das Cap d'Ail. Wer nicht gerade eine Aufführung im Freilichttheater des kleinen Örtchens erlebt, findet nicht viel Interessantes in Cap d'Ail.

Da wäre aber ein kleiner Wanderweg, ein sentier touristique, der dennoch etwas Attraktives bietet, nämlich tolle Ausblicke auf eine lang gezogene Bucht bis zum Cap Ferrat hinüber, sowie ein netter, kleiner, gemuetlicher Badestrand.

Beaulieu-sur-Mer - traumhafter Badeort

Wer von Menton bzw. Monaco die Küstenstraße entlang nach Nizza fährt durchquert unweit von Nizza den kleinen Badeort Beaulieu-sur-Mer. Einen Halt in dem traditionsreichen Badeort machen die wenigsten Touristen; die Metropole Nizza lockt zu sehr. Dabei verpassen all diese Durchfahrer einen wunderschönen Ort mit einem meiner Lieblingsstrände an der gesamten Côte d'Azur.

Der Traumstrand von Beaulieu mit der Villa Kérylos im Hintergrund

Beaulieu-sur-Mer liegt im Golf von Saint-Hospice und hat eine eigene kleine Bucht, die Baie des Fourmis (deutsch: Ameisenbucht). Keine Sorge, Ameisen gibt es hier nicht mehr als anderswo. Die Bucht bietet jedoch einen traumhaften Strand, wie er einladender kaum sein kann: Palmen grenzen den Strandbereich von der Uferpromenade ab. Der Strand besteht aus winzigen Kieselsteinchen; diese sind so klein, dass sie weich sind wie Sand jedoch einem nicht durch den Wind ins Gesicht geweht werden. Liegt man an diesem Traumstrand, so kann man es nicht lassen, immer wieder mit dem perligen Kies zu spielen.

Am östlichen Ende der Ameisenbucht befindet sich die Villa Kérylos. Diese Traumvilla im griechischen Stil ließ der Baron Reinach, ein Verwandter der Rothschilds, im Jahre 1902 erbauen. Geld spielte beim Bau dieses Palastes keine Rolle; so kamen nur edelste Materialien zum Einsatz. Die Villa steht auf einem Gelände, das mehr als 2500 m² umfasst. Für mehr als 6 € Eintritt kann man das griechische Bauwerk mit Atrium besichtigen.

Der moderne Yachthafen im Osten der Stadt

Wer gerne Villen und Traumhäuser besichtigt, dem sei ein Spaziergang auf der Promenade Maurice Rouvier bis Saint-Jean-Cap-Ferrat empfohlen. In gut einer Stunde kommt man an zahlreichen Protzvillen vorbei. Mindestens genauso schön ist jedoch der Blick aufs Meer und zurück in die Bucht. Beeindruckend ist auch der moderne Yachthafen von Beaulieu: Mehr als 800 Boote und Yachten liegen an diesem Fleck am östlichen Ende des Ortes.

Selbst wer durch Beaulieu-sur-Mer nur durchfährt, wird vielleicht die beiden Grandhotels Métropole und Réserve entdecken und sich fragen, warum es in einem Ort, der keine 5.000 Einwohner zählt, solche Luxusherbergen gibt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Beaulieu-sur-Mer zu einem der nobelsten Badeorte an der gesamten Côte d'Azur. Zahlreiche reiche Unternehmer und Fabrikanten, aber auch gekrönte Adlige, verbrachten den Winter in Beaulieu-sur-Mer. Da der Ort in einer gut geschützten Bucht liegt, hat Beaulieu-sur-Mer das zweit angenehmnste Klima der Côte d'Azur (an erster Stelle liegt Menton). Die Nähe zur Metropole Nizza macht den Ort natürlich weiter attraktiv.

Beaulieu-sur-Mer hat außerdem ein kleines Casino, in dem man sein Geld loswerden kann... Beaulieu-sur-Mer gehört bei mir zu denjenigen Orten, die ich jedes Mal besuche, wenn ich an die Côte d'Azur fahre. Der Strand ist einfach zu schön! Ein kleiner Tipp noch für Strandbesucher: Am Strand werden sündhaft und unverschämt teure Speisen und Getränke verkauft; das ist der absolute Wucher! Wer ein paar Hundert Meter läuft, der findet hinter der Promenade einen Kiosk, bei dem es Besseres zum halben Preis gibt.

Cap Ferrat

Welches ist der nobelste Ort an der gesamten Côte d'Azur? Die Frage ist nicht eindeutig zu beantworten, aber die Frage, welche beiden Orte die nobelsten sind, kann man schnell beantworten: Es ist das Cap Ferrat bei Nizza und das Cap Martin zwischen Menton und Monaco. Während sich durch alle Küstenorte hektischer Durchgangsverkehr wälzt, sind diese beiden Caps von diesem verschont; außer einigen Halbinseltouristen kommt kaum jemand in diese Nobelgebiete.

Blick auf das Cap Ferrat und die Hafenbucht von Villefranche (Aufnahme bei Dämmerung)

Mitte 19. Jahrhundert war das Cap Ferrat ein schönes, fast unberührtes Stück Natur; Erst als sich einige berühmte Persönlichkeiten, darunter der belgische König, Grundstücke auf Cap Ferrat kauften, entwickelte sich die 3,5 km ins Meer ragende Halbinsel zu einem absoluten Refugium für die Reichsten der Welt.

Wer heute das Cap Ferrat besucht, kann den üppigen Reichtum oftmals nur erahnen: Riesige Villen sind von Gärten umgeben, die zum Teil größer sind als die Landfläche, die so mancher deutsche Landwirt sein Eigen nennt. Die meisten Gärten sind durch meterhohe weiße Mauern von den neugierigen Blicken der armen Touristen geschützt.

Am Meisten bekommt man von den Prachtvillen mit, wenn man das Cap zu Fuß umrundet. Die etwas mehr als 10 Kilometer lange Tour legt man in gut zwei Stunden zurück, wenn man nicht allzu oft stehen bleibt, weil man seinen Augen nicht mehr traut. Das Cap Ferrat bietet nicht nur Ansichten auf Prachtbauten und Nobelvillen, sondern auch einzigartige Fernsichten im Westen auf die Baie des Anges bis zum Cap d'Antibes und im Osten auf den Golfe de St.-Hospice bis zum Felsen von Monaco.

Wer einmal ins Innere einer der vielen Luxusvillen auf Cap Ferrat blicken will, dem steht für knapp 10 € Eintritt die größte und traditionsreichste zur Besichtigung offen: das Museum Ephrussi de Rothschild. Madame Béatrice Ephrussi de Rothschild ließ zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einem sieben Hektar großen Grundstück eine Villa im venezianischen Stil erbauen, die ihresgleichen sucht. Ich frage mich, ob man so ein Riesenhaus überhaupt bewohnen kann, oder ob es gleich als Museum erbaut werden sollte, um den Reichtum der Familie Rothschild eindrucksvoll zu demonstrieren.

Im Innern der Villa sieht man wertvolle Gemälde, Skulpturen, Teppiche und Möbel. Viel eindrucksvoller als die Innenausstattung der Villa sind jedoch die unterschiedlichen Gartenanlagen, die die Villa umgeben. Jeder einzelne Garten hat einen eigenen Stil: Vom traditionellen französischen Garten bis zum exotischen Garten aus Japan ist fast alles zu sehen, was internationale Gartenbaumeister im Portfolio haben. Da die Villa Rothschild ganz oben auf dem Hügel des Caps liegt, kann man zudem wunderschöne Ausblicke aufs Meer und das Land genießen.

An der Ostküste des Caps liegt das kleine Dorf Saint-Jean-Cap-Ferrat. Die etwas mehr als 2.000 Einwohner des Dorfs blieben vom Massentourismus weitgehend verschont, so dass der Ort sein altes Flair und seinen Charakter als Fischerdorf bewahren konnte; Natürlich werden in Saint-Jean-Cap-Ferrat die ganzen Modalitäten der Inselmillionäre abgewickelt, aber als Tourist bekommt man davon kaum etwas mit, nur wenn vielleicht die eine oder andere Nobelkarosse vorfährt.

Villefranche-sur-Mer

Fährt von Nizza aus in Richtung Osten, so hat man kaum Nizza verlassen, da befindet man sich bereits in Villefranche. Der kleine Ort zählt knapp 10.000 Einwohner, die jedoch in unterschiedlichen Höhen wohnen: Der Ort beginnt direkt am Meer und zieht sich mehrere Hundert Meter den Mont Alban hinauf.

Villefranche-sur-Mer

Villefranche-sur-Mer gehörte in mittelalterlichen Zeiten der Grafschaft Savoyen an und wurde erst 1860 gemeinsam mit Nizza an Frankreich zurückgegeben. Wer durch Villefranche fährt, bekommt in dem riesigen Hafenbecken mit etwas Glück einen riesigen Ozeandampfer zu sehen. In Nizza selbst machen diese Meeresgiganten keinen Stopp, da das Hafenbecken von Nizza keine große Tiefe hat. In Villefranche können jedoch die größten Schiffe mit enormem Tiefgang ihren Anker werfen; Aus diesem Grund diente Villefranche nach dem Zweiten Weltkrieg auch als Stützpunkt der amkerikanischen Marine.

Das Sehenswerteste an Villefranche-sur-Mer ist in der Tat das Hafenbecken mit seinen enormen Ausmaßen. Manchmal wimmelt es in dieser Riesenbadewanne nur so von Yachten. Der kleine Altstadtkern von Villefranche ist dank seine Chapele Saint-Pierre sehenswert. Interessant ist auch die mittelalterliche Straße Rue Obscure, auf der man auch nicht nass wird, wenn es regnet: Sie ist fast vollständig überdacht.

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