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Allgemeine Informationen über Chile

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Bevor man in ein fremdes Land reist, ist es - je nach Kulturunterschied - eine sehr gute Idee, sich vorab über bestimmte Gegebenheiten zu informieren; wie will man z.B. sonst seine Reise nach eigenen Interessen gestalten oder gar seinen Koffer packen, wenn man nicht weiß, welche Art von Kleidung oder nützlichen Gegenstände man mitnehmen sollte?

Geographie

Chile befindet sich in Südwesten von Südamerika und grenzt im Norden an Peru, im Nordosten an Bolivien, im Osten an Argentinien und im Westen an den Pazifik. Zu Chile gehören auch die über 3000 km weit entfernte Osterinseln, die Juan - Fernández - / Robinson - Crusoe - Inseln, die Insel Salas y Gómez, die Desventuradas - Inseln und die Illdefonso - Inseln sowie die Diego-Ramirez - Inseln. Die Landeszonen gliedern sich grob in:

Karte von Südamerika
  • Norte grande (großer Norden)
  • Norte chico (kleiner Norden)
  • Centro (Zentralzone)
  • Sur (Süden)
  • Patagonia Norte (Nordpatagonien)
  • Patagonia Sur (Südpatagonien)

Das Land ist, hauptsächlich aus geographischen Gruenden, in 15 Regionen, Provinzen und Kommunen unterteilt. Die Teilung würde eine gezielte, auf die jeweiligen Bedürfnisse der Regionen zugeschnittene Politik ermöglichen, da z.B. der Norden aufgrund geographischer Gegebenheiten eine andere Politik als der Süden erfordert. Allerdings ist die Politik noch weitgehend zentralisiert, was Auswirkungen auf die Infrastrukturen, Preise sowie Arbeitsplätze hat und somit ein Leben fern von der Hauptstadt Santiago erschwert.

Im Folgenden fasse ich die Regionen der Übersichtlichkeit halber zu drei Gebieten - Nordchile, Mittelchile, Südchile - zusammen, da sich die Gegebenheiten der einzelnen Regionen bezüglich der Vegetation sowie Klima & Reisezeit ähneln.

Vegetation

Von einigen Oasen abgesehen, lässt der karge Norden aufgrund hoher Trockenheit allenfalls Kakteen und Zwergsträucher, vorwiegend jedoch Dornensträucher zu. Nach einem der seltenen Regenfälle bedecken Blumen in bestimmten Gebieten (in der Nähe von Copiapó, kleiner Norden) Wüstenfelder. Das Phänomen der "Desierto florido" (geblümte Wüste) wurde in den Jahren 1983, 1987, 1991 und 1997 beobachtet.

Vegetationslose Wüste, Región de Antofagasta Typisch für die Región de Valparaíso: Palmen und kleine Blumenbeete Citrusbaum in der Región de Metropolitana Waldreicher Süden, Parque Nacional Nahuelbuta, Región del Bio-Bio/ Región de la Araucania An die Wetterbedingungen angepasst: Steppen und Sträucher in Patagonien

Zentralchile dagegen weist einen Flora auf, die auch in der Mittelmeergegend vorherrscht: Sträucher verschiedener Arten und Größen, Honigpalmen im Überfluss, Bougainvilleas und weitere Arten, welche Sonne und Wärme bevorzugen; Wie in mitteleuropäischen Gegenden wird der Süden von Wäldern aller Art dominiert; aufgrund der häufigen Niederschläge und der gemäßigten Breiten spricht man vom "gemäßigten Regenwald".

Die Araukarie ist der Nationalbaum Chiles und wurde von den Ureinwohnern, den Mapuche, verehrt und diente mit ihren Samen als Nahrungsmittelgeber. Weiter im Süden, in Patagonien, ist die Landschaft den klimatischen Bedingungen angepasst und weist robuste Bäume und karge Steppen bis hin zu Gletschern auf.

Ressourcen und wirtschaftliche Lage

Die Wirtschaft Chiles ist so facettenreich wie die Regionen des Landes. Eines der herausragenden Wirtschaftsgüter ist das Kupfer; die größte Kupfermine der Welt, die Escondida/ Chuquicamata, befindet sich in der Nähe von Calama, im Norden Chiles; Als zweitwichtigster Standort gilt die Gegend um Rancagua mit der Mine "El teniente". Die hohen Kupfervorkommen machen Chile zu einem der wichtigsten Handelspartner weltweit, was der Wirtschaft einen bedeutenden Aufschwung verschafft hat. Neben dem Kupfer werden in weitaus geringeren Mengen auch Erdgas und Eisenerz gefördert.

Lapislazuli-Ohrringe

Die Küstennähe ist für die Bedeutung der Fischindustrie verantwortlich: Kaum ein Land exportiert soviel Lachs und Meeresfrüchte wie Chile. Weiterhin gelten die Häfen Chiles als wichtiger Faktor für den Export und Handel mit den USA, Asien und Europa. So sieht man z.B. in Valparaíso, einem der wichtigsten Häfen Chiles, häufig Container mit der Aufschrift "Hamburg Süd".

In der Zentralzone und im Süden wird Land- und Forstwirtschaft betrieben; besonders der chilenische Wein gewinnt immer mehr das internationale Ansehen. Weiterhin wird auch Obst und Gemüse angebaut; im grünen Süden ist die Forstwirtschaft (Eukalyptus, Kiefer) und Holzindustrie vorherrschend. Das karge Patagonien hingegen kann nur noch für Fischfang und Schafzucht genutzt werden.

Ein Schmuckstück, das außer in Chile nur noch in Afghanistan und einem Teil Russlands zu finden und als Souvenir beliebt ist, ist das Lapislazuli - Gestein. Mit Gold und Silber verarbeitet wird es in vielerlei Formen angeboten, z.B. als Ohrschmuck, Anhänger und mehr. Seine einzigartige, tiefblaue Farbe hat den Lapislazuli nicht nur als Schmuck sondern auch in der Kunst und Malerei bekannt gemacht.

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