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Sehenswürdigkeiten entlang der Isar

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So bedeutend die Stadt München auch ist, der Fluss Isar ist es weniger. Im Verhältnis zu manch anderen Strömen, die bekannte Großstädte durchqueren, ist die Isar eher ein Rinnsal; Relativ schmal und flach ließt sie knapp 14 km von Südwest nach Nordost durch das Stadtgebiet. Das ist auch ein Grund, warum in München keine Schifffahrten angeboten werden, wie es sie in vielen anderen Touristenzentren gibt.

Für die Münchener ist ihr Fluss trotzdem etwas Bedeutendes, zumal sich die Isar gerade durch ihre geringe Größe sehr gut ins Stadtbild einfügt und auch viele Möglichkeiten für erholsame Wochenendspaziergänge und -erholungen bietet. Auf den kleinen Inseln und in den Isarauen lassen sich vor allem im Sommer schöne Grillabende verbringen. Selbst das Baden im Fluss ist mit der steigenden Wasserqualität wieder möglich.

Ganz in der Flussnähe oder sogar auf den Inseln, wie der Museumsinsel oder der Praterinsel, sind einige bedeutende Sehenswürdigkeiten der bayerischen Metropole zu finden. Der wohl größte und auch bekannteste Komplex ist das Deutsche Museum auf der Museumsinsel, eher unbekannt ist dagegen das Alpine Museum auf der Praterinsel. Die Figur des Friedensengels, das Müller'sche Volksbad und die Ludwigsbrücke gehören auch zu den toruistischen Höhepunkten, die in unmittelbarer Nähe der Isar stehen.

Das Deutsche Museum

Das Deutsche Museum, mitten in der Isar auf der Museumsinsel gelegen, gilt als eines der bedeutendsten europäischen technischen Museen. Als der Initiator Oskar von Miller Anfang des 20. Jahrhunderts seine Ideen eines Museums zum Anfassen und Erleben einbrachte, war dies neu und wegweisend. Das Konzept sah vor, die technischern und naturwissenschaftlichen Objekte im Betrieb zu zeigen und Experimente praktisch durchführen zu können. Trotzdem - oder vielleicht auch gerade deshalb wurde es ein schwieriges Unterfangen. Miller musste in ganz Deutschland um Spenden für sein Vorhaben regelrecht betteln.

Die Museumsinsel mit Musemsbau und Meteorologischen Turm

Im Jahre 1906 war es dann soweit, es erfolgte die Grundsteinlegung. Jedoch sollten bis zur Einweihung des Museumsbaues 1925 noch 19 Jahre vergehen, eine wahrlich "schwere Geburt". Das Konzept erwies sich aber als ausgesprochen erfolgreich, heute ist das Deutsche Museum München das meistbesuchte Museum Deutschlands.

Teilstücke wurden auch schon früher fertig, der Sammlungsbau mit dem Meteorologischen Turm entstand von 1908 bis 1914 im barock-klassizierenden Stil; Ergänzt wurde der Museumskomplex 1932 mit dem Bibliotheksbau und 1935 mit dem Kongresssaal. 1982 wurde dann mit der Luft- und Raumfahrthalle der immensen Weiterentwicklung dieses Bereiches Rechnung getragen.

Innenhof des Deutschen Museums

Es ist sehr beeindruckend, was dem Besucher im Museum geboten wird; Wir sind beileibe keine Technikexperten, doch der Faszination dieser Ausstellungen konnten wir uns nicht entziehen. Wir sind sicher, der Besuch des Museums wird jedem etwas bringen und zu neuen Erkenntnissen führen. Speziell Kinder lassen sich hier begeistern und lernen ganz nebenbei noch viel Wichtiges.

Eingang zum Deutschen Museum

Sicher wird man sich dabei auf die eine oder andere Abteilung beschränken müssen. Für die gesamten Ausstellungen auf den sechs Etagen wird einfach die Zeit nicht reichen. Es ist garantiert für jede Interessengruppe etwas dabei, rund 17.000 Exponate aus vielen Bereichen sorgen für Vielfalt und Abwechslung. Die Ausstellungen sind in unterschiedliche Komplexe aufgeteilt, so zu den Naturwissenschaften unter dem Motto "Warum die Welt zusammenhält", zum Verkehr nach der Devise "Alles in Bewegung", die Bezeichnung "Kinderreich" erhielt der Komplex für kleine angehende Wissenschaftler von drei bis acht Jahren. Vertreten sind auch die Themen Energie, Neue Technologien, Kommunikation, Musikinstrumente sowie Werkstoffe und Produktion. In der Kuppel des Museumsbaues können astronomisch Interessierte einen künstlichen Sternenhimmel im Planetarium beobachten. Außenstellen des Museums mit der Flugwerft und einer Sammlung von Autos, Kutschen und Eisenbahnen findet man in Schleißheim und auf der Theresienhöhe.

Das deutsche Museum ist das ganze Jahr von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet, mit Ausnahme einiger Feiertage. Das gilt auch für die Außenstellen. Der Eintrittspreis ist für die Fülle des Angebots ganz human. Zu erreichen ist die Museumsinsel auch unproblematisch. Die U-Bahnlinien U1 und U2 fahren bis in die Nähe, die Station ist die Fraunhofer Straße. Man kann auch die S-Bahn bis zum Isartor oder Bus bzw. Straßenbahn nutzen.

Das Müller'sche Volksbad

Praktisch in Sichtweite zur Museumsinsel an der Ludwigsbrücke liegt am Ufer der Isar das Müller'sche Volksbad; Auch wenn an dieser Uferstelle an warmen Tagen immer Münchener anzutreffen sind, die hier im Fluss baden, so hat das mit dem Müller'schen Volksbad nichts zu tun. Das vom Münchener Bürger Karl Müller initiierte und von Carl Hocheder entworfene Bauwerk ist ein Hallenbad ohne direkten Zugang zur Isar.

Es war das erste öffentliche Hallenbad, zu dem die Münchener Einwohner Zutritt hatten. Das sehr beeindruckende Gebäude entstand zwischen 1897 und 1901 im Jugendstil. Zu dieser Zeit galt es als das schönste und größte Schwimmbad der Welt. Dieses Kriterium kann es heute nicht mehr in Anspruch nehmen. Wir behaupten aber, dass wir trotzdem selten ein so eindrucksvolles und ansehnliches Bad gesehen haben. Dazu trägt sicher bei, dass es von den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bis zum Jahr 1999 komplett saniert und restauriert wurde und seitdem wieder in alter Schönheit erstrahlt.

Das Müllersche Volksbad

Ins Auge fällt auf den ersten Blick der Turm, in dem sich Reservewasser befindet. Auch im Inneren ist das Bad eine Augenweide. Barockartige Schmuckelemente harmonieren mit dem Jugendstilbau. Breite Treppen, Wandmalereien und eindrucksvolle Uhren sind nur einige der bemerkenswerten Ausstattungen. Im Bad gibt es zwei große Badebecken, die früher nach Geschlechtern getrennt waren. Das mit 30 x 12 m größere war das Becken für die Herren und ist in einer Halle mit einem wunderschönen Tonnengewölbe. Das kleinere der Becken misst 18 x 11 m und war den Frauen vorbehalten.

Für heutige Verhältnisse ungewöhnlich sind die Holzkabinen, die sich rund um die Becken befinden. Im ursprünglichen Zustand gab es noch ein römisch-irisches Dampfbad sowie zahlreiche Wannen- und Brausebäder. Die sind unter den heutigen Hygienebedingungen nicht mehr so gefragt, deshalb wurden sie radikal reduziert und dienen vorrangig zu Demonstrationszwecken, obwohl prinzipiell die Möglichkeit zur Nutzung der Wannenbäder besteht.

Im Haus findet man auch eine Sauna, ein römisch-irisches Schwitzbad, das täglich von 9.00 Uhr bis 23.00 Uhr geöffnet ist. Dienstags ganztägig und freitags bis 15.00 Uhr ist es Frauen vorbehalten, ansonsten herrscht hier gemischter Saunabetrieb. Die Schwimmhalle ist täglich von 7.30 Uhr bis 23.00 Uhr offen, das große Becken montags allerdings nur bis 17.00 Uhr. Im Müller'schen Volksbad gibt es ein kleines Restaurant, in dessen Garten es sich besonders bei gutem Wetter sehr schön sitzt. Auch das Angebot und die Preise fanden wir in Ordnung, wir können es für eine kleine Rast durchaus empfehlen.

Weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Isar

Auf den ersten Blick könnte man meinen, der Münchener Friedensengel und die Berliner Siegessäule gehörten zusammen und wären von einem Künstler erschaffen. Dem ist aber nicht so, und bei genauerer Betrachtung kommen auch die Unterschiede zu Tage. Beide Denkmäler tragen auf einer hohen Säule eine vergoldete Figur. Doch während die Berliner Statue die Siegesgöttin darstellt und das Denkmal an den Sieg Preußens im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 erinnert, wurde der Münchener Friedensengel im Gedenken an 25 Jahre Frieden nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1871 errichtet.

Die Figur des Friedensengels Die Anlage mit dem Friedensengel

Die Anlage liegt direkt an der Isar in der Prinzregentenstraße. Von der Luitpoldbrücke, die mit Ihren die bayerischen Stämme Altbayern, Schwaben, Franken und Pfalz symbolisierenden Figuren auch sehr interessant ist, führt ein großer terrassenartiger Platz zum Denkmal. Mittelpunkt des Platzes ist ein Wasserbecken mit einem Springbrunnen. Über zwei Treppenanlagen gelangt man zu einer Aussichtsplattform mit einer kleinen Halle, die mit Reliefs und Porträts geschmückt ist. Kurioserweise sind dabei einige Generäle und Kriegsherren, obwohl das Denkmal eigentlich ein Friedensdenkmal ist.

Den Abschluss bildet eine 38 m hohe Säule im korinthischen Stil, auf deren Spitze die im Volksmund Friedensengel genannte vergoldete Statue steht. Bei ihr handelt es sich genau genommen nicht um einen Engel, sondern es ist die Nachbildung der Statue einer Siegesgöttin, die aus den Ruinen der durch einen Vulkanausbruch verschütteten Stadt Pompeji stammt. Die Tempelhalle ist eine Kopie aus dem antiken Griechenland. Vorbild war die Korenhalle des Erechtheion auf der Akropolis in Athen.

Der Vater-Rhein-Brunnen

Nur wenige Meter weiter steht die Villa Stuck, eine bedeutende Künstlerresidenz mit Museum und Ausstellungen. Das sowohl von außen wie von innen sehr sehenswerte Gebäude wurde vom Münchener Maler Franz von Stuck in einer Verschmelzung der beiden Stile Klassizismus und Jugendstil erbaut. Dabei ist beachtenswert, dass Stuck alles selbst entwarf, die Außenfassade und auch die Innengestaltung. Die Villa Stuck besteht aus zwei Bauwerken, dem 1897/98 errichteten Hauptgebäude und dem 1913/14 gebautem Atelierhaus. Ein Besuch in den prunkvollen Räumen mit den ausgestellten Kunstwerken, darunter natürlich auch die Gemälde Stucks, lohnt auf jeden Fall; Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Münchens älteste Brücke ist die Ludwigsbrücke, die um 1158 von Heinrich dem Löwen errichtet wurde; Natürlich ist der heutige Bau nicht mehr das Original, die Brücke wurde im Laufe der Zeit viele Male neu gebaut. Doch an dieser Stelle begann mit der ersten festen Flussüberquerung die Geschichte Münchens. Die heutige Ludwigsbrücke stammt aus dem Jahre 1935, wobei die allegorischen Figuren "Floßfahrt" und "Industrie", die den Bau schmücken, von 1892 sind. Die Figur "Kunst" kam 1979 dazu.

Das Kulturzentrum am Gasteig

Zuerst wundert man sich etwas, dass ausgerechnet an der Isar ein Vater-Rhein-Brunnen steht. Das ist jedoch schnell aufgeklärt. Der Brunnen entstand 1902 für die Stadt Straßburg, wurde aber 1919 abgebaut. München gelangte an die Bronzefigur des Vaters Rhein und stellte sie in einer nachgebauten Brunnenanlage an der Luwigsbrücke auf.

Kommt man über die Ludwigsbrücke auf die östliche Seite der Isar, dann fällt ein modernes großes Gebäude ins Auge, von dem man denkt, dass hier wieder einer dieser Bürobetonkomplexe entstanden ist. Doch das ist falsch gedacht, hier am Gasteig steht ein von außen sehr nüchtern wirkender Bau, der Münchens Kulturzentrum beherbergt. In ihm befindet sich u.a. der Konzertsaal der Philharmonie, der 2500 Menschen Platz bietet. Daneben gibt es noch zahlreiche kleinere Säle und Räume, so den Carl-Orff-Saal mit einer Bühne, das Richard-Strauss-Konservatorium, ein Studio-Theater und die Münchener Stadtbibliothek. Auch die Volkshochschule hat hier ihr Domizil.

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