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Rund um den Kölner Neumarkt

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Der Begriff „in novo mercato“ - auf dem neuen Markt tauchte erstmals im Jahre 1076 auf. Damals diente er als Markt- und Handelsplatz. Es ist mit mehr als 27.000 m² der größte Platz der Kölner Innenstadt. Im Laufe der Zeit wandelte sich der Name des Platzes mehrmach, bis sich schließlich der heutige Begriff „Neumarkt“ etablierte.

Neben der Funktion als Handelsplatz fanden hier auch große Volksfeste statt, so z.B. Schützenwettbewerbe und später - zu Zeiten der Preußen – Militärparaden. 1918 wurde auf dem Neumarkt die sozialistische Räterepublik ausgerufen, fast zeitgleich mit den Proklamationen in Berlin. Von der ursprünglichen Bebauung des Platzes ist heute praktisch nichts mehr übrig. Bis auf zwei oder drei Gebäude sind alle anderen Neubauten, die ab den 1950er Jahren entstanden. Eines der erhaltenen Gebäude ist das Gesundheitsamt mit seiner reich verzierten Fassade.

Blickfang dieser Bebauung ist die Neumarkt-Galerie mit der markanten 10 m hohen Eistüte auf dem Dach. Wenige Meter weiter, in der Neumarkt-Passage, befindet sich in der 4. Etage das Käthe-Kollwitz-Museum, das 1985 – zum 40. Todestag der Künstlerin – eingeweiht wurde. Die in Köln lebenden Enkelinnen der Küstlerin wollten ihre Sammlung verkaufen. Die Kreissparkasse Köln erwarb diese und errmöglichte so die weitere Ausstellung der Werke in der Stadt. Im Museum ist die größte Sammlung der Arbeiten von Käthe Kollwitz zu sehen, insgesamt sind es mehr als 200 Exponate.

Die Schildergasse, Kölns Einkaufsmeile

Was für Frankfurt die Zeil oder Berlin der Kudamm, das ist für Köln die Schildergasse. Es ist die belebte Einkaufsmeile, die als Fußgängerzone ausgebaut wurde. Doch nicht nur Geschäfte sind hier zu finden, sondern auch einige bemerkenswerte Bauten, sowohl altehrwürdige als auch sehr modernistische.

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Ein Beispiel für fanatsievolles modernes Bauen ist das Weltstadthaus, das der iatlienische Stararchitekt Piano – der Mann heißt wirklich so – im futuristischen Ambiente entwarf. Im Jahre 2005 wurde das markante Gebäude mit den Glasfassaden als Kaufhaus eröffnet. Das Geschäftshaus Paladium ist ein sehr renommiertes Gebäude im Stil der Prachtbauten des 20. Jahrhunderts. Vor dem Haus findet man einen eigenwilligen Brunnen in Form einer Stele. Der volkstümliche Name „Bierbrunnen“ erklärt sich, wenn man weiß, dass er von einer Brauerei gestiftet wurde.

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Einige Jahre mehr hat die Antoniterkirche „auf dem Buckel“ - immerhin stammt sie aus dem 14. Jahrhundert. Geweiht ist sie dem heiligen Antonius dem Großen. Es fiel uns auf, dass die Kirche keinen Turm besitzt, statt dessen gibt es auf dem Dach nur einen Dachreiter. Die Antoniterkirche gilt nach dem Dom als meistbesuchte Kölner Kirche, was natürlich auch ihrer exponierten Lage geschuldet ist.

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Das Innere der Kirche ist unserer Ansicht nach einen Besuch wert. Der romanische Taufstein kam erst später in die Antoniterkirche, die ursprünglich als Kirche eines Bettelordens keine Taufrechte hatte. Nachdem sie zur evangelischen Gemeindekirche umgewandelt wurde, erhielt sie den Taufstein aus dem 12. Jahrhundert. Die aber sicher faszinierendsten Kunstwerke in der Kirche sind drei Arbeiten von Ernst Barlach. Über dem Taufstein hängt seit 2011 das Kruzifix II, gegenüber steht die Figur des „Lehrenden Christus“.

Unübersehbar, ungemein beeindruckend und künstlerisch ausgesprochen wertvoll ist die Figur „Der Schwebende“. Uns kam sie sehr bekannt vor – und das täuschte nicht. Bei der Plastik handelt es sich um den heimlichen Zweitguss dieses Kunstwerks, dessen Original seit 1927 im Dom zu Güstrow zu sehen war. Unter den Nationalsozialisten galt es als „entartet“ und das Orginal wurde eingeschmolzen. Heute ist in Güstrow die dritte Kopie zu sehen. Auch das Gesicht der Plastik war uns vertraut. Ernst Barlach hatte dem Schwebenden die Gesichtszüge der Künstlerin Käthe Kollwitz gegeben.

Die Oper und das Schauspielhaus

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Über die Gebäude der Oper und des Schauspielhauses gehen die Meinungen weit auseinander. Die einen halten die Achitektur für nüchtern und langweilig, andere wiederum loben die elegante Schlichtheit. Ehrlich gesagt, so richtig konnten wir uns nicht für die oder andere Seite entscheiden. Bei der Alten Oper von 1902 war die Sache klarer, der prächtige Bau im Stil der Neorenaissance beeindruckte auf jeden Fall. Leider wurde dieses Gebäude aber wie so viele andere auch im Krieg beschädigt und schließlich 1958 abgerissen.

Das neue Opernhaus entstand am Ort der in der Progromnacht zerstörten Synagoge auf dem Offenbachplatz. Das Bauwerk im Stil der Moderne steht heute unter Denkmalschutz. Zumindest hat man beim Bau richtig „geklotzt“, denn mit seinen 1346 Plätzen zählt das Kölner Opern- und Schauspielhaus zu den großen Theatern.

Die Kirche St. Aposteln

Noch in Sichtweite des Neumarktes befindet sich die dreischiffige Basilika St. Aposteln, eine der 12 großen romanischen Kirchen in Kölns Altstadt. Von der Form her ähnelt sie Groß St. Martin, aber der Hauptturm ist bedeutend kürzer und dominiert nicht die Ansicht. Auch St. Aposteln hatte einen Vorgängerbau, eine erste Apostelkirche aus dem 10. Jahrhundert. Im 12. Jahrhundert begann dann der Umbau der Kirche zur heutigen Form, wobei sich diese Umgestaltung über längere Zeit hinzog.

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Auch in der Kirche St. Aposteln gibt es zahlreiche Kunstwerke zu bestaunen. Eines ist das Gemälde „Das Martyrium der heiligen Katharina“. Das achteckige romanische Taufbecken stammt aus dem 13. Jahrhundert. Besonders bemerkenswert sind auch die Statuen der Apostel Petrus und Paulus, zwei mehr als 2 m hohe Holzskulpturen. Die bedeutendste Kostbarkeit ist aber sicher der Heribertkelch aus dem 13. Jahrhundert mit den eingravierten Figuren der 12 Apostel.

Hahnentorburg, Kölns prachtvollstes Stadttor

Im Mittelalter gab es insgesamt zwölf Torburgen, die auf die acht Kilometer lange Stadtmauer verteilt waren und so die Zugänge zur Stadt sicherten. Erhalten sind heute noch fünf – die Severinstorburg, die Ulrepforte, die Eigelsteintorburg, das Blauefunkentürmchen und die Hahnentorburg, die einst einen der westlichen Zugänge schützte. Neben ihrer auch jetzt noch imposanten Ansicht dient der ehemalige Bankettsaal der Hahnentorburg für Feiern im ausgefallenen Ambiente.

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Die Hahnentorburg war die prachtvollste der zwölf Torburgen und so zogen durch das im 12. Jahrhundert erbaute Gebäude die in Aachen gekrönten Kaiser des Heiligen Römischen Reiches in die Stadt Köln zum Schrein der Heiligen Drei Könige im Dom. Doch die Hahnentorburg war nicht nur Teil der Stadtbefestigung sondern eine zeitlang auch berüchtigtes Gefängnis. Viele behaupteten sogar, dass der Teufel persönlich jede Nacht die unglücklichen Insassen peinigte. Der Teufel wird es nicht gewesen sein, doch die Zustände im Stadtgefängnis waren sicher teuflisch. Eine Gedenktafel an der Torburg erinnert an den Kölner Stadtbaumeister Josef Stübben, der um 1890 für die Restaurierung des Gebäudes sorgte.

4711 – das Haus des Parfüms

Vier Zahlen sind zum Begriff für einen Duft geworden, die 4711 steht für den Inbegriff des Parfüms. „Eau de Cologne“ kennt so gut wie jeder, und wenn es nur als das Markenzeichen für duftende Kosmetik ist. Das Haus, das für diese weltweite Erfolgsgeschichte steht, befindet sich in Köln und schmückt sich weithin sichtbar mit den vier magischen Zahlen.

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Es ist allerdings nicht das Orignalhaus, das stand einige Meter weiter. Auch die Geschichten, die sich um die angebliche Erfindung ranken, sind eher im Reich der Fantasie angesiedelt. Wahr ist aber die Geschichte um die Entstehung des Namens und Markenzeichens. Als die Franzosen unter Napoleon Köln besetzt hatten, bekamen alle Häuser der Stadt eine Nummer. Der Parfümvertrieb in der Glockengasse erhielt die Nummer 4711. Es war mit Sicherheit ein Geniestreich, das Parfüm „Kölnisch Wasser“ unter dieser Bezeichnung zu verkaufen.

Der Firmengründer Wilhelm Muelhens war keineswegs der Erfinder des berühmten Parfüms, er gründete lediglich die Manufaktor in der Glockengasse und produzierte dort das Parfüm, das ein italienischer Einwanderer mitgebracht hatte und unter dem Namen Farina produzierte und vertrieb. Nach langem Rechtsstreit unterlag Muelhens und durfte nicht mehr unter der Marke Farina firmieren. Für ihn war das im Nachhinein ein Glücksfall, denn so kam er auf die Idee, die napoleonische Hausnummer als Marke einzusetzen. Damit begann ein weltweiter Siegeszug, der den Begriff „Kölnisch Wasser“ global bekannt machte. Im Haus Glockengasse 4 besteht die Möglichkeit der Besichtigung der Manufaktor, auch Seminare werden durchgeführt und natürlich kann man das originale „Kölnisch Wasser“ kaufen.

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