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Die Geschichte der Stadt Köln

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Köln gehört nicht gerade zu den ältesten berühmten Städten, da gibt es einige, die mehrere Jahrhunderte oder gar Jahrtausende mehr aufweisen können. Doch die Kölner brauchen sich diesbezüglich auch nicht zu verstecken, die Geschichte der Stadt begann schon kurz nach dem Beginn unserer Zeitrechnung und kann damit inzwischen auf rund 2000 Jahre verweisen. Das ist schließlich auch ganz beachtlich.

Wie so viele Städte durchlebte auch Köln Höhen und Tiefen, wobei sicher die Höhen überwogen. Auch die Religion spielte in der Stadt immer eine große Rolle, für die katholische Kirche war Köln einer ihrer Hauptstützpunkte, nicht zuletzt zeugt der weltberühmte und architektonisch glanzvolle Dom davon. Der Versuch, Köln evangelisch werden zu lassen, war nicht vom Erfolg gekrönt. So ist die Stadt bis heute ein Zentrum der Katholiken, außerdem eine Hochburg des Karnevals. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, so ist doch beides nicht voneinader zu trennen.

Köln, vom Beginn bis zum Mittelalter

Es waren wieder einmal die Römer, die für die Gründung einer der bekanntesten Städte verantwortlich zeichneten. Auf dem Höhepunkt der Macht und Ausdehnung des Römischen Reiches eroberte Caesar neben Gallien auch die Gebiete links des Rheins. Dabei waren die Ubier, ein Stamm von der rechten Seite, Roms Verbündete. Unter dem Feldherrn Agrippa, dem Schwiegersohn des Augustus, wurde am Rhein eine Siedlung für die Ubier gegründet. Ob das im Jahre 38 oder 19 v. Chr. war, darüber herrscht Uneinigkeit.

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Es war Julia Agrippina, Agrippas Enkelin und Frau des Kaisers Claudius, die Jahre später schließlich aus der Siedlung eine Stadt nach römischen Muster werden ließ und ihr auch den Namen gab. Sie war in der Ubier-Siedlung geboren wurden und sie sorgte dafür, dass diese 50 n. Chr. das Stadtrecht und gleichzeitig einen neuen Namen bekam – Colonia, die „Stadt, die unter Claudius auf Wunsch der Agrippina gegründet wurde“.

An die Römerzeit erinnert eine Gedenkstele in der Kölner Altstadt. Auf ihr wird an die Martins-Insel erinnert, die um 1000 n.Chr. durch die Anschüttung des Hafens mit dem linksrheinischen Ufer verbunden wurde. Im Text wird weiter gesagt, dass sich hier lange vorher römische Legionäre mit blonden Ubiermädchen trafen – sicher nicht nur zum Gedankenaustausch. Es folgt nämlich der Hinweis, dass es sich um Urahnen der Familie Schmitz handelt. Aufstellen ließ diese Stele, die auch eine Hochwassermarke von 1784 zeigt, der Architekt und Kölner Original Jupp Engels.

Köln

Noch heute bestimmen die Hauptstraßenachsen der Römer die Kölner Innenstadt. Die Hohe Straße entspricht der früheren Cardo Maximus und die Schildergasse der Decumanus Maximus. Schon wenige Jahre nach der Stadtgründung erhielt Colonia eine starke Befestigung. 21 Türme und 9 Tore befanden sich in einer 4 Kilometer langen Stadtmauer. Im Jahre 90 n. Chr. wurde Köln Hauptstadt der Provinz Niedergermanien und stieg zu einer damals starken Wirtschaftsmacht auf. Immerhin 15.000 Einwohner – zu damaligen Zeiten eine beachtliche Anzahl – konnte die Stadt vorweisen.

Auch die Kirchengeschichte in Köln begann sehr früh. Schon im Jahre 314 entstand am Standort des heutigen Doms eine erste Kirche. Der Stern Roms begann jedoch zu sinken, im Jahre 355 eroberten und verwüsteten die Franken Köln. Zwar kamen die Römer noch einmal zurück, doch rund 100 Jahre später fiel die Stadt endgültig an das Fränkische Reich. Das Frankenreich war damals eines der bedeutendsten und mächtigsten, und damit stieg auch die Macht Kölns, zumal die Stadt zu einem der wichtigsten Kirchenstandorte ausgebaut wurde.

Kölns Entwicklung bis zum 19. Jahrhundert

Unter Kaiser Otto I. wurde dessen Bruder Bruno Herzog von Lothringen und Erzbischof von Köln. Es war das erste Mal, dass ein Kölner Bischof gleichzeitig kirchliche und weltliche Macht ausübte. Eine seiner Amtshandlungen war die erste Erweiterung der Stadt, die auch mit einer Mauer geschützt wurde. Im Mittelalter entwickelte sich Köln auch immer mehr zu einer Hochburg des Handels und des Handwerks.

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Seit dem Besuch Kaiser Heinrich III. und des Papstes Leo IX. in Köln im Jahre 1049 gab es ständige Vertreter des obersten Kirchenhirten und des weltlichen Kaisers im Domstift. Um 1106 kamen dann die Stiftsbezirke St. Ursula, St. Gereon und St. Georg im Zuge der zweiten Stadterweiterung zu Köln hinzu. Am Ort des heutigen Rathauses entstand 1135 das erste Bürgerhaus und neben den Siegeln des Erzbischofs und des Königs gab es ein städtisches Siegel.

Köln

Die dritte Stadterweiterung war 1220 abgeschlossen, immerhin war damit der Ring der Stadtmauer mehr als acht Kilometer lang. Köln entwickelte sich in raschem Tempo zu einer der bedeutendendsten Städte auf deutschem Boden. Diese Bedeutung gewann noch durch die Schlacht bei Worringen 1288, bei der die Kölner auf der Seite der Sieger gegen den Erzbischof Siegfried von Westerburg standen. Dadurch errangen sie die politische Freiheit der Stadt. Ein weiterer Meilenstein war die Gründung der ersten bürgerlichen Universität Deutschlands in Köln im Jahre 1388.

Ansonsten waren es unruhige Zeiten mit mehreren Aufständen der Handwerker gegen die Patrizier. Die Handwerker übernahmen schließlich 1396 die Macht in der Stadt. Auch die jüdische Bevölkerung bekam Probleme. Seit dem 4. Jahrhundert siedelten sie in Köln, 1424 wurden sie aus der Stadt gewiesen.

Das Jahr 1475 war wiederum ein erfolgreiches für Köln, Kaiser Friedrich III. erhob die Stadt in den Stand einer freien Reichsstadt, die das Recht hatte, Münzen zu prägen. Rund 100 Jahre später begann 1583 ein Krieg, der Truchseßische Krieg. Der Erzbischof Truchseß von Waldburg versuchte, das Erzstift Köln in ein protestantisches Fürstentum umzuwandeln, musste sich aber den katholischen Fürsten und den Kölner Bürgern geschlagen geben. In der Folge wurde Ernst von Bayern neuer Erzbischof, der erste von fünf Bischöfen aus dem Hause Wittelsbach.

Das Ende der freien Reichsstadt Köln kam mit den französischen Revolutionstruppen, die nach der Bürgerlichen Revolution in Frankreich 1794 in die Stadt einmarschierten. In der Folge wurde die Universität geschlossen und das Erzbistum aufgelöst. Das kirchliche Sagen der Region ging jetzt von Aachen aus. Doch die Besetzung der Stadt durch die Franzosen hatte nicht nur negative Auswirkungen.

Kölns Entwicklung bis heute

Unter der französischen Herrschaft kamen die vorher vertriebenen Juden und Protestanten zurück, die in der Stadt neue Gemeinden gründeten. Mit dem Ende Napoleons ging die 20jährige Besetzung durch die Franzosen zu Ende und Köln kam zum Königreich Preußen. Noch heute findet man in der Domstadt einige Denkmäler, die an Preußen erinnern. Mit der industriellen Revolution Ende des 19. Jahrhunderts wuchsen die Städte explosionsartig, auch die Grenzen Kölns wurden zu eng. Deshalb brach man die Stadtmauer ab, nur drei Tore blieben verschont. Auch immer mehr Dörfer aus der engeren Umgebung wurden eingemeindet. Der preußische Festungsring, der die Stadt umgab, musste als Tribut an die Sieger des 1. Weltkrieges abgerissen werden.

Köln

Im Jahre 1917 wurde ein Mann Oberbürgermeister Kölns, der noch eine sehr wichtige Rolle in der deutschen Geschichte schreiben sollte – Konrad Adenauer. In seiner Amtszeit gründete man die Messe, eröffnete die Universität wieder und legte einen Grüngürtel an. Nach dem Wahlsieg der Nationalsozialisten 1933 setzten sie Adenauer, der kein Freund der Nazis war, ab. Der Zweite Weltkrieg hatte auch für Köln schreckliche Folgen, mehr als 90% der Stadt waren zerstört. Noch heute erkennt man diese Wunden, die Köln geschlagen wurden und die leider viele architektonische Sehenswürdigkeiten untergehen ließen.

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Zwar baute man einen Teil der Altstadt nach alten Vorlagen wieder auf, doch Köln war nicht mehr diese prachtvolle Stadt. Nach der Befreiung von den Nazis übernahm der von ihnen abgesetzte Konrad Adenauer für kurze Zeit wieder den Posten des Oberbürgermeisters. Diese Amtszeit dauerte jedoch nicht lange, denn mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde Adenauer ihr erster Bundeskanzler und blieb das 14 Jahre lang.

Es ging in der Stadt am Rhein relativ langsam aufwärts und die Wunden, die der Krieg gerissen hatte, konnten auch nicht vollständig geschlossen werden. Doch heute ist Köln eine wirtschaftlich starke Stadt, deren Einwohnerzahl um die 1 Million liegt. Der Tourismus entwickelt sich auch immer mehr zu einem Faktor, der nicht mehr wegzudenken ist. Dazu kommen noch die Messen, die zwar weniger für die Touristen interessant sind, aber eine umso größere Bedeutung für die Wirtschaft der Stadt Köln haben.

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