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Essen und Trinken, Ausgehen in Köln

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Die Kölner sind feier- und trinkfreudig – an diesem Spruch ist sicher etwas dran. Die rheinische Frohnatur, besonders zur Karnevalszeit, ist nicht nur in Deutschland bekannt und berühmt, sondern hat sich auch weit über die Grenzen hinaus herumgesprochen. Bekanntlich hält Essen und Trinken die Seele zusammen und gutes Essen und Trinken sorgt für beste Laune. Dieser Logik folgend müssten die Kölner wahre Genießer sein.

Wenn man nach einer typischen Kölner Küche sucht, wie etwa die mediterrane Küche im Mittelmeerraum, wird man allerdings etwas enttäuscht werden. Die gibt es nämlich schlichtweg nicht, besonders in der heutigen multikulturellen Zeit. Trotzdem lasen sich einige rheinische Spezialitäten aufzählen – und natürlich das berühmte „Kölsch“, das obergärige Bier. Was dem Müncher sein „Maß“ ist, das ist dem Kölner das „Kölsch“.

Einige rheinische Spezialitäten in Köln

Damit kein falscher Eindruck entsteht - die Kölner sind wahrlich keine Säufer. Doch das obergärige Bier, das „Kölsch“, spielt eine große Rolle und kann auf eine lange Tradition verweisen. Schon 100 Jahre vor dem Münchener Reinheitsgebot wurde von der Brauereizunft in Köln 1429 ein Dekret heraus gegeben, in dem die Zutatenliste und die Mengenangaben für das Bier konkret festgelegt wurden. Trotzdem unterschied es sich vom heutigen Bier durch seine Naturtrübung. Erst mit der industriellen Produktion konnte das klare Bier entstehen.

Im Gegensatz zur bayrischen Maß wird das Kölsch in kleinen Gläsern ausgeschenkt und man sollte es möglichst schnell trinken, denn es wird schnell schal. So wird es oft in der „Kölner Stange“, einem schlanken zylindrischen 0,2l Glas angeboten. Wem das zu aufwändig ist, der kann in einem der Brauhäuser ein 10l Pfandfass erwerben, das „Pittermännchen“.

Vom Bier allein kann natürlich niemand leben, und so werden in den Brauhäusern und Gaststätten noch die unterschiedlichsten Gerichte angeboten. Im multikultuellen Köln ist das oft eine internationale Küche. Neben dem inzwischen überall anzutreffenden Chinesen – der meist ein Vietnamese oder Thai ist – dominieren hier vor allem Restaurants mit mediterranem Essen. Italienische, griechische und türkische Gaststätten stehen eindeutig an der Spitze der internationalen Restaurants. Doch vor allem in den Milieukneipen und Brauhäusern gibt es auch die typischen Kölner Gerichte, die genau genommen keine ganz speziellen sind, sondern eher durch ihre fantasievollen Namen auffallen.

Eines dieser typischen Gerichte ist der Rheinische Sauerbraten, der früher traditionell aus Pferdefleisch bestand. Heute findet man meist Rind darin. Ist er richtig angerichtet, wird das Fleisch mehrere Tage in einem Sud aus Essig, Wein und Gewürzen mariniert. Dazu gibt es dann Kartoffelklöße und Apfelmus. In der Soße, die dabei ist, tragen Rosinen zum pikanten Geschmack bei.

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Himmel un Ääd – oder auf gut deutsch Himmel und Erde – besteht aus frischen oder gestampften Erdäpfeln (prosaische Gemüter können auch schlicht Kartoffeln dazu sagen) sowie Äpfeln als Symbol für den Himmel – beides ergibt das Gericht Himmel und Erde. Das allein wäre jedoch etwas fad und so wird es mit gebratener Blutwurst, Speck und Zwiebeln ergänzt.

Über die Herkunft des halben Hahns – in Köln Halver Hahn – gibt es zwei Versionen, wobei das Gericht nicht das Geringste mit dem Geflügel zu tun hat. Vielmehr handelt es sich um ein Roggenbrötchen mit Käse – Röggelche met Kies. Nach der ersten Version soll der Begriff als Partyscherz entstanden und von einem Wilhelm Vierkötter 1877 kreiert worden sein. Die zweite Version macht einen Gast verantwortlich, der vom Wirt kein ganzes sondern nur ein halbes Brötchen wollte. Mit dem Ausspruch : „Ich will doch bloß ne halve han!“ soll der Begriff entstanden sein.

Kartoffelpuffer sind auch nicht gerade auf die Kölner Gegend beschränkt, doch hier heißen sie ziemlich poetisch „Rievkooche“. Die Kölner essen auch jede Menge Kölsche Kaviar. Wer nun aber meint, in eine Stadt der Gourmets geraten zu sein, der ist etwas auf dem Holzweg. Der Kölsche Kaviar besteht nämlich ganz profan aus den Roggenbrötchen mit gebratener Blutwurst, ergänzt mit rohen Zwiebelringen. Beliebt ist auch ein Hämmerchen, was nichts mit dem Baumarkt zu tun hat, sondern einfach eine in Salzlake gepökelte Schweinshaxe mit Sauerkraut ist. Die Kölner Küche kann also wunderbare Begriffe aufweisen, ist ansonsten aber bodenständig.

Restaurant-Besuche in Köln

Die Kölner lieben die Kommunikation und so wundert es nicht, dass die Domstadt zu den Orten gehört, in der die Gaststätten und Kneipen fast immer voll sind. Entsprechend groß ist das Angebot an Cafés und Restaurants. Die Palette reicht von den Gourmettempeln bis zur kleinen Szenekneipe, es ist also für jeden Geschmack – und Geldbeutel - das Richtige dabei.

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In der von Touristen bevorzugten Altstadt findet man eine große Anzahl der typischen Brauhäuser, aber natürlich gibt es hier auch Restaurants mit internationaler Küche. Doch auch in anderen Stadtvierteln – so im Belgischen Viertel, im Kwartier Lateng und in der Südstadt – haben sich richtige Kneipenmeilen entwickelt. Oft sind die Gaststätten eine Mischung aus Café und Restaurant, in denen es neben dem typischen Caféangebot auch mittags und abends eine kleine Karte mit anderen Gerichten gibt.

Wer die Domstadt erkundet, sollte aber auf keinen Fall einen Besuch in einem der Kölner Brauhäuser versäumen. Das sind meist außen und innen relativ unscheinbare Milieukneipen, die für den Ortsfremden garnicht so einfach zu finden sind. Inzwischen gibt es auch hier Mogelpackungen, in denen die Touristen angelockt werden. Das echte Brauhaus schenkt Kölsch aus, das im Haus gebraut wurde. Die Stimmung in diesen Häusern muss man einfach einmal erleben.

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Wenn man Glück hat, gerät man dabei an eines der Kölner Originale – den berühmten Köbes. Das sind Kellner, aber nicht einfach so profane, wie im Rest der Republik. Zum Köbes muss man geboren sein und Entertainerqualitäten haben. Der Köbes in traditionell blauer Schürze beherrscht die Kunst, den Gast redselig und schnoddrig oder ruppig zu bedienen ohne dabei unfreundlich zu werden.

Wer von der Kölner Gastronomie und vom Kölsch nicht genug bekommen kann, dem empfiehlt sich der Brauhaus-Wanderweg. Dieser vom Kölner Brauerei Verband betreute Wanderweg führt durch die Altstadt vorbei an den Kirchen, den Plätzen und Gassen und hinein in die alten Brauhäuser. Wer dabei nach einiger Zeit noch klar denken kann, erfährt viel über den Brauprozess und die Geschichte und Kultur des Bieres.

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