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Rund um das Kölner Rathaus

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Eigentlich stimmt das so nicht, denn Köln hat genau genommen zwei Rathäuser, in denen die Stadtverwaltung ihren Sitz hat. Das ist das Alte Rathaus - das älteste Europas - sowie der ehemalige „Spanische Bau“, dessen Nachfolger in den 1950er Jahren entstand. Für die Touristen besonders interessant ist das Alte Rathaus.

Rund um Kölns Rathäuser befindet sich die Altstadt, die nach dem 2. Weltkrieg teilweise wieder in alter Form aufgebaut wurde und deren enge Gassen zum größten Teil Fußgängerzone sind. Überragt wird dieses Viertel von dem Turm des Alten Rathauses und von dem der romanischen Kirche Groß St. Martin. Im Altstadtviertel gibt es besonders viele Gaststätten und Hotels, die zum Teil einen hervorragenden Blick auf den Rhein gewähren.

Der Alte Markt, Mittelpunkt der Kölner Altstadt

Wenn wir auf Tour in einer fremden Stadt sind, führt uns einer der ersten Wege zum jeweiligen Marktplatz. Das ist verständlich, denn der Markt ist meist der Mittelpunkt, der Platz mit oft sehr sehenswerten Bauten und gewissermaßen „das Wohnzimmer der Stadt“. In Köln ist das der Alte Markt, dem man jedoch anmerkt, dass im Krieg viel zerstört wurde. Trotzdem ergibt er einen sehr schönen Anblick. Unserer Ansicht nach wurden hier keine so gravierenden architektonischen Fehlleistungen erbracht, wie in mancher anderen Stadt.

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Der Alte Markt befindet sich auf historischem Boden, zu römischer Zeit war hier der Hafen. Später schüttete man ihn zu und bebaute das Gelände mit der Altstadt. Im Jahre 2007 wurde bei Bauarbeiten ein römisches Schiffswrack entdeckt, das den ehemaligen Standort des Hafens belegt. Am Anfang der Bebauung waren es noch schiefe und eher dürftige Hütten, doch ab dem 16. Jahrhundert entstanden an deren Stelle prachtvolle Renaissance-Gebäude. Mehrere dieser Häuser – z.B. das Haus „Zum Bretzel“ - sind noch heute zu bewundern oder wurden ziemlich originalgetreu wieder aufgebaut. Ein Blickfang auf dem Alten Markt ist auch der Jan-von-Werth-Brunnen aus dem Jahre 1884.

Die Rathäuser von Köln

Das Alte Rathaus von Köln beeindruckte uns stark, denn seine ungewöhnliche Form, die wohl eher an eine Kirche erinnert sowie der reich mit Figuren geschmückte Turm und das Highlight dieses Bauwerks, die Renaissancelaube, boten uns interessante Einblicke und Eindrücke. Es gilt als ältestes Rathaus Deutschlands, vielleicht sogar Europas. Grundlage dafür sind Dokumente, die vor mehr als 800 Jahren die Baugeschichte des Hauses erwähnten.

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Sehr auffällig und ungewöhnlich ist der gotische Turm, den die Zünfte der Stadt um 1400 errichten ließen. Der 61 m hohe Turm ist mit den Statuen zahlreicher Männer und Frauen geschmückt, die ihn gewissermaßen zu einem Bilderbuch werden lassen. Es sind die Statuen von Persönlichkeiten, die für Köln eine große Bedeutung hatten und viel für die Stadt taten. Allerdings sind die Inschriften zu den Persönlichkeiten nur mit einem guten Fernglas zu entziffern. Möchte man mehr darüber wissen, wird man sich die entsprechende Literatur besorgen müssen. Viermal täglich ist das Glockenspiel mit einer bunten Mischung von Melodien Jaques Offenbachs, kölschen Liedern und modernen Titeln zu hören.

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Am bekanntesten und berümtesten ist jedoch die Renaissancelaube, die von 1569 bis 1573 an das Rathaus angebaut wurde. Sie diente dem Rat der Stadt als Podium für Ansprachen an die Bürger. Um die reich verzierte Laube ranken sich viele Geschichten, so z.B. zu den drei Löwenreliefs. Dabei wollte Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg den Kölner Bürgermeister loswerden und lud ihn ein. Der Bürgermeister erhielt jedoch keine Mahlzeit, sondern sollte selbst eine werden. Er wurde ins Löwengehege geschickt. Den Löwen hatte der Erzbischof eine Woche hungern lassen, doch der Bürgermeister blieb letztendlich der Sieger. Die Kölner Bürger setzten ihrem Helden mit den Reliefs ein Denkmal. Wie groß der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte allerdings ist, bleibt die Frage.

Dem Alten Rathaus gegenüber steht steht das zweite Rathaus Kölns, gewissermaßen das Neue. Der Bau aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wird auch für die Stadtverwaltung genutzt. Noch heute heißt er „Spanischer Bau“, obwohl er mit Spanien nichts zu tun hat. Der Name bezieht sich auf das Bauwerk, das vorher an diesem Platz stand und in dem sich 1623 während des Dreißigjährigen Krieges die Vertreter des Militärbündnisses der katholischen Länder – die sogenannte „Spanische Liga“ - trafen. Beide Rathäuser kann man auch von innen besichtigen.

Die Kirche Groß St. Martin

Es ist ein wuchtiges Bauwerk, das die Gassen und kleinen Häuser der Altstadt von Köln überragt und mit seinem Anblick dominiert. Wir hatten irgendwie das Gefühl, dass diese Kirche hier nicht hingehört und dieses Gefühl hatte mit Sicherheit einen realistischen Hintergrund, denn eigentlich war der Untergrund der ehemaligen Rheininsel überhaupt nicht für einen derartigen monumentalen Bau geeignet. So gab es im Laufe der Zeit auch Probleme, indem die Ecktürme mehrmals einstürzten.

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Die romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert wirkt wahrscheinlich auch durch ihre Form so wuchtig, denn der 75m hohe quadratische Turm über dem Chor wird von vier achteckigen kleineren Türmen flankiert. Das Langhaus mit zwei schmalen Seitenschiffen ist im Verhältnis zu vielen anderen Kirchenbauten relativ kurz, wodurch der gedrungene Eindruck der Kirche noch betont wird.

Im Inneren der Kirche sind einige künstlerische Schätze zu besichtigen, wobei von der originalen Ausstattung der Kunstwerke nicht mehr allzu viel übrig ist. Viele Kunstwerke gingen schon in früheren Jahrhunderten verloren und der 2. Weltkrieg gab noch einigen den Rest. So sind heute in Groß St. Martin einige wenige Sehenswürdigkeiten der Originalausstattung zu sehen, einige wurden gestiftet oder zugekauft und mehrere entstanden in den 1980er Jahren.

Sehenswert ist der Heiligkreuzaltar bzw. seine verbliebenen Überreste, der 1509 vom damaligen Kölner Bürgermeister gestiftet wurde. Die Kreuzigungsgruppe mit den Skulpturen von Jesus, Maria und dem Apostel Johannes stammt vom Ende des 15. Jahrhunderts und ist ein Werk des des Kölner Bildhauers Tilam van der Burch. Sogar in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand das achteckige Taufbecken aus hellem Kalkstein. Weitere interessante Kunstwerke sind das Dreikönigstriptychon, der „Schmerzensmann“ - eine mannshohe Holzfigur aus dem 16. Jahrhundert - , der Marienaltar mit Ikone, die Statuen der Apostel Petrus und Paulus sowie die Grablegungsgruppe und der moderne Fensterzyklus.

Heumarkt und Ostermannplatz

Als wir auf dem Kölner Heumarkt standen, konnten wir beim besten Willen nicht nachempfinden, dass dieser Platz einmal einer der schönsten Europas gewesen sein soll. Sieht man alte Bilder des Heumarktes, wird dies schon verständlicher. Leider ist von der alten Pracht nicht viel geblieben, heute präsentiert sich der Heumarkt ziemlich kahl, mit einer Mischung von wenigen alten Gebäuden und vielen relativ gesichtslosen Bauten. Einen Eindruck vom vergangenen prächtigen Ensemble ermöglicht noch am ehesten das Haus Zims, in dem heute ein Brauerei-Auschank seinen Sitz hat.

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Interessant an diesem Platz ist das Reiterdenkmal des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III., das eine sehr wechselvolle Geschichte hat. Für die Kölner war das Denkmal sowieso eher ein „Dorn im Auge“, denn es huldigte dem ungeliebten Preußenkönig. Allerdings wurden die Bürger der Stadt etwas damit besänftigt, dass am Sockel Reliefs und Skulpturen verdienter Kölner zu sehen sind, was wiederum dem preußischen König überhaupt nicht behagte.

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Heute ist nicht mehr das Original des Denkmals zu sehen – bis auf wenige Originalteile. Im 2. Weltkrieg war der stolze Reiter durch den Druck einer explodierenden Luftmine vom Sockel gestürzt und schwer beschädigt. Aufgestellt wurde er nicht wieder, sondern eingelagert und dann 1973 sogar eingeschmolzen. Übrig blieben nur der Kopf des Preußenkönigs und die Kruppe des Pferdes. Womit keiner gerechnet hatte, trat jedoch ein – die Kölner Bürger wollten das Denkmal wiederhaben. So entstand 1990 ein Neuguss, ergänzt durch die erhaltenen Originalteile. Der Guss schien aber keine gute Qualität zu sein, denn schon 2007 war die Reiterstatue marode und musste zur Sicherheit vom Sockel geholt werden. Nach der Überarbeitung steht Friedrich Wilhelm III. nun seit 2009 wieder auf seinem Podest und blickt auf die Kölner herab.

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Ziemlich versteckt liegt der Ostermannplatz neben dem Heumarkt und bildet so eine ruhige Oase. Allerdings gibt es hier einige Cafés, so dass trotzdem immer Betrieb herrscht. In der Mitte des Platzes steht ein Brunnen mit dem Denkmal des Karnevalskomponisten Willi Ostermann, dessen Lieder bei Karnevalisten.sehr bekannt sind. Skurrile Typen umgeben ihn dabei.

Das Wallraf-Richartz-Museum

Seit dem Jahre 2001ist das Wallraf-Richartz-Museum in einem Neubau mit schlichter kubischer Form untergebracht. Von außen beeindruckte es uns nicht besonders, doch innen hat es viel aufzuweisen. Nicht umsonst gilt das Museum als wichtigste Gemäldegalerie des deutschsprachigne Raums. Die Gemälde des Mittelalters gelten sogar weltweit als größte und bedeutendste Sammlung der Kunst dieser Epoche.

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In der ständigen Ausstellung werden Werke berühmter Künstler aus dem Zeitraum vom 13. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert gezeigt. Das wohl berühmteste Bild aus dem Mittelalter ist dabei die „Muttergottes in der Rosenlaube“ von Stefan Lochner. Eine Etage des Museums ist den flämischen Malern gewidmet. Dabei beeindrucken solch große Namen wie Rembrandt und Peter Paul Rubens. Auf einer weiteren Etage sind Werke der Impressionisten zu bewundern. Auch hier reiht sich ein klangvoller Name an den anderen, so z.B.Gaugin, van Gogh, Monet und Renoir. Neben der ständigen Ausstellung finden noch zahlreiche Sonderausttellungen statt.

Gürzenich, die Kölner Festhalle

Mit dem ungewöhnlichen Namen des Gebäudes konnten wir anfangs nichts verbinden. Das klärte sich jedoch auf, als wir erfuhren, dass der Name von der Patrizierfamilie von Gürzenich kommt, auf deren Grundstück das gleichnamige Gebäude errichtet wurde. Erbaut wurde der Gürzenich im 15. Jahrhundert, von Beginn an als Festhaus und Bankettsaal Kölns. Die Oberen der Stadt empfingen hier ihre Ehrengäste, aber auch mehrere Könige und Kaiser nutzten den Festsaal für offizielle und private Feiern.

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Zwischenzeitlich war ein Kaufhaus im Gebäude untergebracht, doch in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts belebte man die Festtradition wieder. Verbunden war dies mit großen Namen und Organisationen. So verkündete 1849 Karl Marx im Festsaal das Manifest der Kommunistischen Partei und die „Cölner Conzert-Gesellschaft“ veranstaltete hier bis 1986 ihre Konzerte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam noch ein Anbau im neugotischen Stil dazu, da der Platz für die kulturellen Ereignisse nicht mehr ausreichte.

Heute werden im Gürzenich zahlreiche Großveranstaltungen ausgetragen, so die Karnevalssitzungen. Der WDR überträgt die wichtigste Sitzung deutschlandweit. Auch das Gürzenich-Orchester und der Gürzenich-Chor haben ihren Sitz im Haus. Außerdem finden jede Menge Kongresse, Ausstellungen und gesellschaftliche Veranstaltungen statt.

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