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Whitsunday Islands und Great Barrier Reef

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Die Whitsunday Islands gelten für fast jeden Outdoorfan in Australien als ein Highlight der Reise, und jeder träumt davon die Sonne und das Great Barrier Reef der Whitsundays auf einer der Yachten zu verbringen und die schöne herrliche fast unberührte Natur am anderen Ende der Welt zu genießen.

Die Whitsunday Islands und das Great Barrier Reef auf der Karte

Die Whitsundays bestehen aus 74 Inseln, von denen nur 17 bewohnt sind. Die meisten von den Inseln haben Nationalparkstatus und gehören zum Whitsunday Islands Nationalpark. Die Inseln sind ein Teil der Great Barrier Reef World Heritage Area. Das Great Barrier Reef befindet sich 35 Seemeilen östlich. Die Inseln sind aber auch von kleineren Riffen umgeben. Die größte der Inseln ist Whitsunday Island.

Hook Island Simy vor Hamilton Island

Wer in Resorts den Urlaub und die Ruhe genießen möchte hat die Möglichkeit seine Ferien auf den Inseln Hamilton Island, Daydream Island, Hayman Island, Hook Island, Lindeman Island, Long Island und South Molle Island zu verbringen. Die Inseln sind zum einen luxuriös, familiär und mondän und befinden sich im Besitz eines Hotelkonzerns. Ein Urlaub in einem solchen Resort gehört allerdings in eine der höchsten Preisklassen. Dennoch gibt es teilweise auch die Möglichkeit zu bestimmten Inseln zu campen, da sollte man sich vor Ort in Airlie Beach erkundigen.

Von Mai bis September kann man Buckelwale in den umliegenden Gewässern sichten, die dort die Zeit zum Kalben nutzen. Die Whitsunday Islands liegen geschützt hinter dem Great Barrier Reef und gelten als eines der besten Segelreviere der Welt. Täglich legen diverse Schiffe aus den Küstenorten Shute Harbour oder Arlie Beach zu den Inseln ab; Wer mit dem Flugzeug auf die Inseln möchte, hat die Möglichkeit auf Hayman, Daydream, South Molle, Lindemann und Hamilton Island zu landen.

Hauptinsel Whitsunday Island mit dem Whiteheaven Beach

Die mit 109 km² größte Insel der Whitsundays erreicht auf dem Whitsunday Peak eine Höhe von 438m. Der berühmte 6 km lange Whiteheaven Beach an der Südostküste der Insel ist der längste und schönste Strand der gesamten Inselgruppe. Es wird gesagt, dass es sogar der schönste Strand der Welt sein soll, und diesem Gerücht kann ich nur zu stimmen.

Whiteheaven Beach Inselgruppen Whitsunday Islands vom Hill Inlet aus Whiteheaven Beach

Als wir an der Insel mit unserem Katamaran anlegten liefen wir natürlich zunächst den Berg hoch durch den Regen-Wald, zum Aussichtspunkt auf dem Hill Inlet mit Blick auf den Tongue Point über den Whiteheaven Beach. Leider mussten wir den Whiteheaven Beach bei leichtem Regen und eher schlechtem Wetter begutachten, aber dennoch war es ein unbeschreibliches Gefühl dort zu sein und ein wunderbarer Ausblick, ein Traum; Anschließend liefen wir hinunter ans Meer um durch den schneeweißen Sand zu laufen und ich muss sagen, so einen weichen traumhaften Sandstrand findet man nirgendwo anderst auf der Welt.

Segeltrip zu den Whitsunday Islands

Ich persönlich entschied mich für einen 4 tägigen Segeltrip auf einem 18 m langen Katamaran mit 21 Passagieren. Ich befand mich mit Freunden auf der Pacific Star und es war ein traumhafter Trip mit einer sehr netten Crew, und das Essen wurde von einem Neuseeländer zubereitet, das wirklich sehr gut schmeckte.

Pacific Star Unsere Crew beim Relaxen an Board

Die Passagiere kamen überwiegend aus England, Deutschland, Belgien, Irland. Der Altersdurchschnitt lag bei geschätzten 25 Jahren und die meisten von ihnen waren begeisterte Taucher. Unsere Crew bestand aus zwei australischen Tauchlehrern, einem neuseeländischen Koch und einem australischen Skipper. Auf unserem Trip wurde auch Scuba Diving angeboten, so dass man auch, wenn man keinen Tauchschein besitzt, in den Genuss kommen kann, die bezaubernde Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs zu genießen.

An Board

Ich war ebenfalls eine der Scuba Diver, d.h. dass man genauso tauchen geht wie die anderen, der Unterschied liegt nur darin, dass der Tauchlehrer einen begleitet. Zuvor bekommt man eine halbstündige Einweisung, wie man sich zu verhalten hat und was die Unterwasserzeichen zu bedeuten haben. Ich war fasziniert, zumal ich noch mit dem gutaussehenden Tom den Tauchgang machen durfte.

Tom mein Tauchlehrer Simy in der Abenddämmerung

Die Tauchgänge gingen in eine Tiefe bis 12m und wir schwammen zwischen Korallenstraßen und vielen bunten Fischen - ein Traum, ich wollte gar nicht mehr aus dem Wasser. Der Katamaran segelte zum Teil Stunden lang über den Ozean an Riffe, wo weit und breit kein Land und keine anderen Boote sichtbar waren, ein wahnsinniges Gefühl; Gegen Abend segelten wir immer in die Küstennähe einer der Inseln und verbrachten dort auf See die Nacht. Meistens ankerten dort noch ein paar andere Boote. Und auf jedem der Boote wurden abends Barbecue Partys veranstaltet und die wundervollen Sonnenuntergänge beobachtet. Es bestand auch die Möglichkeit einen Nachttauchgang zu machen.

Sonnenuntergang bei den Whitsundays Sonnenuntergang Sonnenuntergang

Dieser Segeltrip wird immer ein unvergessliches Erlebniss für mich bleiben und ich kann es jedem nur empfehlen, der die noetige Zeit für solch einen Trip hat. Wichtig für einen solchen Segeltrip ist, dass man Tabletten für Seekrankheit mitnimmt und bevor man an Bord geht schon eine Tablette einnimmt. Denn ob man Seekrank wird, kann man von vornherein nicht sagen, und wenn man dann krank wird auf See ist es zu spät und der Traumrtrip wird zum Albtraum. Bei uns gab es in einer Nacht einen Sturm mit 1m hohen Wellen so dass ich es ohne meine Tabletten nicht ausgehalten hätte, denn schon mit Tabletten war es ein flaues Gefühl im Magen.

Great Barrier Reef

Man sagt, dass das Great Barrier Reef zu den sieben Naturweltwundern der Erde gehört. Es ist größer als die chinesische Mauer. Es ist das einzige Lebewesen, welches vom Weltraum aus sichtbar ist. Es ist das größte Riffsystem der Erde und besteht aus 2600 einzelnen Riffen. Das Great Barrier Reef erstreckt sich vom Wendekreis des Steinbocks bis nach Papua Neuguinea. Es bildet ein äußeres Band parallel zur Küste und ein sogenanntes Innenriff zwischen Küste und dem Band.

Vor dem Tauchgang

Das Great Barrier Reef ist 2000 km lang und umfasst an der breitesten Stelle 80 km. Die Entfernung zur Küste hin beträgt 300 km im Süden und nur 30 km im Norden. Das Alter des Great Barrier Reefs ist umstritten, man sagt zwischen 600 000 und 18 Mio. Jahren. Das Great Barrier Reef gilt neben dem Ayers Rock und der Sydney Opera zu den Hauptattraktionen Australiens.

Hier bilden winzige Polypentiere ihre fein gegliederten Kalkgehäuse, die insgesamt den schwersten pazifischen Brechern standhalten. Hier leben über 400 Korallenarten und bilden im warmen Wasser alle Farben und Formen von Korallen. Es gilt als größter lebender Organismus der Welt und bietet Milliarden von Fischen eine Heimat, von farbenprächtigen kleinen Lebewesen bis hin zu dahin segelnden großen Rochen oder gefährlichen Haien.

Korallen Blaue Seegurke farbenpächtige Korallen

Das Great Barrier Reef gilt als schönstes Tauchrevier der Welt. Dennoch gilt das Riff als bedroht, durch die vielen Touristen, aber auch durch die Natur selber. Denn Dornenkronen, eine Seesternart, saugen die Korallen aus ihren Gehäusen heraus und lassen so größere Teile des Riffs aussterben. Hinter und auf dem Riff haben sich mehr als 600 Inseln gebildet, teils aus Korallenbänken, welche durch die Erdbewegungen über den Meeresspiegel gedrückt wurden.

Fischschwarm faszinierende Pflanzenwelt Farbenfrohe kleine Fische

Das Wasser ist glasklar, und wenn man mit dem Boot an einem Riff anlegt, dann kann man schon viele bunte Fische, Meeresschildkröten und vieles mehr sehen. Aber auch Haie schwimmen teilweise am Boot vorbei, diese Erfahrung habe ich gemacht, als ich startbereit für meinen Tauchgang war und mir zunächst überlegte, ob ich wirklich da ins Wasser springen sollte.

Papageienfisch Napoleonfisch

Aber mein Tauchlehrer Tom meinte, dass das nur harmlose Riffhaie wären, naja dann glaubte ich halt mal das. Aber um ehrlich zu sein, war es mir die ersten paar Minuten doch sehr mulmig und ich hatte ein ungutes Gefühl. Doch als ich die bezaubernden bunten Fische jeglicher Art und Größe um mich herum schwimmen sah, verschwand meine Angst schnell. Doch ein Hai sah ich nochmal unter mir schwimmen und es gelang mir sogar ein Foto zu machen; Eigentlich hielt ich die Leute, die in Australien zum Tauchen und Surfen gingen immer für Lebensmüde, doch ich machte genau dasselbe, der wundervollen Natur kann man einfach nicht widerstehen.

Ein ca. 2m langer Riffhai, für die Menschen eher ungefährlich Fische die sich wohlfühlen Blauer Seestern Korallen und Kleinpflanzen Neonfisch

Die Bilder der Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs dienen als kleinen Einblick in die bezaubernde Natur, und in Wirklichkeit ist es noch viel viel schöner. Doch wer Angst hat vor dem Wasser oder vor Haien und anderen gefährlichen Tieren, sollte es sich zweimal überlegen, ob er tauchen gehen möchte, denn Panik unter Wasser kann lebensgefährlich sein.

Auch als Schnorchler bekommt man schon viele tollen Einblicke in die Unterwasserwelt, doch in 12m Tiefe ist es nochmal ein anderes Feeling wenn man an die Wasseroberfläsche schaut und nur die Sonnenstrahlen blinzeln sieht, da ist man so unendlich frei von allem.

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