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Tour an der Ostküste von Cairns bis Sydney

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Auf den folgenden Seiten beschreibe ich meine Tour an der Ostküste Australiens von Cairns bis Sydney. Diese Tour habe ich komplett mit dem berühmten Greyhound-Bus gemacht. Nähere Infos zu den Greyhound-Bussen, den Bustickets, Routen etc. gibts im Kapitel über Greyhound-Busse. Die Tour von Cairns bis Sydney bietet so viel zu besichtigen, dass man nicht alles auf einer einzigen Seite wiedergeben kann. Deshalb geht's auf dieser Seite los mit den ersten Stationen. Bis wir schließlich in Sydney ankommen folgen noch viele Seiten dazwischen. Viel Spaß auf unserer Tour von Cairns nach Sydney!

Cairns - Ausgangspunkt vieler Touren an der Ostküste

Cairns ist eine Stadt mit ca. 115.000 Einwohnern im Norden des Bundesstaates Queensland. Früher war die Stadt ein verschlafenes Nest, doch heute ist Cairns ein berühmter Ausgangspunkt diverser Ausflüge oder aber auch der Anfangs-/Endpunkt einer Greyhoundtour an der Ostküste entlang bis/ab Sydney. Die Stadt dient als Ausgangspunkt vieler Ausflüge und ist bei den Backpacker Touristen ein Hauptreiseziel geworden. Selbst ich startete im November 2006 meine Tour ab Cairns mit dem berühmten Greyhoundbus.

Von Cairns aus starten viele Ausflüge zu dem berühmten Great Barrier Reef, sei es für Taucher, Schnorchler oder nur für welche die auf einem Boot die bezaubernde Farben des Ozeans und die Sonne genießen wollen. Ein beliebtes Reiseziel im Great Barrier Reef sind die Nationalparks der Inseln Green Island und Fitzroy Island.

Cairns, Magnetic Island, Townsville und Airlie Beach auf der Karte

In Cairns herrscht das ganze Jahr über tropisches Klima, doch in der Regenzeit, vor allem im Sommer kann es teilweise zu Wirbelstürmen und Straßenüberflutungen kommen. Es herrscht eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und sehr warme Nächte folgen. Ich befand mich ja in der Sommerzeit in Cairns und außer kurzzeitiger leichter Niederschläge habe ich nichts mitbekommen von der Regenzeit; Wahrscheinlich befand ich mich zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Es starten auch zahlreiche Touren in den hohen Norden von Cairns. Wer einmal hautnah durch einen tropischen Regenwald spazieren möchte ist im Daintree Nationalpark an der richtigen Adresse. Auf der westlichen Seite von Cairns befindet sich die Hochebene genannt Atherton Tablelands. Es bietet vor allem ein kühleres Klima als die tropische Hitze der Küstenregion. Die Marktstadt Kuranda sowie die endlosen langen Strände zwischen Cairns und Port Douglas, welches 50 km weiter nördlich liegt, sind bei den Touristen äußerst als Ausflugsziel beliebt. Einer der spektakulärsten Regenwälder findet man jedoch an der interessanten Küstenlandschaft von Cape Tribulation und dem Daintree River.

Cairns selber finde ich persönlich nicht sehenswert, daher hielt ich mich auch nur 3 Tage dort auf und startete lediglich einen Tauchtrip mit Pro Dive ans äußere Great Barrier Reef. Wir machten an drei Außenriffen einen Stopp um diverse Tauchgänge zu machen oder um einfach nur Schnorcheln zu gehen. Es war ein schöner Tag, wobei die Bootstour an sich nicht erfreulich angefangen hat.

Sollte man etwas feinfühliger sein, empfehle ich jedem, Tabletten für Seasickness zu nehmen, bevor man auf das Boot geht. Ich war selbst überrascht, hatte noch nie Probleme mit Seekrankheit, aber nach diesem Trip weiß ich von was ich rede. Der Ozean war eigentlich recht angenehm und still, doch etwa 3 Stunden lang musste ich nur erbrechen und habe mich eigentlich erst erholt als wir am Riff angelegt haben.

Von dem Tag an nehme ich nun immer Tabletten dafür um vorzubeugen, denn so wird ein Traum schnell zum Albtraum. Informationen über die richtigen Tabletten bekommt man in jeder Apotheke. Am besten sind die Tabletten, wo man die erste Tablette eine halbe Stunde vor Betreten des Schiffes nimmt und anschließend alle 4 Stunden eine weitere, so kann nichts schief gehen. Die Tabletten muss man auch nehmen, wenn man sich trotzdem wohl fühlt, denn sonst bringen sie nichts, wenn man schon auf dem Boot ist und einen die Übelkeit eingeholt hat.

Im grossen und ganzen empfehle ich Cairns nur als Zwischenstopp für Ausflüge in die oben geannten Regionen oder zur Weiterreise, aber das ist denke ich Ansichtssache eines jeden Reisenden.

Magnetic Island - Trauminsel mit Traumstränden

Magnetic Island ist ein Muss eines jeden Australien Reisenden, wenn man die berühmte Ostküste bereist. Liebt man die Gelassenheit und vor allem die Ruhe, dann hat man hier genügend Zeit um auszuspannen und zu relaxen. Die Insel befindet sich etwa 8 km vor der Küste von Townsville, von wo aus sie mit der Fähre (mehr als zehn mal pro Tag) in nach 40-minütiger Fahrt Nelly Bay erreichbar ist. Hier legen alle Passagierfähren an. Die Insel verfügt lediglich über eine 10 km asphaltierte Straße, die von Nelly Bay entlang der Ostküste der Insel nach Horseshoe Bay im Norden führt; hier findet auch ein regelmäßiger Busshuttle statt.

Eine einsame Bucht auf der Insel Balding Bay, menschenleer und nur zu Fuß erreichbar Blick auf die Koala Insel Magnetic Island von dem Boot aus

Des Weiteren verfügt die Insel über eine 8 km lange Schotterpiste, die von Picnic Bay zu einem wundervollen, abgelegenen Strand bei West Point führt; Ansonsten verfügt die Insel über keine Straßen. Magnetic Island ist eine naturbelassene Insel und vor allem im Norden kann man durch die Ruhe die Papageien zwitschern hören oder auch Koalas auf den Eukalyptus-Bäumen beobachten. Bei Dämmerung kommen die kleinen Possoms zum Vorschein, die sich gelegentlich auch streicheln lassen, aber VORSICHT, sie können auch beißen.

Ein kleines Possom

Wenn man die Insel bereist, hat man das Gefühl, als ob sie menschenleer sei. Es ist kaum zu glauben, dass auf dieser Insel im Great Barrier Reef ungefähr 2.500 Menschen leben. Es gibt vor allem in Nelly Bay ein großes Angebot von all dem was man zum Leben braucht.

Magnetic Island gilt als die sonnenreichste Insel von Queensland, mit 320 Sonnentagen im Jahr. Die Insel ist bekannt für seine frei lebenden Koalas, sie wird auch Koalainsel unter den Backpackers genannt. Die Insel bietet eine Vielzahl von abgelegenen und menschenleeren Sandstränden, die traumhaft sind und zum Teil nur zu Fuß erreichbar sind; sie verfügen über eine Länge von 24 km.

Die Insel ist ein einziger Traum, ich befand mich damals mit Freunden im Norden der Insel, was eine wundervolle Entscheidung war. Wir wohnten im Bungalow Bay, naehe der Horseshoe Bay. Hierbei handelt es sich um eine Backpacker Unterkunft aus Holzbungalows (Zedernholz) mit mehreren Betten, aber auch nur für zwei Personen geeignet sind. Ebenso ist es möglich, sein Zelt dort aufzustellen. Die Örtlichkeit liegt inmitten des Regenwaldes, eine bezaubernde Natur.

Unsere Bungalowhütte Der naturbelassene Garten des Bungalow Bay

Hält man sich im Garten der Unterkunft auf, hat man das Gefühl mitten im Busch zu sitzen, doch nur ein zehnminütiger Fußmarsch und man erreicht die Horseshoe Bay, wo es ein paar wenige kleine Pubs und einen Einkaufsladen sowie einen wundervollen Sandstrand mit jeglichen Wassersportmöglichkeiten gibt. Liebt man allerdings das Partyleben so ist das Basebackpackers und Maggie's Backpacker Hostel in der Nähe von Nelly Bay die bessere Adresse. Das Bungalow Bay Backpackers verfügt auch über einen kleinen Zoo, so dass man (ist meist im Übernachtungspreis inbegriffen) die Möglichkeit hat einen lebendigen Koalabär auf den Arm zu nehmen.

Simy mit Koala

Ebenso besteht die Möglichkeit eine Schlange oder, wenn gerade vorhanden, ein Baby Krokodil zu halten. Ein Wandertrack führt von der Horseshoe Bay in die nordöstliche gelegenen Buchten Balding Bay und Radical Bay. Diese Buchten sind nur zu Fuß erreichbar, es geht sozusagen über Stock und Stein im wahrsten Sinne des Wortes, daher ist hierfür auch geeignetes Schuhwerk erforderlich, nicht nur um Verletzungsgefahren aus dem Weg zu gehen, sondern auch zur Vorsicht der dort vielen lebenden Giftschlangen. Die Wege sind teilweise nur über Felsen zugänglich und man darf nicht vergessen, wenn man unten an der schönen Bucht angelangt ist, muss man den kompletten Weg wieder nach oben.

Wer genügend Zeit auf seiner Reise durch Australien hat und die wundervolle Natur Australiens genießen möchte, demjenigen kann ich einen Aufenthalt auf Magnetic Island nur empfehlen.

Townsville - Ausgangspunkt zu Magnetic Island

Townsville befindet sich an der berühmten Ostküste Australiens, im nördlichen Teil des Bundesstaates Queensland. Hier leben ca. 135.000 Einwohner. Townsville befindet sich 285 km südlich von Cairns und 1.112 km nordwestlich von Brisbane entfernt. Die Stadt gilt als eher sonnig, grün und sehr entspannt, eine sogenannte Mischung aus Cafe-Latte-Kultur und einer gesunden Dosis Tropen.

Digitalkamerareinigung

Townsville ist der Ausgangspunkt zur Koalainsel Magnetic Island, denn hier am Hafen legt die Sunferrie zu der Insel ab. Die Stadt liegt geschützt hinter dem berühmten Great Barrier Reef an der Mündung des Ross River, der sich mitten durch die Stadt schlängelt. Über die Dean Bridge oder die Victoria Bridge (nur für Fußgänger) gelangt man ins Zentrum auf der Nordseite des Flusses. In der City selbst kann man sich sehr gut zu Fuß bewegen.

Victoria Bridge in Townsville

Die Einkaufsmeile von Townsville die Flinders St. Mall verläuft links vom nördlichen Ende der Dean Bridge in Richtung Bahnhof. Die Stadt wird von ihrem Hausberg, dem 286 m hohen Castle Hill, überragt, der einen schönen Rundblick über die Stadt sowie die nahe liegenden Inseln bietet. Ein Stück abseits von der Küste, hinter der Stadt erstreckt sich die Great Dividing Range (australisches Scheidegebirge). Um die Stadt herum befinden sich weitere einzelne Berge sowie am Oberlauf und Mittellauf des Ross Rivers ein Stausee.

Wer architektonische Sehenswürdigkeiten bevorzugt, wird in Townsville eher enttäuscht, allerdings bietet es mit The Strand eine ca. zwei Kilometer lange Uferpromenade, und in der Hafennähe befinden sich das Museum of Tropical Queensland sowie das tropische Aquarium Reef HG, mit dem vermutlich größten Aquarium-Korallenriff der Welt; Es gibt auch ein Stadt-/Marinemuseum, sowie mindestens zwei kleine Kunstgalerien mit wechselnden Ausstellungen, für Touristen die eher das Kulturelle mögen.

Neben Magnetic Island lohnt sich auch die nahe gelegene Hinchinbrook Island zu besuchen. Sie beherbergt den größten Insel Nationalpark Australiens, durch welchen entlang der landschaftlich bezaubernden Ostküste einen Mehrtages-Wanderweg, der so genannte Thorsborne Trail führt. Dennoch ist Townsville eher Geschmackssache, ich persönlich fand die Stadt nichts Besonderes und bin der Meinung nicht zu viel Zeit dort zu verschwenden, denn Australien hat Schöneres zu bieten.

Airlie Beach - Ausgangspunkt zu den Whitsunday Islands

Airlie Beach ein kleines Städtchen an der Ostküste Australiens, welches das Tor zu den berühmten Whitsunday Islands ist. Das Leben von Airlie Beach spielt sich auf einer einzigen Straße Shute Harbour in einer sage und schreibe ca. 1 km Länge ab und gilt als eine der Partyhochburgen von Australien. Ich würde sagen, australischer Ballermann in Kleinformat. Auf dieser einzigen Straße findet man zahlreiche Reisebueros, die mit günstigen bis teuren Bootstrips zu den Whitsunday Islands werben, sowie diverse Souvenirshops und zahlreiche Bars und Diskotheken.

In Airlie Beach ist immer irgendwo eine Party im Gange. Die Tage verbringt man in den Biergärten oder an der künstlich angelegten sehr schönen Lagune direkt am Meer, wo man so richtig ausspannen kann, denn Baden im Meer ist wegen dem gefährlichen Jellyfish nicht erlaubt. In Airlie Beach trifft man hauptsächlich Backpackers, die in die Stadt kommen um die obligatorische Tour zu den Whitsunday Islands zu starten. Von Ruhe und Erholung ist hier nicht die Rede. Man begegnet aber auch einheimischen Urlaubern oder Seglern.

Blick auf Airlie Beach

Als Unterkunft kann ich das Koalas'Backpackers empfehlen, welches am Ende der Shute Harbour Street liegt. Hier hat man etwas Ruhe und bekommt von den nächtelangen Partys nichts mit. Wer hier unterkommen möchte, sollte sich allerdings einen der Holzbungalows sichern, denn diese sind zum Einen sehr gemütlich und verfügen über ein eigenes Bad sowie einer Kochecke und zum anderen sind sie sauber. Das Koala's Backpackers verfügt auch über diverse Zimmer in einem mehrstöckigen Haus, dieses gilt als unhygienisch und ist teilweise mit Schimmel befallen, also unbedingt beim Einchecken darauf achten.

Das YHA Backpackers Hostel ist ebenfalls zu empfehlen und liegt ca. 200 m entfernt von der Greyhound Busstation am Anfang der Shute Harbour Street. Die anderen Hostels befinden sich in mitten des Partygeschehens und von Schlafen gehen ist hier nicht die Rede.

Zeitweise findet in Airlie Beach auch ein kleiner Markt an der Uferpromenade statt, wo die Australier die berühmten Didgeridoos und sonstige Souveniers der Aboriginis verkaufen. Wer privat Interesse an einem Didgeridoo hat, dieses aber nicht die gesamte Reise über mitnehmen kann, dem empfehle ich den Didgeridooladen gegenüber des YHA Hostels. Hier ist es möglich, dass das Didgeridoo transportfähig verpackt und direkt an die gewünschte Adresse in der Heimat verschickt wird, und das zu einem günstigen Preis.

Bungalow im Koalas Backpacker Hostel

Für die Buchung eines Bootstrips auf die Whitsunday Islands empfehle ich das seriöse Reisebüro OZ Sailing and Boattrips ebenfalls in unmittelbarer Nähe des YHA Hostels. Hier findet man freundliches Personal und hervorragende Beratung. Sein Gepäck kann man während der Dauer des Segel-/Boottrips in dem im Büro vorhandenen Gepäckstauraum lagern.

Wichtig ist bei der Buchung, dass man nicht auf supergünstige Preise achtet, denn ich habe viele Backpackers kennengelernt, bei denen der Traumtrip zu den Whitsunday Islands zum Horrortrip wurde. Denn bei den günstigen Angeboten handelt es sich um teilweise unhygienische alte Boote mit zu vielen Passagieren und kleinen Räumen, vom Essen ganz zu schweigen.

Wer in dem berühmten Great Barrier Reef zum Tauchen gehen möchte, sollte bei der Buchung darauf achten, ob es bei dem Trip überhaupt möglich ist, tauchen zu gehen, denn es gibt Touren, bei denen nur Schnorcheln möglich ist. Wer das Wasser und vor allem die Unterwasserwelt mag, der sollte unbedingt einen Tauchtrip miteinplanen. Und wer es bislang nicht so toll fand, wird spätestens, nachdem er die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs gesehen hat, nicht mehr davon abkommen das Meer und die Tiere Australiens zu lieben.

Touristen die keinen Termindruck haben, sollten sich die Zeit nehmen und einen mehrtägigen Trip zu den Islands machen, denn es ist ein einmaliges traumhaftes Erlebnis. Also wer die Whitsunday Islands besuchen möchte ist in Airlie Beach an der richtigen Adresse und, wer als Backpacker Partylaune hat und kontaktfreudig ist, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Whitsunday Islands und das Great Barrier Reef sind so faszinierend, dass ich sie auf einer eigenen Seite beschreibe.

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