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Rund um Binnen- und Außenalster

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Hamburg liegt an der Elbe, das ist allgemein bekannt. Doch es gibt noch mehr Flüsse, die durch die Hansestadt fließen. Die Alster ist einer von ihnen. Der 56 km lange Nebenfluss der Elbe bildet im Stadtgelände zwei große Seen, die Binnenalster und die Außenalster. Diese Wasserflächen, ergänzt durch die Kleine Alster und das Alsterfleet, haben sich zum beliebtesten Freizeitgebiet der Hamburger entwickelt und ihre Ufer gehören zu den gefragtesten Immobilienstandorten.

Die Kleine Alster mit den Alsterarkaden

Von der Binnenalster ist die Kleine Alster durch den Jungfernstieg und die Reesendammbrücke, die über den Zufluss führt, getrennt. Durch eine Schleuse ist hier ein großes rechteckiges Becken entstanden, das im Norden von den Alsterarkaden und im Süden von einer breiten Freitreppe am Reesendamm eingegrenzt wird. Es ist eine der belebtesten Ecken Hamburgs, denn sowohl der Reesendamm als auch die Schleusenbrücke münden direkt auf den Rathausmarkt. Vom Rathaus hat man also nur wenige Schritte zum Wasser.

Beliebt sind die weitläufigen Treppen des Reesendamms, die schnurstracks bis an das Wasser der Kleinen Alster führen. Hier tummeln sich Unmengen von Schwänen, Möwen und anderen Wasservögeln und natürlich Spaziergänger, die mit Inbrunst die Vögel füttern. Wir haben hier einige Mal eine kurze Pause auf unseren Erkundungen durch die Stadt eingelegt, denn der Anblick dieser Oase in der Stadt ist immer wieder schön.

Die Alsterarkaden an der kleinen Alster

An der Schleusenbrücke am Rathausmarkt steht eine Stele, die leider relativ wenig Beachtung findet, obwohl sie das Werk eines der berühmtesten deutschen Bildhauer ist. Das Relief auf der Stele stammt von Ernst Barlach und ist dem Gedenken der Gefallenen des 1. Weltkrieges gewidmet. Es wurde 1932 errichtet.

Die bekanntesten Gebäude an der Kleinen Alster sind jedoch die Alsterarkaden. Im Zuge der Neugestaltung des Rathausmarktes nach dem großen Stadtbrand von 1842 entstanden die Gebäude, die mit ihrem rundbogigen Arkadengang und dem weißen Anstrich an italienisches Flair erinnern. Unter den Arkaden laden Freisitze des Restaurants der Alsterarkaden ein. Bei schönem Wetter, Sonnenschein und angenehmen Temperaturen kamen wir uns hier wirklich vor wie im mediterranem Süden. Sollte es regnen, dann sitzt man unter den Rundbögen vor dem Wasser von oben geschützt.

Die Schleusenbrücke trennt die Kleine Alster vom anschließenden Alsterfleet, das nach rund einem Kilometer am Baumwall in den Hamburger Binnenhafen mündet. Auf diesem Weg überqueren zahlreiche Brücken das Alsterfleet. So entsteht eine Atmosphäre, die an Venedig mit seinen Kanälen und Brücken erinnert und ein Flair der Wasserstadt aufkommen lässt.

Die Binnenalster - exklusive Adressen in Hamburgs Innenstadt

Bis ins 17. Jahrhundert hinein gab es noch keine Trennung zwischen Binnen- und Außenalster, die Wasserfläche war einheitlich. Als dann um diese Zeit der Festungsgürtel um Hamburg angelegt wurde, entstanden an Stelle dieser Wasserfläche zwei unterschiedlich große Seen, die kleinere Binnenalster und die wesentlich größere Außenalster. Das Becken der Binnenalster nimmt eine Fläche von etwa 18 ha ein.

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Begrenzt werden die Ufer von bedeutenden Hamburger Straßen, dem Jungfernstieg, dem Neuen Jungfernstieg und dem Ballindamm sowie der Lombardsbrücke. Ein Spaziergang um die Binnenalster ist dadurch problemlos möglich und auch sehr empfehlenswert. Ist man durch diese Wanderung, für die man etwa eine dreiviertel Stunde einplanen sollte, hungrig und durstig geworden, dann empfiehlt sich eine Rast im Alsterpavillon. Dieses wohl bekannteste Café Hamburgs steht direkt an der Wasserseite des Jungfernstiegs. Besonders von den Freisitzen hat man einen sehr schönen Ausblick auf die Binnenalster und die Anlegestelle der Schiffe. Der unter Denkmalschutz stehende Pavillon kann auf eine lange Geschichte verweisen. 1799 wurde er als erstes Eiscafé auf deutschem Gebiet eröffnet. Der Pavillon wurde jedoch schnell zu klein, denn der Jungfernstieg entwickelte sich immer mehr zu einer der führenden Spaziermeilen.

Anlegestelle und Lombardsbrücke

Jetzt ging es praktisch Schlag auf Schlag, 1841 errichtete man eine neuen Pavillon, der schon 1875 durch einen weiteren Neubau ersetzt wurde. Nur 25 Jahre später hatte auch er ausgedient und der nun gebaute stieß aufgrund seiner Formen auf große Ablehnung. 1914, kurz vor dem 1. Weltkrieg, weihte man den nächsten Bau ein. Der hätte sicher länger gestanden, doch er wurde ein Opfer der Bombardierungen des 2. Weltkrieges. 1953 baute man den Alsterpavillon wieder auf, der dann Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts wegen Baufälligkeit saniert und restauriert wurde. Der Alsterpavillon hatte es also innerhalb von rund 200 Jahren auf sieben Exemplare gebracht. Wenn das kein Beweis für die Beliebtheit des Bauwerks am Wasser ist...

Die Alsterfontäne

Nur wenige Meter neben dem Alsterpavillon befinden sich die Anlegestellen der Ausflugsschiffe. Die Fahrt in einem der Ausflugsboote sollte man sich nicht entgehen lassen. Dabei kann man zwischen einer Rundfahrt um Binnen- und Außenalster wählen, aber auch unterwegs an einem der Haltepunkte aussteigen, sofern man die entsprechende Tour gewählt hat. Wir haben die Tour nicht bereut, denn von der Wasserseite sieht man einige der Sehenswürdigkeiten von einer Perspektive, die man an Land nicht bekommt.

Die Brücken, die Lombardsbrücke und die Schleusenbrücke, sieht man aus naher Distanz vom Wasser her in einer ganz anderen Dimension. Auch der Blick zum Alsterpavillon und zum Luxushotel Vier Jahreszeiten ist vom Boot aus bemerkenswert. Nicht zuletzt kommt man auch relativ nahe an die berühmte Alsterfontäne heran, die im Sommerhalbjahr bis zu 35 m in die Höhe schießt. Das soll täglich von 6 Uhr bis 22 Uhr passieren, doch ziemlich oft sahen wir nichts. Die Fontäne war offensichtlich abgeschaltet. Ob das wegen Wartungsarbeiten oder aus Sparsamkeitsgründen war, konnten wir nicht herausfinden. Wenn sie sprüht, ist das aber ein sehenswertes Erlebnis.

Die Außenalster - Großes Freizeitgebiet Hamburgs

Es wird erzählt, die Außenalster wäre durch das Versehen eines Müllermeisters entstanden. Der Müller soll den Steg seines Stauwehrs geöffnet und dann vergessen haben, ihn wieder zu schließen. So wurden große Flächen vor dem damaligen Stadtgebiet von Hamburg überschwemmt und die Außenalster hatte "das Licht der Welt erblickt". Eine schöne Geschichte, aber wahr ist sie wohl nicht...

Auf jeden Fall nimmt die Außenalster eine wesentlich größere Fläche ein als die Binnenalster, die würde mehrmals in die Außenalster passen. So hat Hamburg zwei Binnenseen, die zusammen eine beachtliche Größe erreichen und den Bewohnern sowie ihren Gästen fantastische Möglichkeiten für Wassersport und Spaziergänge am Wasser bieten. Die Außenalster bringt es immerhin auf reichlich 160 ha Fläche und eine Wassertiefe bis zu 2,50 m.

Die Außenalster Segelspaß auf der Außenalster

Es ist eine sehr vornehme Gegend und an den Ufern der Außenalster sind viel Grün sowie allerlei Prunkbauten zu finden. Am Alsterufer, das sich direkt an den Neuen Jungfernstieg anschließt, haben zahlreiche Konsulate ihren Sitz, so z.B. die der USA , Brasiliens und der Niederlande. Auf der gegenüberliegenden Uferstraße "An der Alster" können anspruchsvolle Gäste im Nobelhotel "Atlantic Kempinski" buchen.

In den vornehmen Stadtteilen um die Außenalster hat man auch keine Not, schnell ins Grüne zu gelangen. Besonders der Alsterpark, der 1953 entstand, bietet Ruhe und Erholung vom Alltagsstress. Auch Kunstliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, denn im Park sind einige schöne und interessante Kunstwerke aufgestellt, darunter Plastiken bekannter Künstler.

Zufluss mit Brücke zur Außenalster

Die Außenalster ist nicht abgeschlossen, in sie münden eine Reihe verschiedener Zuflüsse und Kanäle, die teilweise auch von Booten befahren werden können. Am "Langen Zug", einem dieser Zuflüsse im Nordosten der Außenalster, steht ein Gebäude, das man hier sicher am wenigsten erwartet. Das Haus mit den Minaretten und der Kuppel passt so gar nicht in die umliegende Bebauung und ist doch ein Hingucker. Am Baustil lässt es sich ohne weiteres erkennen, dass es sich hier um ein islamisches Gotteshaus handelt. Die Imam-Ali-Moschee gehört zum Islamischen Zentrum Hamburg und kann auf einen bekannten Namen verweisen. Von 1978 bis 1980 stand ihr der spätere Präsident des Irans, Khatami, vor. Interessenten haben die Möglichkeit, an Führungen durch die Moschee teilzunehmen.

Blick zum Ostufer der Außenalster

Wer einen ausgiebigen Spaziergang um das Seeufer unternimmt, braucht keine Sorge zu haben, Hunger oder Durst zu leiden. Neben mehreren Hotels mit angeschlossenen Restaurants gibt es im Umfeld auch zahlreiche Cafés, so z.B . die "Alsterperle" oder das "Café Prüsse". Wir hatten auf den Lauf um den See verzichtet, dazu braucht man doch ziemlich viel Zeit. Keinesfalls verzichten wollten wir jedoch auf eine Fahrt mit einem der Alsterdampfer. Die Motorboote starten am Jungfernstieg an der Binnenalster und umrunden auch die Außenalster. Wir denken, dieses Vergnügen sollte man nicht auslassen, die Fahrt über das Wasser lohnt wirklich, zumal man viele der Gebäude und Brücken besser sieht als von Land aus. Zumindest in der warmen Jahreszeit starten die Ausflugsboote in kurzen Abständen. Eine Alternative zur Rundfahrt ist das Lösen einer Fahrkarte auf einem der Schiffe, die mehrmals anlegen und so die Möglichkeit bieten, unterwegs auszusteigen.

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