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Hurtigruten Tag 2: Florö - Alesund - Kristiansund

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Durch den Hjeltefjord, von wo aus die Wikinger einst westwärts zu den Shetland–Inseln segelten, hat am Abend zuvor die Hurtigruten Bergen verlassen und während der Nacht mit nördlichem Kurs das Mündungsgebiet des Sognefjords passiert. 180 km weit dringt der Fjord ins Land hinein und ist damit der längste Fjord der Welt; Noch in der Nacht macht das Schiff im kleinen Hafen von Florö und am frühen Morgen in Malöy fest.

Durch Schären und Inseln geht die Reise weiter auf den Atlantik, wo der westlichste Punkt Norwegens umrundet und die erste von insgesamt sechs offenen Meeresstrecken überquert wird. Dieser Strecke über das Stad-Meer ist mit Respekt zu begegnen, obwohl die Überquerung noch keine 2 Stunden dauert.

Karte Hurtigruten

Am Neujahrsmorgen 1992 tobte hier an der westnorwegischen Küste mit doppelter Orkanstärke der verheerendste Sturm seit Menschengedenken. Als das Inferno vorüber war, glichen Teile der Küste einem Schlachtfeld. Auf dem Meer führte der Orkan zu dramatischen Rettungsaktionen. "Flug- und Schiffsverkehr eingestellt", hieß es in den Nachrichten. Die Menschen wurden angewiesen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Nur über die Hurtigrute wurde nichts gemeldet. Sie fuhr – wie immer!

Im Heröyfjord, geschützt durch die Heröyinseln Skorpa, Nerlandsöy und Bergsöy, kehrt das Schiff auf dem Weg nach Torvik wieder zurück in geschütztes Fahrwasser. Torvik ist der Hafen für die ca. 8000 Einwohner dieses Inselgebietes. Der Aufenthalt im Hafen ist nur kurz, bald macht sich die Hurtigrute wieder auf den Weg und die Passagiere können dann im Westen die am weitesten in den Atlantik vorgeschobene Heröyinsel Runde erkennen.

Die Insel gleicht einem riesigen Felsblock, dessen Ränder senkrecht ins Meer abfallen. Auf Runde leben weniger als 100 menschliche Einwohner, dafür aber Hunderttausende Seevögel, denen das Meer als Nahrungsquelle dient. Runde ist die bedeutenste Vogelinsel Norwegens südlich des Polarkreises. Bei gutem Wetter bleibt Runde von Bord aus im Blickfeld, bis man das im Jugendstil erbaute Alesund erreicht hat.

Küstenlandschaft zwischen Malöy und Alesund Küstenlandschaft zwischen Malöy und Alesund Küstenlandschaft zwischen Malöy und Alesund

Wie ein Angelhaken hinausgeworfen ins Meer, so liegt die auf drei Inseln erbaute Stadt zu Füßen des Hausberges Aksla. Man braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, ein Riese hätte Alesund aus einer Spielzeugschachtel zusammengestellt. Vom Hurtigrutenschiff erreicht man in ca. 25 Minuten über 418 Stufen die Aussicht vom Aksla, welche jene vom Flöyen in Bergen an Schönheit noch übertrifft. Man sieht die Stadt in faszinierender Vogelperspektive und dahinter eine Unzahl grosser und kleiner Inseln. Doch damit nicht genug: Reißt man sich von diesem Anblick los und wendet seinen Blick in östliche Richtung, hat man die gewaltigen Gipfel der Sunmöralpen vor Augen.

Alesund ist eine junge Stadt, sie bekam erst 1848 ihre Stadtrechte, aber schon lange vor dieser Zeit war hier ein beliebter Ankerplatz und Hafen. Heute ist Alesund der größte Fischereihafen Norwegens mit einer großen, ganzjährig tätigen Fangflotte.

'Abseits der Fahrrinne liegt als westlichster Punkt der Inselgruppe Heröy die Vogelinsel Runde. Weit geschwungene Brücken verbinden die Inselwelt. Papageientaucher. Mit mehr als 50.000 Brutpaaren stellen sie die größte Bevölkerungsgruppe auf der Vogelinsel Runde Zunehmender Schiffsverkehr kurz vor Alesund Einfahrt in den Hafen von Alesund. Links der Hausberg Aksla. Im Hindergrund die Berge der Sunmöralpen

Das heutige Stadtbild entstand in seinen Grundzügen nach dem Stadtbrand von 1904. Die Stadt wurde durch das Feuer praktisch völlig zerstört. Über 1000 Häuser brannten in der Innenstadt nieder, mehr als 10.000 Menschen wurden obdachlos. Im Laufe von nur 3 Jahren war die Stadt im Jugendstil mit nationaler und internationaler Hilfe neu errichtet.

In Alesund geht der Blick vom 189 m hohen Hausberg Aksla nach Westen. Im Mittelpunkt der rechten Bildhälfte liegt die MS Narvik am Hurtigrutenkai. Alesund, wie ein Angelhaken hinaus geworfen ins Meer. In der Bildmitte, am Horizont, die Vogelinsel Runde Blick über den Heissafjord zu den Sunmöralpen Der Hafen mit seinen alten Speicherhäusern und das Hurtigrutenkai liegen im Zentrum der Stadt

Einen wesentlichen Anteil am Wiederaufbau der Stadt hatte der deutsche Kaiser Wilhelm II. Für seine großzügige finanzielle Unterstützung hat man ihm in Alesund ein Denkmal errichtet. Willhelm II war ein Freund des Landes. Auf seiner Yacht "Hohenzollern" machte er sich ab 1889 bis 1914 jeden Sommer auf den Weg nach Norwegen.

Seit einem Fahrplanwechsel im Jahr 2000 hat man heute nur noch in den Wintermonaten (Oktober – März) 3 Stunden Zeit um Alesund in aller Ruhe zu betrachten. In den Sommermonaten ist der Aufenthalt nur kurz, denn die Hurtigrutenschiffe weichen nun von ihrem seit Jahrzehnten gefahrenen Kurs ab und machen einen Abstecher in die faszinierende Welt des Geirangerfjords, den wohl berühmtesten Fjord Norwegens; Während mehrerer Eiszeiten entstanden und somit von großer geologischer Bedeutung, wurde er als Welterbe unter den Schutz der UNESCO gestellt.

Hafenidylle: Gut vertäut, aber immer zum Ausfahren bereit An der Hafenmole

Was den vornehmen und großen Kreuzfahrtschiffen seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit war und ist, konnte in einer Zeit, da der Tourismus für die Hurtigruten immer mehr an Bedeutung gewinnt, nicht jeden Tag einfach steuerbordseitig liegen gelassen werden. Mehr als drei Stunden dauert die Fahrt durch diese faszinierende Landschaft des Stor-, Sunnylvs- und Geirangerfjordes. Nur wenig Zeit bleibt dem Dampfer für seinen Aufenthalt in Geiranger. Die Passagiere für den Landausflug werden ausgebootet und schon geht es wieder zurück nach Alesund. Wer an Bord bleibt erlebt das Szenario noch einmal, diesmal vielleicht unter ganz anderen Licht- und Wetterbedingungen.

Von Bord der Autofähre Hellesylt-Geiranger geht der Blick in den Sunnylfsfjord. Dort nähert sich von Alesund kommend, im Schatten von über 1500 Meter hohen Bergen, die Hurtigrute MS Nordlys auf ihrem Weg nach Geiranger. Mittlerweile in den Geirangerfjord eingeschwenkt passiert die Hurtigrute den Friaren Wasserfall. Kurz danach überholt der Schnelldampfer mit der Schiffssirene grüßend die Autofähre. In Geiranger angekommen heißt es Maschinen Stop! Da der Ort über keine Hafenanlage verfügt gehen sofort kleine Boote längseits. Wer einen Landausflug gebucht hat wird ausgebootet, und schon macht sich der Schnelldampfer wieder auf den Rückweg nach Alesund. Vom 1476 Meter hohen Dalsnibba der Blick auf die Welt des Geirangerfjordes

Diejenigen, die ihrem Schiff "untreu" werden um das Angebot eines Landausfluges zu nutzen, kommen aber ganz sicher auch auf ihre Kosten. Die Busfahrt beginnt in Geiranger mit dem Aufstieg über die Serpentinen der Adlerstraße zum Berg Örneveien. Von hier aus hat man einen unglaublichen Blick über den Geirangerfjord, seine Wasserfälle und die umliegenden Berggipfel.

Darunter der mächtige Dalsnibba, an dessen Hängen sich die Straße zum 1038 m hohen Pass an der Djupvasshytta hinaufschlängelt. Dort befindet man sich schon im Bereich der nördlichsten Ausläufer des Jostedalgletschers. Die Ausflugsfahrt geht jedoch in die andere Richtung weiter auf eine Passhöhe von 624 Metern, bis man in Eidsdal am Norddalsfjord wieder Meereshöhe erreicht.

Mit der Fähre wird übergesetzt nach Lingen, um sich von dort an den Aufstieg zum 850 m hohen Pass des Trollstiegveien zu machen. Über den Trollstieg mit seinen 11 Haarnadelkurven geht es dann hinunter nach Andalsnes am Ende des Romsdalfjordes. Nach einer kurzen Fährüberfahrt über den Langfjorden begibt man sich auf die letzte Etappe bis Molde, wo es wieder an Bord der Hurtigrute geht.

Ist der Pass über den Trollstieveien noch oder wieder wegen Schnee gesperrt, fährt der Bus ab Lingen am Storfjord entlang zurück nach Alesund. Bevor es wieder an Bord geht, darf die schon beschriebene Aussicht vom Aksla bewundert werden. Während dieses Ausfluges ist das Hurtigrutenschiff wieder nach Alesund zurückgekehrt. Hier wird die angestammte Rute wieder aufgenommen.

Inseleinsamkeit nördlich von Alesund Küstenausläufer der Romsdalsalpen Letztes Licht der abendlichen Wintersonne im Moldefjord

Nächster Hafen ist Molde, das im gleichnamigen Fjord an einem Südhang dem herrlichen Panorama der Romsdalsalpen zugewandt liegt. Durch hohe Berge zum Meer hin von Nord- und Westwinden geschützt, herrscht hier ein Klima, das viele Pflanzen auf den geschützten Hügeln des Städtchens gedeihen lässt, die sonst in viel wärmerem Klima zuhause sind: Zum Beispiel Rosen, weshalb Molde - etwas vollmundig - auch die Stadt der Rosen genannt wird. Molde wurde 1742 gegründet und hat heute 22000 Einwohner.

In der Nacht legt das Schiff noch in Kristiansund an, bevor am frühen Morgen des nächsten Tages Trondheim erreicht wird.

Manfreds Reisetagebuch

Mittwoch, den 04. März 1992

Ich habe es befürchtet! Ich bin nicht seefest! Nach teilweise heftigem Seegang in der Nacht gibt mir das Stad-Meer den Rest. Ich kotze mir die Seele aus dem Leib. Wie kann einem Menschen allein nur so schlecht sein. Während Claus und Henry – meine Freunde und Reisebegleiter – sich das erste Frühstück an Bord schmecken lassen, liege ich halb tot in der Kabine. Gott sei dank hat Claus aus der Schweiz(!) Tabletten mitgebracht. Sie helfen mir bis zur Ankunft in Alesund wenigstens wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen; An einen Besuch des Aksla und an Mittagessen ist aber nicht zu denken ...

Donnerstag, den 05. September 1996

Welch ein Wetter! Welch ein Unterschied zu 1992!

Der wolkenlose Himmel, der uns seit der Fährüberfahrt von Kiel nach Oslo und der Bahnfahrt von Oslo nach Bergen über die Hardanger Vidda begleitet hat, ist uns auch auf der Hurtigruten treu geblieben. Wir genießen jeden Sonnenstrahl, wohl wissend, dass es mit dieser Herrlichkeit schnell ein Ende haben kann.

Obwohl sich das Stad-Meer bei diesem Wetter friedlich zeigt, gehe ich auf Nummer Sicher und nehme auch für diesen harmlosen Seegang meine Tabletten, die schon bewährte Sorte aus der Schweiz. Claus, der wieder mit dabei ist - diesmal ebenfalls mit Frau – hat sie mir in Bergen, gleich nachdem wir an Bord waren, aus seinem Seesack gefischt.

Eine Hurtigruten – Reise unternimmt er grundsätzlich nur mit Seesack. Das gehört zum Ambiente, meint er. Verfolgt von bewunderten Blicken - das ist seine Meinung – geht er an Bord. Ich sehe in den Gesichtern der Mannschaft und Passagiere allerdings mehr wohlwollende Belustigung; Es geht doch nichts über ein unerschütterliches Selbstvertrauen.

Wir sind 110 Rundreisepassagiere aller Altergruppen zwischen 18 und 88 (so ungefähr). An unseren Tisch im Speisesaal gesellen sich zwei rheinische Frohnaturen. Ich habe das Gefühl, das wird eine überaus lustige Seefahrt...

Mittwoch, den 09. Februar 2000

Ob man vorwärts oder rueckwärts zählt, es bleibt dabei: wir sind tatsächlich nur 16 Rundreisepassagiere. Der Rest der Welt meint wohl, hier im Norden wäre es um diese Jahreszeit immer dunkel bei –30°C. Die Leute haben keine Ahnung! Wir haben noch nicht einmal Schnee, aber dafür umso mehr Sonne mit tollen Wetterstimmungen am Morgen.

Und dann noch Sonnenschein an Bord, die blonde Zahlmeisterin Helle. Claus, der auf dieser Reise natürlich auch wieder mit dabei ist, hat sie gleich in Helle Sunshine umgetauft, sehr zu ihrer Freude. Auf so nen Scheiß kann aber auch nur er kommen. Mit dabei ist noch Rüdi, ein Freund von Claus aus der Schweiz. Ich sehe ihn zum ersten Mal obwohl er – wie wir auch - aus Heidenheim stammt.

Es ist also nicht übertrieben zu sagen: Wir Schwaben sind "die" Seefahrer Deutschlands. Auch 1992 waren wir ja 3 wackere schwäbische Seefahrer - ich vielleicht weniger wacker, weil ich immer so schnell seekrank werde.

Bei wolkenlosem Himmel erklimmen wir gemeinsam den Aksla. Die werden das schon schaffen, denke ich, die haben in der Schweiz ja auch ein paar Berge. Aber ich hab oben schon einen halben Film voll, da kommen die beiden erst schnaufend angetrödelt ...

Freitag, den 26. März 2004

Nach einer Nacht ohne Seegang ist sehr frühes Aufstehen angesagt, möchte die Begegnung mit der Südgehenden nicht versäumen. Dann bin ich aber doch vom plötzlichen Auftauchen der MS Finnmarken überrascht. Aber ich kriege es fototechnisch gerade noch geregelt. In Alesund kein Wetter für den Aksla und in Molde ist bei heftigem Regen nichts von den 87 Romsdalgipfeln zu sehen.

Wir sind wieder in der Besetzung Claus, Ruedi und meine Wenigkeit an Bord. Für diese Reise war keine 3-Bett Kabine mehr frei. Claus und Ruedi belegen trotz meiner Proteste eine Innenkabine, mir wird die Außenkabine überlassen. Begründung: schon beim Aufstehen Wetterlage wegen meines Fotowahns erkennen!

Im Speisesaal gesellt sich Jörg aus Neulußheim mit an unseren Tisch. Bei der Bundesmarine ehemaliger U-Bootfahrer, der nach eigener Aussage so dann und wann eine Seereise braucht um seine Sehnsucht nach Wasser zu bändigen. Der Rhein vor seiner Haustür kann diese Sehnsucht verständlicherweise nicht befriedigen.

Ansonsten ist nicht so klar zu erkennen wie viel "echte" Rundreisepassagiere an Bord sind. Beim Abendessen waren wir 45 Personen. Darunter einige Norweger die wohl nur einige Stationen mit an Bord sind. Dann eine Gruppe aus Deutschland die in Stamsund das Schiff verlässt um einige Tage später die Reise mit der MS Narvik fortzusetzen. Von den restlichen Passagieren machen einige offensichtlich nicht die komplette Reise. Aber in wenigen Tagen wird man wissen mit wem man es zu tun hat.

Weihnachten an Bord: Freitag, den 17. Dezember 2010

In der Nacht und noch beim Frühstück schaukelt es ordentlich (Windstärke 6 bis 7). Habe am Abend schon eine Tablette genommen, vor dem Frühstück noch eine. Trotz Seegang ist draußen herrliches Wetter, Himmel zunächst rosa, dann fast makellos blau, die Küste mit Neuschnee überzogen. Herrlich! So lange das Schiff aber schaukelt halte ich mich mit Aktivitäten zurück. Ute hat auch ohne Tabletten mit dem Seegang wie immer kein Problem. Gegen 9.30 Uhr beruhigt sich das Meer und ich kann endlich an Deck.

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Kurzer Aufenthalt in Torvik, nächster Hafen Alesund. Auf dem Weg dorthin nähert sich ein Boot der Küstenwache. Ich stehe am Bug der Nordlys und denke, wenn der Pott nicht ausweicht, dann rammt er seitlich backbords den Bug der Nordlys. Das gibt es doch nicht, die Kerle der Küstenwache müssen das doch merken. Dann brüllt das Signalhorn der Nordlys wie verrückt, anscheinend ist man jetzt auf der Brücke auch nervös geworden. Aber der Kahn bleibt voll auf Kollisionskurs. Als ich gerade überlege, ob es nicht besser wäre sich in Sicherheit zu bringen, drehen die endlich bei und passieren die Nordlys backbords. Mein lieber Schieber, das war knapp. Haben die gepennt, oder sich einen schlechten Scherz erlaubt?

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In Ålesund 10 bis 15cm Neuschnee. So makellos habe ich die Stadt noch nicht gesehen, man müsste mehr Zeit zum Fotografieren haben. Aufstieg zum Aksla ist uns zu gefährlich, denke an meine Rippenprellung im April 2004 in Hammerfest. Wir umrunden dafür den Hafen mit seinen umgebauten Speicherhäusern und später haben wir einen schönen Blick auf unsere Nordlys. Abfahrt in Ålesund um 15 Uhr und gleich danach Sonnenuntergangsstimmung bis ca. 16 Uhr, dann wird es aber doch recht schnell richtig dunkel.

In Molde bleiben wir an Bord, haben an diesem Tag schon genug gesehen. Außerdem sind draußen -8°C und an Bord ist es so schön warm. Nach dem Essen lassen wir uns beim Reiseleiter noch auf die Weckliste für Nordlicht setzen. Sollte sich das Himmelsschauspiel zu nacht schlafender Zeit sehen lassen, wird man aus seiner Koje gebimmelt.

Dann noch ein kurzer Abstecher in die Bar zu Tee und Kaffee. Außerdem ist dort Musik und Gesang von zwei jungen Frauen angesagt. Instrumentales Handwerkszeug sind Geige, Saxophon, Klavier und Kybaord. Nicht schlecht die Mädels. Was sie so bringen hört sich gut an und ganz ohne Animation geht es offensichtlich heut zu tage auch auf der Hurtigruten nicht mehr.

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