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Museen in Wien - Besichtigungen

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Museumsliebhaber aller Art werden in Wien entzückt sein. Für alle nur erdenklichen Bereiche scheint es in Wien ein oder vielleicht sogar weltweit das! Museum zu geben. Nicht nur Kunstwerke, Ausgrabungen oder wissenschaftliche Errungenschaften können bestaunt werden, sondern auch gleich ganze Wohn- und Schaffensstätten berühmter Wiener Persönlichkeiten, so zum Beispiel von Sigmund Freud oder natürlich der Wiener Musiker Haydn, Beethoven oder Schubert, um nur einige zu nennen.

Nichtsdestotrotz sollte man im Vorfeld einkalkulieren, dass man pro Museumsbesuch ungefähr mit 10 Euro pro Person (Stand Herbst 2007) rechnen muss. Da sind dann die Zwangspflichtgebühren für Garderobe oder den Rucksack, den man oft vorher abgeben muss, meist noch nicht mal enthalten. Mit der Wien-Karte gibt es zwar beim einen oder anderen Museum einen Euro Nachlass, aber die Museumsgebühren gehen bei einer Städtebesichtigung in Wien trotzdem ganz schön ins Geld. Wien gehört also sicher zu den teureren Urlauben, wenn man sich nicht mit Spaziergängen oder Kirchenbesichtigungen begnügen möchte. Im folgenden beschreibe ich auch nur eine kleine Auswahl an Museen.

Naturhistorisches Museum

Das Naturhistorische Museum ähnelt dem ihm gegenüberstehenden Kunsthistorischen Museum wie ein Ei dem anderen.

Obwohl die einzelnen Museen in der ganzen Stadt verstreut sind, so sind die bedeutendsten doch zentral um die Wiener Hofburg zu finden; Nicht weit entfernt von der Neuen Hofburg trifft man auf die beiden Museumsbauten für Kunst- und Naturhistorik, die rein äußerlich fast identisch zu sein scheinen. Hier haben alleine schon die beiden Bauwerke und deren Architektur im Stil der Neorenaissance Museumscharakter. In der Mitte der sich spiegelbildlich gegenüberstehenden Bauten thront Maria Theresia auf einem überdimensional großen Denkmal. Es ist wirklich beeindruckend, in dem mit ziervoll geschnittenen Büschen und schön gepflegten Rasenanlagen seinen Blick schweifen zu lassen, vor dieser prächtigen Kulisse.

Im Innern des Naturhistorischen Museums führt ein herrschaftlicher Treppenaufgang in das obere Stockwerk. Die achteckige Zentralkuppel erinnert an sakrale Bauwerke.

Das Naturhistorische Museum wurde zwar erst im Jahre 1889 eingeweiht, doch die Ursprünge seiner heute mehr als 20 Millionen Ausstellungsstücke umfassenden Sammlung reichen bis ins Jahr 1748 zurück, als Franz Stephan von Lothringen, Gatte Maria Theresias, ein Naturalienkabinett für sich gründete. Im Innern gelangt man zuerst in ein fulminantes Foyer, das einen geradeaus hoch über eine imposante Treppenführung in die oberen Etagen führt. Die Atmosphäre im Innern ist gigantisch; Alleine der Blick in die achteckige Kuppel, die sich über dem Café mit dem hier zu findenden Museumsshop aufspannt, steht vielen sakralen Kuppelbauten in nichts nach.

In den fast 40 Ausstellungsräumen finden sich Exponate, die die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte aller Arten von Pflanzen, Tieren oder Mineralien zeigen. Nicht nur für Kinder dürften gerade die riesigen Saurierskelette einen unheimlichen Eindruck in längst vergangene Zeiten geben. Auch Reptilien, Vögel oder Raubtiere sind lebensecht präpariert. Die vielen Vitrinen mit allerlei kleineren Tieren oder Steinen wirken zwar etwas antiqiert, sind aber für Zoologie- oder Mineralogieliebhaber eine wahre Freude.

Teilweise sind die einzelnen Exponate in großen Vitrinen ausgestellt. Besonders Saurierskelette oder präparierte Elefanten und Giraffen beeindrucken durch ihre lebensechte Größe.

In den insgeamt drei Ausstellungsetagen kann man mehrere Stunden verbringen, ohne dass es einem langweilig wird. Im unteren Bereich gibt es noch ein Vivarium, in dem man lebende Reptilien und Fische, darunter auch lebende Piranhas sehen kann. In diesem eher kleinen und für uns nicht so interessanten Teil tummelten sich jedoch sehr viele Besucher, sodass es schon ganz schön eng wurde. Insgesamt haben wir jedoch dieses Museum als ein wirkliches Highlight in Erinnerung, das wir Jahre später mit eigenen Kindern gerne wieder besuchen werden. Neben dem gängigen Inventar wechseln die Ausstellungen zu bestimmten Sonderthemen immer wieder.

Kunsthistorisches Museum

Noch bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts waren die habsburger Kunstsammlungen auf mehrere kleinere Museen in Wien verstreut zu finden. Um diese unter einem Dach zu versammeln und entsprechend repräsentativ für die Nachwelt aufzubewahren, sollte ein zentrales Mueseumsgebäude entstehen. In dem ursprünglich von Gottfried Semper und Karl Freiherr von Hasenauer als Kaiserforum geplante Gelände entstanden ab 1871 die Bauarbeiten zu den beiden äußerlich fast gleich aussehenden Bauwerken. Im Innern eines einzelnen Museums ist jedoch so viel zu sehen, dass man beide kaum an einem Tag besichtigen kann. Auch wenn die Besichtigungen wirklich interessant sind und es immer wieder toll ist, Werke von berühmten Künstlern direkt im Original vor sich zu sehen, so ist der eigene Verarbeitungshorizont bei dieser Masse doch irgendwann erschöpft.

Auf dem Platz vor den beiden Museen thront überlebensgroß Maria Theresia.

Im Innern befinden sich gleich mehrere Sammlungen: Im ersten Stockwerk befindet sich mit der Gemaeldesammlung die weltweit viertgrößte ihrer Art. Bilder aus ganz Europa unterschiedlichster Epochen und berühmter Künstler, wie Rembrandt, Dürer, Holbein, Tizian, Veronese, Tintoretto oder Eyck, Rubens, van Dyck kann man hier bestaunen. Die Sammlung ägyptisch-orientalischer Funde umfasst neben zahlreicher Tongefäße, Büsten, Statuen, auch rituelle Gegenstände, Reliefs und Platten mit Inschriften.

Auch die Antikensammlung beinhaltet einen Querschnitt über die griechische, hellenistische, etruskische, römische Kunst sowie Funde der Spätantike und des Frühchristentums; Weiterer Schwerpunkt des Museums ist die Kunstkammer, die neben Schmuck- und Goldschmiedarbeiten auch andere Gegenstände des täglichen Bedarfs zeigt, wie zum Beispiel Uhren oder Spiele. Auch das Münzkabinett beherbergt mit seinen rund 700.000 Ausstellungsstücken neben Münzen auch Orden, Medaillen und Papiergeld.

Museumsquartier - Kunstareal auf 60.000m²

Das Museumsquartier zählt weltweit zu den 10 größten seiner Art, nachdem es im Jahr 2001 neu eröffnet wurde. Auf dem gesamten Areal, das sich über eine Fläche von 60.000m² erstreckt findet man fast so etwas wie ein eigenes Viertel für sich. Neben den insgesamt mehr als 20 Museen trifft man immer wieder auf kleine Höfe und Plätze mit Bänken, mehrere Cafés oder Einkaufsshops, in denen man Souvenirs oder Bücher erwerben kann.

Auf dem Weg zum Museumsquartier betritt man mit Durchschreiten dieses Hauses eine neue moderne Melt.

Wir sind von den beiden Museen für Kunst- und Naturhistorik unmittelbar auf das Museumsquartier zugelaufen und sahen uns auf einmal in eine ganz andere Welt versetzt. Durch die moderne Architektur der neueren Gebäude, wie zum Beispiel das Museum für Moderne Kunst oder das Leopold Museum, entsteht im Zusammenhang mit den eben noch benachbarten und ursprünglich von der Kaiserfamilie errichteten Gebäude eine ganz eigenartige Atmosphäre, die Wiens Charakter sehr deutlich wiederspiegeln dürfte. Altes trifft Neues - auf künstlerisch höchstem Niveau, ohne dass man das Gefühl eines Bruchs erleben würde.

Alle Einrichtungen des Wiener Museumsquartiers können fast täglich besichtigt werden.

Museum Moderner Kunst - Stiftung Ludwig Wien im MQ

Das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien: MUMOK.

Das Museum Moderner Kunst - Stiftung Ludwig Wien, MUMOK, wurde im Jahr 2001 neu eröffnet und zeigt sich seither in dem wohl für das gesamte Museumsquartier auffälligsten Bau. Ca. 4.500 m² Fläche bieten Platz für die zur Zeit mehr als 7.000 Ausstellungsstücke. Moderne sowie zeitgenössische Kunst werden hier jedoch nicht nur ausgestellt, sondern gleichzeitg unter wissenschaftlichen Aspekten untersucht und deren Entwicklungsgeschichte durch zahlreiche Events und Veranstaltungen vermittelt.

Die Exponate beschränken sich nicht nur auf Gemälde, sondern werden durch Skulpturen oder Videoanimationen ergänzt. So ist die Stilrichtung der klassischen Moderne durch kubistische, futuristische, konstruktivistische oder surrealistische Bilder vertreten, die durch zeitgenössische Künstler mit ihren Werken der Pop Art, des Wiener Aktionismus, der Konzeptkunst oder des Fluxus ergänzt werden. Die Ausstellung gewinnt so einen ganz besonderen Touch von Performance-Kunst.

Leopoldmuseum im Museumsquartier

Im Leopold Museum kann man weltberühmte Werke von Gustav Klimt, Egon Schiele oder Oskar Kokoschka sehen. Das Café im Leopold Museum ist nicht nur wegen der schönen Aussicht zu empfehlen.

Das Gebäude des Ludwigmuseums verfügt über eine Ausstellungsfläche von 5.400 m². Hier finden sich die Werke österreichischer Künstler der Wiener Moderne. Zu den bedeutendsten unter ihnen gehören neben Egon Schiele, Gustav Klimt auch Oskar Kokoschka, Herbert Boeckle oder Alfred Kubin. Auch in diesem Museum wird die reine Gemäldeausstellung, die an sich schon zahlreiche Highlights enthält durch kontrastierende Gegenstände nochmals lebendiger. So findet man hier neben dem in Wien gefertigten Mobiliar auch andere internationale Designobjekte.

Sehr zu empfehlen ist das Café im Leopoldmuseum. Wir hatten Glück, dass wir in dem vor einer breiten Fensterfront angelegten Teil des Cafés frühstücken konnten. So hatten wir in dem von Tageslicht durchfluteten Raum einen recht lässigen Blick von oben in den Hof des Museumsquartiers. Das umfangreiche Frühstück mit wirklich leckeren Zutaten wurde hier von sehr freundlichen Kellnerinnen serviert. Wir erinnern uns sehr gern!

Albertina: Eine der bedeutendsten Grafiksammlungen der Welt

Die im Palais Erzherzog Albrecht ausgestellte grafische Sammlung Albertina gab diesem Museum seinen Namen, der wiederum auf ihren Gründer Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen hinweist. Man findet dort etwa 65.000 Zeichnungen und über 1 Million druckgrafische Blätter, die im Laufe der Zeit Weltruhm erlangt haben. Unter Kennern wird die Albertina mit dem Louvre, British Museum und Berliner Kupferstichkabinett in einem Atemzug genannt.

Die Albertina ist von außen bereits von weitem als repräsentatives Gebäude gut zu erkennen. Da wir im Innern der Albertina nicht fotografieren durften, zeigen wir hier das Standbild, das sich unmittelbar vor dem Eingang befindet.

Bis der Bau im Jahre 2003 in seinem heutigen Gesicht wieder neu eröffnet werden konnte, vergingen über 10 Jahre Restaurierungsarbeiten, die etwa 100 Millionen Euro an Kosten verschluckt haben. Dafür zeigt sich aber auch die Albertina in einem wirklich äußerst eleganten und repraesentativen Bild. Der Haupteingang befindet sich etwa 10 Meter oberhalb des eigentlichen Straßenniveaus, der über eine Rolltreppe bzw. einen Fahhrstuhl erreicht werden kann; Auf diesem Hochplateau vor dem Eingang steht man auf einer Bastei, die zu einer ehemaligen Befestigungsanlage gehört.

Die Ausstellungsstücke erhalten durch den äußeren Rahmen nochmals besonderen Charakter. Das Gebäude der Albertina zeigt sich nicht nur von außen äußerst elegant. Auch die Räume im Innern sind teilweise sogenannte Prunkraeume, die durch ihre gut erhaltene Innendekoration aus Habsburger Zeiten des 18. Jahrhunderts stammen. Auf insgesamt drei Etagen kann man gleich mehrere 1000 Quadratmeter erlaufen und erhält auf übersichtlich gestalteten und inhaltlich kurzweilig interessant gehaltenen Informationstafeln einen verständlichen Ein- und Überblick zu den einzelnen Künstlern und den Stilen, die sie in ihren Gemälden versucht haben umzusetzen. Auch für uns als weniger gut gebildete Kunstkenner war so die Ausstellung eine richtig interessante Sache, sodass neben dem Effekt des Wiedererkennens vereinzelter berühmter Werke auch so etwas wie ein 'Aha-Effekt' in Erinnerung geblieben ist.

Wie in den anderen großen Wiener Museen auch, ist die Vielfalt, mit der hier europäische Künstler neben den schon bekannten wiener Künstlern vertreten ist, besonders spannend. So stehen Werke von Klimt, Kokoschka oder Schiele neben Rembrandt, Dürer, Michelangelo oder Leonardo da Vinci. Auch die zeitlich befristeten Ausstellungen, die die ständigen Ausstellungen abwechslungsreich ergänzen, markieren ganz besondere Highlights, die die Besucher auch von weit her zur Besichtigung locken. So kann man sich gut vorstellen, dass zum Beispiel die im Jahre 2006 thematisch um Pablo Picasso konzentrierte Ausstellung ein riesiger Erfolg gewesen ist.

Die Albertina kann täglich besichtigt werden. Fotoausrüstung muss leider abgegeben werden.

Prunksaal: Teil der heutigen Nationalbibliothek am Josefsplatz

Der Prunksaal ist einer der schönsten barocken Bibliothekssäle der Welt.

Steht man am Josefsplatz vermutet man kaum, dass sich hinter den Gemäuern der Nationalbibliothek einer der schönsten Bibliotheksräume der Welt befindet. Der große barocke Saal beherbergt an die 200.000 Bücher. Vom Boden bis zur Decke sind die in dickes Leder gebundenen Bände in fast 20 Meter hohen Wandregalen gelagert. Der eigentliche Blick reicht jedoch noch höher in die von Fresken verzierte Kuppeldecke.

Der Prunksaal ist ausführlich auf unserer Seite über die Hofburg beschrieben. Dort gibt es auch weitere faszinierende Fotos vom Prunksaal. Betonen möchte ich nur noch einmal, dass der Prunksaal ein absolutes Highlight und daher auch ein absolutes Muss für eine Wien-Besichtigung ist. Man kommt schlicht und einfach aus dem Staunen nicht mehr heraus, wenn man durch diesen faszinierenden Raum läuft. Und auch wenn man sich nur eine Viertelstunde für den Prunksaal nimmt, dieses Museum ist sein Geld wert.

Hofburg mit Sisi Museum, Silberkammer & Kaiserappartements

Hinter dem Durchgang des Michaelertores befindet sich im Innern der Hofburg das Sisimuseum.

Vielleicht sind die üblichen Museen, die man mehr oder weniger gut sortiert auch in jeder anderen größeren Stadt finden kann für DEN Wienbesucher gar nicht mal so interessant. Dann steht in jedem Fall jedoch die Hofburg mit dem dort zu findenden Sisimuseum und den Kaiserappartements auf dem Programm. Hier kann man die eigentliche Funktion eines Museums noch sehr deutlich erfahren, denn man bekommt hier eindrücklich etwas von dem Leben und Wirken des Kaiserpaares, vor allem von Kaiserin Sisi mit.

Authentisch und so lebensnah wie möglich wird hier mit dem Rosa-heile-Welt-Image der Kaiserin gebrochen und ein ganz neues Bild vermittelt, nämlich das einer sehr melancholisch-depressiven Frau, die unter den strengen Strukturen der Monarchie bei allen sicherlich genossenen Vorzügen sehr gelitten hat. Man darf aber sicherlich auch über diesen nur etwas anders inszenierten Mythos, der sich heute sehr gut vermarkten lässt geteilter Meinung sein; Eine ausführliche Beschreibung des Sisi Museums findet man auf unserer Seite über die Wiener Hofburg.

Weltliche und Geistliche Schatzkammer

In der Schatzkammer kann man mehrere solch prunkvoller Gewänder sehen.

Ein weiteres Museum, das uns in Verbindung mit der Besichtigung der Hofburg sehr beeindruckt hat, war die Schatzkammer, die im zentralen Innern, dem ältesten Gebäudeteil der Hofburg, untergebracht ist. Unsere Geschichtskenntnisse sind seit dem Besuch der Schule schon etwas eingestaubt. Deshalb war die Vermittlung von Fakten zur österreichisch-ungarischen Geschichte umso eindrücklicher, als dass durch die prunkvollen Gegenständen ein sehr lebhaftes Bild entstanden ist.

Durch die Nähe zu den mit Edelsteinen besetzten und in üppigem Gold glänzenden Kronen der weltlichen Herrscher und auch die farbintensiven Ornate des Ordens vom Goldenen Vlies konnte man sich fast selbst als Zuschauer einer Tauf- oder Krönungszeremonie erleben. Eine ausführliche Beschreibung zur Schatzkammer gibt es auf unserer Seite über die Hofburg.

Hundertwasserhaus

Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) ist eigentlich unter dem Namen Friedrich Stowasser in Wien geboren worden. Hört man seinen Namen, dann denkt man sofort an lustig bunte Farbwelten, die scheinbar ohne geometrisch gerade Linien auszukommen scheinen. Schaut man seine Bilder an, dann fühlt man sich bei all den Kringeln und Spiralen fast ein wenig zurück versetzt in die eigene Kinderzeit, in der man sich beim Malen auch in seine eigene bunte Welt geträumt hat. Friedensreich Hundertwasser hat sich nicht nur aufs Malen oder die Bildhauerei beschränkt, sondern hat seine Traeume vor allem auch architektonisch in die Realität umgesetzt. Seine von ihm entworfenen Gebäude scheinen sich den üblichen geometrischen Standards spielerisch zu widersetzen.

Das Hundertwasserhaus in der Kegelgasse in Wien ist eine Wohnanlage, die man nur von außen besichtigen kann. Auch der dem Hundertwasserhaus gegenüberliegende Souveniershop Village, wurde von Hundertwasser entworfen.

In seiner Schaffenszeit entstanden hauptsächlich in Österreich und Deutschland, aber auch in USA, Japan, Israel, Neuseeland oder in der Schweiz an die 40 Gebäude. Das Wiener Hundertwasserhaus in der Kegelgasse 34-38 (Wiener Bezirk Landstraße), wurde in den Jahren zwischen 1983-1986 erbaut. Der Name Haus ist fast schon etwas irreführend, denn eigentlich ist dieses Gebäude vor dem man steht eine ganze Wohnanlage, die heute auch noch von ganz normalen Menschen bewohnt wird. Dies ist leider auch der Grund, weshalb man vor dem Gebäude stehen bleiben muss, bzw. nur die beiden Souvernirsshops besuchen kann.

Man erreicht das Hundertwasserhaus am besten mit der Straßenbahnlinie N, die vom Stadtzentrum aus in Richtung Prater Hauptallee fährt. Man steigt an der Haltestelle Hetzgasse aus. Von da aus sind es nur noch etwa 100 Meter in Fahrtrichtung, bis man auf der linken Seite zum Hundertwasserhaus kommt. Im Vergleich zum Kunsthaus, das gleich im Anschluss beschrieben wird, ist diese Anlage jedoch recht unspektakulär. Um einen Eindruck von Hundertwassers Schaffen zu bekommen reicht es völlig aus, ins Kunsthaus zu gehen, auch wenn man dort die saftigen Eintrittspreise für das Museum zahlen muss.

Kunsthaus Wien

Das Kunsthaus in der Unteren Weißgerberstr. 13 ist ebenfalls im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße zu finden und nicht weit vom Hundertwasserhaus entfernt. Zu Fuß brauchten wir von dort etwa 15 Minuten. Alleine schon von von außen erscheint das Kunsthaus weitaus typischer im Hundertwasserstil als das Hundertwasserhaus.

Im Museum des Kunsthauses kann man nicht nur zahlreiche Werke von Hundertwasser sehen.

Bei diesem Gebäude handelt es sich um eine ehemalige Möbelfirma, die von Hundertwasser geplant, in den Jahren 1989-1991 zu einem eigenen Hundertwassermuseum umgebaut worden ist. Dies ist weltweit das einzige Museum, in dem Hundertwassers Werke durchgehend besichtigt werden können. Im Innern scheint alles irgendwie gewellt oder geschwungen zu sein. Selbst beim Laufen über den mit Hubbeln versehenen Boden muss man fast schon aupassen, dass man nicht hinfällt. Bei all der politisch friedlich-revolutionären Haltung Friedensreich Hundertwassers und seines Engagements für die Umwelt mutet die Massenvermarktung, die man sonst im Zusammenhang mit einer profitorientierten Haltung ja gewöhnt ist, doch etwas seltsam an.

Auch bei der Besichtigung des Kunsthauses gilt: Erst mal teuren Eintritt bezahlen und dann enttäuscht sein, dass man seine Kamera nicht mit ins Innere nehmen darf.

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