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Schloss Belvedere in Wien

Eigentlich ist Schloss Belvedere kein einzelnes Schloss, sondern eine imposante Schlassanlage, bestehend aus gleich zwei Schlössern, dem Oberen und Unteren Belvedere. Zwischen Oberem und Unterem Belvedere liegt ein riesiggroßer, wunderschön angelegter Garten, der die beiden Schlösser zu einem malerisch-barocken Ensemble vereint. Heute dienen beide Schlösser als Museum für berühmte Gemälde. Bedeutende östrreichische Künstler sind hier vom Mittelalter bis zur Gegenwart vertreten. Glanzvolles Highlight im Oberen Belvedere sind die Gemälde von Gustav Klimt, der mit den goldenen Bildern 'Der Kuss' oder 'Judith I' Weltruhm erlang.

Im Oberen Belvedere befindet sich heute ein Museum, in dem man die Werke der bedeutendsten österreichischen Maler bestaunen kann.

Besichtigt man das Obere Belvedere, hat man auch gleich den Eindruck, Teil zu haben an diesem Weltruhm. Nicht nur, dass die Originalität der Gemälde, die man aus nächster Nähe betrachten kann einen so beeindruckt, sondern die vielen Massen sorgen gleich für den nötigen Starrummel, dem man wahrscheinlich zu keiner Zeit wirklich entgehen kann. Die vielen, ständig wechselnden Ausstellungen sorgen für Abwechslung, sodass man durchaus wieder vorbeischauen könnte, wenn man das nächste mal Wien für ein weiteres mal besichtigt. Doch nicht nur die Ausstellungen im Innern des Schlosses sind einen Ausflug Wert; Alleine der Ausblick, den man vom Oberen Belvedere über die Stadt und deren Skyline hat, ist enorm beeindruckend. Der ursprüngliche Zweck des Oberen Belvedere diente auch nur dazu, zu repräsentieren und diese herrliche Aussicht zu genießen. Deshalb jetzt ein kurzer Ausflug zur Entstehungsgeschichte von Schloss Belvedere.

Entstehungsgeschichte vom Schloss Belvedere

Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736), Mitglied des europäischen Hochadels und erfolgreicher Feldherr in den Türkenkriegen, errang mit seinen Siegen für Österreich den Status einer Großmacht. Ihm ist eines der Reiterdenkmäler am Heldenplatz gewidmet; Ganz anders als sein militärisches Image, durch das man den Eindruck gewinnen könnte, Prinz Eugen sei ein unverwüstlicher Haudegen gewesen, ist der private Eugen, der bereits zu Lebzeiten schon den Ruf eines berühmten Homosexuellen erlangt hatte. Sein Interesse galt der Kunst, den Büchern und antiken Gegenständen, die in umfangreichen Sammlungen teilweise bis heute erhalten geblieben sind. Am einrucksvollsten dürfte er sich als Bauherr verewigt haben. Gleich mehrere Schlösser und Bauwerke wurden von ihm in Auftrag gegeben und meist durch seinen Lieblingsarchitekten Johann Lukas von Hildebrandt realisiert. So auch Schloss Belvedere.

Aus der Luft betrachtet erkennt man die Anordnung der beiden Schlösser Belvedere, die mit der reich verzierten Gartenanlage eine architektonische Meisterleistung ergeben.

Eigentliches Wohnschloss Prinz Eugens war das Untere Belvedere, das zwischen 1714-1716 erbaut wurde; Erst einige Jahre später entstand das Obere Belvedere (erbaut 1721-23), das zu Lebzeiten Eugens repraesentativen Zwecken diente. Im Unteren Belvedere ist man vor allem von den reich verzierten Zimmern und Prunkräumen beeindruckt. Herzstück des Unteren Belvedere ist der Marmorsaal, in dem Prinz Eugen in vielerlei Fassetten als glorreicher Befehlshaber stilisiert und als 'Retter des Christentums' inszeniert wurde. Heute dient das Untere Belvedere vorwiegend wechselnden Kunstausstellungen.

Zum Teil des Unteren Belvedere gehörig ist die Orangerie, die ursprünglich als Wintergarten für Orangenbäume angelegt wurde, deren Anbau im 16. Jh. an europäischen Fürstenhäusern in Mode kam. Neben der Orangerie entstand im Unteren Belvedere auch noch der Prunkstall, der für 12 ganz besondere Pferde des Prinzen Teil einer weit größeren Stallanlage war, in der insgesamt bis zu 60 Pferde untergebracht werden konnten. Dient die Orangerie heute mehr einer moderneren Art von Ausstellung, findet man im Prunkstall heute eine der beeindruckendsten Ausstellungen des Mittelalters, in der neben vielen barocken Figuren auch gotische Altäre und diverse Malereien zu sehen sind.

Besichtigung der Schlösser und des Schlossparks

Schloss Belvedere gehört zusammen mit Schloss Schönbrunn und der Hofburg zu den touristischen Attraktionen Wiens, wenn man sich für die Geschichte der Habsburger und deren Lebensweise interessiert. Schloss Belvedere liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums, ist aber trotzdem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Zum Oberen Belvedere kommt man mit der Straßenbahn D und steigt an der Haltestelle Schloss Belvedere aus.

Das Obere Belvedere ist von allen Seiten von einer herrlichen Gartenanlage umrahmt.

Man sollte jedoch schon damit rechnen, dass man ein paar Stunden für die gesamte Besichtigung braucht; Will man beide Schlösser nicht nur von außen anschaun, sondern alle Ausstellungen besuchen und noch ein wenig Zeit finden, im Garten spazieren zu gehen, dann braucht man zwischendurch noch eine kleine Verschnaufspause, da sich alleine der Garten zwischen den beiden Schlössern schon über eine Länge von 500 Metern erstreckt.

Wer mit der Straßenbahnlinie D kommt, betritt den Schlossgarten am Oberen Belevedere. Es empfiehlt sich zunächst eine Biesichtigung des hinteren Schlossgartens ehe man ins Obere Belvedere eintritt und die Tour durchs Schloss macht. Bei dieser Tour hat man von den Schlossräumen aus einen schönen Ausblick auf den vorderen und hinteren Schlosspark. Fotografieren im Schloss ist jedoch leider nicht erlaubt; Nach Besichtigung des Oberen Belvedere macht man am Besten einen gemütlichen Spaziergang durch den großen Schlossgarten und gelangt dann allmählich ins Untere Belvedere, dessen Besichtigung nicht so lange dauert.

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