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Weitere Sehenswürdigkeiten in Paris

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Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Paris sind sehr oft dicht gedrängt in der Innenstadt zu finden. Doch es gibt auch einige, deren Besuch mindestens genauso lohnt, die aber wie das Institut du Monde Arabe weniger bekannt sind oder wie die Satellitenstadt La Defénse etwas außerhalb der Innenstadt liegen. Dank der guten Metroverbindungen sind auch diese Ziele leicht zu erreichen oder sogar per Fuß zu erlaufen.

Das Institut du Monde Arabe

Das Institut du Monde Arabe ist so etwas wie ein Geheimtipp für Paris-Besucher. Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich nämlich ein Restaurant mit einer Dachterrasse, von der man einen wunderbaren Blick auf Notre Dame hat. Wir hatten diesen Tipp bekommen und natürlich keine Sekunde gezögert, ihn zu testen. Wir können tatsächlich jedem nur empfehlen, das Institut du Monde Arabe bei der Stadttour nicht auszulassen.

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Der Zugang ins Gebäude steht jedem offen, zumal das Restaurant ein öffentliches ist. Allerdings spielt in der heutigen Zeit die Sicherheit eine große Rolle. Das heißt für jeden Besucher, am Eingang eine Sicherheitskontrolle mit Durchleuchten der Taschen über sich ergehen zu lassen. Doch das fanden wir unproblematisch, schließlich hatten wir nichts zu verbergen. Mit dem Fahrstuhl ging es dann hinauf zur Dachterrasse. Die lässt sich ohne weiteres betreten, ein Besuch des Restaurants ist dafür nicht zwingend notwendig.

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Der Blick über Paris war wirklich hervorragend, speziell hinüber zu Notre Dame, das man ansonsten kaum so unverbaut sehen kann. Auch die Ansicht zum Marais, in Richtung Bastille und zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten ist beeindruckend – vorausgesetzt, man hat einigermaßen gutes Wetter erwischt. Eine Besonderheit sind auch 35.000 Ornamente aus Metall an der Südfassade des Gebäudes, die den Blenden von Kameras ähneln. Wie diese öffnen und schließen sie sich je nach der Intensität des einfallenden Lichtes mehr oder weniger.

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Ansonsten ist das 1987 errichtete Institut du Monde Arabe ein modernes Gebäude aus Stahl und Glas. Interessant fanden wir auch die vor dem Haus aufgestellten Pforten aus Stein, auf denen arabische Schriftzeichen angebracht sind und durch die man zum Gebäude gelangt. Im Institut befindet sich eine Bibliothek, ein Filmarchiv sowie ein Museum über die Geschichte der arabisch-islamischen Kunst und Kultur. Wir denken, dass man sich den Besuch dieses Museum aber schenken kann, denn Erklärungen zu den Exponaten sind kaum vorhanden und wenn, dann in Französisch. Wer nicht schon viel über Arabien und den Islam weiß, wird hier wenig neue Erkenntnisse bekommen.

La Defénse, die moderne Satellitenstadt von Paris

Neubaugebiete und Satellitenstädte gehören normalerweise nicht unbedingt zu den gefragten Touristenzielen. Es gibt jedoch Ausnahmen, und dazu zählt sicher La Defénse, der futuristische Stadtteil mit seinen Wolkenkratzern und modernistischen Bauten. Wir hatten es uns nicht nehmen lassen, La Defénse einen Besuch abzustatten, zumal es mit der U-Bahn günstig zu erreichen ist. Ein halber Tag reicht sicher für die Erkundung aus, aber verzichten würden wir nicht darauf.

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Der Name La Defénse heißt „Die Verteidigung“ und bezieht sich auf den deutsch-französischen Krieg 1870/71, als an diesem Ort die Verteidiger der Stadt am längsten standhielten. Der Stadtteil selbst blieb jedoch noch über Jahrzehnte relativ bedeutungslos. Er erwachte erst aus dem Dornröschenschlaf, als zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts immer mehr Bürogebäude gebaut wurden weil der Bedarf daran steil anstieg und hier noch genügend Platz vorhanden war. In der Folgezeit entstand so ein supermodernes Büroviertel mit Hochhäusern und einigen futuristischen Gebäuden. Heute arbeiten hier immerhin rund 100.000 Menschen und etwa 30.000 wohnen hier.

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Das Zentrum von La Defénse ist die breite Hauptstraße, die Esplanade de la Defénse. Hier findet man zahlreiche Kunstwerke – Plastiken, Statuen und Wasserspiele – die von weltbekannten Künstlern entworfen wurden, so z.B. von César und Miró. Fast wie ein Fremdkörper – allerdings ein sehr interessanter – erscheint da die Skulpturengruppe „La Defénse“, die den Verteidigern von 1870 gewidmet ist. Aufgestellt wurde das Denkmal 1883. Den Kontrast dieser Figurengruppe zu den modernen Hochhäusern, besonders zum 178 m hohen Fiat-Turm, fanden wir beeindruckend.

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Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Esplanade auch deshalb, weil sie eine schnurgerade Achse bis zum Louvre ergibt. Diese Straße reicht vom Palast über die Champs Elysées bis zum Arc de Triomphe und dann weiter bis zur Grande Arche, dem absoluten Höhepunkt von La Defénse. So kann man vom Louvre die Hochhäuser von La Defénse sehen und von dort den Arc de Triomphe und bei guter Sicht sogar den Louvre.

Die Grande Arche soll auch einen Triumphbogen symbolisieren allerdings einen futuristischen. Das Gebäude wird oft als Tor oder auch Fenster zur Welt gedeutet, was bei der Form als offener Würfel nicht verwundert. Das riesige, mit weißem Carrara-Marmor verkleidete Bauwerk, das 106 Meter breit und 110 Meter hoch ist, bietet 80.000 m² Bürofläche. Mit einem Aufzug können die Besucher zu einer Aussichtsplattform gelangen, von der sich ein gewaltiger Blick über Paris bietet. Eingeweiht wurde die Grande Arche 1989.

Opéra Garnier und die Galeries Lafayette

Paris besitzt zwei Opernhäuser, so richtig bekannt ist jedoch das ältere, die Opéra Garnier. Seit im Jahre 1989 das zweite Opernhaus, die Opéra Bastille, eröffnet wurde, gibt es in der Opéra Garnier vorrangig Ballettaufführungen, ergänzt durch einige klassische Opern. Die Opéra Garnier ist ein prachtvoller Bau, nicht ohne Grund wird sie auch oft Palais Garnier genannt.

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Die Pariser Oper kann auf eine große Tradition zurück blicken. Seit der Sonnenkönig Ludwig XIV. diese Institution gründete, wurden eine ganze Reihe Opernhäuser erbaut. Die Opéra Garnier ist immerhin der 13. Bau. Außerhalb der Vorstellungen kann die Oper tagsüber besichtigt werden. Auch hier gibt es aber strenge Sicherheitsvorkehrungen mit Taschenkontrollen. Im Inneren ist das Opernhaus genauso prunkvoll wie außen. Das besondere Highlight dabei ist die von Marc Chagall gestaltete Decke des großen Saales.

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Napoléon III. gab den Auftrag zum Bau der Opéra Garnier. Hintergrund war ein misslungenes Attentat, das 1858 auf den Kaiser und seine Gattin in der damaligen Oper verübt wurde. Warum nun deshalb ein neues Opernhaus erbaut werden musste ist schwer nachzuvollziehen, doch Herrscher haben ihren eigenen Kopf. Bis zur Fertigstellung verging jedoch viel Zeit, geschuldet den schwierigen Bodenverhältnissen durch den hohen Grundwasserspiegel. Auch der Krieg von 1870/71 verzögerte den Bau, zumal das französische Kaiserreich durch die Dritte Republik abgelöst wurde. 1875 war es dann endlich soweit. Die Opéra Garnier konnte eröffnet werden.

Entstanden war ein prächtiges Bauwerk im Stil des Neobarock, das bis 1989 als größtes Opernhaus der Welt galt. Die Grundfläche umfasst die enorme Zahl von mehr als 11.000 m². Der gesamte Bau ist reich verziert und mit Statuen ausgestattet. So tragen Figuren als Bogenpfeiler die Fassade, zahlreiche vergoldete Bronzebüsten berühmter Komponisten sind in Nischen angeordnet und eine Apollostatue steht auf der gewaltigen Kuppel. Die Pracht zeigt sich auch in dem acht Tonnen schweren Kristall-Lüster im großen Saal sowie im Treppenhaus, das mit rund 30 Sorten Marmor ausgeschmückt wurde. Das Deckengemälde von Chagall ist jedoch jüngeren Datums, es entstand 1963. Das ursprüngliche Gemälde rettete man aber glücklicherweise, es befindet sich noch hinter dem von Chagall.

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In der Galeries Lafayette, dem exquisten Pariser Kaufhaus gegenüber der Opéra Garnier, kamen wir uns vor wie in einem Gebäude aus 1001 Nacht. Wobei es das nicht ganz trifft, denn das Kaufhaus ist im puren Jugendstil ausgebaut. Auch wenn wir bei Galeries Lafayette automatisch an Paris dachten, handelt es sich doch um eine traditionelle französische Warenhauskette, die nicht auf die Hauptstadt beschränkt ist. Das Pariser Haus ist eines der ältesten Kaufhäuser Frankreichs und mit Sicherheit eines der schönsten, wenn nicht gar das schönste überhaupt.

Begonnen hatte alles 1893 mit einem Wäschemodengeschäft, aus dem nach einigen Jahren ein fünfstöckiges Kaufhaus wurde. Im Laufe der Zeit entwickelte sich dann daraus eine ganze Kette von Kaufhäusern. Das Stammhaus nahe der Pariser Oper wurde 1912 ausgebaut, im Jugendstil und mit der bemerkenswerten farbigen Glaskuppel, die noch heute eine der Pariser Touristenattraktionen ist. Auf 18.000 m² Verkaufsfläche gab es so gut wie alles was das Herz begehrte.

Wir waren ungemein beeindruckt von der Pracht des Innenraums und können nur jedem empfehlen, der Galeries Lafayette einen Besuch abzustatten, auch wenn man nichts kaufen möchte. Mit den historischen Aufzügen kann man bis zur Aussichtsterrasse fahren, von der man über Paris blicken kann. Zwar sind die Aussichten von einigen anderen Highlights imposanter, aber den Abstecher zur Dachterrasse würden wir trotzdem unternehmen.

Die Bastille, Ausgangspunkt der Französischen Revolution

Wer nach der Bastille sucht, dem ehemaligen Gefängnis, von dem aus die Französische Revolution die Königsherrschaft hinwegfegte, wird nicht fündig werden. Das Gebäude wurde zerstört und heute sind hier nur noch einige Mauerreste zu sehen. Das ehemalige Gefängnis wurde neben seiner Bedeutung für die Französische Revolution auch dadurch bekannt, dass hier prominente Gefangene einsaßen, so z.B. der Marquis de Sade und der Philosoph Voltaire.

Wir hatten einen kurzen Abstecher zum Place de la Bastille unternommen und finden, den ist er auch wert. Ein längerer Aufenthalt bringt aber sicher keine großen Erkenntnisse. In der Mitte des Platzes mit einem Kreisverkehr steht eine 50 Meter hohe Säule auf der sich die vergoldete Statue des Genius befindet. Interessant am Platz ist noch das Bauwerk der Opéra Bastille, das neue Opernhaus von Paris. So richtig passt es mit seiner modernen Fassade jedoch zum Platz.

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