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Rund um den Louvre von Paris

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Wenn man etwas mit der unvorstellbaren Pracht und dem enormen Prunk der absolutistischen Königsherrschaft verbindet, dann sind es der Louvre und das Schloss von Versailles. Die Herrschaft der Könige ist vorbei, doch der Louvre im Herzen von Paris hat seinen Ruf gewahrt, eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Welt zu sein. Auf jeden Fall ist das Museum im Louvre eines der schönsten und zugleich wertvollsten auf der Welt.

Direkt an den Louvre schließen die Jardin des Tuileres an, die Gärten der Tuileren. Diese weitläufige Gartenanlage diente einst den Herrschern und ihren Höflingen für Spaziergänge und sicher auch für die Anbändelung der einen oder anderen Affaire. Auf der anderen Seite der Seine steht das Musée d´Orsay, das einmal ein Bahnhof war. Schließlich kommt man nach nur wenigen Metern zum ungewöhnlichen und vielleicht sehr gewöhnungsbeürftigen Centre Pompidou.

Das Geschichte des Louvre

Meist wird das gesamte Ensemble rund um das ehemalige Königsschloss als Louvre angesehen, doch eigentlich handelt es sich dabei um verschiedene Bauwerke. Heute steht der Louvre als Synonym für ein Museum von überaus prägnanter Weltgeltung, übertroffen höchstens von ein oder zwei anderen – wenn überhaupt.

Die Geschichte des Louvre ist auch eine Geschichte der „Bauwut“ und der Geltungssucht französischer Herrscher – und Herrscherinnen. Schon Ende des 12. Jahrhunderts gab es an dieser Stelle eine Burg, errichtet von Philipp II. Einige Überreste der Grundmauern dieser Burg sind noch heute im Untergeschoss des Sully-Flügels des Louvre zu sehen. Karl IX. ließ schließlich im 16. Jahrhundert die Burg zur königlichen Residenz und damit zu einem Palast umbauen.

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Katharina von Medici zog nach dem Tod ihres Mannes in das von ihr erbaute Palais des Tuileries um, das später von Henri IV. durch die Grande Galerie mit dem Louvre verbunden wurde. So entstand schon ein großer Gebäudekomplex. Der Sonnenkönig Ludwig XIV., der wahrlich nicht unter Bescheidenheit litt, gab den Auftrag für das Anlegen der Gärten in den Tuilerien. Außerdem ließ er es sich nicht nehmen, das Schloss noch einmal zu vergrößern. Im Endeffekt verlegte er aber doch seine Residenz nach Versailles, wo eine von ihm initiierte Prachtanlage entstand. Napoleon Bonaparte wollte auf keinen Fall den anderen Herrschern nachstehen und so stellte er einen Triumphbogen an den Eingang zu den Tuilierengärten, den Arc de Triomphe du Carrousel. Unter seinem Neffen Napoleon III. entstanden noch Flügelbauten, die zwei Höfe umschlossen.

Bis zur Französischen Revolution war der Louvre zwar keine Königsresidenz mehr, doch zum Museum wurde er erst 1793, als die Revolutionäre beschlossen, die königlichen Kunstsammlungen zur Schau zu stellen. Napoleon Bonaparte brachte von seinen Eroberungsfeldzügen zudem eine Menge Beutekunst mit. Außerdem wuchs die Zahl der Kunstgegenstände im Louvre durch Kunst, die den Kirchen abgenommen wurde. Das alles war der Grundstock für das spätere Museum von Weltgeltung. Ende des 20. Jahrhunderts gab es die bisher letzte große Erweiterung, die Ausstellungsfläche verdoppelte sich.

Der Louvre, ein Museum von Weltbedeutung

Mit der Erweiterung der Ausstellungsfläche war zugleich ein Umbau des Museums verbunden, außerdem sollten die enormen Besuchermassen einen neuen Eingangstrakt erhalten, da die bisherigen Zugänge schlichtweg nicht mehr ausreichten. So entstand die inzwischen weltberühmte Glaspyramide, durch die man zum unterirdischen Zugang kommt. Wir empfanden diese Pyramide als außergewöhnlich und völlig abweichend von den anderen Bauten. Doch der Architekt Ming Pei hat unserer Ansicht nach das Kunststück vollbracht, zwei so unterschiedliche Architekturstile gekonnt zu verbinden. Nach anfänglichen Protesten haben sich auch die Pariser an die Pyramide gewöhnt und möchten sie inzwischen nicht mehr missen.

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Wir waren zweimal am Louvre, davon besichtigten wir einmal nur die Außenanlagen. Für diese Besichtigung hatten wir einen Dienstag gewählt, denn an diesem Tag ist das Museum geschlossen und wir hatten ausreichend Ruhe und vor allem Blickfreiheit. An den anderen Tagen, wenn der Louvre geöffnet ist, wimmelt es auf dem Platz rund um die Pyramide von Menschen und man sieht kaum etwas.

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Wer die Vorstellung hat, die Kunstwerke des Louvre auch nur annähernd in ihrer Gesamtheit anzusehen, wird mit Sicherheit enttäuscht. Auf über 60.000 m² Ausstellungsfläche sind rund 35.000 Ausstellungsstücke zu bewundern. Wenn man jedes auch nur einigermaßen in Augenschein nehmen wollte, würde ein normaler Urlaub kaum ausreichen. Allein die Gänge durch den Louvre sind zusammen über 25 km lang. So empfiehlt es sich, den Plan des Louvre vorher durchzugehen und sich die Räume auszusuchen, die einen besonders interessieren. Ob so oder so, rechtzeitiges Kommen gehört dazu, denn laut offiziellen Angaben sollen pro Tag etwa 25.000 Besucher im Louvre sein. Die Schlangen an den Kassen und am Eingang sind dementsprechend lang. Eine schöne Idee hatten die Verantwortlichen aber damit, dass man den Besuch unterbrechen kann, wenn man das Ticket am Ausgang vorzeigt. Der weitere Besuch muss aber am gleichen Tag erfolgen.

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Was wäre ein Besuch des Louvre ohne die Mona Lisa? Dieses Meisterwerk mit dem Originaltitel „Lisa del Giocondo“ des genialen Leonardo da Vinci hängt hier im Original. So mancher ist allerdings etwas enttäuscht, denn das Gemälde ist nur 53 x 77 cm groß. Durch die weitläufige Absperrung vor dem Gemälde lassen sich Feinheiten eigentlich nur mit dem Fernglas betrachten. Da so gut wie jeder Museumsbesucher auch zur Mona Lisa möchte, drängen sich vor dem Bild zudem Menschenmassen. Wir waren erstaunt, welche martialischen Züge die ansonsten als immer freundlich bekannten Asiaten beim Kampf um eine Sicht auf das Gemälde annahmen.

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Es ist jedoch verständlich, dass die Mona Lisa besonders geschützt wird, denn um sie rankt sich eine beinahe unglaubliche Kriminalgeschichte. Im Jahre 1911 war sie aus dem Louvre verschwunden, schlichtweg geklaut. Eine richtige Spur hatte man nicht und so entstanden wilde Spekulationen. Zu den Verdächtigen dieser Spekulationen zählten bekannte Künstler wie Picasso. In einer anderen Version waren es die Deutschen, die dem „Erbfeind“ Frankreich die Mona Lisa weggechnappt haben sollten. Das alles entpuppte sich 1913 jedoch als Hirngespinste. Ein italienischer Dekorateur bot einem Kunsthändler in Florenz das Gemälde an. Wie sich herausstellte, war es das echte, und der Dekorateur hatte es aus dem Louvre mitgehen lassen. Sieben Monate Haft waren der „Lohn“ für dieses Husarenstück. Für den Dekorateur hatte es sich trotzdem gelohnt, denn er wurde durch diesen Raub zum Nationalhelden in Italien. Er gab nämlich an, das Gemälde in seine Heimat zurückbringen zu wollen, weil es Napoleon Bonaparte angeblich geraubt hätte. Nun kann man Napoleon viel Schlechtes nachsagen, doch in diesem Fall war er unschudig. Leonardo selbst hatte die Mona Lisa ganz legal an den französischen König verkauft.

Sicher ist die Mona Lisa ein Phänomen, doch wir würden es auch nicht tragisch finden, das Gemälde nicht im Original zu sehen. Das Museum des Louvre hat eine solche Menge an fantastischen Kunstwerken zu bieten, dass für mehr als Ersatz gesorgt ist. Genannt sei hier nur stellvertetend für viele die Statue der Venus von Milo. Die Namen der weltberühmten Künstler, deren Werke hier ebenfalls ausgestellt sind, sind so zahlreich, dass wirklich nur eine kleine Minderheit genannt werden kann. Zu ihnen gehören El Greco, Botticelli, Jan Vermeer, Paolo Veronese, Goya, Cranach, Holbein und natürlich Rembrandt sowie Albrecht Dürer mit seinem Selbstbildnis. Seit 2012 gibt es im Louvre auch eine Abteilung mit islamischer Kunst.

Jardin des Tuileries, der Garten der Tuileren

Zwischen dem Place du Carrousel am Louvre und dem Place de la Concorde erstreckt sich ein großer Park, der Jardin des Tuileries. Er gehörte zum Tuilerienschloss, das Katharina von Medici erbauen ließ. Dieses Schloss existiert nicht mehr, es wurde beim Aufstand der Pariser Kommunarden niedergebrannt. Geblieben ist der Park, der heute ein beliebter Ort für Spaziergänge ist und in dem man sich gut vom Laufen durch die Straßen erholen kann.

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Hier findet man viel Rasenfläche und Blumen, Bäume, Wasserbecken und eine ganze Reihe Statuen, die von bekannten Künstlern erschaffen wurden. Auch das leibliche Wohl kommt hier nicht zu kurz, mehrere nette Cafés laden zum Verweilen ein. Auch Ausstellungen sind hier zu finden. Im Pavillon des Musée National de l´Orangerie werden Bilder der Impressionisten und Spätimpressionisten gezeigt, darunter Seerosenbilder von Claude Monet. Im ehemaligen Ballhaus, dem Jeu de Paume, sind Fotoausstellungen zu sehen.

Das Musée d´Orsay in Paris

Das Musée d´Orsay war ursprünglich ein Bahnhof., dessen Betrieb 1939 eingestellt wurde. Die relativ kurzen Bahnsteige reichten einfach nicht mehr für die Fernzüge aus. Mehr als 50 Jahre stand das Gebäude dann leer und sollte in den 70er Jahren sogar abgerissen werden. Glücklicherweise passierte das nicht, denn die Architektur des Bahnhofs war ausgesprochen ansehenswert. So kam man auf die Idee, hier ein Museum einzurichten.

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Das Bauwerk des Bahnhofs entstand anlässlich der Weltausstellung 1900 in nur zwei Jahren. Die große Halle ist im Stil der Belle Epoque errichtet, es dominieren Glas und Eisengerippe. Besonders an der Kassettendecke fallen kunstvolle Gipsarbeiten auf. Durch das bis zu 40 Meter hohe Gewölbe fällt viel Licht über die großen Glasflächen ein. Was wäre ein Bahnhof ohne Uhren ? So sind im jetzigen Museum noch einige wunderbar gearbeitete dekorative Uhren zu bestaunen. Durch das gläserne Zifferblatt einer riesigen Uhr kann man hinüber zum Montmarte blicken.

1986 eröffnete das Musée d´Orsay, das sich als Mittler zwischen der alten Kunst im Louvre und der modernen im Centre Pompidou sieht. Im Museum sind deshalb vorrangig Werke von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20, Jahrhunderts zu sehen. Das ist auch die Zeit der Impressionisten, einer Zeit, in der ungemein viele bedeutende Kunstwerke entstanden.

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