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Reiseführer und Literatur über die Insel Mallorca

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Man kann nur spekulieren, wieviel Prozent der jährlich über drei Millionen deutschen Mallorca-Urlauber vor ihrer Reise in einen Reiseführer schauen, um ein wenig mehr als den Weg zwischen Flughafen, Hotel, Strand und Imbissbude zu erkunden. Auf Mallorca trafen wir sowohl Leute, die vor Ort nicht einmal den Namen ihrer Strandbucht kannten, an der sie jeden Tag Handtuch an Handtuch mit anderen lagen, als auch die, die wohlwissend um die vielfältigen Reize Mallorcas abseits der Massen begeistert auf Erkundungstour gingen.

Mallorca wird fast das ganze Jahr über besucht und zieht Urlauber mit unterschiedlichen Interessen an. Ob zum Wandern während der Mandelblüte im Frühjahr, ob zum Baden im Sommer oder zum Golfen im Herbst. Viele Fahrradfahrer kommen nach Mallorca nicht nur, um ihr Training bei unterschiedlichsten Höhenanforderungen zu intensivieren, sondern um so der herrlichen Naturvielfalt noch näher sein zu können. Für jeden, der auf Mallorca wandert, Fahrrad fährt oder mit dem Mietwagen unterwegs ist gibt es den passenden Reiseführer.

Insofern gibt es auch keine schlechten Reiseführer. Hier orientiert sich das Geschriebene alleine an den Bedürfnissen des Lesers, ob er den Top-Tipp am liebsten schon im Umschlagdeckel finden will oder sich ausführlich von Seite zu Seite vorarbeitet, einfach weil er sich etwas tiefer mit Land und Leuten vertraut machen möchte.

Im Folgenden beschreibe ich meine eigenen Eindrücke und die Erfahrungen, die ich mit fünf verschiedenen Reiseführern gemacht habe:

  • Michael Müller Verlag Mallorca Reiseführer: Absolut empfehlenswerter Reiseführer und von Pressestimmen immer wieder gelobt. Bietet umfangreiche Informationen zur Insel, eindrucksvolle Bilder, übersichtliche Karten und Touren zum Wandern.
  • Marco Polo Reiseführer: Kompakter Reiseführer mit vielen praktischen "Sofort-Tipps", bereits im Buchumschlag. Übersichtliches Layout in schönen hellen Farben, mit stimmungsvollen Bildern und informativen kurzgehaltenen Texten und zusätzlichem Reiseatlas.
  • Wanderführer von Rolf Goetz: Wanderführer im handlichen Format. 48 Tourbeschreibungen mit Karten und schönen Bildern.
  • Dumont Reise-Taschenbuch: Ideal für ausführliche Informationen, die man gerne im Vorfeld zu Kultur, Land und Leuten lesen möchte. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Taschebuch; mit zusätzlichem Reiseatlas.
  • ADAC Reiseführer: Zum günstigen Preis entsprechend kompakt gehaltene Informationen, durchaus praktisch vor Ort einsetzbar.

Michael Müller Verlag: Mallorca

BuchbewertungAuf mehr als 300 Seiten mit vielen Fotos in hervorragender Bildqualität bekommt man einen ersten Eindruck von den unterschiedlichen Stimmungen und Landschaften, die man auf Mallorca erleben kann. Der Autor Thomas Schröder richtet sich mit seiner Darstellungsweise vor allem an die, die einfach mehr wissen möchten. Ohne den Leser mit Details zu überfrachten aber doch so umfangreich, dass man gespannt weiterlesen möchte, dürften sich gleichermaßen Strandliebhaber, Kulturinteressierte wie Natur- und Landschaftsgenießer angesprochen fühlen.

Michael Müller Verlag

Man erhält nicht nur alle interessanten Informationen zu Land und Leuten, die man noch vor dem Urlaub gerne liest, um sich ein wenig in Stimmung zu versetzen, sondern auch praktische Tipps vor Ort. Hierbei erweitert sich das Angebot neben den üblichen Restaurantbesuchen und Sehenswürdigkeiten, um praktische Tourbeschreibungen als Anreize zum Wandern.

Konkret findet man auf den ersten 60 Seiten alles Wissenswerte, was man ganz allgemein von Mallorca und seinen dortigen Gepflogenheiten erfahren möchte. Informationen zur Anreise, zum Verkehrsnetz, Adressen für Übernachtungsmöglichkeiten und Wissenswertes von A bis Z erleichtern einem die Vorbereitungen sehr.

Die Regionen der Insel sind in sieben größeren Abschnitten dargestellt. Unter den Rubriken von Palma und seinen nahegelegenen Buchten, dem Norden um Pollenca und Alcudia, dem Nordwesten, der Ost- und Südküste und schließlich der Inselmitte, findet man zunächst eine kurze Einführung, die dann um ausführlichste Informationen zu den Besonderheiten dieser Regionen ergänzt wird.

Es macht wirklich Spaß, den Führer in die Hand zu nehmen. Beim Schmökern am Strand gerät man durch die pointierte Wortwahl an der ein oder anderen Stelle über das touristische Treiben durchaus ins Schmunzeln. Der praktische Nutzen vor Ort zeigt sich im reibungslosen Ablauf von Fahrten, zu denen man die übersichtlichen Karten gerne hernimmt oder nochmal schnell unter der entsprechenden Sehenswürdigkeit nachliest.

Absolut herausragend sind die 10 Tourbeschreibungen, mit denen man einzelne Landschaftsabschnitte gut erwandern kann. Ein ausführlicher Kartenteil und ein kleiner Sprachführer auch für mallorqinische und spanische Spezialitätengerichte verhelfen einem unterwegs zu einem reibungslosen Ablauf und genüsslichen Stunden. Dieses Buch kann man versandkostenfrei direkt beim Verlag bestellen.

Marco Polo - Reisen mit Insider-Tipps

BuchbewertungDer Marco Polo Reiseführer ist ein kleines Büchlein von 136 Seiten im handlichen Format. Bereits beim Durchblättern der ersten Seiten zeigt sich der Charakter dieses Führers recht eindrücklich. Ohne lange Romane über Sehenswürdigkeiten oder dergleichen, findet man bereits im Umschlagdeckel die ersten Insider-Tipps und auch sonst alles das, was den Urlauber in aller Kürze oder Schnelligkeit interessiert.

Marco Polo

Genau dieser Eindruck verstärkt sich dann auch immer mehr. Die Tipps zielen auf schnelles Konsumieren, statt auf intensives Genießen und so werden denn Mega-Parties, Szene-Treffs und dergleichen mehr als Insider-Tipps hochgehandelt, die in anderen Führern wenn überhaupt, mit leicht kritischer Haltung Erwähnung finden.

Überhaupt scheint das helle moderne Layout mit den Pastelltönen mehr auf ein jüngeres Publikum abgestimmt zu sein, dem man es mit bunten Symbolen besonders einfach machen möchte, schöne Aussichten oder besagte Szene-Treffs auch ohne Lesen des kurzgefassten Textes zu finden. Die relativ wenigen, dafür aber fotografisch sehr professionellen und stimmungsvollen Bilder machen Urlaubslaune, und auch die Autorin schreibt fokussiert so, dass man mit allen Sinnen in Stimmung versetzt wird, und das Gefühl hat, bereits im Urlaub zu sein; Wer also auf Stimmung abfährt und wenig differenzierte Informationen ausreichend findet, einen schönen Urlaub zu verbringen, dem dürfte dieser Führer bestens dienen.

Besonderer Pluspunkt ist der Reiseatlas, der auch tatsächlich einer ist. Manch andere Karten anderer Reisefuehrer zeigen sich auf den ersten Blick zwar praktisch, erweisen sich in der konkreten Handhabung vor Ort jedoch als untauglich oder zumindest unübersichtlich. Die Autokarte im Marco Polo ist wirklich detailliert und jede Kleinigkeit in Form von kleinen Sträßchen ist gut zu ersehen.

Fazit: Wer mit dem Auto unterwegs ist, einige Fakten kurz und bündig, aber ganz nett und durchaus auch mal ironisch beschrieben haben möchte, dem sei der Marco Polo Reiseführer über Mallorca guten Gewissens empfohlen.

Dumont: Reise-Taschenbuch Mallorca

BuchbewertungDer Dumont-Führer liest sich in der Tat wie ein kleines Reisetaschenbuch. Im handlichen Format mit 240 Seiten und flüssig geschrieben, findet man alles, was man gerne über Land, Leute und zu individuellen Reisetipps im Vorfeld erfahren möchte. Entsprechend ist dieser Führer auch eher für die gedacht, die sich intensiv für Geschichte und Geschichten über Mallorca interessieren und viel Zeit mitbringen, all die Infos auch zu verdauen.

Dumont

Auf den ersten 50 Seiten erhält man neben allgemeinen Tipps für seinen Urlaub eine Rundumeinführung in Land und Leute und die mallorcinische Lebensart. Man erfährt einiges zu Landschaft, Naturraum, Wirtschaft und Geschichte aber auch zur Kunst, Kultur und Architektur Mallorcas. Mit wenigen aber sehr schönen Bildern versehen, lesen sich diese Abschnitte flüssig und kurzweilig.

Unter der Überschrift "Unterwegs auf Mallorca" finden sich 6 Regionen, die Stadt und Umgebung Palmas beschreiben, Süd- und Ostküste, die nördlich gelegenen Buchten von Alcudia und Pollenca, das Gebirge der Tramuntana und die zentralen Ebenen. Wer die Insel gerne weiträumiger erkunden möchte, der wird für den Reiseatlas auf den letzten vier Doppelseiten sehr dankbar sein. Detailgenau sind Sehenswürdigkeiten, Klöster, Kirchen, Museen, Höhlen, Strände und dergleichen auf dem Autoatlas verzeichnet.

Auch wenn ich das Dumont Reise-Taschenbuch vor meinem Urlaub recht gern in die Hand nahm, um mich zu informieren, so habe ich es während des Urlaubs kaum verwendet. Hat man keine Alternative zur Hand, erweisen die Autokarte oder der Sprachführer sicher praktische Dienste und auch die Informationen sind wie gesagt umfangreich. Fürs rasche Vorbereiten einer Tour ist das Handling jedoch eher schwerfällig und auch das Gesamt-Erscheinungsbild aus braun-beigen und dunkel-orangen Tönen wirken eher langweilig und lassen eine eindeutige Struktur eher verblassen.

ADAC Reiseführer: Informationen ultrakompakt

BuchbewertungBlättert man den ADAC Reiseführer durch, wird man förmlich erschlagen; Nicht wegen der Informationen, die man auf 145 Seiten findet - die sind in Relation eher dürftig ausgearbeitet - sondern wegen der teilweise ziemlich überdimensionierten Bilder, die man auf den Seiten gleich zwei-, dreifach oder ganzseitig findet. Sicher: Ein Reiseführer lebt von guten Fotos und so spricht der ADAC typischerweise auch eher die an, die mal eben schnell ein paar Eindrücke sammeln wollen und sich ganz eilig auf die Top Tipps im vorderen und hinteren Seitenumschlag stürzen.

ADAC

Hier werden Strände, Höhlen, Märkte oder Museen in Worten auf Boulevardpresse-Niveau angepriesen, sadass man nicht mehr den Eindruck objektiver Informationen oder selbstgetesteter Tipps hat. Überlaufene Strände werden als "Märchenbucht", massentouristische Großveranstaltungen, die man beim Besuch der Höhlen erlebt, werden als "atemberaubende Wunderwelt" oder "gigantisches Höhlensystem" angepriesen.

Aber vielleicht tut man dem Führer in dieser Hinsicht insofern Unrecht, weil er sich vielleicht ganz gezielt aufgrund seines niedrigen Preises an Urlauber richtet, die eben das gängige Mallorca-Programm für alle suchen. Man braucht sich nicht durch viele allgemeine Informationen durchkämpfen. Geschichte, Kunst und Kultur werden überblicksartig auf 10 Seiten beschrieben, sodass man abzüglich der vielen Bilder super schnell zum praktischen Teil kommt.

Mallorcas Regionen werden in 11 Kapiteln erklärt, und man erfährt in kurzem Stil, was es an Sehenswürdigkeiten gibt. Sicherlich mag der Sprachführer oder die Karte im Umschlagteil auf den ersten Blick so etwas wie praktischen Nutzen vermitteln. Aber wirklich detailliert und übersichtlich ist der skizzenhafte Stil der Karte nicht! Wirklich schwach ist das Fehlen eines Registers, wodurch man keine Möglichkeit hat nach Orten oder Namen im Text zu suchen.

Mir hätte der ADAC Reiseführer als alleiniger Mallorca-Reiseführer keinesfalls ausgereicht, aber als Ergänzung zu einem ausführlichen Reiseführer war er ideal. Wenn man nämlich zu einem Fleck auf der Insel fahren wollte, habe ich immer zuerst im ADAC-Reiseführer die entsprechenden Bilder angeschaut und wusste dann, wonach ich suchen musste und was mich erwartete. Das ist eben der Vorteil von vielen vielen Fotos.

Rolf Goetz: Wanderführer

Buchbewertung

Der Wanderführer von Rolf Goetz beschreibt in handlich-leichtem Format auf knapp 160 Seiten insgesamt 48 Touren auf Mallorca, die in drei Schwierigkeitsgrade unterteilt sind. Mit 19 einfachen, 19 mittleren und 10 schwierigeren Touren wird eine breitgefächerte Auswahl geboten, in der für jedes Konditionsniveau etwas dabei ist. In einer kurzen Einführung wird die Handhabung des Führers erklärt und worauf man beim Wandern auf Mallorca alles achten kann, sei es Witterung, Gefahren oder die entsprechende Ausrüstung.

Rolf Goetz

Je nach Saison sind entsprechend schattigere Wald-Ruten gekennzeichnet oder man erfährt aufgrund der schönen Bilder sofort, ob es um eine Berg- oder Küstenwanderung geht, und ob es sich lohnt, die Badesachen mitzunehmen. Tabellen zum Klima oder zu Bus- und Bahnlinien bieten viel praktischen Nutzen, vor allem unter Angabe von Internet-Seiten, auf denen die entsprechenden Zeiten immer wieder aktualisiert werden.

Aufgrund der geographischen Unterschiede konzentrieren sich fast alle Wanderungen (41 Touren) auf den westlichen Teil Mallorcas. Das Tramuntana Gebirge, das sich von Süd nach Nord an der Westküste erstreckt, bietet viele Gelegenheiten für herrliche Panoramablicke auf Meer und Küste; Auch die hier ansässigen Orte haben mehr Charakter und Tradition als die vielfach künstlich entstandenen Badeorte der Ostküste, an der sich das Wandern nur sehr vereinzelt lohnt, so wie z.B. in der Gegend um Arta, im Nordosten der Insel, worüber 4 Touren beschrieben werden. Die 3 restlichen Wanderungen betreffen die Gegenden im Süden um das Cap Blanc, Colonia de Sant Jordi oder Cap de Ses Salines.

Natürlich ersetzt dieser Wanderführer keinen Reiseführer wie sie weiter oben beschrieben sind. Vielmehr ergänzt er einen Reiseführer für diejenigen Leute, die auf Mallorca nicht nur Entspannen sondern sich in der Natur und in den Bergen bewegen wollen und so Mallorca von seiner sehr schönen Art entdecken wollen.

Michael-Müller-Verlag: Wanderführer Mallorca

Buchbewertung

Die meisten Mallorca-Touristen, die mit dem Wort "Wandern" konfrontiert werden, können damit in Zusammenhang mit ihrem Urlaub nichts anfangen bzw. sagen klipp und klar, dass auf Mallorca Urlaub im klassischen Mallorca-Sinne gemacht und nicht gewandert wird. Diejenige Minderheit, die die Insel abseits der Touristenzentren erkundet, die mit dem Mietwagen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Insel erkundigt und die Wandertouren auf der Insel macht, kommt vom Schwärmen über die Insel nicht mehr heraus. Leider kennen nur die wenigsten Touristen Mallorca von seiner schönsten Seite.

Wer tatsächlich auf Mallorca nicht nur baden und ausgehen möchte der benötigt einen guten Wanderführer. Im Michael-Müller-Verlag ist ein ausführlicher Wanderführer Mallorca erschienen; Geschrieben wurde der ca. 200-seitige Wanderführer vom Autor Dietrich Höllhuber, selbst ein begeisterter Wanderer und Bergführer - wie sollte es anders sein. In seinem Wanderführer beschreibt er 39 Touren, die also für mehr als einen Mallorca-Urlaub reichen sollten.

Aber Halt! Nicht jede Tour ist für jeden geeignet. Eine grobe Bewertung jeder Tour findet anhand von Sternen statt. Sich selbst kann man ein detailliertes Bild von einer Tour machen, indem man den jeweiligen Infokasten zur Tour anschaut. Darin ist beschrieben, wie lange eine Tour ungefähr dauert, welchen Charakter sie hat, ob man trittsicher oder gar schwindelfrei sein muss, oder ob man auch mit Kindern spazieren kann. Auch Hinweise über Einkehrmöglichkeiten und natürlich Hin- und Rückfahrt werden gegeben; Ein genaueres Bild kann man sich dann anhand des Höhenprofiles machen. Wer schon die eine oder andere Tour in den Bergen gemacht hat, kann ganz gut einschätzen, ob ein Anstieg um 500 Höhenmeter für ihn eine Herausforderung oder ein kleiner Spaziergang ist.

Hat man sich dann für eine Tour entschieden, wird diese anhand von Wegpunkten genau beschrieben. Ein Wegpunkt markiert immer eine eine signifikante Stelle auf der Tour, zum Beispiele eine Gabelung oder ein markantes Haus, an dem man vorbei läuft. Wem diese ausführlichen Wegbeschreibungen nicht genügen, der kann sein GPS-Gerät verwenden und sich auf den Meter genau zu den einzelnen Punkte führen lassen.

Die Touren sind sehr gut beschrieben. Vor allem enthalten sie nicht eine reine Gehanleitung sondern beschreiben das Umfeld, in dem man gerade läuft, sowie die Ausblicke, die man immer wieder genießen kann. Zu jeder Tour gibt es eine Reihe von Fotos. Alleine dise anzuschauen macht schon Spaß. Da sagt man doch gerne, dass man die eine oder andere Tour unbedingt machen muss, um genau den gleichen Ausblick wie auf dem Foto genießen zu dürfen.

Der Wanderführer wird komplettiert durch eine Faltkarte im hinteren Einband sowie durch eine 35-seitige Einleitung mit allgemeinen Informationen über die Insel, deren Tier- und Pflanzenwelt, Gesteinsarten, die man auf seinen Touren entdecken kann, und natürlich Infos zu Ausrüstung, Wetter und Klima. Diesen Wanderführer kann ich einem jeden empfehlen, der auf Mallorca die eine oder andere Wandertour machen möchte. Auch wer bislang die Insel nur zum Baden besucht hat, sollte mal einen Blick in das kompakte Buch werfen um vielleicht doch Lust auf die eine oder andere kleine Entdeckungsfahrt mit kurzer körperlicher Betätigung zu bekommen.

600 Fragen zu Mallorca (Joan-Antoni Adrover i Mascaró)

Buchbewertung

Ein staatlich geprüfter mallorquinischer Reiseleiter, der seit über 30 Jahren in diesem Beruf tätig ist, gibt Antworten auf 600 Fragen über Mallorca, die ihm im Laufe der Zeit von Urlaubern gestellt worden sind. Es handelt sich um Joan-Antoni Adrover i Mascaró, der dieses ca. 300 Seiten dicke Buch geschrieben hat.

Mallorca

Der Buchtitel macht einem schnell klar, dass es sich nicht um einen klassischen Reiseführer handelt sondern um ein spezielles Buch für Inselbesucher, die sich außer für Sonne, Strand, Meer und Party näher mit der Insel und ihren Einwohnern befassen möchten. Und in der Tat, man blättert nur ein paar Seiten auf und stößt nach einer kurzen Einleitung gleich auf die 70 häufigsten Fragen, die Mallorca-Besucher den Reiseleiter in der Vergangenheit gestellt haben: Was heißt Cala, woher kommt das Trinkwasser, gibt es Schlangen, welche Polizei-Arten gibt es, was bedeutet "La Seu" bei Kirchen, wie entstehen die Farbabstufungen im Meerwasser u.s.w. Auf jede solcher Fragen gibt der Autor eine ausführliche, gut verständliche Antwort.

Nach den 70 wichtigsten Fragen gliedert sich das Mallorca-Buch in einzelne Kapitel wie zum Beispiel Klima, Umwelt, Sprache, Fischerei, Gesellschaft, Landwirtschaft oder Sport. In jedem Kapitel finden sich dann weitere Fragen mit entsprechenden Antworten. Durch diese feine Gliederung findet man schnell eine Sparte, zu der man was wissen möchte. Wer sich zum Beispiel für Planzen interessiert, der findet Antworten darauf, wie man einen Feigenbaum oder eine Datellpalme erkennt. Dabei ist es sehr hilfreich, dass der Autor die Fragen nicht nur textuell beantwortet sondern sein Buch auch mit zahlreichen Bildern schmückt. Die Frage, wie man einen Feigenbaum erkennt, wird natürlich am Besten durch ein Foto beantwortet. Auch bei Fragen zu Bauwerken findet man zumeist ein zugehöriges Foto, so dass man schnell weiß, wovon man redet.

Das Buch mit seinen 600 Fragen über die Insel Mallorca ist kein Reisehandbuch, das man von vorne bis hinten durchliest; vielmehr schlägt man hin und wieder ein Kapitel auf, liest die Überschriften (=Fragen) und dann die zugehörigen Antworten auf die Fragen, die einen interessieren.

Der typische Badeurlauber auf Mallorca braucht so ein Buch nicht, er kommt mit einem kompakten Reiseführer zurecht, wenn er überhaupt einen benötigt. Das Buch mit seinen 600 Fragen ersetzt auch keinen Reiseführer, auch wenn einige Touren auf der Insel in einem eigenen Kapitel beschrieben sind. Wer jedoch immer wieder nach Mallorca fliegt und die Insel immer besser kennt, der findet in diesem Buch exzellente Antworten auf Fragen, die immer wieder auftauchen. Liest man auch nur immer wieder die eine oder andere Seite, so lernt man die Insel und ihre Bewohner immer besser kennen.

Von mir gibts also eine ganz klare Empfehlung für dieses Buch für all diejenigen, die öfters auf die Insel Mallorca reisen oder sich gar auf der Insel niederlassen, und tieferes Interesse an der Insel, ihrer Umwelt und ihrer Bewohner haben.

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