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Theater und Kultur in der Hauptstadt London

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Wer die Vielzahl der historischen und modernen sehenswerten Bauten Londons bewundert hat, sich in den Parks erholte oder einige der interessanten Museen gesehen hat, wird auch die Kulturszene der Stadt kennen lernen wollen. Die gesamte Fülle des Angebots ist bei einem touristischen Abstecher sicher nicht zu bewältigen, doch einige dieser Angebote seien hier stellvertretend genannt.

Royal Albert Hall

Direkt gegenüber von Kensington Garden und neben dem Hyde Park liegt Londons wohl bekannteste Konzerthalle, die Royal Albert Hall. Der Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, Queen Victorias Mann, hatte den Bau dieser Halle selbst vorgeschlagen. Entstanden ist bis 1871, dem Jahr der Einweihung, ein elliptisches Bauwerk, dass sich durch seine Form und sein Erscheinungsbild einprägt.

Royal Albert Hall

Allerdings war dessen Akustik schlichtweg schlecht, was für eine Konzerthalle ziemlich abträglich ist. Im Laufe der Zeit wurde dann nachgebessert, so dass die hochkarätigen Konzerte, die hier stattfinden, doch zu einem Genuss werden können. Bei den Boxkämpfen, die auch hier ausgetragen werden, spielt die Akustik natürlich weniger eine Rolle.

Albert Memorial

Beeindruckend ist die Halle auf jeden Fall. Die gläserne Kuppel und die Rotunde mit einem Umfang von 210 m lässt dieses einem roemischen Amphitheater nachgebildete Gebäude zu einem der markantesten Londons werden. Bis zu 8.000 Besucher, davon 2.000 Stehplätze, passen in die Halle. Eine Besonderheit ist auch die Orgel, die über 10.000 Pfeifen verfügt.

Vis-a-vis der Royal Albert Hall steht das Albert Memorial. Dieses Denkmal im neogotischen Stil wurde 1876 von Königin Victoria im Andenken an ihren früh verstorbenen Mann enthüllt. Unter einem Baldachin, der 58 m hoch ist, sitzt die vergoldete Statue Prinz Alberts. Zahlreiche Marmorreliefs und Figuren zeigen verschiedene Persönlichkeiten und die Figurengruppen an den Ecken des Aufganges sollen die Bewohner der Kontinente Europa, Afrika, Amerika und Asien darstellen.

Her Majestys Theatre und Theatre Royal Haymarket

Das Her Majesty's Theatre am Londoner Haymarket hat inzwischen eine schon besondere Tradition. Seit dem Jahr 1986 wird hier Tag für Tag das Musical "Phantom der Oper" aufgeführt und bisher sind noch keine Ermüdungserscheinungen festzustellen. Das Theater blickt auf eine lange Vergangenheit zurück. Im Jahre 1705 wurde es, damals noch als Queen's Theatre, eingeweiht. Lange hielt sich dieser Name nicht, schon 1714 erfolgte die Umbenennung in King's Theatre. Von besonderer Bedeutung war das Theater für Georg Friedrich Händel, denn hier wurden die meisten seiner Opern uraufgeführt.

Royal Theatre Haymarket

Im Jahre 1789 kam das vorläufige Ende, ein Brand zerstörte das Gebäude. Doch es war nicht das endgültige Aus, ein Neubau am gleichen Platz entstand bis 1791. Einige Zeit firmierte das Theater noch unter der Bezeichnung King's Theatre, aber 1837 erfolgte die Umbenennung in Her Majesty's Theatre. Sitzt ein männlicher Herrscher auf dem Thron, nennt sich das Haus His Majesty's Theatre. Im Jahre 1867 brannte das Theater erneut und im Endeffekt wurde es abgerissen; Nach dieser wechselvollen Geschichte entstand schließlich das heutige Gebäude, von Charles John Phipps entworfen und im Jahre 1897 feierlich eingeweiht.

Ebenfalls am Haymarket ist Londons wohl elegantestes Theater zu finden, das Theatre Royal Haymarket. Gegründet wurde es 1720 als Little Theatre, Kleines Theater. Dieser Name sollte auf das damalige King's Theatre deuten, das sich auch am Londoner Haymarket befand und größer war. Das Little Theatre wurde 1820 abgerissen und durch ein größeres Gebäude ersetzt, dem heutigen Royal Theatre Heymarket. Nach einer Erneuerung des Innenraumes und einer Renovierung im Jahre 1994 erstrahlt es heute in Eleganz.

Shakespeare's Globe Theatre

William Shakespeare, ein Name von Weltgeltung, steht Pate für das Shakespeare Globe Theatre; Wer kennt nicht mindestens eines der Werke des Dichters, der Tragödien, Komödien, Lyrik und Romanzen in erstaunlicher Anzahl verfasste. "Hamlet", "Othello", "König Lear" oder "Ein Sommernachtstraum" sind einige wenige Beispiele aus dem umfangreichen Werk, das auch heute nichts an Wirkung eingebüßt hat. Sicher, es wird immer wieder hinterfragt, ob er alle diese Werke selbst verfasste oder ob nicht andere die wahren Urheber sind. Die wissenschaftliche Shakespeareforschung hat diese Zweifel aber abgelehnt und geht davon aus, dass der Dichter wirklich der Urheber der Stücke ist.

Eingang des Shakespeare Globe Theatre

Shakespeare selbst war es auch, der dieses Theater 1598 gründete und dort als Teilhaber und Schauspieler mitwirkte. Die meisten seiner Stücke wurden hier uraufgeführt. Nach einem Brand 1613 restauriert, wurde es dann 1642 von Puritanern geschlossen und 1644 abgerissen. Diese kleingeistige Bewegung sah das Theater als einen Ort des Lasters an.

Annähernd 300 Jahre dauerte es bis zu seiner Wiederauferstehung. Im Jahre 1997 wurde ein Theaterneubau nach historischem Vorbild eröffnet. Der amerikanische Schauspieler Sam Wanamaker war der Initiator dieser Rekonstruktion. Großer Wert wurde dabei auf die Bauweise der damaligen Zeit des 17. Jahrhunderts gelegt. So besteht der Putz aus Sand, Kalk und Ziegenhaar und das Dach ist strohgedeckt. Auf elektrische Beleuchtung hat man verzichtet, gespielt wird nur bei Tageslicht von Mai bis September. Auch ein Bühnenbild sucht man vergeblich.

Doch nicht allein die Bauweise entspricht der damaligen Zeit, auch die "Etikette" des 17. Jahrhunderts ist erlaubt. Wem es nicht gefällt, der kann seinem Unmut mit Zischen oder Buhrufen Luft machen. Das kann unter Umständen laut werden, denn etwa 1600 Zuschauer haben im Theater Platz. Allerdings sind die Preise nicht ohne, zwischen 11 Pfund und 29 Pfund kosten die Sitzplätze, die Stehplätze sind günstiger für 5 Pfund zu haben.

Führungen mit Erklärung durch das Theater finden während der Öffnungszeiten alle 15 - 30 Minuten statt, allerdings nicht während der Vorstellungen. Diese Führungen sind für die Inhaber des London Pass kostenlos. Das Shakespeare Globe Theatre liegt am Südufer der Themse, in unmittelbarer Nähe der Millennium Bridge und der Tate Gallery of Modern Art.

The London Dungeon

Horrorfreunde und Gruselexperten kommen im Dungeon of London auf ihre Kosten, das aber mit einigem Niveau; An der Tooley Street unterhalb der London Bridge hört man schaurige Geräusche aus dem Kellergeschoss dringen. Hier geht es hinab in das wohl bekannteste Gruselkabinett. Zahlreiche Schauspieler, verkleidet als Monster, Verbrecher oder andere Schreckensgestalten versuchen den Besuchern einen Schrecken nach dem anderen einzujagen und massenhaft Gänsehaut zu erzeugen.

Eingang des London Dungeon

Fast alles was in den letzten 2000 Jahren an Schrecklichem und Blutigem in England passierte, ist hier vertreten. Hinrichtungen, z.B. die Anna Boleyn's, der zweiten Frau Heinrich's des VIII., sind hier inszeniert und man kann die Morde Jack the Ripper's miterleben; Eine bemerkenswerte Sammlung an Folter- und Hinrichtungsinstrumenten ist ebenso zu sehen wie der große Brand von London. Damit man auch nach dem Besuch ein Andenken hat, wird man von einer pestkranken Frau angeniest. Glücklicherweise ist aber auch dieser Effekt, wie alle andern, nicht echt sondern in Hollywoodmanier inszeniert.

Wer eine wirklich bleibende Erinnerung mitnehmen will, findet ein Geschäft mit grusligen Geschenkartikeln und wem der Appetit bei all den grausigen Effekten nicht vergangen ist kann auch im Restaurant des Dungeon of London einkehren.

Der Spaß kostet für Erwachsene 10 Pfund, Kinder zahlen 4,50 Pfund. Der London Pass gilt hier nicht. Überlegen sollte man allerdings, ob man die Kinder dorthin überhaupt mitnimmt. Empfehlenswert ist das sicher nicht. Gefragt ist die Einrichtung aber ohne Zweifel, lange Schlangen vor dem Eingang und Wartezeiten bis zu einer Stunde sind hier die Norm.

Madame Tussaud's

Bei Madam Tussaud kann man die großen Berühmtheiten dieser Welt treffen, wenn auch nicht im Original sondern in Wachs. Auch die Gründerin des Kabinetts, Madam selbst, begrüßt ihre Besucher, natürlich auch als Wachsfigur. Klein, unscheinbar und schwarzgekleidet in Witwengewänder wird sie allerdings oft schlichtweg übersehen.

Madam Tussaud's

Madam Tussaud, geboren 1761 in Straßburg, lernte in Paris das Modellieren von Wachsfiguren. Während der Französischen Revolution musste sie Totenmasken der Guillotine-Opfer anfertigen. Es wird darüber spekuliert, ob dies ein Grund für ihre spätere Übersiedlung nach London ist. Mit diesen Masken ging sie in England auf Tournee, um sich schließlich in London niederzulassen.

1835 wurde ihr Kabinett in der Baker Street, die dann durch die Geschichten um Sherlock Holmes noch bekannter wurde, eröffnet. Es war eine sehr einträgliche Idee, denn das Kabinett wurde von den Londonern sehr gut angenommen. Der Herzog von Wellington hielt es für den amüsantesten Ort in ganz London.

Madam Tussaud starb im gesegneten Alter von 89 Jahren, doch ihr Lebenswerk besteht noch heute weiter und lockt jedes Jahr zahlreiche Touristen an. Neben den Berühmtheiten, die schon zu Madam Tussauds Zeiten ausgestellt waren, wie z.B. Kaiser Napoleon, Heinrich VIII. und Dornröschen sind heute auch die bekannten Gesichter der Neuzeit zu finden. Wer einmal Seite an Seite mit Arnold Schwarzenegger, Boris Becker oder Queen Elisabeth II. stehen will, hat hier gute Chancen. Allerdings wird man von den Wachsfiguren keine Antwort auf eventuelle Fragen bekommen und auch kein Autogramm.

Der Spaß ist leider nicht sehr preisgünstig. Ein Erwachsener zahlt etwa 22 Pfund, Kinder immerhin noch rund 19 Pfund und eine Familienkarte schlägt mit etwa 78 Pfund zu Buche. Der Besitz des London Passes nutzt hier nichts, Vergünstigungen gibt es nicht. Geöffnet ist die Ausstellung wochentags von 9.30 bis 17.30 Uhr, am Wochenende von 9.00 bis 18.00 Uhr; Ganz andere Interessen werden im angeschlossenen Planetarium bedient, in dem man einen interaktiven Weltraumspaziergang unternehmen kann und das Weltall in dreidimensionaler Darstellung erlebt.

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