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Die Geschichte Londons

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Londons Geschichte ist reich an Hoch und Tiefs, doch letztendlich entwickelte sich die Stadt zum Mittelpunkt eines Weltreiches, das nach dem Sieg über die Spanier rund um den Globus Niederlassungen und Kolonien erwarb und eroberte; Auch heute, nachdem dieses Reich nicht mehr existiert und Großbritannien seine einstige Vormachtstellung eingebüßt hat, ist London weiterhin eine Weltstadt geblieben.

Die Anfänge Londons

Die Römer kamen auf ihren Eroberungszügen um das Jahr 43 n.Chr. auch auf die britische Insel und trafen hier auf die Kelten, ein Volk, dass ihnen wild und barbarisch vorkam. Auch Britannien selbst war mit seinem Wetter nicht nach dem Geschmack der Römer. Trotzdem unterwarfen sie die Kelten und gründeten die Siedlung Londinium, Vorläufer des heutigen Londons. Heute befindet sich an dieser Stelle die City of London.

Römische Grabungsfunde am Tower

Im Jahre 61 n. Chr. erhoben sich die keltischen Stämme und brannten Londinium nieder, doch ohne nachhaltigen Erfolg, denn die Römer unterdrückten den Aufstand und bauten die Siedlung wieder auf. In der Folgezeit entwickelte sich Londinium zu einem wohlhabenden Ort, allerdings unter roemischer Vorherrschaft. Die Stadt wurde immer weiter befestigt, so durch eine Stadtmauer. Durch ein Edikt des römischen Kaisers Diokletian wurde Londinium zur römischen Provinzhauptstadt.

Um das Jahr 400 hatten die Römer jedoch immer mehr Probleme mit Germanien und zogen ihre Legionen aus Britannien ab, um 449 gaben sie Britannien ganz auf. Damit begann der Verfall Londiniums. Die neuen Herrscher Britanniens waren die Sachsen, Angeln und Jüten, welche die Insel nach dem Abzug der Römer besetzten. Sie mieden aber vorerst das Gebiet Londiniums, erst Alfred der Große besiedelte das Stadtgebiet um 900 neu. Im Jahre 1016 wurde London die Hauptstadt Englands.

Die Normannen in England

Das Jahr 1066 war ein sehr bedeutendes in der Geschichte Britanniens und damit auch Londons. Wilhelm der Eroberer, der König der Normannen, besiegte in der Schlacht von Hastings die Angelsachsen und nahm England in Besitz.

Die folgenden Jahrhunderte gaben dadurch England eine starke französische Prägung. Ein großer Teil der englischen Sprache hat Worte aus dem Französischen entliehen, auch wenn man das heute nicht mehr glauben will. Auch in Bezug auf Essen und Trinken hatten die Normannen einigen Einfluss.

White Tower

Der Höhepunkt dieser Eroberung war die Krönung Wilhelms des Eroberers in der Westminster Abbey. Klugerweise garantierte er aber die überlieferten Rechte Londons. Die Herrschaft der Normannen brachte England einen wirtschaftlichen Aufschwung, z. B. im Städtebau und Handel. Zur Zeit Wilhelms des Eroberers wurde auch der Grundstein zum Londoner Tower gelegt, der White Tower als Mittelpunkt und ältester Teil dieses monumentalen Bauwerks entstand.

Die Zeit der Normannenherrschaft ist auch die Zeit des Volkshelden Robin Hood, der gegen diese und für Richard Löwenherz kämpft. Allerdings ist Robin Hood wohl eher eine fiktive Gestalt, während die des Richard Löwenherz historisch verbürgt ist. Er war es auch, der mit den Bürgern Londons eine Charta schloss, die deren Rechte auf der Themse verbriefte. 1215 kam dann unter König Johann ohne Land die Magna Charta dazu, die den Zünften das Recht auf die Wahl des Lord Mayor anerkannte.

Die unteren Schichten des Volkes, die Bauern und Tagelöhner, besaßen allerdings keine Rechte und wurden ausgebeutet. Der Zorn und Hass darüber führte schließlich zur Rebellion gegen die Kopfsteuer um 1381 und um 1450 zu einem Aufstand.

Im Jahre 1485 begann dann mit Heinrich VII. die Herrschaft der Tudors und der Stuarts. Damit ging das Mittelalter in England zu Ende und der Grundstein des Aufstiegs zum Weltreich wurde gelegt.

Aufstieg zur Weltmacht

Mit den Tudors und Stuarts kam auch der große wirtschaftliche und politische Aufschwung Englands und seiner Hauptstadt London. Einer der wohl Bekanntesten aus diesen Herrschergeschlechtern ist Heinrich VIII., natürlich auch wegen seiner Frauen und wie rigoros er sie los wurde. Doch in die Regierungszeit Heinrichs VIII. fiel auch eine rege Bautätigkeit, eine starke Förderung der Künste und die Gründung der anglikanischen Kirche.

Im 16. Jahrhundert hatte London immerhin schon 200.000 Einwohner, für die damalige Zeit eine gewaltige Zahl, und war der bedeutendste Handelsplatz.

Historienspiel im Londoner Tower Historienspiel im Londoner Tower

Im 17. Jahrhundert wurde London zum Zentrum der Auseinandersetzungen zwischen den katholischen Stuarts und dem puritanischen Parlament, was im Endeffekt zur Enthauptung Karls I. führte und England für kurze Zeit eine Republik werden ließ. Doch nach nur 11 Jahren kam mit Karl II. ein weiterer Stuart an die Macht und an die Königskrone.

Das Jahrhundert hatte noch weitere Katastrophen parat. Die Pest, dieser Schrecken der damaligen Zeit, forderte 1665 allein in London etwa 100.000 Todesopfer. Viel Zeit blieb den Londoner nicht, sich davon zu erholen. 1666 wütete ein verheerendes Feuer vier Tage und Nächte in der Stadt und legte vier Fünftel in Schutt und Asche.

Doch die Londoner verzagten nicht und beauftragten Christopher Wren als Generalarchitekt mit dem Wiederaufbau; Neben zahlreichen anderen Gebäuden gehört St. Paul's Cathedral zu seinen Werken. London entwickelte sich trotz dieser Rückschläge weiter und war am Ende des 17. Jahrhunderts schon auf 500.000 Einwohner angewachsen.

Auch auf den Meeren begann der Stern Englands aufzusteigen. Der Krieg gegen Spanien und die Vernichtung der spanischen Armada durch englische Verbände stellte die Weichen zur Seeherrschaft Englands. Immer mehr Schiffe liefen aus um Handel zu treiben, neue Länder und Regionen zu entdecken und immer mehr Gebiete zu unterwerfen und zu kolonialisieren. Auf diese Weise entwickelte sich England zur damals führenden Weltmacht. London als Hauptstadt dieses Reiches profitierte davon stark mit enorm wachsendem Wohlstand, auch was Architektur und Kunst betraf.

Durch die einsetzende Industrielle Revolution strömten allerdings auch immer mehr Menschen in die Stadt, die am unteren Ende der sozialen Leiter standen. 1801 zählte London ca. 860.000 Einwohner und war damit die zur damaligen Zeit größte Stadt der Erde.

Das Victorianische Zeitalter

Die legendäre Queen Victoria regierte Großbritannien von 1837 bis 1901 und prägte damit eine ganze Epoche. Ihre Regierungszeit fiel in das Zeitalter der Industrialisierung und ist verbunden mit einer sprunghaften Entwicklung Großbritanniens und vorrangig Londons, sowohl was das Wachstum der Industrie und Technik als auch der Bevölkerung betrifft. Auch die Kolonialisierung wurde von ihr weiter forciert.

Albert Monument

In die Zeit Victorias fiel die Inbetriebnahme der ersten Eisenbahnstrecke 1836 von London Bridge nach Greenwich und die Aufnahme des U-Bahn-Betriebes 1863. Die Metropolitan Line war die erste Strecke der Londoner U-Bahn, die von Paddington nach Farringdon verkehrte.

Aus dem Umland, aus dem ganzen Land und sogar aus dem Ausland strömten immer mehr Menschen in die britische Metropole, was London zu einem mächtigen Sprung in der Bedeutung der Großstädte verhalf.

An dieses Zeitalter, das Victorianische, erinnern heute noch viele monumentale und bedeutende Bauwerke Londons; Genannt seien hier die Houses of Parliament, der Trafalgar Square, die Regent Street und Victoria Embankment. Natürlich hat Victoria auch sich und ihren schon relativ früh verstorbenen Gemahl Albert in zahlreichen Denkmälern und Statuen verewigen lassen. So steht u.a. das Albert Monument an der Royal Albert Hall und die Statue Victorias am Buckingham Palace.

Politisch hatte Victoria weniger Einfluss, jedoch war ihr strenger, gläubiger und verklemmter Einfluss auf das tägliche Leben stark. Nach ihrem Tod 1901 hinterließ Königin Victoria ein wirtschaftlich starkes Großbritannien mit einer Hauptstadt, die mit 4,5 Millionen Einwohnern für die damalige Zeit riesig war. Sie hinterließ aber auch einen Nachlass, der in vielen Dingen lebensfremd war und der Unterdrückung anderer Völker einen großen Stellenwert einräumte.

London im 20. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert war auch für Großbritannien und damit für London ein Jahrhundert der technischen Revolution aber auch der politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen. Zwei Weltkriege und das faktische Ende der Kolonialmacht rüttelten an den Festen des Königshauses, auch wenn die Briten weiterhin zu ihrer Monarchie stehen.

Umgebaute Speicher am Queen's Walk

London hatte im ersten Weltkrieg das Glück, durch die Insellage weitgehend von größeren Kriegsschäden verschont zu bleiben. Im zweiten Weltkrieg sah das schon anders aus, auch wenn das Territorium keiner feindliche Besetzung und keinen Kampfhandlungen ausgesetzt war. Im Gegensatz zum ersten Weltkrieg spielte aber der Luftlampf und vor allem die Bombenangriffe eine viel größere Rolle und London war ein bevorzugtes Ziel der deutschen Luftwaffe. Besonders litt die Stadt bei den Bombardierungen 1940/41, mit denen Großbritannien in die Knie gezwungen werden sollte, und 1944/45 mit den Raketenangriffen mit den V-Waffen, die 30.000 Tote kosteten. Besonders in der Innenstadt waren die Schäden an den Gebäuden beträchtlich.

Nach 1945 begann eine problematische Zeit; Eine Kolonie nach der anderen errang die Unabhängigkeit und damit verlor Goßbritannien immer mehr seines einstigen Status der Weltmacht. Besonders deutlich bekamen das die Hafenarbeiter zu spüren, denn Londons einstiges wirtschaftliches Zentrum bröckelte infolge dieser Entwicklung. Erst Mitte der 80er Jahre gelang eine Neuorientierung, indem London zu einem der führenden Finanzplätze wurde. Äußerliches Zeichen dieser Entwicklung sind u. a. die einstigen Docks und Speicher, die zu modernen Büro- und Wohnanlagen umgebaut wurden. Mit dieser neuen Identität startete London ins 21. Jahrhundert.

London heute

Wenn auch die alten Zeiten, in denen London der Mittelpunkt der Welt war, vorüber sind, so hat sich die Stadt doch ihren Charakter einer der bedeutendsten Metropolen gesichert. Im 21. Jahrhundert ist London ein wichtiger Finanzplatz, eine der führenden Touristenstädte und im Jahr 2012 auch Olympiastadt.

City of London

Das Gesicht der Stadt prägen einige neue sehenswerte Bauten, wie die Millennium Bridge und der Millennium Dome, der bisher ein Schattendasein führte, zur Olympiade aber zu richtigem Leben erweckt werden soll; Wenn es London noch gelingt, sein doch etwas marodes U-Bahnnetz aufzupolieren, wird Olympia 2012 der Stadt zu noch mehr Glanz verhelfen.

Sicher, es gibt auch in London zunehmend Probleme mit Einwanderern, Verlierern der Globalisierung und zunehmend Finanzierungs- und Wirtschaftsprobleme. Trotzdem ist London nach wie vor eine relativ weltoffene Stadt, die einen Besuch mit Sicherheit lohnt.

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