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Allgemeine Informationen über London

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Was wäre eine Reise ohne Informationen zum Reiseziel? Einiges wird man schon vor Beginn der Tour erfahren wollen, vieles wird man auf der Reise erkunden und einiges an Informationen kommt noch beim Auswerten der Fahrt dazu. Und sicher ist es von Vorteil, wenn man Tipps bekommt, die einem helfen, Reisevorbereitungen zu treffen.

So merkwürdig es auch klingt, erst einmal muss man klären, dass es sich um die Hauptstadt von Großbritannien handelt; Was als selbstverständlich angesehen wird, ist es eigentlich gar nicht. Immerhin gibt es zahlreiche Städte namens London, u.a. auch in Amerika und Afrika.

Geografie und Bevölkerung

London ist die Hauptstadt Englands. Das stimmt, ist aber auch nicht ganz richtig. Es ist die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs Großbritannien, zu dem auch Schottland, Wales und Nordirland gehören.

Karte

Die Stadt liegt im Südosten der Britischen Insel an der Themse, dem Fluss der für die Entwicklung der Stadt eine große Bedeutung hatte. Er war auch der Grund, warum sich London vorrangig am nördlichen Ufer ausgebreitet hat. Die ursprüngliche Siedlung, die heutige City of London, mit ca. 2,6 qkm keineswegs sehr groß, entstand am nördlichen Ufer und bis zum Jahre 1739 gab es nur eine Brücke, die London Bridge. In diesem Zentrum wohnen gerade einmal etwa 5200 Menschen, aber rund 400.000 Pendler halten sich Tag für Tag hier auf.

Im 19. Jahrhundert begann dann die große Erweiterung der Stadt, begünstigt auch durch die Industrialisierung, den Bau der Eisenbahnstrecken und nicht zuletzt durch die Landschaft. Die ist flach, wodurch ein ungehindertes Wachstum der Stadt möglich war.

City of London

Neben der City of London gibt es noch 32 Stadtbezirke, und die Gesamtzahl der Einwohner beläuft sich auf stattliche 7,5 Millionen, zu denen jährlich noch rund 20 Millionen Touristen kommen. Mit dem Großraum London ist die Britische Metropole die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. Sie ist auch eine der bevölkerungsmäßig buntesten. Bei allen Problemen, die es im Zusammenleben gibt, ist London doch das was man allgemein Multikulti nennt. Die Geschichte der ehemaligen Weltmacht spielt hier eine große Rolle, aus zahlreichen ehemaligen Kolonien sind Menschen nach Großbritannien und vorrangig London gekommen. Im Straßenbild ist es normal, neben Weißen auch Schwarze, Asienstämmige und verschleierte islamische Frauen zu sehen. Was uns auf unserer letzten Tour auffiel ist, dass unserer Meinung nach die Zahl der Frauen in der Burka stark zugenommen hat. Das kann täuschen, aber auf unseren vorigen Touren kam es uns weniger vor.

Frauen in Burkas Straßenmaler in London

Besonders stark sind die Gruppen der Menschen aus Indien, der damaligen Kronkolonie, und aus Afrika gewachsen. Das bedingt natürlich auch, dass alle Religionen vertreten sind. Laut letzter Volkszählung gibt es etwa 58% Christen, 8,5 %Muslime, 4,1% Hindus, 2,1% Juden, 1,5% Sikhs und 0,8% Buddhisten. Dazu kommen natürlich noch die Menschen ohne konkreten religiösen Glauben.

Als Hauptstadt ist London auch Sitz des Britischen Königshauses. Wenn auch der Glaube an die Monarchie durch einige Skandale und Skandälchen der letzten Jahre nachgelassen hat, so sind die Briten doch im großen und ganzen überzeugte Anhänger ihrer Königin.

Die geografische Lage der Stadt ist eine besondere. Greenwich bei London ist der Punkt, an dem der Nullmeridian festgelegt wurde. Von hier gehen die Längengrade aus und die Zeitzonen beziehen sich auf diesen Ort. Großbritannien ist Mitglied der Europäischen Union hat aber die gemeinsame Währung, den Euro, nicht eingeführt. Reisende aus anderen EU-Ländern müssen also nach wie vor ihr Geld tauschen.

Praktische Tipps

Am Anfang steht wie bei jeder Reise die Vorbereitung. Das ist schon eine sehr wichtige Sache, denn England und London unterscheidet sich doch in manchen Dingen vom restlichen Europa.

London ist eine keineswegs billige Stadt, im Gegenteil, sie gilt als die teuerste Europas. So wird man schon überlegen, welche Art der Reise man bucht. Die einfachste Variante ist eine geführte Gruppenreise, allerdings ist das meist auch im höheren Preisbereich angesiedelt; Ansonsten ist es heutzutage kein Problem, solch eine Städtereise individuell zusammenzustellen. Sowohl im Reisebuero als auch im Internet gibt es genügend Möglichkeiten und Variationen.

London ist Weltstadt im wahrsten Sinne des Wortes, auch was Sehenswürdigkeiten und Kulturangebote betrifft. Wer glaubt, er kann die Stadt in 3-4 Tagen kennen lernen, wird bald eines Besseren belehrt. Selbst 1 oder 2 Wochen reichen dazu nicht aus. Man sollte sich also vorher schon überlegen, worauf man den Schwerpunkt setzen möchte und was man sich für den nächsten Besuch aufhebt. Das es nicht bei einem Abstecher bleibt ist relativ sicher, denn die Stadt bietet so viel Interessantes, dass man einfach wieder kommen muss. Wir waren von London so fasziniert, dass wir mehrmals dort waren und doch haben wir bei weitem noch nicht alles von London gesehen.

Im Zeitalter der Billigflieger wird man natürlich versuchen, ein günstiges Ticket zu bekommen. Im Vorteil ist hier eindeutig, wer variabel in der Reisezeit sein kann. Manchmal macht da schon ein Tag sehr viel aus. Die Fahrkarte für den Stansted-Express, den London-Pass und die Travel-Card buchten wir schon von Deutschland aus. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass dies sicher sehr sinnvoll ist, denn in London braucht man sich dann nicht um diese Sachen zu kümmern sondern kann gleich durchstarten.

London Pass

Die wenigsten Besucher werden mit dem eigenen Fahrzeug in London sein. Sinnvoller ist auf jeden Fall, die Stadt mittels öffentlicher Verkehrsmittel zu erkunden. Dafür ist eine Travel-Card gewissermaßen ein Muss. Mit dieser kann man U-Bahnen und Busse nutzen. Der Preis richtet sich nach den einbezogenen Zonen, der gültigen Zeit und den gültigen Tagen. In den meisten Fällen reicht eine Beschränkung auf die Zonen 1-2 völlig aus. Die meisten touristischen Ziele sind damit erreichbar und wenn die Unterkunft nicht gerade in einem weiter entfernten Stadtteil ist, kann man auf eine Karte der Zonen 1-6 verzichten. Sollte man doch einmal weiter fahren, bezahlt man lieber extra.

Man kann auch zwischen Peak und Off-Peak wählen. Nehmen Sie lieber Peak, auch wenn diese etwas teurer ist. Dann können Sie rund um die Uhr fahren, während Off-Peak in der Woche erst ab 9.30 Uhr gilt. Ob man die Karte für 1, 3 oder 7 Tage wählt, hängt natürlich schlichtweg von der Reisedauer ab. Die Travel-Card haben wir als ausgesprochen nützlich empfunden, denn damit sind wir an praktisch alle Ziele gekommen für - auf 7 Tage umgerechnet - einen relativ günstigen Fahrpreis.

Ob man einen London-Pass bucht ist überlegenswert und hängt auch damit zusammen, was man geplant hat. Mit dem London Pass hat man freien Eintritt zu über 55 Londoner Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel dem Tower of London, St. Paul's Cathedral und Schloss Windsor. Man kann über 420 Pfund an Eintrittskosten sparen. Dazu kommt, dass man in einigen Einrichtungen ohne Anstehen nach Tickets hineinkommt. Bei den langen Warteschlangen, z.B. am Tower, kann das sehr nützlich sein. Außerdem kann man gratis an einer Schiffsfahrt auf der Themse teilnehmen und die London Bridge Experience erleben. Und ganz obendrauf erhält man noch einen 120 Seiten umfassenden London-Reiseführer. Allerdings ist der London-Pass auch nicht gerade billig, so dass man ihn schon richtig nutzen muss, damit es sich rechnet. Auch gilt er nicht für einige bekannte Attraktionen, z.B. das London Eye, London Dungeon und Madame Tussaud.

Ob man eine Fahrkarte vom Flughafen in die Stadt benötigt, ist abhängig vom Ankunftsort. Von London Stansted nach London muss man extra zahlen, die Fahrt mit dem Stansted Express kostet für Hin- und Rückfahrt ca. 40 Euro. Auch diese Karten hatten wir im Vorfeld über HTS bestellt, so dass wir uns in London nicht mehr darum kümmern mussten. Die Firma HTS Touristik bietet im Internet eine Menge Service für die London-Reise. Man kann hier Karten für die verschiedenen Verkehrsmittel und Sehenswürdigkeiten bestellen, erhält Informationen zu Verkehrslinien und Fahrplänen sowie zu Events und Feiertagen.

Gardist der Royal Guard

Zu den Reisevorbereitungen zählt im Fall einer Londonreise auch der Geldtausch. Wir sind ja inzwischen schon ziemlich verwöhnt, denn in weiten Teilen Europas gilt der Euro, was für eine Reise ausgesprochen zweckmäßig und bequem ist. Besucht man London, ist das allerdings anders, denn England ist zwar EU-Mitglied aber hat sich nicht der Eurozone angeschlossen. Es heißt also umrechnen in Pfund und Pennies. Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass 1 Englisches Pfund etwa 1,40 Euro entspricht. Natürlich ist das immer vom Tageskurs abhängig und kann sich jederzeit ändern.

Sinnvoll fanden wir, zumindest einen Teil im voraus zu tauschen. Es ist zwar in London kein Problem mit der EC-Karte oder in einer Bank an Bargeld zu kommen, doch ist es schlicht einfacher und sicherer, schon etwas Bargeld in der Tasche zu haben.

Fährt man nach England, also inbegriffen London, sollte man bedenken, dass die Elektroanschlüsse andere Stecker haben. Ein Adapter im Reisegepäck ist ausgesprochen nützlich. Auch ihn bekommt man in London, aber wer will schon die ersten Rundfahrten damit zubringen, einen entsprechenden Adapter zu suchen.

Der finanzielle Teil, sprich Geldwechsel, ist bei einer Londonreise noch etwas aufwendiger, die Einreise selbst ist für deutsche Staatsbürger aber völlig unproblematisch. Wahlweise reicht der Personalausweis oder Reisepass.

Nicht verzichten sollte man in jedem Fall auf den Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung. Im Prinzip ist man zwar über seine Krankenkasse versichert, aber nur im Verhältnis der Kosten in Deutschland. Im Falle des Falles müsste man ansonsten zuzahlen, in problematischen Fällen ganz gewaltig.

Anreise nach London

Wer vor hat, mit dem eigenen PKW nach London zu fahren, sollte sich das noch einmal überlegen. Der praktische Nutzen ist gering und die Nachteile überwiegen sehr stark. Sollte es aus irgendwelchen Gründen doch nötig sein, hat man zwei Möglichkeiten vom Kontinent auf die Insel zu kommen. Die eine ist die Nutzung der Fähre, die andere durch den Eurotunnel per Autotransportzug, der alle 15 Minuten fährt; Ganz gleich ob man die Fähre oder den Tunnel wählt, eine Reservierung ist auf jeden Fall empfehlenswert. Die Kapazitäten sind für beide Varianten begrenzt.

Eine Anreise mit dem Bus ist eine andere Möglichkeit, die aber den Pauschaltouristen, die eine entsprechende Bustour gebucht haben, vorbehalten ist.

Man kann auch mit dem Zug fahren, entweder über Belgien, Holland oder Frankreich, muss dann aber am Kanal in eine Fähre umsteigen. Dieses Umsteigen vermeidet man mit dem Eurostar, dem Hochgeschwindigkeitszug, der den Eurotunnel nutzt. Ab Köln kann man mit dem Thalys, auch ein Hochgeschwindigkeitszug, nach Brüssel fahren und dort in den Eurostar umsteigen, das alles in knapp 6 Stunden bis zum Ziel. Wohnt man nicht in Köln oder in der Nähe, heißt es natürlich, erst einmal nach Köln zu kommen. Da diese Zugverbindungen auch nicht allzu preiswert sind, ist diese Variante auch nicht die empfehlenswerteste. Allerdings ist es sicher die bequemste.

Londoner Verkehr

Am schnellsten und meist auch am preisgünstigsten ist ein Flug nach London, vor allem im Zeitalter der Billigflieger. Ergattert man ein wirkliches Schnäppchen, kann man für Hin- und Rückflug unter 100 Euro bleiben. Es heißt beim Buchen nur genau hinsehen, denn einige Anbieter locken mit Preisen von unter 10 Euro, manchmal sogar mit 0 Euro, verschweigen in der Werbung aber diskret die anderen anfallenden Kosten wie Kerosinzuschlag, Flughafengebühr, Bearbeitungsgebühr und manchmal Zuschlag fürs Gepäck. Hat man das alles beachtet und ist mit der Wahl des Termins etwas variabel, kann man durchaus für 70 oder 80 Euro pro Person nach London und zurück gelangen. Die Nutzung des Internets ist dafür aber praktisch eine Voraussetzung.

London hat 5 Flughäfen, Heathrow, Gatwick, Luton, City Airport und Stansted. Am bekanntesten und für diese Flüge wohl am meisten genutzt sind Heathrow und Stansted. Für die Billigfluglinien, besonders Ryanair, ist Stansted von besonderer Bedeutung. Es ist allerdings auch der Flughafen, der am weitesten von Londons City entfernt ist, etwa 55 km nordöstlich von London. Wir hatten öfter Klagen gehört, dass dies so ungünstig ist und man ewig braucht um in die Stadt zu kommen. Das können wir eigentlich nicht bestätigen. Von Stansted nach Liverpool Street Station, der Endstation des Stansted Express, sind es etwa 45 Minuten, also für die Verbindung zu Flughäfen sicher noch der normale Bereich. Da dieser Express auch aller 15 Minuten fährt, gibt es kaum Probleme. Nachteilig ist allerdings, dass für diese Strecke extra gezahlt werden muss, was den einen oder anderen Billigflug etwas ungünstiger macht.

Unterwegs in London

Möglichkeiten sich durch London zu bewegen gibt es einige. Bus- und U-Bahnstrecken sind gut ausgebaut, man kommt praktisch überall hin; Nicht verschweigen sollte man aber, dass dieses Netz auch ziemlich anfällig für Pannen ist und es manchmal zu Problemen kommen kann. Taxis gibt es auch wie Sand am Meer und wer es etwas origineller liebt, kann vorrangig abends auch eine Fahrradrikscha wählen.

Wer doch mit dem eigenen Auto angereist ist, wird es sicher nutzen wollen. Sich mit dem eigenen Fahrzeug auf Londons Straßen zu bewegen ist allerdings alles andere als ein Vergnügen. Wie wohl in den meisten Großstädten dieser Kategorie sind die Straßen chronisch verstopft. Besonders in der "Rush Hour" kommt man kaum vom Fleck. London hat auch als eine der ersten Weltstädte eine Gebühr für das Einfahren in die Innenstadt mit dem eigenen Fahrzeug beschlossen. Zwischen 7.00 Uhr und 18.30 Uhr muss man immerhin täglich 8 Euro zahlen. Eine Travel-Card für die Zonen 1-2 ist deutlich billiger und mit U-Bahn oder Bus ist man sicher schneller am Ziel.

Transportband der U-Bahn Londons U-Bahn, die tube

Londons U-Bahnnetz ist legendär. Das "tube" (Röhre) genannte Liniennetz erstreckt sich über ganz London und über verschiedene Knotenpunkte ist per Umsteigen fast jedes Ziel zu erreichen. Dazu kommt dann noch die "Central Line", eine Ringstrecke um den weiteren Bereich der Innenstadt. Im allgemeinen sind auch die Intervalle der einzelnen Bahnen gering, so dass kaum lange Wartezeiten entstehen. Hat man sich erst einmal in das System der Verbindungen, Richtungen und Umsteigeknoten gefunden, ist die Nutzung kein Problem. Es gibt auch keine Schaffner oder Kontrolleure, am Ein- und Ausgang der jeweiligen Linien sind Automaten mit Drehkreuzen in die man die Karte einschiebt. Worauf man sich einstellen muss, sind teilweise sehr lange Wege zwischen den einzelnen Linien in den Umsteigestationen, dann geht es rauf und runter und zwischendurch einige hundert Meter geradeaus.

Man merkt allerdings, dass Londons U-Bahn in die Jahre gekommen ist. Viele Stationen sind in einem, dezent gesagt, nicht gerade weltstädtischem Zustand. Es passiert immer wieder, dass technische Pannen auftreten, an vielen Stellen tropft Sickerwasser in die Tunnels und einige Stationen sehen aus, als würden sie gerade abgerissen. Trotzdem, für die Londoner und ihre Gäste ist die "tube" immer noch das wohl wichtigste Transportmittel. Überall in der Stadt weisen die rot-weißen Schilder mit dem blauen Balken und der Aufschrift "UNDERGROUND" auf den Eingang zu einer U-Bahnstation hin.

Londons rote Doppelstockbusse

Annähernd genau so wichtig sind die Buslinien, die auch ganz London miteinander verbinden. Die legendären roten Doppelstockbusse mit dem Schaffner auf der offenen Plattform sind fast gänzlich aus dem Verkehr gezogen, dafür fahren jetzt moderne Versionen und auf einigen Linien, leider, Gelenkbusse. Sicher ist dies aus Umweltgründen sinnvoll, schade ist es trotzdem irgendwie...

Doppelstockbusse, ob als alte oder neue Variante, sind für den Touristen nun mal ein besonderes Erlebnis, hat man doch vom oberen Stock einen phantastischen Ausblick auf die Stadt und die einzelnen Sehenswürdigkeiten. Wie langweilig ist dagegen die Fahrt im Gelenkbus!

Will man den Bus nutzen, muss man beachten, dass es weiß unterlegte Haltestellenschilder gibt, an denen der Bus auf jeden Fall hält. Die rot unterlegten Schilder mit dem Zusatz "Request" zeigen Bedarfshaltestellen an. Hier sollte man dem Busfahrer Zeichen geben wenn man mitwill, ansonsten steht man ewig. Viele Londoner Straßen haben eine separate Busspur, dadurch kommen diese relativ zügig voran, trotz des immensen Verkehrs. Und doch gibt es aus guten Gründen keine festen Fahrzeiten. An den Fahrplänen ist ein ungefährer Minutenabstand angegeben, in denen der Bus voraussichtlich kommt.

Allerdings ist man nicht immer vor Überraschungen sicher. Wir haben mehrfach erlebt, dass die Ansage kam: "My next stop is…" und dann preschte der Busfahrer bis zum Punkt x ohne sich um die dazwischenliegenden Haltestellen und verzweifelt den Halteknopf drückende Fahrgäste zu kümmern. Ist man nicht geistesgegenwärtig genug, sofort nach der Ansage auszusteigen muss man wohl oder übel bis zum Zwangshalt mitfahren und dann die Strecke wieder zurück.

London Taxi

Überall trifft man auch auf die Doppelstockbusse der Sightseeing Touren, von denen es zwei konkurrierende Firmen gibt. Ob man die Original London Sightseeing Tours oder die Big Bus Company wählt ist relativ egal. Beide bieten eine in großen Teilen gleiche Streckenführung, gleiche Preise und die Möglichkeit der "Hop-on/hop-off" Touren, also des unterwegs Aus- und Einsteigens an interessanten Punkten. Audiogeräte und deutscher Kommentar lassen diese Touren auch für einen nicht englischsprechenden zum Erlebnis werden. Wir finden, diese Tour ist zum ersten Kennenlernen der Stadt sehr nützlich, kann aber natürlich nicht das individuelle Erkunden ersetzen. Übrigens ist bei der Sightseeing Tour auch eine Schiffsfahrt auf der Themse dabei, die man ohne Zusatzkosten nutzen kann.

Geht man von der Menge der Taxen aus, könnte man glauben, ganz London ist nur mit diesem Verkehrsmittel unterwegs. Immerhin sind rund 21 000 Taxis registriert. Interessant sind diese Gefährte auf jeden Fall; Es ist ein ganz spezieller Autotyp, den man unter den anderen Fahrzeugen erkennt. Früher als "Black Cab" bekannt fahren die Taxen mittlerweile auch in anderen Farben und mit Werbung. Das erleuchtete Schild "FOR HIRE" zeigt an, dass es frei ist. Möchte man sein Gepäck, wie aus Deutschland gewohnt, im Kofferraum verstauen, stellt man fest, dass es den nicht gibt. Die Fahrgastzelle ist ausgesprochen geräumig und hier nimmt man sein Gepäck mit hinein.

Fahrradrikscha

Eine interessante Alternative sind die Fahrradrikschas, die abends in der Innenstadt anzutreffen sind. Verständlicherweise nur abends, wenn die anderen Verkehrsmittel nicht mehr so oft fahren und die Straßen auch relativ frei sind.

Für die Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum von London kommt man also bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxis zurecht. Und dennoch hat London mehr zu bieten als zahlreiche Sehenswürdigkeiten im Innern der Stadt. Wer etwas mehr Zeit in London verbringt, sollte auch den einen oder anderen Ausflug in die Umgebung machen. Da dies mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwieriger ist empfiehlt sich ein Mietwagen. Wer auf der Suche nach einem Mietwagen in London ist, dem empfehle ich eine deutsche Mietwagen-Webseite.

Selbstverständlich ist man in London auch als Fußgänger unterwegs. Als Deutscher erfordert es doch einige Umgewöhnung auf den Linksverkehr in England. Auch nach einiger Zeit ertappt man sich doch mal dabei, in die falsche Richtung geschaut zu haben. Die Londoner geben aber eine gute Hilfe, an praktisch allen Kreuzungen sind auf dem Straßenbelag Richtungspfeile und die Aufschrift "Look left" oder "Look right" angebracht. Das ist schon deshalb sinnvoll, weil Rote Ampeln zwar als gewisser Hinweis gelten, aber munter losgelaufen wird, sobald eine Lücke im Autoverkehr ist.

Als Fazit kann man sagen, dass der Londoner Verkehr sensible Leute leicht nervös machen kann. Bei allen negativen Auswirkungen ist aber doch erstaunlich, wie die Londoner Verwaltung dieses Problem im Griff hat und wie locker man als Tourist nach kurzer Eingewöhnungszeit damit umgehen kann.

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