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Berühmte Brücken in London

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Brücken sind für London, das auf der gesamten Länge von der Themse durchzogen wird, von grosser Bedeutung. Die erste entstand schon zur Roemerzeit, die meisten in den letzten dreihundert Jahren. Einige sind in einer eher sachlichen Architektur gehalten, andere kleine architektonische Kunstwerke. Interessant sind sie alle, auch wegen ihrer oft wechselvollen Geschichte.

Tower Bridge

Welches ist das bekannteste Wahrzeichen Londons? Um diesen Ruhm streiten sich einige, und gute Aussichten auf den ersten Platz haben der Big Ben und die Tower Bridge. Doch egal, ob sie nun das bekannteste Bauwerk oder eines der bekanntesten ist, die Tower Bridge ist eine erstrangige Sehenswürdigkeit der Stadt. Man denkt oft, dass sie wie der Tower selbst altehrwürdig ist und schon sehr lange steht. Doch die Tower Bridge ist noch relativ jung, sie wurde erst 1894 eingeweiht. Am Nordufer findet man den Tower of London, nach dem die Brücke ihren Namen erhielt. Am Südufer steht die New City Hall, dieses außergewöhnliche Bauwerk, das mit seiner Schräglage an den Schiefen Turm von Pisa erinnert.

Tower Bridge am Abend

Wenn man heute vor der Brücke steht und ihre intensive Farbgestaltung bewundert, kann man sich kaum vorstellen, dass die Tower Bridge erst seit 1977 in Blau-Weiß-Rot erstrahlt und bis zu diesem Jahr schlicht grau war.

Auf der Fußgängerbrücke der Tower Bridge

Ebenso wie Big Ben wurde sie im neogotischen Stil erbaut als eine der vielen architektonischen Leistungen der viktorianischen Zeit. Die Tower Bridge ist 244 m lang, die Brückentürme sind 65m hoch. Die Brücke ist dreigeteilt, oder genauer sind es eigentlich vier Teile. Die beiden neogotischen Türme werden von zwei jeweils 82 m langen Kettenbrücken mit dem Ufer verbunden, im Mittelteil zwischen den Türmen sind die beiden Teile der Klappbrücke. Passieren größere Schiffe die Themse, werden sie auch heute noch hochgezogen. Das geschieht durchschnittlich 10 mal pro Woche. Es gehört also schon etwas Glück oder Hinterfragen dazu, wenn man dies erleben möchte.

Ehemaliges Maschinenhaus der Tower Bridge

Eine Besonderheit ist die Fußgängerbrücke zwischen den beiden Türmen. Sie ist überdacht und verglast, also unabhängig vom Wetter. Früher konnte dank dieser die Brücke auch mit hochgezogenem Mittelteil von Fußgängern überquert werden. Heute, bei relativ wenigen Brückenöffnungen, ist das nicht mehr nötig und so wurden die Türme und die Fußgängerbrücke als Museum eingerichtet; Wir möchten jedem einen Besuch empfehlen. Die Aussicht von der 43 m hohen Verbindung ist phantastisch, vor allem wenn man gutes Wetter erwischt hat. Von hier oben sieht man auf den Tower of London, überblickt das Südufer der Themse und hat eine sehr schöne Sicht auf die City of London und auf die Docklands mit den Canary Wharf. Auch die Ausstellung zur Geschichte der Tower Bridge ist hochinteressant. Dazu gehört dann noch ein Besuch des ehemaligen Maschinenhauses mit Heizkesseln, Dampfmaschinen und Pumpen.

Für Besitzer des London Passes ist der Eintritt zur Brücke und in die Ausstellung frei. Geöffnet ist von April bis Oktober täglich von 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr, von November bis März täglich von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr. Einen besonders schönen Anblick bietet die Tower Bridge abends, wenn sie beleuchtet wird und sich in der Themse spiegelt.

London Bridge

Die London Bridge ist die Brücke der Hauptstadt mit der ältesten Geschichte und nach der Tower Bridge die wohl bekannteste Londons. Dabei ist sie rein äußerlich wenig spektakulär; Abends allerdings, wenn sie farbig angestrahlt wird, ergibt sie mit ihrer Umgebung einen faszinierenden Anblick. Wir waren begeistert, als wir auf dem Queen's Walk standen und die London Bridge im roten Farbton leuchtete.

London Bridge am Abend

Schon zu Zeiten der Römer, vor mehr als 2000 Jahren, wurde hier die erste Brücke Londiniums, des späteren London, gebaut. Im Laufe der Zeiten erlebte sie dann mehrere Zerstörungen und wurde wiederaufgebaut bzw. neu errichtet. Bis zum Jahre 1750 war die London Bridge in der Umgebung des heutigen Stadtzentrums die einzige Brücke über die Themse, dann brachte die Westminster Bridge Entlastung für den immens zugenommenen Verkehr zwischen beiden Flussufern.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Brücke dann, etwa 30 m flussaufwärts, neu gebaut. Dabei entstand eine aus fünf Bogen bestehende Steinbrücke von 283 m Länge und 15 m Breite. Der immer weiter steigende Verkehr erforderte Anfang des 20. Jahrhunderts eine Verbreiterung der Brücke auf 20m, was allerdings zu Problemen mit den Fundamenten führte. Heute steht diese Brücke eigentlich in Amerika, denn 1968 wurde sie von einem US-Amerikaner gekauft und Teile davon zum Verkleiden einer Betonbrücke in Arizona verwendet. Da das Fehlen einer Brücke über die Themse an dieser Stelle praktisch unmöglich ist, wurde die heutige London Bridge von 1967 bis 1972 errichtet. Dabei ist die Länge von 283 m geblieben, die Breite jedoch beträgt nun 32 m. Sie steht genau an der Stelle, an der die Vorgängerbrücke stand. Während des Baus wurde die Vorgängerbrücke deshalb stückweise je nach Baufortschritt demontiert.

Die London Bridge verbindet die City of London mit dem Stadtteil Southwark am Südufer der Themse. Zu erreichen ist sie am besten über die U-Bahnstationen Monument oder London Bridge.

Millennium Bridge

Die jüngste Brücke Londons, die Millennium Bridge, besticht durch ihre faszinierende Konstruktion als Hängebrücke und Aufsehen erregende Architektur. Sie ist eine reine Fußgängerbrücke, die von der Tate Modern of Art am Südufer der Themse zur St. Paul's Cathedral und zur City of London School am Nordufer führt. Besonders phantastisch ist der Blick von der Brücke auf St. Paul's. Es wurde viel Wert darauf gelegt, dass dieser Blick immer uneingeschränkt ist.

Millennium Bridge und St. Paul's Cathedral

Die technischen Daten der Millennium Bridge sind auch beeindruckend. Mit einer Gesamtlänge von 325 m, die von zwei Säulen im Fluss getragen werden, und einer Tragfähigkeit von 5000 Personen bzw. 2000 Tonnen ist den Konstrukteuren ein Meisterstück gelungen. Bemerkenswert ist auch, dass sich die Tragseile unterhalb der Fußweghöhe befinden, was eine sehr gute Aussicht von der Brücke ermöglicht.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde die Millennium Bridge feierlich eröffnet, allerdings mit zwei Monaten Verspätung. Der Schock folgte dann sogleich, denn wegen starken unkontrollierbaren Schwingungen musste sie zwei Tage später vorübergehend geschlossen werden. Die Brücke schwankte seitlich in unerwarteter Weise. Nach umfangreichen Untersuchungen und Einbau eines speziellen Dämpfersystems konnte sie dann im Februar 2002 wieder für den Publikumsverkehr geöffnet werden.

Die unvorhergesehene Schließung hat sich nicht weiter nachträglich ausgewirkt. Heute ist die Millennium Bridge eines der bekanntesten Wahrzeichen Londons und sehr stark frequentiert. Vielleicht ist es nur Einbildung, aber beim Gang über die Brücke glaubten wir die Schwingungen zu spüren. Es ist schon ein Erlebnis und wir können jedem nur empfehlen, mindestens einmal über die Millennium Bridge zu laufen.

Westminster Bridge

In exponierter Lage direkt am Palace of Westminster, auch bekannt als Houses of Parliament, befindet sich die Westminster Bridge; Es ist eine 252 m lange und 25,5 m breite Straßenbrücke, die den Stadtbezirk London Borough of Lambeth und die City of Westminster verbindet. Der Architekt Charles Barry, der den Palace of Westminster im neugotischen Stil entwarf, ist auch verantwortlich für die neugotischen Verzierungen der Brücke. Mit sieben schmiedeeisernen Bögen überspannt sie die Themse.

Houses of Parliament und Westminster Bridge

Im Jahre 1739 wurde nach langen Streitereien und Fehden der Grundstein für die Westminster Bridge gelegt, doch infolge zahlreicher Widrigkeiten, wie Kriegen, Erdbeben, Unfällen u.a.m konnte der Bau erst 1750 vollendet werden. Ab dem Jahre 1836 erfolgte über einen Zeitraum von 10 Jahren die schrittweise Erneuerung, doch bald entstand der Plan für einen vollständigen Neubau.

1862 war es dann soweit, die neue viel stabilere Brücke konnte eingeweiht werden. Der Bau muss von guter Qualität gewesen sein, denn bis heute sind nur einige kleinere Reparaturen angefallen. Übrigens ist die Westminster Bridge grün gestrichen als Bezug auf die Farbe der Ledersessel im House of Commons, dem Unterhaus. Die nahegelegene Lambeth Bridge ist dagegen rot, was der Farbe der Sessel im House of Lords, dem Oberhaus, entspricht.

Weitere Brücken in London

London hat noch einige Brücken mehr, die weniger bekannt sind. Die Waterloo Bridge, die Londons Stadtteile City of Westminster und London Borough of Lambeth verbindet, ist mit 381 m die längste Brücke der Hauptstadt. Sie entstand 1811 als "Strand Bridge" und wurde nach der Schlacht von Waterloo mit dem endgültigen Sieg über Napoleon in Waterloo Bridge umbenannt. 1923 musste sie gesperrt werden, da sich die Fundamente stark gesenkt hatten. 1937 begann der Neubau, der sich aber infolge des Weltkrieges verzögerte, so dass die neue Waterloo Bridge erst 1945 fertiggestellt war.

Lambeth Bridge

Die Lambeth Bridge verbindet ebenfalls die Stadtteile City of Westminster und London Borough of Lambeth und bietet einen sehr attraktiven Anblick. Die 252 m lange Brücke wurde 1862 eröffnet, wegen ihrer steilen Zufahrtsrampen aber meist nur für den Fußgängerverkehr genutzt. Nach immer mehr Einschränkungen infolge fortschreitender Verrostung wurde 1905 beschlossen, an dieser Stelle eine neue Brücke zu bauen. Dann jedoch geschah lange nichts. Erst 1929 begann der Neubau, die neue Lambeth Bridge wurde dann 1932 eröffnet. Sie ist 237 m lang, besteht aus Stahl und Stahlbeton und ist mit poliertem Granit verkleidet. Sie ist rot gestrichen, was auf die Sessel des britischen Oberhauses hinweisen soll.

Vauxhall Bridge

Ein ähnliches Aussehen wie die Lambeth Bridge hat die Vauxhall Bridge, an deren südöstlichen Zufahrt sich das Hauptquartier des britischen Auslandsgeheimdienstes SIS befindet. Bei ihrer Eröffnung 1816 war sie die erste aus Eisen errichtete Brücke in London; Nach Abnutzungserscheinungen wurde sie dann 1898 abgerissen und der Neubau, auf dem erstmals in London Straßenbahnen verkehrten, durch den späteren König Georg V. eingeweiht. Diese neue Brücke besteht aus fünf Stahlbogen, die auf Granitpfeilern aufliegen und hat eine Länge von 246,5 m.

Die Southwark Bridge ist mit 197,5 m relativ kurz, wurde 1819 eröffnet, aber wegen der Maut, einer ziemlich holprigen Fahrbahn und schlechter Zufahrten wenig genutzt. Nachdem die Maut 1864 abgeschafft wurde, nahm der Verkehr über die Brücke aber stark zu, so dass bald ein Neubau erforderlich wurde. 1921 war es dann soweit, die neue Southwark Bridge konnte eingeweiht werden. Die Blackfriars Bridge fällt vor allem durch ihre gusseiserne Balustrade im venezianischen Stil auf. In unmittelbarer Nachbarschaft findet man die Blackfriars Railway Bridge, eine Eisenbahnbrücke. Die Blackfriars Bridge ist 281 m lang und stolze 32 m breit.

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