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Allgemeine Informationen über Florenz

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Florenz ist nur einer von mehreren bedeutenden Kunststandorten der italienischen Region Toskana. Mit Sicherheit ist es jedoch der wichtigste, beschenkt mit zahlreichen Kunstwerken von Weltgeltung und zudem ist Florenz als Hauptstadt der Region auch politisch und wirtschaftlich führend. Die Stadt hat sich zur Großstadt gemausert, die Touristen konzentrieren sich jedoch vorrangig auf die flächenmäßig kleine Altstadt, in der ein Architekturkunstwerk neben dem anderen steht.

Wirtschaftlich steht Florenz auf einem ganz guten Posten, auch wenn der sagenhafte Reichtum und die politische Macht aus der Medici-Ära wohl unwiederbringlich verloren sind. Den alten Prunk kann man noch beim Einkaufsbummel an einigen wunderschönen traditionell eingerichteten Geschäften erahnen. Die Geschichte einiger dieser historischen Läden geht bis in die Zeit der Renaissance zurück. Auch die kulinarischen Köstlichkeiten können durchaus mit den Kunstwerken mithalten.

Wissenswertes über Florenz

Florenz, die Stadt der Renaissance, ist die Hauptstadt der italienischen Region Toskana. Die Stadt liegt annähernd im Zentrum der italienischen Halbinsel und ist eine der bedeutendsten Touristik- und Kunststandorte des Landes. Die Toskana ist eine vorrangig hügelige Landschaft mit zahlreichen Weinanbaugebieten. Etwa ein Viertel der Region wird von rund 2000 Meter hohen Bergen eingenommen, den Apuanischen Alpen. Von hier kam ein großer Teil des Marmors, der für viele Kunstwerke eingesetzt wurde. Weitere weltbekannte Städte der Region sind Pisa, Siena und Lucca.

Florenz Florenz Florenz

Im Verhältnis zu Rom ist Florenz mit seinen knapp 400.000 Einwohnern eher eine Kleinstadt, doch was die Kunstschätze betrifft kann die Hauptstadt der Toskana ziemlich sicher mithalten. Die Fläche der Stadt beträgt ca. 102 Quadratkilometer, mit einem eng begrenzten Kern. Doch auch im Umland ist die Gegend stark besiedelt, mit den hier lebenden Menschen kommt die Region um Florenz auf mehr als 1,5 Millionen Bewohnern. Durch die Stadt fließt der etwa 241 Kilometer lange Arno. Zahlreiche Brücken verbinden die Stadtteile von Florenz miteinander, darunter so namhafte wie die Ponte Vecchio, eines der Wahrzeichen der Stadt.

Wirtschaft und Politik in Florenz

An den Prunk und Reichtum der Jahrhunderte, in denen Florenz von den Medici beherrscht wurde und als eine der wohlhabendsten - und auch mächtigsten - Städte Europas galt, reicht Florenz heute bei weitem nicht mehr heran. Trotzdem geht es der Stadt noch relativ gut. Ein wichtiger Faktor ist dabei der Tourismus, mit jährlich mehr als 5 Millionen Besuchern ist er ein bedeutendes Standbein der Einnahmen der Stadt. In den Hotels, Museen und dem Handel sowie der Bankwirtschaft arbeiten rund 70% der Einwohner. Großindustrie ist hier kaum zu finden, es dominieren kleine Handwerksbetriebe oder mittelständische Firmen. Schwerpunkte sind die Verarbeitung von Gold und Silber, das Lederhandwerk sowie Bekleidung und Stoffe – vorrangig Gewerke, die aus alten Florentiner Traditionen hervorgegangen sind.

Genauso vorbei ist die Zeit, als Florenz von 1865 bis 1871 Hauptstadt des neuen Italien war. Heute muss sich die Stadt mit der Stellung als Hauptstadt der Toskana begnügen. Nachdem die Bevölkerung von Florenz 1946 gegen das Königreich und für die Einführung der Republik gestimmt hatte, wurde die Stadt für einige Jahre von einer Koalition der Kommunisten und Sozialisten regiert. Später prägten auch christlich-soziale Bürgermeister die Stadtpolitik. Als Stadt in der Republik Italien, das Mitglied der EU ist und dem Schengener Abkommen beitrat, profitiert Florenz ungemein von den günstigen Bedingungen für den Tourismus.

Shopping in Florenz

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Lästig waren unserer Ansicht nach die unzähligen fliegenden Händler – meistens illegale – die permanent versuchten, ihre Waren zu verkaufen. Wir haben nicht mitgezählt wie oft wir alle paar Meter angesprochen wurden, aber wir wären auf eine enorme Anzahl gekommen. Einige der Händler waren uns nach einigen Tagen gut bekannt. Nun wäre das ja noch akzeptabel gewesen, wenn es sich bei den angebotenen Waren um gutes Kunstgewerbe o.ä. gehandelt hätte. Doch neben Kitsch und fragwürdigem Spielzeug bestand das Angebot hauptsächlich aus Gemälden und Aquarellen mit Motiven aus Florenz – z.B. der Ponte Vecchio - bis zum Bildnis von Elvis Presley. Wobei die Begriffe Gemälde und Aquarelle mit den angebotenen Bildern nur indirekt zu tun hatten, denn es handelte sich offensichtlich um billige Drucke.

Die gleichen Motive tauchten im Dutzend bei den jeweiligen Händlern immer wieder auf. Der andere „Renner“ waren Handtaschen, deren Herkunft ebenfalls fraglich war. Wer sich einmal auf einen Dialog mit einem der Händler einlässt, wird ihn schwer wieder los. Wir sind gut damit gefahren, gleich beim ersten Ansprechen oder dem ersten Zeigen der Ware energisch zu bekunden, dass man kein Interesse hat oder einfach gleich weiter zu gehen. Diese fliegenden Händler waren einfach lästig, doch das Vergnügen an den wunderbaren Sehenswürdigkeiten und Kunstschätzen von Florenz konnten sie uns nicht nehmen.

Doch Florenz ist auch ein Einkaufsparadies für anspruchsvolle Kunden, das jedoch in den entsprechenden Fachgeschäften. Dabei fiel uns besonders auf, dass zumindest im Zentrum der Stadt so gut wie keine Kaufhäuser oder große Supermärkte zu finden sind. Hier dominieren noch die kleineren Einzelhandelsgeschäfte. Die Angebotspalette der für Touristen interessanten Waren reicht von exklusiven Designershops über edle Stoffe, ausgezeichnete Schuh- und Lederwaren bis hin zu Kunstartikeln und Antiquitäten. Goldwaren und Schmuck sind ebenfalls reichlich vertreten, besonders legendär sind hier die zahlreichen Juweliere auf der Ponte Vecchio. Sehr beliebt als Mitbringsel sind auch Lebensmittel-Delikatessen und auserlesene Weine.

Die Menschen in Florenz

Etwas über die “echten“ Florentiner zu sagen ist gar nicht so leicht, denn uns erschien es, dass die „richtigen“ Einwohner in der absoluten Minderheit sind – zumindest in der Altstadt. In diesem Areal wimmelt es von Touristen aus aller Welt, man hört die unterschiedlichsten Sprachen in jeder Lautstärke und erlebt auch sehr verschiedene Mentalitäten. Das ist mit Sicherheit ein Erlebnis, kann auf Dauer aber auch gehörig lästig werden.

Die Florentiner sind Italiener und das sagt schon viel. Natürlich gibt es das Klischee von den immer sehr laut redenden und gestikulierenden Italienern und – bei allen vorhanden Ausnahmen – da ist sicher etwas dran. So telefonierte während der Zugfahrt nach Pisa eine Italienerin fast ohne Unterbrechung. Das gibt es inzwischen auch in Deutschland, aber kaum mit dem südländischen Charme, Temperament und in solch wohlklingendem Italienisch. Irgendwie nervig war es dann aber irgendwann schon.

Florenz Florenz

Ansonsten ist der Charme bei vielen Florentinern ziemlich ausgeprägt, zumindest unserer Erfahrung nach. Wir haben jedenfalls viele freundliche Leute erlebt – aber das ist ja glücklicherweise nicht unbedingt auf Italien beschränkt. Man merkt aber auch, dass viele Flüchtlinge vorrangig aus Afrika und Nahost nach Italien kommen. In Florenz sind sehr viele anzutreffen. Vielleicht konzentrieren sie sich jedoch auch besonders auf die Altstadt, so dass die Anzahl höher erscheint. Relativ oft begegneten uns auch Bettler.

Florenz ist eine Stadt, die mit zahlreichen weltberühmten Namen verbunden ist, natürlich vor allem mit Genies der Renaissance. Da fiel uns natürlich zuerst Michelangelo ein, dessen Statue des David zu einem Inbegriff für überwältigende Kunst geworden ist, der aber auch jede Menge anderer Kunstwerke schuf. Nicht minder berühmt ist Leonardo da Vinci, der 1452 in der Nähe von Florenz geboren wurde und sowohl in Kunst als auch in der Wissenschaft seiner Zeit weit voraus war. Galileo Galilei, der bedeutende Naturwissenschaftler, wurde zwar in Pisa geboren, wirkte aber später in Florenz und ist hier auch begraben. Die Liste der Namen ließe sich noch lange fortsetzen, doch diese wenigen Beispiel zeigen schon, welche enorme Bedeutung Florenz damals hatte.

Essen und Trinken in Florenz

Florenz ist eine italienische Stadt, Pasta und Mittelmeer-Kost sind demzufolge weit verbreitet. Allerdings liegt Florenz nicht am Meer, deshalb gehört frischer Fisch nicht unbedingt zu den Angeboten der Restaurants. Gaststätten gibt es im Zentrum der Stadt jede Menge, was bei den Touristenmassen, die alle irgendwie verpflegt werden wollen, nicht verwundert.

Florenz Florenz

Da die Nachfrage das Angebot und natürlich auch die Preise steuert, gehört Florenz im Gastronomie-Sektor zu den ziemlich teuren Städten, „gepfefferte“ Preise sind mehr oder weniger die Regel. Die Florentiner Gastwirte wissen auf jeden Fall, was sie an den Touristen haben. Die frühere Einteilung in gehobene Restaurants, einfache und noch einfachere und billige hat sich weitgehend aufgelöst. Diese osterias – kleine einfache preisgünstige Restaurants – haben heute vielleicht noch diese Bezeichnung, doch mit den ursprünglichen Gaststätten haben sie nicht mehr viel zu tun.

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Man muss auf jeden Fall damit rechnen, dass selbst einfache Pasta-Gerichte ihren Preis haben. Dabei sollte man sich nicht täuschen lassen, wenn diese Preise erfreulich niedrig erscheinen. Sehr oft wird das Brot, das meist automatisch gereicht wird, extra berechnet – oft mit 2 bis 4 Euro. Ebenso kann der Service extra aufgeführt werden. Wir haben uns trotzdem während unseres Aufenthaltes gut ernährt, es muss ja nicht unbedingt das Luxus-Restaurant sein.

Unserer Ansicht nach sollte man einen Besuch des Terrassencafés an der Aussichtsterrasse am Piazzale Michelangelo auf keinen Fall versäumen. Zwar lassen sich die Betreiber des Cafés den Blick auf die Altstadt von Florenz sehr gut bezahlen, doch dieser Ausblick ist wirklich phänomenal. Dort zu sitzen und seinen Cappuccino zu trinken ist einfach ein Erlebnis, natürlich erst recht, wenn das Wetter mitspielt. Der Kaffee und die anderen Angebote sind auch sehr gut, so kann man den Preis verschmerzen und greift schon einmal tiefer in die Tasche. Eine weitere Empfehlung betrifft das Speiseeis, das es überall in Florenz in großer Auswahl gibt. Das italienische Eis ist berühmt und das sicher zu Recht. Die zahlreichen Sorten Eis, die wirklich nach den entsprechenden Zutaten schmecken, darf man einfach nicht links liegen lassen.

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