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Boot-Sightseeing-Tour im Zentrum der Stadt

Mit dem Touristenboot durch die Gewässer der Stadt

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Um möglichst früh am Tag den Bonus unserer Stockholm-Karte einzuloesen - eine Fahrt mit einem Touristen-Boot ist nämlich ebenfalls gratis - verabredeten wir uns für halb 9 vor dem Eingang unseres Hostels. Der Plan funktionierte, auch wenn wir noch bis drei Uhr morgens im hauseigenen Aufenthaltskeller gezaubert hatten. Dort nämlich hatten wir neben der Stereoanlage ein paar gebrannte CDs in einer Schublade gefunden und uns mit etwas Pils im Nu unsere eigenen Party gebastelt. Unser Hausherr hatte uns im Vorfeld bereits erlaubt, in einem Raum seines Heizungskellers zu rauchen, was allerdings bei einem mehr als 5-minütigen Aufenthalt mit zwei oder mehr Personen zu einem qualvollen Erstickungstod geführt hätte.

So standen wir also an besagtem, diesigem Morgen um halb 9 vor der Tür und suchten zunächst einmal ein kleines Frühstücks-Café auf, das sich nur etwa 50 Meter weiter in derselben Gasse befand. Für umgerechnet 2,50 Euro gab es dort ein belegtes Baguette und eine große Tasse Kaffee. Das dreimal - und der Tag konnte beginnen.

Insel Skeppsholmen Nationalgalerie

Schon mehrmals waren wir an den vergangenen Tagen am Ableger der Sightseeing-Boote vorbeigekommen, der sich direkt gegenüber vom königlichen Schloss befindet. Da aber etwa 200 Personen auf einen solchen Kahn passen, und ein Platz am Fenster sinniger ist als einer in der achten Reihe am Gang, mussten wir mindestens eine halbe Stunde vor der Abfahrt vor Ort sein. Das nämlich hatten wir ebenfalls schon beobachtet; Als wir unsere fensternahen Plätze endlich erreicht hatten, dauerte es auch nicht mehr lange.

Kastellholmen

Dafür dauerte es auch nicht lange, bis sämtliche Fensterscheiben beschlagen waren. Hätten diejenigen, die an den Fenstern saßen, nicht so eifrig geputzt, hätten die Leute in der Mitte wohl überhaupt nichts gesehen; Nachdem wir die altbekannten Gefilde zwischen Skeppsholmen, dem Nationalmuseum am Rande der Innenstadt Norrmalm und dem Königspalast, die wir bereits in den Tagen zuvor erwandert hatten, verlassen hatten, ging es aber doch.

Södermalm

Als erstes erblickten wir die Mini-Insel Kastellholmen, auf der ein wunderschoenes, im Jahre 1848 erbautes Kastell thront. Sie ist durch eine Brücke mit der Nachbarinsel Skeppsholmen verbunden, die ebenfalls einige historische Gebäude beheimatet. Dann führte uns die 50-minütige Fahrt weiter um die Insel Djurgarden herum, die uns sehr ungewohnte Eindrücke von der Stadt vermittelte.

Stockholmer Fontäne Wohnbebauung auf Djurgarden

Während sich auf der Insel ein Teil der grünen Lunge Stockholms an uns vorbeizog, fiel der Blick auf der anderen Seite auf die am Wasser gelegenen Prachtstraßen, die dem Stil der Pariser Champs-Elysées nachempfunden sind. Je weiter sich das Boot dabei vom Zentrum entfernte, desto lockerer wurde die Bebauung, und umso pompöser wurde selbige auf der Insel. Villen von Verlagsbossen und Grossindustriellen dominierten hier in gewissen Abständen das Bild, eingebettet in parkähnliche Landschaften, und natürlich am Wasser gelegen. Vor allem aber wurde auf dieser Fahrt deutlich, wie viele Wasserwege eigentlich die Stadt zerteilen, denn immer wieder eröffneten sich an den weitläufigen Abzweigungen völlig neue Ausblicke und Perspektiven.

Zwei Kräne, die als Giraffen angemalt sind

Aber auch witzige Dinge gab es unterwegs zu sehen, wie zum Beispiel eine Dog-walkerin, die gemeinsam mit einer Kollegin in einem Meer aus kleinen und großen Hunden spazieren ging, oder zwei Industrie-Kräne, die mit Giraffenmuster und -kopf versehen, einen ziemlich sympathischen Eindruck machten. Insgesamt war es ein schöner Start in einen Tag, der noch nicht so genau wusste, was er wollte. Der Himmel jedenfalls war wolkenverhangen und grau und es drohte zu regnen, doch wir hatten ja noch große Pläne, denn schließlich wollten wir uns Skansen nicht entgehen lassen.

Eine historische Siedlung in Skansen

Nach unserer Rueckkunft suchten wir also die nächste Bushaltestelle auf und fuhren erneut nach Djurgarden, wo sich Skansen über eine Fläche von 300.000 Quadratmetern erstreckt. Das Besondere ist, dass der Park mehr als 150 originale Behausungen aus den letzten 400 Jahren beherbergt, die aus allen Teilen Skandinaviens dorthin transportiert und aufgebaut wurden.

Es gibt eine nachgebaute Stadt aus dem 19. Jahrhundert und eine Vielzahl an kleinen und großen Gebäuden, die sich in die hügelige Landschaft einbetten. In den Sommermonaten wird hier gar das historische Leben nachgestellt, indem Trachten tragende Menschen den früheren Alltag nachleben. Von besonderem Interesse für Kinder dürfte in diesem Zusammenhang wohl der Tierpark sein, in dem rund 300 Tiere mit meist skandinavischer Herkunft leben.

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