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Weitere Infos über Singapur

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Auf dieser Seite haben wir weitere nützliche Informationen für eine Reise nach Singapur zusammengestellt. Vor allem über die verschiedenen Verkehrsmittel, vom Straßenverkehr über Ubahn und Busse bis zu Taxis, sollte man Bescheid wissen, bevor man in diese dicht bevölkerte Stadt reist.

Straßenverkehr

Singapur ist von einem sehr großen Verkehrsaufkommen geprägt, mit einer Rush-hour in deutschen Großstädten nicht zu vergleichen. Die Zahl der Fahrschulen ist auf ganze drei Stück begrenzt, und die Verkehrspolitik versucht dadurch die Zahl der Autos auf den Straßen zu begrenzen. Ein Auto zu besitzen zeugt von großem Reichtum, denn wer hier ein Auto haben will muss sich erstmal ein Zertifikat ersteigern (CoE = Certificate of Entitlement) und bezahlt für 10 Jahre circa S$ 10.000. Außerdem liegen die Neuwagenpreise circa 20% über dem Durchschnitt im Vergleich zu Europa.

Hinzu kommt das hier Linksverkehr herrscht, der einen auch als geübter Autofahrer schnell im Chaos versinken lässt; Weiter gibt es Verkehrsregeln und Verkehrszeichen, die einem als Europäer nicht so geläufig sind. Nichtsdestotrotz hat Singapur ein ausgeklügeltes Verkehrssystem, mit dem per Maut der Verkehr im Central Business District geregelt wird. Die Preise der Maut errechnen sich tagesgenau nach dem Aufkommen der Fahrzeuge. Auch für das Parken hat die Stadt keinen Platz, denn die Einwohnerzahl wächst stetig und es gibt nicht genügend Parkgaragen oder Stellplätze.

Mietwagen dürfen nur mit zwischenstaatlichem Führerschein gefahren werden und sind außerdem sehr teuer (ab S$100 pro Tag + Treibstoff und Maut). Sollten Sie vorhaben mit dem Auto nach Malaysia zu reisen, mieten Sie das Auto erst nach der Grenze, denn Miete und Treibstoff kosten hier die Hälfte. Will man dennoch nach Malaysia mit einem Fahrzeug aus Singapur ausreisen, so muss der Fahrzeugtank zu 75% gefüllt sein, da der Kraftstoffpreis in Malaysia billiger ist.

U-Bahn-Netz (MRT)

Meine Empfehlung für Singapur ist auf die kostengünstigen öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen. Singapurs U-Bahn-Netz (MRT = Mass Rapid Transit) ist ein guenstiges und zuverlässiges Transportmittel, mit dem man fast immer direkt an alle Sehenswürdigkeiten gelangt. Tickets kann man bei den Automaten an den Haltestellen oder beim Kassierer am Schalter kaufen. Bei längeren Aufenthalten (mehr als 5 Tage) lohnt sich der Kauf einer EZ-Link Karte. Die Karte kostet S$15, wobei S$10 auf der Karte geladen sind und S$5 Pfand berechnet werden (alle Preise aus dem Jahre 2008). Ähnlich wie in anderen Metropolen gibt es hier ein automatisches System, bei dem mit der EZ-Link Karte der Fahrpreis ermittelt wird.

Eingang einer MRT Station

Die Verwendung der Karte funktioniert so: Beim Einsteigen wird die Karte kurz zum Kartenleser an der Eingangsschranke gehalten, dabei wird der maximale Ticketpreis abgebucht. Beim Aussteigen hält man die Karte noch einmal zum Lesegerät der Schranke, und die Differenz wird rückerstattet. Die Karten können bequem an den Automaten in der U-Bahn wieder aufgewertet werden. Natürlich kann man aber auch Einzeltickets erwerben. Die Preise für ein Einzelticket reichen von S$0,80 bis S$2,00; Also ist es quasi unmöglich ohne ein Ticket zum Untergrund der Bahn zu kommen.

Das U-Bahn Netz selbst ist einfach strukturiert und auch für Touristen leicht zu durchschauen. Es gibt drei große Linien, die nach Farben aufgeteilt sind: die North South Line (rot), die North East Line (lila) und die East West Line (grün). Leider fahren die Züge meist nur bis Mitternacht, da aber Taxi fahren nicht so teurer ist sollte das nicht weiter tragisch sein. Das Hauptproblem beim Fahren mit der MRT sind einfach nur die Menschenmassen, die sich an den großen Haltestellen und Umsteigeplätzen tummeln. Jeder denkt nur an sich selbst und will unbedingt noch in den Zug passen. Dabei fahren die Züge in den Hauptzeiten doch im 5-Minuten Takt. Da kann das U-Bahn fahren schon manchmal zur Anstrengung werden!

Busse

Falls man an einer Bushaltestelle steht und auf einen Bus wartet und sich dabei wundert, warum der Bus nicht anhält, gibt es dafür eine Erklärung. Man sollte nämlich immer die Hand ausstrecken, wenn man mit einer Buslinie fahren will, ansonsten hält der Bus nämlich nicht! Im Bus steigt man dann vorne beim Fahrer ein und nutzt das Kartenlesegerät für die EZ-Link Karte. Der Fahrpreis wird wie in der MRT automatisch abgebucht. Natürlich kann man aber auch im Bus eine Einzelkarte kaufen, hierzu sollte man aber immer etwas Kleingeld bereit halten (die Busfahrer haben meist kein Wechselgeld parat).

Außerdem haben die Buslinien in Singapur keinen festen Fahrplan, sondern nur Intervalle, bei denen die Fahrzeit angegeben wird (10-15 Minuten-Takt). Auch beim Aussteigen hat das Bus Fahren so seine Tücken! Wie in Deutschland auch sollte man bevor man aussteigen möchte auf einen Knopf drücken, damit der Busfahrer weiß, dass er an der Haltestelle halten muss. Jetzt kommt aber der Clou an der Sache! Es gibt keine Anzeige im Bus, an der man erkennen kann, wann man aussteigen will. Am besten fragt man bei Buspassanten oder den Busfahrer selbst, um ein Zeichen bekommen zu können.

Taxis

Ich habe noch nie so viele Taxis gesehen wie in dieser Stadt! Ohne Taxis würde der Verkehr total zusammenbrechen und vom Geschäftsmann bis zur Frau vom Supermarkt keiner mehr pünktlich zur oder von der Arbeit kommen (trotz MRT). Sie sind überall erhältlich, das heißt es gibt genauso wie in Deutschland eigene Taxistände. Man erkennt die Taxis gleich an ihrer blauen Farbe und einem etwas älteren Jahrgang (meist Toyota Camry); Natürlich kann man auch ein Taxi per Handwink anhalten oder telefonisch bestellen.

Zu beachten sind bei den auf der Straße fahrenden Taxis die auf dem Dach angebrachten Signalschilder mit den Aufschriften hired (besetzt), on call (bestellt) oder die grüne Schrift Taxi für frei. Achtung vor den weißen Mercedes Limousinen, diese sind Comfort Taxis und haben überteuerte Preise! Alle Taxis sind klimatisiert und haben ein Taxameter, mit dem der Fahrpreis per Kilometer einheitlich berechnet wird.

Taxi fahren ist unschlagbar günstig in dieser Stadt und man kommt für unter S$ 10 von A nach B. Übrigens erwarten die Taxifahrer kein Trinkgeld oder eine Aufrundung eines ungeraden Fahrpreises, denn das Kleingeld ist für die Fahrer eher lästig.

Bei einer Taxibestellung per Telefon muss man nicht nur den Ort bzw. die Straße angeben, sondern bekommt auch eine 4-stellige Nummer durchgesagt anhand der man dann das eigene Taxi identifizieren kann. Diese 4-stellige Nummer ist auf dem Nummernschild der Taxis vorne und hinten angebracht. Halten Sie das Taxi einfach an, der Fahrer wird dann nach Ihrem Namen fragen (dieser ist auch zusammen mit Ihrer Telefonnummer und dem Zielort auf dem Taxi Display gespeichert). So ist immer gewährleistet, dass auch jeder das Taxi bekommt, das er bestellt hat.

Preise und Trinkgeld

Der "Westen Asiens", wie Singapur auch oft genannt wird ist verglichen mit anderen asiatischen Ländern teuer, gemessen am europäischen Standard aber immer noch günstig. Für ein Essen im Hawker/Food Court bezahlt man circa S$ 5 und eine Übernachtung bekommt man für circa S$ 100. Die MRT ist super günstig, genauso wie das Taxi fahren. Die meisten Sehenswürdigkeiten kosten keinen Eintritt. Was will man mehr?

Bei den Preisangaben in Restaurants oder Hotels sollte man aber darauf achten, dass Preisangaben meist mit einem oder mehreren Pluszeichen versehen sind (zum Beispiel S$ 29.99++). Das bedeutet, dass zum eigentlichen Preis noch Steuern (etwa 9%) und Bedienungsgeld (etwa 10%) hinzukommen und noch nicht im Preis enthalten sind. Sollte ein drittes Pluszeichen hinter dem Betrag stehen ist das die sogenannte Touristensteuer, die mit ungefähr 1% ins Gewicht fällt.

Manchmal kann es schon ganz schön nervig sein, wenn man aus einem Gesamtbetrag, den man sich mit mehreren Leuten teilt immer alles runterzurechnen. Trinkgelder dagegen werden üblicherweise nicht erwartet. Deshalb sollte man sich nicht wundern, wenn man einmal einen Geldschein als Wechselgeld erhält, der aus Brunei stammt. Die Währungen von Singapur und aus Brunei sind gleichwertig und austauschbar.

Der Singapur Dollar ist nicht nur in Banken erhältlich, sondern auch in den Wechselstuben der Shopping-Malls und Einkaufsstraßen (Money Changer). Die Öffnungszeiten der Banken gleichen den der europäischen (ca. 9.30 - 16.00 Uhr), die Money Changer richten sich nach den Öffnungszeiten der Shopping-Malls ca. 9.30 -22.00 Uhr). Außerdem kann man Geld an den ATM (EC-Automaten) rund um die Uhr erhalten.

Sicherheit

Meiner Erfahrung nach gehört Singapur eindeutig zu den sichersten Städten der Welt. Man kann sich in allen Stadtvierteln uneingeschränkt bewegen und muss keine Angst vor Überfällen haben. Was natürlich nicht heißt, dass man auf übliche Verhaltensweisen verzichten soll, die eine gewisse Sicherheit bringen. Damit meine ich zum Beispiel, dass man nicht unbedingt seinen Reichtum durch Schmuck äußerlich darstellen soll, wenn man auf Stadterkundungstour geht. Das wäre respektlos den ärmeren Menschen gegenüber, auch wenn Singapur nicht zu den armen Städten Asiens zählt.

Auch abends in der Dunkelheit ist es möglich auf den Straßen zu spazieren ohne dass man etwas zu befürchten hat. Natürlich sollte man auch hier darauf achten, dass man wie bei uns auch, immer auf beleuchteten Wegen geht und keine abgelegen Pfade oder Abkürzungen wählt. Obwohl man selten eine Polizeistreife fahren sieht hatte ich immer ein gutes Sicherheitsgefühl. Das liegt wahrscheinlich an der Politik in Singapur, die immer noch die Todesstrafe einsetzt. Die Menschen haben einfach zuviel Respekt und Angst vor dem Gesetz um eine Straftat zu begehen.

Dennoch ist es mir einmal passiert, dass ich einmal von einem Sicherheitsmann beim Essen im Marina Food Court darauf aufmerksam gemacht worden bin, meine Handtasche immer nah bei mir halten sollte. Anscheinend sind vermehrt Taschendiebstähle gemeldet worden von Gästen, die ihre Taschen unachtsam am Tisch liegen hatten. Ich persönlich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht und kann keine negativen Eindrücke schildern.

Feiertage

Weil in Singapur Menschen mit den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen leben gibt es deshalb auch eine Mischung aus den verschiedenen Feiertagen. Dabei hängen viele der Feiertage vom Mondkalender ab und differieren somit von Jahr zu Jahr. Wichtig sind sie nicht nur für die Einheimischen, sondern auch für Touristen, da man vielen Feierlichkeiten teilhaben kann. Straßen werden farbenfroh geschmückt und dekoriert, und es wird ausgelassen gefeiert.

Flugshow am Nationalfeiertag

Das größte Fest findet am Nationalfeiertag statt, an dem an die Unabhängigkeit Singapurs erinnert wird. Schon 4 Wochen vor dem 9. August proben Flugstaffeln und Offiziere ihre Paraden, genauso wie die Marine und Fallschirmspringer vom Militär; Es kann also öfters vorkommen, dass man sich erschreckt, wenn zwischen den Hochhäusern die Jets durchfliegen und dabei ein Lärm entsteht, bei dem man denkt, dass gerade Krieg ausbricht! Die Singapurer sind sehr patriotisch und zeigen dies auch durch Flaggen, die an fast jedem Haus angebracht werden. Mit einem rießigen Feuerwerk wird das Spektakel dann abgerundet.


Die wichtigsten gesetzlichen Feiertage sind:

  • 01. Januar: Neujahrstag
  • Januar/Februar: Chin. Neujahrsfest
  • Januar/Februar: Hari Raya Haji (Fest zu Ehren der Mekka Pilgerer)
  • März/April: Karfreitag
  • 01. Mai: Tag der Arbeit
  • Mai/Juni: Vesak Day (Geburtstag des Buddha Sakyamuni)
  • 09. August: Nationalfeiertag
  • Oktober/November: Deepavali (Fest zum Triumph des Guten über das Böse)
  • November: Hari Raya Puasa (Ende des Ramadans)
  • 25. Dezember: Weihnachten

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