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Traumstrände auf der Ile aux Cerfs

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Die an sich schon kleine Insel Mauritius ist von zahlreichen weiteren kleinen Inselchen umgeben. Die berühmteste all dieser kleinen Inseln in der Nähe der Hauptinsel ist die Ile aux Cerfs (zu deutsch Hirschinsel); Während die zahlreichen anderen Inselchen grösstenteils Naturschutzgebiete und unbewohnt sind, so gibt es auf der Ile aux Cerfs ein bisschen Zivilisation in Form einiger kleiner Restaurants eines Golfplatzes und jeder Menge Wassersportangebote.

Karte Mauritius

Die Ile aux Cerfs ist deshalb so berühmt und von Besuchern begehrt, weil sie traumhafte weiße Sandstrände bietet und weil das Wasser blau und glasklar ist wie an keinem anderen Ort der Insel. Die Ile aux Cerfs ist also ein idealer Ort, um einen Ganztagesbadeausflug zu machen. Die meisten Hotels bieten solche Ausflüge inklusive Bustransfer und Bootstransfer an. Wer mit dem Taxi oder mit dem Mietwagen unterwegs ist, der kann direkt gegenüber der Insel in Pointe Maurice im Halbstundentakt (bei viel Andrang öfters) auf die Ile aux Cerfs übersetzen.

Gleich bei der Ankunft auf der Ile aux Cerfs ist man zunächst von der lagunenartigen Sanddüne beeindruckt, die man vorher schon auf zahlreichen Mauritius-Prospekten gesehen hat. Hier ist das Meer sehr seicht, man watet teils auf dem Nassen Sand teils im Wasser gute Hundert Meter auf das Meer hinaus, ohne weiter als bis zu den Unterschenkeln nass zu werden. Von hier aus genießt man einen Blick auf die Bootsanlegestelle mit den daneben liegenden Restaurants und natürlich auf das seichte Meereswasser.

Wenn dieser Traumstrand nicht zum Baden einlädt...

Direkt an den Stegen, wo die Schiffchen anhalten, findet man alles, was der Tourist im Laufe eines Tages so gebrauchen kann: Zwei Restaurants laden zu kreolischem Essen bzw. zu Fisch- und Meeresfrüchte-Leckereien ein. Es gibt öffentliche Toiletten und sogar Duschen; Außerdem verkaufen zahlreiche mobile Händler alle möglichen Utensilien, von der Halskette über Kopftücher bis zu Postkarten und kleinen Snacks. Und wem es an der Bootsanlegestelle zu bunt zu geht, dem werden garantiert am Strand von mindestens 10 Händlern dieselben Waren angeboten. Angesprochen wird man auch von Bootsfahrern, die einen zum Wassersport überreden möchten. Heiß begehrt wegen der Winde ist das Parasailing: Ein Boot bringt einen auf ein Floß draußen auf dem Meer; von dort aus startet man in die Luft und wird von einem Boot entlang der Insel gezogen.

Im glasklaren Wasser kann man ganz genau die Meerespflanzen erkennen.

Aber eigentlich fahren wir ja auf die Ile aux Cerfs um den Strand zu genießen. Dazu laufen wir ein Stück an die Ostküste, wo wir herrlich lange, weiße Sandstrände finden. Und vor allem finden wir genügend Platz, hier liegt man also nicht Handtuch an Handtuch mit seinen Nachbarn. Das Wasser ist glasklar und von kleinen Meerespflanzen durchzogen. Allerdings ist es überhaupt nicht tief, so dass man weit rausgehen muss, um überhaupt einmal bis zum Bauch einzutauchen. Der Strandbereich ist also ideal für Wasserspaziergänger, aber Schwimmer und Schnorchler kommen überhaupt nicht auf ihre Kosten.

Mangroven bedecken einen Großteil der Inselufer.

Am Strand herrscht eine permanente Brise aus Südosten (Südostpassat), so dass man es überhaupt nicht bemerkt, wenn die Sonne mit großer Kraft auf einen herunter brennt. Also gut eincremen, auch wenn sich die Haut nicht heiß anfühlt. Und wer ein bisschen Schatten wünscht, der schlägt sein Quartier direkt hinter dem Strand unter den Schatten spendenden Filaobäumen auf. Hier verbringen auch zahlreiche Hindus ihren Aufenthalt auf der Insel.

Natürlich ist es eine große Herausforderung, einmal die Insel zu Fuß zu umrunden. Das geht auch ganz gut los in der Naehe der Bootsanlegestelle und an den dahinter liegenden Sandstränden. Aber im hinteren Bereich der Insel gibt es fast kein Durchkommen mehr, denn dort wird der Wald immer dicker und an denjenigen Stellen, wo sich die Mangrovenbäume ausbreiten, gibt es überhaupt kein Durchkommen mehr.

Ile aux Cerfs mit Wasserfällen und Mittagessen

Wie oben beschrieben kann man auf der Ile aux Cerfs einen wunderschönen Strandtag verbringen, indem man sich von Pointe Maurice mit dem Boot zur Insel hinüberfahren lässt. Wir haben eine etwas andere Variante gewählt, die ein interessantes Rahmenprogramm enthält, so dass statt einem reinen Strandaufenthalt eher ein kleines Abenteuer-Spektakel wurde.

Unsere Tour auf die Ile aux Cerfs beginnt im Ort Trou d'Eau Douce (zu deutsch: Süßwasserloch), der ungefähr einen Kilometer nördlich der Ile aux Cerfs liegt. Dort haben sich an einem kleinen Strand, unübersehbar direkt an der Straße, einige kleine Firmen niedergelassen, die Ganztagesausflüge auf die Insel anbieten. Wir kaufen dort unsere Tickets und fahren gegen 10 Uhr in der Früh auf die Insel; Ein uraltes Fischerboot bringt uns mit ca. 10 anderen Teilnehmern hinüber ins Badeparadies. Wir fahren am Luxushotel Touessrok Sun vorbei und schauen voller Respekt auf die Nobelanlage. Wer am Rand des Fischerbootes sitzt, ist hier bereits klatschnass, denn die Meereswellen, die an der Ostküste trotz Riff höher sind, spritzen immer wieder Wasser ins Boot. Macht aber nichts, da wir ja sowieso zum Baden auf die Insel fahren.

Der Wasserfall des Grande Rivière Sud-Est

Die halbstündige Fahrt auf die Insel ist bereits ein kleines Abenteuer, nicht wegen der Wasserspritzer sondern weil wir durch sehr seichtes Gewässer fahren und immer wieder aufsetzen. Der Bootsführer hat große Mühe, um sein Schiff durch die Untiefen zu navigieren. Schließlich kommen wir auf der Trauminsel an und genießen zwei herrliche Stunden am weißen Sandstrand ehe das nächste Highlight auf uns wartet. Wir laufen zurück an die Bootsanlegestelle und fahren zu den Wasserfällen des Grande Rivière Sud-Est.

Das Flusstal des Grande Rivière Sud-Est nach dem Wasserfall kurz vor der Mündung ins Meer

Der Grande Rivière Sud-Est (Großer Süd-Ost-Fluss) ist der größte Fluss von Mauritius, entspringt in den Bergen der Inselmitte und mündet in der Bucht Anse Cunat als breiter Strom in einem grünen Tal ins Meer. Aber wie kommen wir von der Ile aux Cerfs in dieses Flusstal? Das sind schließlich einige Kilometer Fahrt! Die Lösung ist ganz einfach: Wir besteigen auf der Insel ein kleines Speedboat. Zunächst tuckert das Boot gemächlich entlang der Insel, wir genießen die herrlichen Blicke auf die Mangrovenhaine und schießen zahlreiche Fotos. Die anderen 10 Passagiere unseres Bootes genießen währenddessen die Sonne und lassen sich bräunen.

Nach einigen Minuten in dieser Idylle gibt der Bootsführer plötzlich Gas und wir beschleunigen auf schätzungsweise 60-80 km/h. Das ganze geht so schnell und abrupt, dass einige Passagiere richtig zusammenschrecken. Ich schaffe es gerade noch, meine Kamera in Sicherheit zu bringen, dann heißt es die Abenteuerfahrt zu genießen. Der Kapitän fährt uns mit einer solchen Geschwindigkeit übers Meer, dass wir uns wie in einer Achterbahn vorkommen. Wir fahren so enge Kurven, dass Passagiere auf der Innenseite fast im Wasser sitzen, während die gegenübersitzenden Passagiere hoch oben in der Luft sitzen. Wenn wir über etwas höhere Meereswellen fahren, schlägt das Boot auf, als würde man mit dem Auto bei hoher Geschwindigkeit in ein Schlagloch fahren. Diese Bootsfahrt ist wirklich ein Abenteuer, ich bin zuvor noch nie in einem so schnellen kleinen Boot gefahren.

In dieser einsamen Bucht gabs Mittagessen vom Grill unter Zeltdächern mit Live-Musik.

Nach ungefähr einer Viertelstunde kommen wir im Flusstal des Grande Rivière Sud-Est an. Sind wir jetzt im Amazonas-Tal? Nein, alles ist ein bisschen kleiner, aber wir genießen es, langsam flussaufwärts zu fahren und links und rechts die bewaldeten Berghänge anzuschauen. Am Ende des Tales gelangen wir an einen Wasserfall, wo wir von den Spritzern der großen Wassermassen etwas nass werden, aber diese Erfrischung tut uns sehr gut. Zurück das gleiche Spiel: Zuerst langsam das Flusstal hinaus, mit Highspeed übers offene Meer und dann wieder mit Lowspeed die Ile aux Cerfs entlang.

Ein Gitarrist, ein Trommler und zwei Sega-Tänzerinnen sorgten für Unterhaltung während des Mittagessens.

Jetzt bringt uns der Bootsführer an einen kleinen, entlegenen Ort der Insel, wo wir an Land gehen. Dort stehen Tische für uns bereit und auf einem offenen Grill werden Tunfisch, Hühnchen und Würstchen gebraten. Wir erhalten ein erfrischendes kühles Bier, Knoblauchbrot und Salat und genießen unser Mittagessen unter Zeltdächern am Rande der Bucht, wo uns eine kleine Sega-Gruppe mit Musik und Tanz unterhält. Wenn das nicht das Paradies auf Erden ist! Ein anderes Fischerboot bringt uns zurück an die Hauptanlegestelle der Ile aux Cerfs, wo man noch ein bisschen den Strand genießen kann, ehe einen ein anderes Fischerboot wieder zurück nach Trou d'Eau Douce bringt, wo wir unser Auto stehen haben.

Bei diesem Ausflug waren wir übrigens die einzigen Deutschen im Boot, unsere Mit-Passagiere waren alle französisch sprechend. Diesen Tag auf der Ile aux Cerfs haben wir sehr genossen, mit dem ganzen Rahmen-Programm war er sehr unterhaltend und auch etwas abenteuerlich.

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