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Die Republik Malta besteht aus einer Inselgruppe, die ziemlich zentral im Mittelmeer liegt. Das wirkt sich natürlich auf die Anreise aus, denn Straßen und Brücken dorthin gibt es nicht. So werden die meisten Urlauber mit dem Flugzeug kommen. Zwar zählt Maltas Flughafen bei weitem nicht zu den größten Europas, doch die Anzahl der Fluggäste pro Jahr ist schon beachtlich.

Beim Aufenthalt auf den Inseln merkt man, dass Malta sich zu einem Touristenzentrum entwickelt hat. Die Vielfalt an geführten Touren, Schiffstouren und Stadtrundfahrten - die auf Malta und Gozo genau genommen Inselrundfahrten sind - bietet wohl jedem etwas, auch wenn man einige der Angebote getrost vergessen kann. Einige Besonderheiten gibt es beim Aufenthalt sicher zu beachten, denn Malta ist ein streng katholisches Land, trotz der langen Abhängigkeit von Großbritannien.

Anreise nach Malta und Gozo

Schon aus den geografischen Gegebenheiten heraus kommt der allergrößte Teil der Feriengäste mit dem Flugzeug nach Malta. Die Inselgruppe ist per Flug ausgesprochen günstig zu erreichen, im Durchschnitt braucht man für den Flug weniger als drei Stunden. Dazu kommt dann natürlich noch die Anreise zum Flughafen, mit der Voraussetzung, dass von dort Direktflüge zu den Inseln gehen. Ansonsten kann sich die Reisezeit um mehrere Stunden verlängern. Die wichtigsten Gesellschaften für Direktflüge sind die Lufthansa, Air Malta, Austrian Airlines und Swiss. Billigflieger sind auf Malta weniger vertreten und Flugtickets sind relativ selten zu Schnäppchenpreisen zu bekommen. Am günstigsten sind hier sicher noch Pauschalreisen. Speziell im Sommer, zu den Ferienzeiten in der Hochsaison, ziehen die Flugpreise auch für Malta-Reisen stark an.

Die Insel Malta ist klein und so sollte man nach der Landung relativ schnell im Ferienquartier sein. Zu einer Pauschalreise gehört meist auch der Transfer in die Unterkunft, so dass man sich hier nicht kümmern muss. Ansonsten sollte man beachten, dass sich die Autos besonders im Großraum Valletta speziell in den Hauptzeiten nur im Schneckentempo vorwärts bewegen können und Staus an der Tagesordnung sind. So kann die Fahrt ins Quartier trotz weniger Kilometer doch recht lang werden.

Wer seine Unterkunft auf Gozo hat, ist auf jeden Fall noch auf die Fähre angewiesen, denn auf Gozo gibt es keinen Flughafen. Das bedeutet, dass sich die Anreise hinzieht. Vom Flughafen auf Malta geht es erst ans andere Ende der Insel zum Fährhafen, dann übers Wasser nach Mgarr auf Gozo und von dort schließlich zum gebuchten Quartier. Je nach der Lage der Unterkunft kann diese Fahrt auf Gozo noch einmal bis zu einer Stunde dauern. Für Gozo-Reisende bedeutet das, die Ankunftszeiten des Fliegers genau zu checken und zu prüfen, ob man noch am gleichen Tag in sein Quartier kommt. Für Pauschalreisende ist das einfacher, denn der Veranstalter sorgt in der Regel für diesen Transfer. Trotzdem schadet es nichts, sich im Vorfeld zu den konkreten Gegebenheiten zu erkundigen.

Wer mit dem eigenen Auto nach Malta möchte, kann eine der Fähren wählen, die von einem der italienischen Häfen nach Malta geht. Ob das sinnvoll ist, möchten wir jedoch bezweifeln. Für die Hin- und Rückreise braucht man so insgesamt sehr viel Zeit und die ganze Sache wird ziemlich teuer. Da ist es sicher besser, auf den Inseln ein Mietauto zu nehmen oder eben den öffentlichen Verkehr zu nutzen. Ähnliches gilt für die Fährüberfahrt ohne Auto. Dann könnte man mit dem Zug oder Bus nach Italien zu einem Fährhafen reisen. Beide Varianten können interessant sein, wenn man unterwegs noch viel sehen möchte - aber dann braucht man auf jeden Fall einen langen Urlaub und ein gut gefülltes Portemonaie.

Die Einreise nach Malta ist für EU-Bürger unproblematisch, es wird nur der Personalausweis oder der Reisepass gebraucht. Da Malta EU-Mitglied und Mitglied des Schengener Abkommens ist, gibt es kaum Kontrollen. Allerdings nimmt die Flüchtlingsproblematik aus Afrika zu, es kann sein, dass früher oder später die Kontrollen verschärft werden.

Der Flughafen von Malta

Die Republik Malta besitzt nur einen Flughafen, was allerdings bei der geringen Größe der drei Inseln kein Wunder ist. Trotzdem war es einer der ersten Flughäfen überhaupt, er existiert schon seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Hier spielte wieder die strategisch wichtige Rolle des Inselstaates im Mittelmeer die entscheidende Rolle, die ersten Flüge waren militärische. Doch schon in den 20er Jahren nutzte man den Flughafen auch für die zivile Luftfahrt. In der zweiten Hälfte der 50er Jahre weitete sich der Luftverkehr aus und die Briten - Malta war damals noch eine britische Kolonie - bauten den Airport aus. So wurde ein neues Terminal gebaut, das 1958 eingeweiht wurde.

Mit dem Boom des Tourismus in der Republik Malta stieg die Zahl der Passagiere stetig. Inzwischen sind es mehr als 3 Millionen Fluggäste, die jedes Jahr hier landen und starten. Die meisten Flüge kommen von den Airports in London und in Frankfurt am Main. Gleichzeitig ist der Flughafen der Heimat-Airport der Air Malta, der maltesischen Fluggesellschaft.

Die Insel Malta ist nicht groß und so ist es auch die Entfernung zur Hauptstadt Valletta nicht. Sie liegt etwa 8 Kilometer vom Flughafen entfernt. Auf den Inseln gibt es keine Eisenbahn, also auch keine Zugverbindung vom und zum Flughafen. Viele Reiseveranstalter bieten zu ihren Reisen den Transfer an. Wer auf eigene Faust fährt, kann ebenfalls einen Shuttle zum Hotel wählen. Dieser Service muss im Internet gebucht werden, das kann auch im voraus geschehen. Minibusse bringen die Gäste dann in ihr jeweiliges Hotel. Natürlich kann man auch ein Taxi nehmen. Die stehen ausreichend zur Verfügung. Die Preise sind Festpreise, die je nach der Zielgegend gelten. Dafür muss man ein Taxi-Ticket am Taxischalter lösen.

Das gefragteste Verkehrsmittel ist aber sicher der Bus. Auf Malta sind die Fahrpreise für den öffentlichen Nahverkehr ausgesprochen günstig. Vor der Check-In-Halle ist die Haltestelle der Busse der Linie 8, die über verschiedene Orte - wie z.B. Tarxien, Ghaxaq und Floriana, den Vorort von Valletta - bis in die Hauptstadt fahren. Insgesamt sind es etwa 30 Minuten Fahrzeit. Die Busse verkehren von 6.30 Uhr bis 21.30 Uhr, am Wochenende bis 22 Uhr. Wer nach Gozo möchte, kann die Gozo Flughafenshuttles nutzen, die bis zum Fährhafen Cirkewwa verkehren.

Maltas Flughafen ist im Vergleich zu solch großen wie in Frankfurt/Main, London oder Berlin eher winzig, doch für die jährlich 3 Millionen Passagiere stehen selbstverständlich auch die entsprechenden Einrichtungen bereit. So gibt es verschiedene Geschäfte, deren Vielfalt allerdings nicht mit denen großer Airports mitkommt. Auch Cafés und Restaurant sind natürlich vorhanden, ebenso die Autovermietung, zwei Bankfilialen, eine Apotheke und ein Postamt. Für Kinder gibt es keine entsprechenden Einrichtungen, wie Spielplätze o.ä.

Malta in eigener Regie erkunden

Der „Klassiker“ des Erkundens eines Urlaubszieles in eigener Regie ist das Fahren mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen. Das eigene Auto nach Malta mitzubringen macht in den allerwenigsten Fällen Sinn. Der Aufwand der Fahrt inklusive der Überfahrt mit der Fähre erscheint uns nicht erstrebenswert und auch nicht ökonomisch. Auf Malta und Gozo gibt es zahlreiche Autovermieter, auch die Großen der Branche sind hier vertreten.

Zu beachten gibt es beim Autofahren auf Malta so einiges. Das beginnt beim Linksverkehr, der noch vom Status der Inseln als britische Kolonie herrührt. Wir denken jedoch, dass man sich daran gewöhnen kann. Schwieriger wird es sicher, sich per Auto durch den Verkehr des Großraumes Valletta zu quälen. Dabei fühlt man sich wie in einer Weltstadt, Auto reiht sich an Auto und es geht nur im Schritttempo vorwärts. Das Gewirr an Gassen und Straßen ist schwer zu durchschauen und in der Hauptstadt sind Autos nur für Anwohner zugelassen. Von freien Parkplätzen ganz zu schweigen, die sind so etwas wie ein Fünfer im Lotto.

Malta

Außerhalb der Ortschaften ist das Autofahren jedoch oft ganz entspannt, das Straßennetz ist überschaubar und - soweit wir es mitbekommen haben - auch ganz in Ordnung. Die Höchstgeschwindigkeiten sollten tunlichst eingehalten werden, denn geblitzt wird oft und die Bußgelder sind alles andere als niedrig. In den Ortschaften gelten 50 km/h, außerhalb 80 km/h. Das Telefonieren während der Fahrt ist generell verboten und kostet 100 Euro. Möchte man parken, muss man eventuelle farbige Linien beachten. Gelbe Linien bedeuten absolutes Parkverbot, grüne sind immer für Anwohner reserviert, blaue von 19 Uhr bis 7 Uhr. An Straßen mit weißen Linien kann immer geparkt werden - sofern man eine freien Platz findet, was in den Ortschaften an ein Wunder grenzt.

Malta

Wir sind eigentlich große Anhänger eines Mietwagens, mit dem man die Urlaubsziele gut erkunden kann. Im Falle von Malta hatten wir jedoch darauf verzichtet. Im Vorfeld hörten wir, dass Autofahren auf Malta überhaupt kein Vergnügen ist und oft auch keinen Sinn macht, weil der Großraum Valletta ohne Auto viel besser zu erkunden ist, nach Gozo das Auto per Fähre mitgenommen werden müsste und Comino völlig autofrei ist - bei der „Größe“ der Insel wäre ein Auto sowieso ein Witz. Im Nachhinein haben wir die Entscheidung für den öffentlichen Nahverkehr nicht bereut. Sicher gab es die eine oder andere Wartezeit, nicht jedes Ziel war günstig zu erreichen oder die Busse fuhren nicht pünktlich. Im Großen und Ganzen sind wir jedoch gut zurecht gekommen und können für Malta diese Art der Erkundung empfehlen.

Malta

Noch vor wenigen Jahren war das Fahren mit den alten klapprigen Bussen ein Abenteuer und ein eher nostalgisches Erlebnis. Auf Drängen der EU hat Malta jedoch seit 2011 seine Busflotte völlig erneuert und fast jeder Ort und fast jede Sehenswürdigkeit auf der Hauptinsel und auf Gozo sind mit den Bussen zu erreichen. Da die Inseln ziemlich klein sind, beträgt die längste Fahrzeit etwa 50 Minuten und auf vielen Strecken sind die Taktzeiten eng. Die Fahrpreise sind schlichtweg gesagt spottbillig, für eine Tageskarte auf Malta bezahlten wir weniger als drei Euro. Dafür kommt man in vielen Städten Deutschlands nicht sehr weit. Es könnte also ideal sein, doch wie so oft hakt es auch hier manchmal. Es ist uns mehrmals passiert, dass der Bus an der Haltestelle vorbeifuhr, einfach weil er vollbesetzt war. Auf den Strecken, die kurze Taktzeiten haben und auf denen mehrere Linien verkehren, war das nicht weiter tragisch. Beim nächsten oder spätestens übernächsten Bus hatte man seine Chance. Doch es gibt auch Strecken, auf denen nur jede Stunde ein Bus verkehrt. Dann wird es etwas problematisch. Besonders wenn dann auf diesen Strecken noch Kleinbusse eingesetzt sind, kann schon eine größere Touristengruppe zum Kollaps führen. Glücklicherweise hatten wir in diesen Fällen ein Ersatzziel, zu dem wir mit einer anderen Linie fuhren.

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Das Busnetz auf Malta und Gozo ist eigentlich eng geknüpft, doch nachteilig ist, dass es keine Strecke rund um die Inseln und keine Querverbindungen gibt. Die Busse fahren in der Regel vom zentralen Busbahnhof in Valletta zu ihren Zielen. Liegt die angestrebte Sehenswürdigkeit nicht an dieser Strecke, muss man erst wieder nach Valletta zurück, um von hier dieses Ziel anzufahren. Mit etwas Planung konnten wir uns aber darauf einstellen, unsere Ziele haben wir jedenfalls in den meisten Fällen erreicht. Zur Sicherheit waren wir jedoch immer etwas vor den angekündigten Abfahrtszeiten an der Haltestelle, denn der Bus kann später kommen, aber gar nicht so selten auch etwas früher.

Genutzt hatten wir auch die Hopp-on-hopp-of Busse. Was ansonsten in den Städten die Stadtrundfahrten sind, ist auf Malta und Gozo die Rundfahrt auf der Insel. Auch dabei gilt die Fahrkarte für 24 Stunden und man kann an allen Haltestellen aus- und wieder einsteigen. Auf Malta gibt es zwei Touren, die Nordroute und die Südroute. Dabei werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angefahren. Auf der Nordroute sind es 24 Haltepunkte, auf der Südroute 25. Die Busse starten in Sliema alle 30 Minuten, aber man kann auch an anderen Stellen beginnen. Die erste Abfahrt in Sliema ist um 9 Uhr, die letzte um 15 Uhr. Ohne Aussteigen dauert die Tour drei Stunden. Auf Gozo ist es ähnlich, hier gibt es 15 Haltepunkte, die erste Tour beginnt um 9.40 Uhr am Fährhafen, die letzte um 15 Uhr.

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Ein Erlebnis, aber nicht ganz billig, sind die maltesischen Pferdekutschen - die Karozzin- mit denen man Stadtrundfahrten durch Valletta und Mdina unternehmen kann. Besonders in den engen Gassen von Mdina ist diese Fahrt nicht alltäglich. Man sollte aber den Preis vor Beginn der Tour aushandeln, damit man keine Überraschung erlebt.

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Malta besteht aus einer Inselgruppe, also kommt den Fähren eine größere Bedeutung zu. Den Hauptanteil daran haben die Auto- und Personenfähren zwischen Malta und Gozo. Sofern man keine geführte Tour bucht, muss man die Fähre individuell nutzen, wenn man zwischen den Inseln wechseln will. Die Fähren gehen von Cirkewwa im Westen Maltas nach Mgarr im Osten Gozos. Einkalkulieren muss man bei der Zeitplanung natürlich die Anreise zu der Fähre und das Anstehen - der Andrang ist meist enorm. Auch eine kurze vorherige Anfrage schadet nicht, denn bei ungünstigem Wetter können die Fahrten auch ausfallen.

Als sehr nützlich sahen wir die Personenfähre zwischen Valletta und Sliema. Sliema, der Hochhausort mit vielen Hotels ist einer der Schwerpunkte für Touristen. Auch wir wohnten hier und die Fähre war die kürzeste und schnellste Verbindung in die Hauptstadt und zum Busbahnhof. Zwar sind die Fahrpreise höher als mit dem Bus, doch per Boot erspart man sich den Umweg entlang der Küste nach Valletta - und damit auch die zahlreichen Haltestellen, die zusätzlich zum starken Straßenverkehr Zeit kosten.

Malta mit geführten Touren erkunden

Angebote für geführte Touren auf Malta und Gozo gibt es jede Menge. Viele davon sind sicher empfehlenswert, einige aber auch mit großer Vorsicht zu sehen. Nun sind derartige Sachen stark von den individuellen Ansprüchen abhängig, deshalb können wir hier nur unsere persönliche Meinung wiedergeben. Wovor wir gewarnt wurden und worauf wir auch nach Berichten verzichtet haben, sind die oft angebotenen „Jeep-Touren durch die Wildnis Maltas“. Dabei werden die Teilnehmer für eine ziemlich hohe Summe mit einem Jeep über die Insel gefahren. Allerdings meist über Straßen und nur ab und zu geht es in die Landschaft hinein. Abgesehen davon ist Maltas Landschaft nicht so wild, dass solch eine Tour lohnen würde.

Was wir auch nicht als sehr sinnvoll ansahen, sind die Tagesausflüge mit dem Schiff nach Sizilien. Die kosten pro Person mehr als 100 Euro, eine ziemlich stattliche Summe für einen Tag. Nun ist Sizilien nur knapp 100 km entfernt, doch oft muss man ja erst zum Abfahrtsort des Schiffes kommen, dann kommt noch die Hin.- und Rückfahrt per Schiff dazu. Für die Tour auf Sizilien bleibt dann nicht sehr viel. Wir finden, es macht viel mehr Sinn, Sizilien auf einer Reise separat zu erkunden - zumal Malta und Gozo genügend Sehenswertes für einen Urlaub bieten. Im Endeffekt muss jedoch jeder selbst entschieden, ob er diese Tagestour unternehmen möchte.

Malta

Hinunter bzw. hinauf geht es mit den Unterwassersafaris und Rundflügen. Von Bugibba aus startet ein Glasrumpfboot zu einer etwa 1 Stunde dauernden Rundfahrt. Durch das Glas lässt sich die Unterwasserwelt gut beobachten und sicher sind damit auch Kinder zu begeistern. Wer Malta, Gozo und Comino von oben sehen möchte, kann das mit einem rund 30 Minuten dauernden Rundflug. Das ist auch nicht unbedingt billig, aber sicher ergiebiger und interessanter als die Jeep-Touren.

Was wir jedem empfehlen würden, sind die Hafenrundfahrten um Valletta. Darauf hatten wir nicht verzichtet und fanden die Sichten vom Schiff hinüber zu Valletta, dem Grand Habour und den Buchten der Three Cities ausgesprochen sehenswert. Schließlich ergeben sich auf diese Weise ganz andere Ansichten als von Land aus und der Blick wird nicht durch andere Gebäude gestört. Die einzelnen Festungsanlagen, die Werft, die vor Anker liegenden Luxusjachten und die Kreuzfahrtschiffe ergeben von hier aus ein völlig anderes Bild oder sind sogar nur vom Wasser richtig zu sehen. Die Tour dauert ca. 1,5 bis 2 Stunden und wird kommentiert, allerdings meist nur in Englisch. Sie beginnt an der Uferstraße in Sliema.

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Eine große Auswahl an Anbietern gibt es auch bei den Tages-Schiffstouren rund um Malta und Gozo. Auch die Touren sind unterschiedlich, so geht eine große Tour um Malta und Gozo, es gibt die Tour rund um Malta mit einem Abstecher nach Comino und Touren, die nur nach Gozo bzw. Comino gehen. Worauf wir verzichtet haben, war die separate Tour nach Comino und die große Tour um Malta und Gozo.

Die separate Tour nach Comino bringt unserer Ansicht nach wenig. Das Schiff fährt vorrangig an den Stellen vorbei, die auch bei der Hafenrundfahrt zu sehen sind. Die interessante Südküste mit der Steilküste wird gar nicht angesteuert. Auf Comino selbst gibt es praktisch nichts zu sehen. Das Highlight, mit dem geworben wird, ist die Blaue Lagune. Sie ist auch das Hauptziel der Tour, hier bleibt Zeit für mehrere Stunden baden. Nun ist die Blaue Lagune zwar ein schönes Fleckchen Erde, aber unserer Ansicht nach auch nichts übermäßig Besonders und zudem total „übervölkert“. Wer jedoch großen Wert auf das Baden an dieser Stelle legt, dem wird die Tour sicher zusagen.

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Auf die Blaue Lagune wollten wir allerdings auch nicht ganz verzichten. So wählten wir die Schiffstour rund um Malta mit einem Abstecher nach Comino. Die Touren beginnen meist gegen 10 Uhr in Sliema und enden gegen 17 Uhr an der gleichen Stelle. Es gibt aber ebenfalls Abfahrten in Bugibba. Diese Tour fanden wir sehr empfehlenswert, denn die gesamte Hauptinsel wird umrundet. Auf der Fahrt boten sich uns wunderbare Ausblicke auf die Küste und die Küstenorte, ein Erlebnis, das wir nicht missen wollten. Von der Westküste geht es zwischendurch gegen Mittag hinüber nach Comino, wo ein etwa zweistündiger Badestopp eingelegt wird. Das fanden wir völlig ausreichend, denn auf Comino gibt es ansonsten außer einem alten Wachturm und einem Hotel nur kahles Land.

Schließlich gibt es noch eine ganze Reihe von Bustouren zu verschiedenen Zielen Maltas. Darauf hatten wir weitestgehend verzichtet, denn die einzelnen Sehenswürdigkeiten der Insel steuerten wir per öffentlichen Bussen an. Wem das zu umständlich ist, der wird aber sicher mit diesen geführten Touren ganz zufrieden sein, wobei diese allerdings nur einen Teil der Highlights anfahren. Gebucht hatten wir aber die Tour „Malta bei Nacht“. Am späten Abend, wenn die meisten Sehenswürdigkeiten angestrahlt sind, ergeben sich sehr schöne Ansichten. Eine Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln scheitert jedoch in den meisten Fällen an den zu diesen Zeiten eingeschränkten Busfahrplänen.

Tipps für den Urlaub auf Malta

Malta ist ein unkompliziertes Urlaubsziel und ein ziemlich sicheres dazu. Natürlich sollte man auch auf den Inseln sein Gepäck im Auge behalten, Diebstähle gibt es auch hier. Die Kamera oder andere Wertsachen sollten niemals offen im Auto liegen oder unbeaufsichtigt gelassen werden. Doch insgesamt ist die Kriminalitätsrate erfreulich niedrig. Wobei die maltesische Polizei überhaupt keinen Spaß versteht, sind Drogen. Wir wurden mehrmals darauf hingewiesen, dass auf Malta einige Leute langjährige Haftstrafen verbüßen, weil sie Drogen im Gepäck hatten. Nun konnten wir das ziemlich gelassen sehen, denn unsere einzige Droge sind ein oder zwei Glas Wein - und das ist selbst auf Malta nicht verboten. Man sollte aber sehr vorsichtig sein, wenn z.B. Leute einen darum bitten, irgend etwas zu transportieren o.ä.

Unproblematisch ist der Versand der Urlaubspost. Das Porto ist bei Postkarten und Standardbriefen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz einheitlich und im Verhältnis zum deutschen Porto erfreulich niedrig. Eingeworfen wird die Post in die roten Briefkästen. Postämter gibt es in größeren Städten, ansonsten sollte man in Schreibwaren- oder Souvenirläden nach Post Offices suchen. Die Postämter sind allerdings meist nur vormittags geöffnet. Briefmarken gibt es aber oft auch in den Hotels zu kaufen.

Den Steckdosen merkt man an, dass Malta lange Zeit eine englische Kolonie war. Sie erfordern die dreipoligen englischen Stecker. Es sind also meist Adapter nötig, damit die üblichen deutschen Geräte betrieben werden können. Am besten man besorgt sich schon vor der Reise einen, aber auch in den Geschäften sind die Adapter erhältlich, oft werden sie in den Hotels ausgeliehen und manchmal gibt es auch in den Hotels Steckdosen für unsere Stecker. Die Stromspannung beträgt 230 Volt, da gibt es keine Schwierigkeiten.

Malta

Auch an die englischen Zeiten erinnern die typischen roten Telefonzellen. Im Zeitalter des mobilen Telefonierens sind sie allerdings rar geworden. In Valletta hatten wir noch einige gesehen. Ansonsten gibt es Kartentelefone, für die man am besten eine Prepaid-Karte kauft, mit denen man preisgünstig telefonieren kann. Für das Mobiltelefon gibt es SIM-Karten, deren Einsatz sich beim Telefonieren ins Ausland lohnt.

Die ärztliche Versorgung ist akzeptabel, die besten Karten hat man dabei im Großraum Valletta - das idealste ist aber natürlich, im Urlaub nicht krank zu werden. Wenn doch, dann reicht im Normalfall die Europäische Krankenversicherungskarte aus, die inzwischen in Deutschland üblich ist. Trotzdem ist es sinnvoll, eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Eventuelle Mehrkosten werden damit abgesichert, außerdem trägt sie die Kosten für einen eventuellen Rücktransport, der bei der gesetzlichen Krankenversicherung nicht dabei ist. Etwas problematisch kann es werden, sich mit den Ärzten zu verständigen. Zwar sprechen einige Deutsch, doch die meisten Englisch. Wer nicht relativ perfekte Englisch-Kenntnisse hat, wird sich wahrscheinlich schwer mitteilen können, denn in Bezug auf die Gesundheit gibt es viele Fachbegriffe.

Malta gehört der EU an und ist auch der Währungsunion beigetreten. Für die EU-Bürger sind das sehr erfreuliche Fakten, denn dadurch reicht überall auf den Inseln der Personalausweis oder Reisepass. Völlig unproblematisch ist auch das Bezahlen, Deutsche und Österreicher können alles mit dem Euro begleichen. Ein oft lästiges Geld wechseln ist nicht erforderlich. Ältere Reisende werden zudem erfreut darüber sein, dass in vielen Museen und Einrichtungen auf den Inseln Senioren über 60 Jahre ein Preisnachlass gewährt wird.

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