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Weitere Sehenswürdigkeiten auf Malta

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Es sind sehr viele der wunderbaren Sehenswürdigkeiten Maltas, die sich im Großraum Valletta und in der Hauptstadt selbst konzentrieren. Dazu kommt dann noch die alte Hauptstadt Mdina (Imdina) mit ihrer Vorstadt Rabat. Doch auch die restliche Insel hat den einen oder anderen Höhepunkt zu bieten. Man sollte also keinesfalls verpassen, die Insel umfassend zu erkunden, ganz gleich, ob mit einem Mietwagen, per öffentlichen Verkehrsmitteln, mit den Hopp-on-hopp-of-Bussen oder auch mit geführten Touren. Marsaxxlokk (Marsaschlock) mit den bunten Fischerbooten, die majestätischen Felsklippen von Dingli oder die Blaue Grotte - all das sind Highlights Maltas. Ganz abgesehen von den prähistorischen Steintempeln, den ältesten Europas, die in den Anlagen von Hagar Qim (Hadschar´im) und Mnajdra (Imnaidra) zu bewundern sind.

Marsaxxlokk, der Fischerort der bunten Boote

Ein sehr beliebtes Ziel der Malta-Urlauber ist die malerische Bucht von Masaxxlokk. Neben dem gleichnamigen Fischerdorf befindet sich hier auch der Urlaubsort Birzebbuga mit vielen Hotels. Marsaxxlokk selbst hat auch einige Unterkünfte zu bieten, doch das sind wenige. Hauptschwerpunkt des Tourismus sind hier die Tagesbesucher, denn aus dem Großraum Valletta ist der Ort relativ schnell per Bus zu erreichen. Auch die Hopp-off-hopp-in-Rundfahrtbusse steuern Marsaxxlokk an.

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Das Fischerdorf ist eines der wenigen, in denen die Fischerei noch heute intensiv betrieben wird und in dem in den Vormittagsstunden ein Fischmarkt stattfindet. Daneben gibt es aber auch noch andere Sachen, z.B. Textilien und Souvenirs. Das Highlight sind jedoch die typischen bunten Boote, die Luzzis. Sie sind traditionell in den Farben Rot, Blau und Gelb bemalt und am Bug ist ein Augenpaar als Symbol der Wachsamkeit auf See aufgemalt. Dieser Brauch wurde auf Malta von den Phöniziern übernommen.

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Im Zentrum des Ortes steht eine kleine Kirche, die Our Lady of Pompej. Der erste Bau geht bis ins 14. Jahrhundert zurück, doch von diesem Holzbau ist schon lange nichts mehr übrig. Die Kirche wurde mehrmals zerstört, so auch durch Piraten und die Türken. Das jetzige Bauwerk stammt aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Läuft man bis zum Südende des Ortes, kommt man zum St. Lucian´s Tower, einem ehemaligen Wachturm, der Anfang des 17. Jahrhunderts als Teil einer Kette von Türmen als Schutz gegen feindliche Flotten errichtet wurde.

Die Bucht von Marsaxxlokk hat eine bedeutende Tradition in der Geschichte der Insel. Neben dem Grand Harbour ist die Bucht die einzige Stelle, an der Flotten anlanden konnten. So war sie 1565 der Landeplatz der türkischen Armada und der Beginn der Großen Belagerung von Mdina, St. Elmo und Birgu durch die Türken. Später nutzte Napoleon die Bucht für die Eroberung Maltas. Die günstigen Bedingungen für die Schifffahrt sind jedoch auch der Grund für die lange Tradition als Fischerdorf.

Mit dem Ausflugsboot zur Blauen Grotte

Der kleine Ort mit dem für uns fast unaussprechlichen Namen Wied iz-Zurrieq (Vied Isurrie´) zählt seit geraumer Zeit zu den beliebtesten Ausflugsorten Maltas und lockt jeden Tag Heerscharen von Besuchern an. Das liegt zum einen an der wunderschönen Aussicht auf die Küstenlandschaft und zum anderen an der Blauen Grotte.

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Diese Bezeichnung täuscht etwas, denn bei der Blauen Grotte handelt es sich um mehrere Höhlen in der Steilküste. Das Wasser in diesen Höhlen erscheint bei Sonneneinfall leuchtend hellblau, daher der Name dieser Naturerscheinung. Das Blau kommt durch den starken Bewuchs mit Blaualgen, ab und zu gibt es auch kleine rote Stellen, das sind dann Rotalgen und nicht - wie die Einheimischen oft behaupten - Korallen. Die Grotten sind von Land aus nicht zu erreichen und so haben die Dorfbewohner den Fischfang längst aufgegeben und betreiben ihren Lebensunterhalt mit Bootstouren zu den Höhlen oder dem Betreiben eines Restaurants.

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Wir hatten uns vorher erkundigt und wussten, dass der Ausflug zur Blauen Grotte gut geplant sein sollte. Das Blau der Höhlen kommt nämlich nur an einem sonnigen Vormittag zur Geltung, nachmittags oder an bedeckten Tagen verpufft der Effekt, dann erscheinen die Grotten einfach nur grau. An Tagen mit stärkerem Wellengang wird der Bootsbetrieb aus Sicherheitsgründen eingestellt.

Im kleinen Ort gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz und natürlich einige Restaurants, die nicht gerade preisgünstig sind. Vom Parkplatz, an dem auch der Bus Nr. 201 und die Hopp-on-hopp-of Busse halten, sind es nur wenige Meter bis zur Ablegestelle der Boote zu den Grotten. Schön ist der Blick zur Insel Filfla, der Pfefferinsel. Die Insel kann allerdings nur mit einer Sondergenehmigung besucht werden, ist also für Touristen allgemein nicht zugängig.

Die alten Steinbrüche von Siggiewi

Die beste Möglichkeit, den Ort Siggiewi (Sidschiui) zu erreichen, ist sicher mit dem Hopp-on-hopp-of-Bus, der hier eine Haltestelle hat. Mit den öffentlichen Bussen ist es von Valletta schwierig, aber doch machbar, sofern man die Zeit entsprechend plant. Das es jedoch auch dann nicht immer problemlos klappt, erfuhren wir bei unserem Ausflug. Zuerst fiel ein Bus in Valletta aus, dann fuhr auf dem Rückweg der Kleinbus in Siggiewi ohne Halt an uns vorbei, weil er vollbesetzt war. Jetzt hieß es, schnell umzuplanen - und mit etwas Flexibilität wurde es doch noch ein erfolgreicher Tag.

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Siggiewi hat keine besonderen Gebäude, interessant ist hier lediglich die Nikolaus-Kirche mit der Statue des Heiligen auf dem gleichnamigen Platz. Ein Halt im Ort lohnt wegen des Freilichtmuseums, der Limestone Heritage. Wir fanden diese Ausstellung ganz passabel, wenn auch nicht sensationell. Wenn dazu etwas Zeit bleibt, würden wir den Besuch des Freilichtmuseums empfehlen, man verpasst jedoch nichts überaus Bedeutendes, wenn man aus Zeitgründen darauf verzichtet.

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So gut wie alle Häuser Maltas sind aus Kalkstein - dem Globigerinenkalkstein - erbaut, der auf der Insel gewonnen wurde. Er lässt sich sehr gut verarbeiten. Dazu wird er feucht und weich aus dem Boden gesägt. Hart wird er an der Luft und so zu einem hervorragenden Baustoff, der ansonsten unbehandelt eingesetzt wird. Im Laufe der Zeit entstanden so zahlreiche Gruben auf der Insel, von denen noch einige Steinbrüche genutzt werden. In Siggiewi hat man in einem alten Steinbruch ein Freilichtmuseum eingerichtet, in dem viel über den Kalkstein zu erfahren ist und der Abbau dargestellt wird.

Die Dingli Cliffs, die höchsten Klippen Maltas

Nun gut, die höchsten Klippen Maltas sind gerade einmal 250 Meter hoch, das ist sicher nicht rekordverdächtig. Doch es ist ein Erlebnis, auf ihnen zu stehen und über das Meer zu schauen. Verzichten würden wir auf einen Besuch der Klippen nicht, dazu hatte es uns hier zu gut gefallen. Ohne Auto kommt man nicht allzu leicht hin. Es fährt ein Kleinbus in größeren Abständen, aber auch der Hopp-on-hopp-of-Bus hält hier. An den Dingli Cliffs durften wir wieder die Unsicherheiten des maltesischen Nahverkehrs spüren - der Kleinbus war proppevoll und düste ohne Halt an uns vorbei. Also hieß es wieder: improvisieren.

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An den Klippen sind relativ selten viele Menschen anzutreffen, eigentlich nur dann, wenn ein Reisebus hält und alle aussteigen. Doch nach kurzer Zeit kehrt dann wieder Ruhe ein. Steht man am höchsten Punkt, sieht man auf der einen Seite das karge Land, auf der anderen das Meer bis hin zur winzigen Insel Filfla. Schatten spendet eine kleine Kapelle, die Magdalenen-Kapelle. In der Saison stehen vor ihr oft ein fahrbarer Eisstand sowie ein Obsthändler, der köstliche Feigenkakteen anbietet. Den schönsten Blick auf die Dingli Cliffs hat man unserer Ansicht nach aber vom Meer aus. Gelegenheit zu diesem Anblick bietet z. B. die Inselrundfahrt per Ausflugsschiff.

Die prähistorischen Tempelanlagen von Mnajdra und Hagar Qim

Die ältesten Tempelanlagen Europas befinden sich auf Malta und Gozo. Zu den interessantesten, die auch besichtigt werden können, zählen die Steinzeittempel von Hagar Qim und Mnajdra. Dabei kann man den Besuch beider Anlagen miteinander verbinden, denn sie liegen dicht zusammen nur wenige Kilometer von der Blauen Grotte entfernt.

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Die rund 5000 Jahre alte Tempelanlage von Hagar Qim unterscheidet sich von den anderen Maltas. So war sie von einer etwa sieben bis zehn Meter hohen Mauer umgeben, was allein schon eine fantastische Leistung der damaligen Erbauer war. Wurden die anderen Tempel gewöhnlich aus hartem Korallengestein errichtet, so verwendete man in Hagar Qim den weichen Globigerinenkalk. Das die Tempel zur Opferung dienten, ist sehr wahrscheinlich. Darauf deutet eine große Platte mit Löchern hin, an denen die Opfertiere festgebunden wurden.

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Um die Jahrtausende alten Tempelanlagen vor der Witterung zu schützen, hat man begonnen, die Anlagen mit einem Schutzdach zu versehen. Das ist vernünftig, denn diese Steinzeittempel sind ein Kulturgut, das nicht verloren gehen darf. Wir waren wieder einmal fasziniert von den Leistungen der Erbauer. In der großen Haupthalle existierten mehrere Altarsteine, die wahrscheinlich als Opfertisch für die Tiere dienten. Die Figur der sogenannten Venus von Hagar Qim ist heute im Nationalmuseum zu sehen. Auch der berühmte Hagar Qim Altar befindet sich in dem Museum in Valletta, im Tempel steht eine Kopie dieses Kunstwerks. An einem Ende der Haupthalle kommt man in die Orakelkammer mit dem nach außen führenden Orakelloch, dass so typisch für diese Steinzeitanlagen ist und den Priestern dazu diente, der Menge Entscheidungen als göttliche Meinung zu verkünden. Am anderen Ende der Haupthalle liegt ein Raum, in dem man das Heiligtum vermutet. In den meisten Räumen der Anlage hatte man Figuren der Magna Mater - der Mutter Erde - gefunden.

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Die Tempel von Mnajdra können nur in Kombination mit denen von Hagar Qim besucht werden. Mnajdra befindet sich etwa 250 Meter von Hagar Qim entfernt direkt an den Klippen zum Meer. Die Anlage ist etwas älter, der Bau begann um 3500 v. Chr. Auch hier hat man ein Schutzdach über die drei Tempel errichtet. Auf dem Weg zwischen beiden Tempelanlagen sahen wir große steinerne Behälter. Dabei handelt es sich um etwa 4000 Jahre alte Wasserbehälter, die wahrscheinlich die Tempel mit dem wichtigen Nass versorgten.

Der kleine Osttempel Mnajdras besteht nur aus einem Raum mit einer Sakralnische. Über eine Treppe gelangt man in den Mitteltempel. Das Ungewöhnliche ist der Zugang durch einen „Fensterstein“. Derartiges findet man ansonsten auf Malta nicht. Am Übergang und in der Haupthalle sind mehrere Opferaltäre zu sehen. Ebenfalls mit einem Fensterstein versehen ist der Westtempel. In der erstaunlich großen rund 100 m² großen Vorhalle gibt es zwei Trilithnischen sowie zwei Orakellöcher. In der Haupthalle steht ein großer Opferstein und ein Hauptaltar.

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