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Inselumrundung entlang der Küste

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Die allermeisten Orte auf der Kanareninsel La Palma konzentrieren sich in Küstennähe, das Innere der "Isla Bonita" ist weitgehend unbesiedelt. Die Hauptverkehrsstraße verbindet viele der Ortschaften untereinander und schlängelt sich mit zahlreichen Kurven und Krümmungen in der Nähe des Meeres rund um das Eiland. Eine Querverbindung besteht noch etwa in Inselmitte zwischen Santa Cruz und Los Llanos de Aridane.

Karte von La Palma

Möchte man den Küstenbereich und eine Reihe der touristisch interessanten Städte und Dörfer kennen lernen, wird man diese Straße auf jeden Fall nutzen. Abzweigungen von kleineren Straßen führen dann zum Strand oder in Ortschaften, die nicht direkt an der Hauptverkehrsader liegen.

Entlang der Hauptverkehrsstraße kann man die Insel komplett umrunden. Obwohl La Palma alles andere als gross ist und die reinen Fahrkilometer dieser Runde sich in Grenzen halten, wäre es wenig sinnvoll, die Tour "auf einen Ritt durchzuführen". Dazu gibt es unterwegs zu viel zu sehen, die einzelnen Aufenthalte wären so kurz, dass man keinen richtigen Eindruck erhält; Wir haben deshalb die Rundtour in eine Süd- und eine Nordtour aufgeteilt. Durch die Verbindungsstraße in der Inselmitte bekommt man so zwei kleinere Rundtouren, die man an verschiedenen Tagen durchführen kann.

Rundtour im Süden La Palmas

Die Wanderinsel La Palma punktet mit den zahlreichen schönen Wanderwegen, vor allem in der zentralen Bergregion. Das ist aber bei weitem nicht alles, was die Insel zu bieten hat. Mit unserem Mietwagen haben wir natürlich auch Touren entlang der Hauptverkehrsstraße unternommen und auch das hat uns begeistert. Die Straße fährt sich sehr gut, auch wenn sie kurvenreich ist, besonders im Norden. Begonnen hatte unsere erste Tour an unserem Quartier in Breņa Alta nahe Santa Cruz de la Palma.

Hotelbauten in Los Cancajos

Das erste Ziel in Richtung Süden war Los Cancajos, nur wenige Kilometer südlich der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma; Als Ort ist Los Cancajos weniger interessant, hier stehen auch einige der auf La Palma glücklicherweise eher seltenen Hotelburgen, denn hier ist das größte Ferienzentrum der Insel. Man kann gut aktiven Urlaub betrieben, an der Promenade spazieren, die am Meer entlang führt oder auch Bars und Restaurants besuchen. Als größtes Ferienzentrum hat Los Cancajos künstlich angelegte Buchten mit schwarzem Lavasand, die zum Baden freigegeben sind. Dank einer Rettungsstation ist hier ein ziemlich gefahrloses Badevergnügen möglich. Dazu gibt es noch Umkleidekabinen, sanitäre Einrichtungen und eine Ausleihe von Sonnenschirmen und Liegen.

Westküste La Palmas bei Los Canarios

Der kleine Ort Villa de Mazo mit knapp 5000 Einwohnern ist vor allem wegen seiner zahlreichen hier angesiedelten Kunsthandwerker bekannt. Wer mehr über Weben, Stroh flechten oder Sticken erfahren möchte ist hier richtig. Von Bedeutung ist auch der Bauernmarkt von Mazo.

Los Canarios oder auch Fuencaliente, die frühere Bezeichnung, ist der südlichste Ort La Palmas. Seine schöne Lage an den Berghängen und die weißen Häuser machen ihn interessant, obwohl er kein Touristenzentrum ist. Von hier aus kann man zu einigen Vulkantouren starten, so zu den Vulkanen San Antonio und Teneguia. Bei Los Canarios beginnt auch die Ruta de los Volcánes, ein Wanderweg, der zu Vulkanen in der Cumbre Vieja führt. Wer diese Strecke laufen möchte, muss allerdings schon gut zu Fuß sein und einige Zeit einplanen.

Die Leuchttürme von Punta de Fuencaliente Brandung an der Felsenküste von Punta de Fuencaliente

Los Canarios ist auch der Ausgangspunkt für einen Abstecher zum südlichsten Punkt La Palmas, der Punta de Fuencaliente. Hier stehen gleich zwei Leuchttürme, der alte, ein Natusteinbau, und der neue solarbetriebene von 1984. Auffälliger ist dieser mit seinen rot-weißen Streifen und der größeren Höhe. Es ist schon ein imposanter Anblick, diese Türme an den Felsen, vor allem wenn hohe Brandung herrscht. Nur wenige Meter weiter kann man Salinen besichtigen, die noch in Betrieb sind. Hier wird in flachen Becken Meerwasser verdunstet und so Salz gewonnen, das hier auch gekauft werden kann. Angeboten wird es in zwei Varianten, grob oder fein gemahlen.

Die Salinen von Punta de Fuencaliente

Auch baden ist bei Punta de Fuencaliente möglich; Neben den Leuchttürmen gibt es einen kleinen Strand mit, wie auf La Palma üblich, schwarzem Sand. Ein kleines und einfaches Restaurant sorgt fürs leibliche Wohl. Sehr abwechslungsreich ist auch die Fahrt nach und von Punta de Fuencaliente auf kurvenreichen Straßen durch die Lavalandschaft nach Los Canarios oder Las Indias.

Bei Puerto Naos findet man einige Badestrände, darunter auch den einzigen auf La Palma, an dem FKK erlaubt ist. Puerto Naos liegt im Westen der Insel, einer Gegend, in der sehr oft sonniges Wetter herrscht. Puerto Naos eignet sich bestens, um bei einer Inselumrundung eine lange Pause zu machen, denn hier gibt es einen wunderschönen Lavastrand und viele Restaurants an der Uferpromenade direkt hinter dem Strand. Mehr Infos zum Ort Puerto Naos gibt es auf unserer Seite über Städte und Dörfer La Palmas im Kapitel über Puerto Naos.

Tazacorte, ein Ort mit etwa 6500 Einwohnern, ist von Bananen geprägt. Wohin das Auge blickt sieht man Bananenplantagen, die praktisch bis in den Ort reichen. Nachdem zuerst Zuckerrohr angebaut wurde, stieg man im 19. Jahrhundert auf Bananen um. Tazacorte ist ein hübscher kleiner Ort mit einer schönen Promenade, aber ohne bedeutende Sehenswürdigkeiten. Interessant ist die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche Iglesia de San Miguel und einige repraesentative Landsitze reicher Grundherren. Hinter Tazacorte gelangten wir dann auf die Straße, die Ost- und Westhälfte der Insel verbindet und uns so relativ schnell wieder zu unserem Ausgangspunkt kommen ließ.

Rundtour im Norden La Palmas

Wir begannen unsere Tour wieder am Hotel in Breņa Alta, diesmal aber in Nordrichtung. Die Hauptverkehrsstraße auf La Palma, die LP1, war auch hier in einem sehr guten Zustand und ließ sich sehr gut fahren. Im Gegensatz zur südlichen Route ist es im Norden der Insel aber eine bedeutend kurvenreichere Strecke, so dass man etwas mehr Fahrzeit einplanen sollte.

Ein erster Halt in Puntallana, einem kleinen Örtchen rund 10 km nördlich von Santa Cruz de la Palma, lohnt sich. Hier kann man einen Spaziergang im Lorbeerwald unternehmen oder die Casa Luján besichtigen, ein typisches kanarisches Herrenhaus. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist eine Ausstellung von Kunsthandwerk, das man auch kaufen kann.

San Andrés Meerwasserbecken Charco Azul bei San Andrés

San Andrés ist ein wunderschönes kleines Städtchen mit einer Umgebung, die auch zu einem Spaziergang einlädt oder, wenn das Wetter günstig ist, zum Bad im Meerwasserbecken Charco Azul. Wenn man eine verträumte Stimmung mag, ist man in San Andrés richtig.

Nur wenige Kilometer weiter liegt Barlovento, ein Ort mit gerade einmal 2400 Einwohnern. Das Wetter ist in dieser Ecke oft relativ unfreundlich, es gibt verhältnismäßig viel Regen und Nebel. Ein Touristenort ist Barlovento also nicht, aber die Umgebung mit den zahlreichen Feldern und Plantagen ist schon sehenswert. In der Nähe der kleinen Ortschaft findet man einige Kilometer westlich die größte Drachenbaumansammlung La Palmas; Etwa 20 Stück der urtümlich wirkenden Pflanzen kann man hier bestaunen.

Puntagorda mit der Kirche

Garafia am nordwestlichen Ende der Insel ist von der Hauptstraße aus über eine kleine sehr kurvenreiche Straße zu erreichen. Auch Garafia ist ein verträumtes Örtchen, das keine großen Sehenswürdigkeiten aufweist, aber einfach durch seine Ruhe und die sehr schöne Umgebung einen Abstecher lohnt. Erwähnenswert sind einige alte Mühlen, in denen früher Gofio, ein Nationalgericht La Palmas, gemahlen wurde und die Kirche Iglesia de Nuestra Seņora de la Luz mit einer interessanten Kassettendecke.

Die Kirche Iglesia de San Mauro Abad Das Rathaus von Puntagorda

Puntagorda im Nordwesten La Palmas hat ein besonderes Highlight zu bieten, eine große Anzahl Mandelbäume, die dem Ort zur Blütezeit in den Monaten Januar und Februar ein spezielles Flair verleihen. Dieses Blütenmeer verschafft einen wunderschönen Anblick. Jedoch auch in den anderen Monaten ist Puntagorda alles andere als uninteressant. Die im modernen Stil erbaute Kirche Iglesia de San Mauro Abad wirkt durch ihre Schlichtheit, die das Gotteshaus schon wieder elegant erscheinen lässt. Ansehenswert ist auch das Rathaus sowie die im Grünen verstreuten Häuser.

Zwei Aussichtspunkte bieten sehr schöne Blicke über den Ort und die Umgebung. Vom Mirador de los Matos im Norden Puntagordas sieht man auf die Steilküste mit dem Meer und vom Mirador de Miraflores im Süden auf die Hügellandschaft, die Puntagorda umgibt. Wer zum Meer möchte, findet über eine Steintreppe in der Steilküste dorthin. An der Küste gibt es auch ein kleines Naturschwimmbecken, in dem man im Meerwasser baden kann.

Kirche von Las Tricias Das Restaurante Azul

Ist man am Wochenende in Puntagorda, dann lohnt auf jeden Fall ein Bummel über den Bauernmarkt. Landwirte und Künstler bieten hier ihre Produkte an. Wer ein schönes Souvenir sucht, kommt bestimmt auf seine Kosten.

Auch eines der traumhaften Dörfchen La Palmas ist Las Tricias, das man über die Nebenstraße LP 114 erreicht. Eingebettet in die hügelige Landschaft bietet der Ort eine schöne Dorfkirche und einen kleinen Laden, der gleichzeitig als Bar dient, das Restaurante Azul.

Bodega in Tirajafe

Tirajafe liegt etwa auf halber Strecke zwischen Puntagorda und Los Llanos de Aridane. Sehenswert ist die Kirche Iglesia de la Candelaria, die Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut wurde und einen schönen Barockaltar besitzt. In der ehemaligen Schule ist heute eine Ausstellung untergebracht, in der eine ethnografische Sammlung und Kunsthandwerk der Kanaren zu finden sind. Kunsthandwerkliche Objekte kann man auch käuflich erwerben. Anfang September gibt es in dem kleinen Ort noch einen besonderen Leckerbissen, das Teufelsfest. Auf dieser Fiesta del Diablo findet nachts auf der Plaza symbolisch die Verbrennung des Teufels statt.

Wenige Kilometer weiter, bei Los Llanos de Aridane, schwenkten wir dann wieder auf die Verbindungsstraße von West nach Ost ein um über diese die Ostseite der Insel mit Breņa Alta zu erreichen. Beide Touren, sowohl die entlang der Küste im Süden, als auch die im Norden sind unserer Meinung nach sehr lohnend.

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