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Touren im Nationalpark Caldera de Taburiente

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Das wohl ganz Besondere an der kleinen kanarischen Insel La Palma ist seine steile und beeindruckende Bergwelt im Zentrum des Eilandes. Mehrere Gipfel um die 2000 m Höhe und der mit 2426 m höchste Berg, der Roque de los Muchachos, sorgen bei Naturfreunden für bleibende Erinnerungen an schöne und erlebnisreiche Touren und Wanderungen entlang der Berge und durch die Täler. Die einmalige und abwechslungsreiche Landschaft lässt keine Langeweile aufkommen und bietet Jedem etwas, sowohl dem Gelegenheitswanderer als auch dem sportgestählten Outdoor-Spezialisten.

Der Nationalpark Caldera de Taburiente

Einer der speziellen Highlights La Palmas ist die Caldera de Taburiente, der Felskessel im Zentrum der Insel mit den ihn umschließenden Bergen. Am Grund des Kessels, der nur über wenige Zugänge zu erreichen ist, findet der Besucher eine märchenhaft wirkende Landschaft vor, deren Lebensader das Wasser ist. Hier merkt man deutlich, dass La Palma eine grüne Insel ist, die grünste der Kanaren. Die Feuchtigkeit aus den Passatwolken, denen die Felswände den Weg versperren und mehrere Quellen sorgen dafür, dass in der Caldera eine üppige Pflanzenwelt existiert. Auf großen Teilen des Gebietes erstreckt sich ein Wald, vorrangig aus Kanarischen Kiefern. Aber auch Lorbeerbäume findet man hier, und Weiden, die an den Wasserläufen wachsen, die das Gebiet der Caldera de Taburiente durchziehen. Ergänzt wird dies noch durch zahlreiche Blumen und andere Pflanzen, von denen einige endemisch sind, also nur hier vorkommen.

Karte von La Palma

Was liegt bei dem vulkanischen Ursprung und den Einflüssen des Vulkanismus auf La Palma näher, als zu vermuten, dass auch die Caldera de Taburiente ein großer Vulkankrater ist ? Lange Zeit war dies auch die offizielle Meinung, doch inzwischen kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass diese Interpretation falsch ist; Nach neuesten Erkenntnissen entstand die Caldera durch Erosion. Mehrere vulkanische Gebirgszüge wurden im Laufe der Jahrtausende infolge der Erosion durch Wetter und Wasser abgetragen. Dadurch entstand der Kessel, begrenzt von den umliegenden Bergwänden.

Geologisch gesehen sind La Palma und die Caldera de Taburiente gerade erst entstanden. Die etwa 2 bis 4 Millionen Jahre der Existenz der "Isla Bonita" sind erdgeschichtlich kaum der Rede wert. Völlig unbedeutend in diesem Rahmen ist die menschliche Besiedlung. Für die Ureinwohner war es ein heiliges Gebiet, die spanischen Eroberer teilten dann wegen ihres Wasserreichtums die Caldera unter sich auf. Auch heute noch befindet sich die Gegend im privaten Besitz, doch glücklicherweise können die Besitzer hier nicht schalten und walten wie sie wollen. Im Jahre 1954 wurde das Areal der Caldera de Taburiente zum Nationalpark erklärt und unterliegt einem strengen Schutz.

Der Park nimmt eine Fläche von etwa 4690 Hektar ein, das ist schon eine beachtliche Größe; Welche Ausmaße in Bezug auf die Höhenunterschiede der Kessel hat, zeigen die höchste Stelle, der Gipfel der 2426 m hohen Roque de los Muchachos und der tiefste Punkt mit etwa 430 m über dem Meeresspiegel. Im Jahre 1981 wurde dem Park zusätzlich der Status eines besonderen Vogelschutzgebietes zuerkannt.

Tour zum Roque de los Muchachos

La Palmas höchster Berg hat es in sich, er ist mit seinen 2426 m nicht nur beeindruckend sondern auch sehr launisch. Das hatten wir erfahren, als wir zu einer Tour zum Gipfel des Berges starteten. Unten am Fuße des Roque sah das Wetter noch ganz passabel aus und verhieß einen recht angenehmen Tag. Doch je weiter wir die Serpentinenstraßen in Richtung des Gipfels fuhren, desto ungemütlicher wurde es. Immer mehr Wolken zogen auf, es fing zu regnen an und schließlich ging der Regen in Schnee über. Dazu kam ein dichter Nebel, der uns kaum weiter als 20 m blicken ließ; Ehrlich gesagt, angenehm war das Auto fahren unter diesen Umständen nicht; Am höchsten Punkt des Berges angekommen, ließen wir es uns zwar nicht nehmen auszusteigen und eine kleine Runde zu drehen, doch ein sehr stürmischer Wind und nasskaltes Wetter scheuchten uns dann doch schnell wieder ins schützende Auto.

Nebel und Schnee auf dem Roque de los Muchachos

Beeindruckend war diese Tour aber schon, vor allem als wir in den etwas tiefer gelegenen Kiefernwald kamen, der im Nebel wie ein Gespensterwald aus dem Märchen wirkte. Am Fuße des Berges zeigte sich dann, wie unterschiedlich das Wetter auf La Palma sein kann. Dort unten auf der Westseite der Insel herrschte strahlender Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen. Plant man eine Tour in die Berge La Palmas, sollte man sich schon auf wechselndes Wetter mit möglichen stürmischen Winden und kühleren Temperaturen einstellen, auch wenn es an anderen Orten warm und sonnig ist. Das gilt natürlich vor allem auch im Winterhalbjahr.

Märchenhafter Kiefernwald im Nebel

Verzichten wollten wir aber auf keinen Fall auf die Tour zum Gipfel und so starteten wir zwei Tage später erneut. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, sich vorher zu informieren, denn unter sehr schlechten Wetterbedingungen kann die Straße zum Roque de los Muchachos gesperrt sein. Auch das hatten wir erlebt. Dann macht es natürlich keinen Sinn, dorthin zu fahren. Eine Garantie für gute Verhältnisse ist das jedoch nicht, auch bei offener Straße können die Bedingungen ungünstig sein, wie wir bei unserer ersten Tour erlebten.

Straße zum Gipfel des Roque de los Muchachos

Unsere zweite Fahrt stand unter einem besseren Stern. Zwar sah es am Anfang wettermäßig nicht ideal aus, doch immer mehr riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam immer öfter zum Vorschein. Die Ausblicke von den verschiedenen Aussichtpunkten am Rande der Straße waren fantastisch, die Bergwälder mit den hochziehenden Nebelschwaden boten Sichten, die Naturfreunde begeistern können. Unterwegs war überall zu merken, dass die Straße am Vortag gesperrt war. Da lagen Gesteinbrocken auf der Fahrbahn, die von den Felswänden herunter gekommen waren, entwurzelte Bäume am Fahrbahnrand zeugten von den Naturgewalten und in Gipfelnähe gab es Strecken mit Schnee und Eisglätte. Insgesamt ist die Straße aber gut zu befahren. Zwar gibt es jede Menge Serpentinen, aber mit etwas Vorsicht und angemessener Fahrweise ist der Weg kein Problem, zumal sich auch die Menge der Fahrzeuge in Grenzen hielt. Man sollte aber auf jeden Fall darauf achten, dass sich das Auto in einem guten Zustand befindet und die Reifen auf keinen Fall abgefahren sind.

Auf dem Roque de los Muchachos Auf dem Roque de los Muchachos

Möchte man zum Gipfel des Roque de los Muchachos, kann man diese Serpentinenstraße per Auto fahren oder wandern. Die Autotour zum Berg beginnt entweder in der Nähe von Las Nieves an der Ostküste oder bei Hoya Grande an der Westküste. Wanderwege führen mehrere von unterschiedlichen Orten aus zum Gipfel des Roque de los Muchachos, doch ist das wirklich nur für sehr erfahrene und gestählte Sportler zu empfehlen. Zum einen sind es doch ziemlich große Entfernungen und zum anderen führen diese Wege auch durch schwieriges Gelände.

Wir haben nicht bereut, dass wir die Tour ein zweites Mal in Angriff nahmen. Der Ausblick vom Gipfel des Roque ist gewaltig und von hier aus kann man eine Reihe kleinerer Wanderungen unternehmen. Bei guten Sichtverhältnissen reicht der Blick bis zur Küste und auf der anderen Seite weit in die Caldera de Taburiente hinein. Mit etwas Glück sieht man sogar den Pico de Teide, den höchsten Berg Spaniens auf Teneriffa.

Der Roque de los Muchchos hat neben diesen Landschaftseindrücken auch noch andere Highlights zu bieten. Auf dem Berg befinden sich einige bedeutende Observatorien und Teleskope. La Palma und der Roque wurden wegen der guten Bedingungen für astronomische Beobachtungen von der internationalen Wissenschaft ausgewählt.

Observatorien auf dem Roque de los Muchachos Observatorium auf dem Roque de los Muchachos

Eines der weltweit wichtigsten Observatorien zur Beobachtung von Himmelskörpern ist das Wilhelm Herschel Teleskop WHT. Seit 2007 gibt es ein noch größeres, das Gran Telescopio CANARIAS GTC. Mit einem Teleskop von 27 m Höhe, einem Durchmesser des Spiegels von 11 m und einer Kuppel von 33 m ist es eines der beeindruckendsten Bauten dieser Art. Betrieben wird es von mehreren Ländern, so Spanien, Mexiko und den USA.

Das Schwedische 1-m Solar Telescope SST ist das größte Solar-Teleskop in Europa und das zweitgrößte der Welt und das Spiegelteleskop MAGIC IACT zieht mit seinen 246 m² Spiegeln seit 2004 die Besucher in seinen Bann. Allerdings kann man alle diese Objekte normalerweise nur von außen bewundern, ein Besuch ist nur an wenigen Tagen im Jahr nach Registrierung und Anmeldung möglich.

Wir meinen, La Palma erleben ohne eine Tour zum Roque de los Muchachos ist nur das halbe Vergnügen. Man sollte wirklich nicht auf dieses Erlebnis verzichten, auch wenn vielleicht die Wetterumstände nicht idealen Urlaubsvorstellungen entsprechen. Wer Natur mag, wird sich noch lange an den Ausflug in ein Stückchen noch vorhandener "Wildnis" erinnern.

Tour zum Pico de la Nieve

Ebenfalls eine sehr abwechslungsreiche, interessante und auch relativ anspruchsvolle Tour ist die Wanderung zum Gipfel des Pico de la Nieve. Dieser Berg ist mit seinen 2236 m nicht der höchste La Palmas, liegt aber nicht übermäßig viel unter dem Niveau des Roque de los Muchachos.

Am besten fährt man von Las Nieves die Straße zum Roque de los Muchachos, bis man zum ausgeschilderten Parkplatz kommt. Hier kann man das Auto abstellen und per Fuß weiterwandern. Es handelt sich nicht um einen gesicherten und gepflasterten Parkplatz, sondern um ein freies Stück im Wald, an dem die Fahrzeuge geparkt werden können. Das heißt, bei schlechtem Wetter, vor allem nach längerem Regen, kann der Boden ziemlich aufgeweicht sein. Allzu viel Platz ist auch nicht, doch sicher reicht er immer aus, denn übermäßig beansprucht ist er wohl selten. Wir hatten zwar nicht auf dem direkten Platz, jedoch im angrenzenden Waldweg eine Parkmöglichkeit für unser Auto gefunden.

Auf dem Weg zum Pico de la Nieve

Die Strecke ist ziemlich gut ausgeschildert, so dass man sich kaum verlaufen kann. Der erste Teil der Tour führt durch den Wald mit Kanarischen Kiefern, was den Weg auch bei höheren Temperaturen sehr angenehm macht. Hier sind auch die Steigungen noch nicht allzu stark. Auf dem Hinweg geht es aber fast immer bergauf, man kann sich also damit trösten, dass der Rueckweg dann viel leichter wird.

Blick vom Pico de la Nieve in die Caldera de Taburiente

Unterwegs gibt es einen sehr schönen Aussichtspunkt, von dem man einen interessanten Blick auf den Berg Pico Bejenado und in die Caldera de Taburiente hat. Der zweite Teil der Wanderung zum Gipfel wird etwas schwieriger. Die Anstiege sind schon steiler und man kommt in die Zone, in der keine Bäume mehr wachsen sondern Gebüsch und niedrige Pflanzen vorherrschen. Das bedeutet, dass man voll der Sonne ausgesetzt ist, was an heißen Tagen durchaus anstrengend werden kann. Ein guter Sonnenschutz, sowohl mit Creme als auch mit Kopfbedeckung ist also unbedingt zu empfehlen.

Gipfelkreuz am Pico de la Nieve

Wir waren doch etwas verwundert, als uns mitten in den Bergen auf steinigen und steilen Pfaden rund 20 Mountainbike-Fahrer entgegenschossen. Da hilft dann nur, an den Wegrand ausweichen und abwarten, bis die Luft wieder rein ist. Im Nachhinein erfuhren wir, dass die bergige Strecke am Pico de la Nieve zu einem der beliebtesten Mountainbike-Trails La Palmas gehört. Unseren Respekt hatten die tollkühnen Fahrer auf jeden Fall, und auf Nachfrage versicherten sie uns, dass alle lebend unten ankamen.

Nach dem letzten, doch ziemlich anstrengenden Wegstück - vielleicht erschien uns das aber auch nur so, weil wir schon etwas außer Puste waren - steht man dann unter dem Gipfelkreuz des Pico de la Nieve und genießt die wundervolle Aussicht auf die umliegenden Berge und in die Caldera de Taburiente. Vom Gipfel aus hat man auch einen schönen Blick auf den Roque de los Muchachos, der an der gegenüberliegenden Seite der Caldera steht. Wer noch über genügend Energie verfügt, kann zum Pico de la Cruz weiterlaufen. Das ist eine sehr interessante Strecke, erfordert aber schon einiges an Kraft und Ausdauer. Vor allem wenn man zurück zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz, muss, werden hier wohl nur professionelle Wanderer mithalten können.

Tour zum Mirador de las Chozas

Möchte man eine Tour in die Bergwelt La Palmas unternehmen, die eher einem Spaziergang ähnelt, dann empfiehlt sich der Aussichtspunkt Mirador de las Chozas bei La Cumbrecita. Es ist ein Ausflug, der wenig anstrengt, aber auch sehr schöne Naturerlebnisse und Ausblicke bringt. Im Süden der Caldera de Taburiente bei dem Ort El Paso und ganz in der Nähe von Los Llanos de Aridane zweigt eine kleine asphaltierte Straße ab, die in Serpentinen zu den Aussichtspunkten führt. Kommt man vom Ostteil der Insel, führt der Weg durch den Tunnel, der etwa in der Mitte der Insel Ost und West verbindet. Kurz hinter der Ausfahrt ist man an der Straße zu La Cumbrecita.

Bei La Cumbrecita

Allerdings kann man nicht einfach losfahren, zwingend notwendig ist ein Halt am Besucherzentrum des Nationalparks. Hier muss man sich anmelden und erfährt, ob die Straße frei ist oder wann man starten darf. Wer es trotzdem probiert und ohne ok fährt, steht möglicherweise an einer geschlossenen Schranke. Das dies Sinn macht, weiß man spätesten, wenn man am Parkplatz an der Cumbrecita ankommt. Die Parkmöglichkeiten sind hier sehr begrenzt und auf der schmalen Serpentinenstraße besteht keine Möglichkeit des Parkens. Besonders bei schönem Wetter ist um die Mittagszeit der Andrang ziemlich groß, es empfiehlt sich also, zeitig am Besucherzentrum zu sein um eine gute Ausgangsposition zu erwischen.

Landschaft beim Mirador de las Chozas

Wir waren gegen 10.30 Uhr am Zentrum und mussten schon etwa 30 Minuten warten, es waren eben einige Leute schneller als wir. Die Wartezeit wurde uns aber nicht lang, denn im Besucherzentrum gibt es eine interessante Ausstellung zum Vulkanismus auf der Insel. Etwas störend ist aber, dass man immer auf die Lautsprecherdurchsage achten muss, um seine aufgerufene Nummer nicht zu verpassen.

Blick vom Mirador de las Chozas in die Caldera de Taburiente

Geht es dann los, fährt man rund 8 km durch eine wunderschöne bewaldete Landschaft mit einigen Ausblicken in der Umgebung. Leider ist aufgrund der Straßenverhältnisse aber nur jeweils ein kurzer Halt möglich, denn parken funktioniert hier nicht. Am Parkplatz wird man eingewiesen, bei den begrenzten Parkplätzen ist das auch sinnvoll. Im Informationskiosk und an einer Tafel bekommt man einen Überblick über die Wanderwege der näheren Umgebung.

Vom Parkplatz führt ein etwa 1 km langer breiter Waldweg zum Aussichtspunkt Mirador de las Chozas. Es ist ein angenehmer und landschaftlich lohnender Spaziergang, der wenig anstrengt und auch für Leute geeignet ist, die nicht so gut zu Fuß sind. Der Mirador de las Chozas ist eine Felskanzel, von der aus man einen sehr guten Blick in die Caldera de Taburiente hat.

Wer mehr sehen möchte und eine etwas anspruchsvollere Wanderung sucht, kann kurz hinter dem Parkplatz auf den kleinen Pfad wechseln, der vom Waldweg abgeht. Auch hier ist alles gut ausgeschildert, und es bieten sich verschiedene Möglichkeiten für Wanderungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und unterschiedlicher Länge.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Wanderung von der 1287 m hohen La Cumbrecita zum Mirador de los Roques. Dieser Aussichtspunkt ist auch nicht allzu weit von La Cumbrecita entfernt und der Weg dorthin ist, wie fast überall in der Bergwelt La Palmas, hochinteressant und landschaftlich sehr schön.

Tour in die Caldera de Taburiente

Eine der beeindruckendsten Gegenden La Palmas ist die Caldera de Taburiente, ein zentral gelegener Talkessel mit einem Durchmesser von 8 km. Begrenzt wird er von rund 2000 m hohen Felswänden; Genauso gewaltig, wie die Blicke von den umliegenden Bergen in den dicht bewaldeten Kessel sind, ist es auch, im Kessel zu stehen und die steilen Berge um sich zu haben.

Landschaft in der Caldera de Taburiente

Geschlossen ist dieser Gebirgsring nicht, im Südwesten gibt es einen Abfluss für das Quellwasser aus dem Talkessel. Die "Schlucht der Todesängste", der Barranco de las Angustias, bildet den Ausgang aus der Caldera de Taburiente. Dort in der Nähe findet man auch den Roque Idafe, einen Monolithen aus Basalt, der den Ureinwohnern heilig war. Ihnen bot der Barranco auch die letzte Zuflucht vor den spanischen Eroberern, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit. Diese tiefe Schlucht ist die kürzeste und am meisten genutzte Zugangsmöglichkeit in die Caldera de Taburiente.

Ausgewaschenes Bachbett

Die Caldera de Taburiente bildet auch den Mittelpunkt des 4690 ha großen Nationalparks, der seit 1954 als Parque National de la Caldera de Taburiente besteht. Der Park ist in mehrere Zonen aufgeteilt. In der Zona de reserva darf man sich nur mit spezieller Genehmigung bewegen, in den anderen Zonen ist Wandern möglich. Natürlich sollte man sich aber strikt an die Satzungen des Nationalparks halten, also die Wege nicht verlassen, keine Pflanzen und Tiere behelligen und auch kein Lagerfeuer entfachen. Das man seinen Müll mitnimmt und nicht in der Natur lässt, sollte auch selbstverständlich sein.

Kiefernwald

Bis auf die Serpentinenstraße nach La Cumbrecita ist das Parkgebiet für Autos gesperrt. Einige Wanderwege führen durch das Gelände, nach entsprechender Anmeldung ist auch Campen auf dem vorgesehenen Platz möglich. Lohnend ist das Wandern durch die Caldera de Taburiente auf jeden Fall. Das gesamte Gebiet ist mit Wäldern aus Kanarischen Kiefern bedeckt und wird durch einige Barrancos unterbrochen. Unterschätzen darf man die Entfernungen aber nicht, es dauert seine Zeit, wenn man durch die Caldera wandern möchte, zumal im Nationalpark nicht quer durch die Landschaft gelaufen werden darf. Möchte man das Gebiet intensiv erkunden, muss man schon einige Tage einplanen.

Die Wanderung wird man in den allermeisten Fällen am Parkplatz des Barranco de las Angustias beginnen. Von dort führt noch ein Fahrweg zum Aussichtspunkt Mirador de los Brecitos, der allerdings für normale PKW kaum zu bewältigen ist und den die meisten Autovermieter auch nicht genehmigt haben. Wie so oft, gibt es jedoch pfiffige Leute, die dabei eine Marktlücke sehen und Abhilfe schaffen. Vormittags stehen einige Palmeros mit ihren Autos als Geländetaxi bereit und bringen die Besucher für einen Obolus von etwa 10 Euro vom Parkplatz zum Mirador de las Brecitos. Damit ist man schon ein Stück in die Caldera de Taburiente vorgedrungen.

Im Besucherzentrum bei El Paso, das auch für die Tour zum Mirador de las Chozas Ausgangspunkt ist, bekommt man die entsprechenden Karten, Hinweise und Informationen zu den Wanderungen durch die Caldera de Taburiente und kann sich in einer Ausstellung über die Flora und Fauna des Parks sowie über die Geologie "schlau machen".

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