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Allgemeine Informationen über Kopenhagen

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Die Stadt Kopenhagen, die Hauptstadt Dänemarks, war uns natürlich ein Begriff. Allerdings müssen wir bekennen, dass uns nähere Einzelheiten nicht bekannt waren. Je mehr wir uns mit der Stadt und ihrer Geschichte beschäftigten, desto interessanter wurde sie für uns. Natürlich betraf das in erster Linie die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die Kopenhagen zu bieten hat. Doch auch das internationale Renommee, das sich Kopenhagen im Laufe der letzten Jahrzehnte erkämpfte, die Auszeichnung als Kulturhauptstadt sowie die wirtschaftlichen Erfolge und die Möglichkeiten, in der Stadt gediegen zu shoppen, sprechen für einen Besuch in der dänischen Metropole. Nicht zuletzt ist die Begegnung mit den Kopenhagenern, einem freundlichen Menschenschlag der sich vorrangig per Fahrrad fortbewegt, faszinierend.

Wissenswertes über Kopenhagen

Kopenhagen ist die Hauptstadt einer Monarchie, und im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Monarchien hat die dänische kaum Skandale zu bieten und ist im Allgemeinen ziemlich beliebt. Für den Touristen ist dabei von großer Wichtigkeit, dass in Kopenhagen eine relativ große Offenheit herrscht. Königliche Einrichtungen zu besuchen ist ziemlich normal und die Einschränkungen für die Besucher sind nicht allzu groß. Natürlich gelangt man nicht in die Privaträume der Königsfamilie, aber das ist wohl selbstverständlich.

Die dänische Flagge Die königliche Garde auf dem Weg nach Schloss Amalienborg Kunstvolle Skulptur vor Schloss Christiansborg

Kopenhagen liegt auf Seeland – Dänemarks größter Insel – und zu einem kleinen Teil auf der Insel Amager. Auf der Stadtfläche von ca. 89 km² leben etwas weniger als 550.000 Einwohner. Man kann also nicht sagen, dass Kopenhagen eine riesige Metropole wäre. Als Weltstadt, oder zumindest weltoffene Stadt, würden wir sie aber trotzdem bezeichnen. Zumal sich zumindest im Sommer die Zahl der in der Stadt übernachtenden Personen wahrscheinlich mindestens verdoppelt.

Wenn sich Kopenhagen eines Negativrekords „rühmen“ kann, dann ist es der, als eine der teuersten Städte ganz Europas zu gelten. Das da etwas dran ist, durften wir auf unserer Tour erfahren. Die Stadt ist aber so schön, dass man dies – wenn auch zähneknirschend – in Kauf nimmt. Neben all den historischen Bauwerken ist in letzter Zeit richtungsweisende moderne Architektur entstanden, die viele andere Städte „vor Neid erblassen lässt“.

Shopping in Kopenhagen

Wer von manchen Weltstädten Einkaufen rund um die Uhr gewohnt ist oder die doch recht langen Öffnungszeiten in deutschen Großstädten, fühlt sich in Kopenhagen in alte Zeiten zurück versetzt. Hier schließen die allermeisten Geschäfte um 18.00 Uhr und am Samstag schon um 16.00 Uhr. Ob man das nun positiv sieht oder eher nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Einige große Kaufhäuser, wie die bekannten Magasin und Illum, sowie einige Supermärkte fallen da aus der Reihe, sie haben bis 20.00 Uhr geöffnet.

Fußgängerzone am Strøget Schaufenster in der Strøget

Ansonsten gibt es in Kopenhagen wohl für jeden Wunsch das entsprechende Angebot. Die Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen, wie die Strøget, die Ravsborggade oder die Kronprinsensgade, sind wahre Paradiese für Shopping-Fans. Natürlich darf dabei auch ein Geschäft mit Dänemarks wohl bekanntesten Artikeln, den LEGO Bausteinen, nicht fehlen. Das befindet sich in der Strøget und bietet das gesamte Sortiment des dänischen Herstellers an. Wer für Kinder ein schönes Mitbringsel sucht, wird hier sicher fündig werden.

Berühmt sind auch Kopenhagens Antiquitäten- und Flohmärkte. An unterschiedlichen Tagen und Zeiten gibt es an verschieden Ecken der Stadt solche Märkte, so z.B. einen feinen aber teuren Antiquitätenmarkt am Gammel Strand. Flohmärkte mit unterschiedlichem Flair werden am Rathaus von Frederiksberg, am Assistens Kirkegård oder am Israels Plads durchgeführt. Etwas aus der Reihe fällt der Flohmarkt am Kongens Nytorv, der wohl eher ein Kunstmarkt ist. Hier gibt es Textilien, Gemälde, Schmuck, Keramik u.v.m. direkt von den Künstlern.

Kopenhagen und seine Bewohner

Eines fiel uns in Kopenhagen besonders auf: Die Bewohner der Stadt waren außergewöhnlich freundlich und hilfsbereit. So brauchten wir nur unseren Stadtplan aufzuklappen und uns darin zu vertiefen, schon kam ein hilfsbereiter Einheimischer und fragte uns, was wir wissen möchten. Der Clou war, als wir in der Karte suchten und ein Bauarbeiter ungefragt vom Gerüst kletterte um uns zu helfen.

Fahrradboom in Kopenhagen

Das betrifft jedoch nur Kopenhagener, die nicht per Fahrrad unterwegs sind. Sobald sich die Einwohner der Stadt auf ihren Drahtesel schwingen, kennen sie offensichtlich nichts anderes mehr. Die Kopenhagener radeln mit Begeisterung bei jedem Wetter und wahrscheinlich jede Strecke. Demzufolge ist die Stadt mit Fahrrädern gefüllt und an den entsprechenden Parkplätzen stehen hunderte Räder. Unklar war uns, wer denn eigentlich noch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist – abgesehen von den Touristen. Doch die Bevölkerung von Kopenhagen scheint für beides auszureichen, sowohl für Heerscharen von Radlern als auch für Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel. Sind die Bewohner der Stadt jedoch mit ihrem Rad unterwegs, gilt keine Verkehrsregel und keine Vorfahrt. Wir mussten uns öfters an Ampeln sowie am Straßenrand in Sicherheit bringen, wenn ein Fahrrad samt Radler angerauscht kam.

Denkmal des dänischen Nationaldichters Adam Oehlenschläger

Kopenhagen ist sehr gut geeignet für einen Urlaub mit Kindern. In der Stadt wird viel getan, um auch den Kleinsten einen angenehmen und keinesfalls langweiligen Aufenthalt zu ermöglichen. Die Einwohner der Stadt sind kinderfreundlich, und überall bemüht man sich, dem Nachwuchs gerecht zu werden. Natürlich zählt dazu auch der Laden von Lego in der Strøget, doch das ist bei weitem nicht alles. Selbst die Museen achten darauf, dass Kinder in den Einrichtungen Interessantes und Originelles für ihre Altersklasse finden. So kommt es, dass die Kleinen in Kopenhagen gern ins Museum gehen und bei einem angekündigten Besuch im Museum kaum maulen. Übrigens erschien uns Kopenhagen als die Stadt mit den meisten Kinderwagen. Ob das nun Einbildung war oder Wirklichkeit, auf jeden Fall haben die Kopenhagener sicher keine extreme Kinderlosigkeit.

Bei der sprachlichen Verständigung mit den Einheimischen hatten wir kaum Schwierigkeiten. Nun haben wir von der dänischen Sprache keinen Schimmer, doch irgendwie ähnelt das Dänische dem Norddeutschen. Auch das können wir nicht, doch war es gar nicht so selten, dass uns ein Begriff bekannt vorkam oder sogar ähnlich bzw. gleich wie im Deutschen war. Es gibt auch relativ viele Kopenhagener, die des Deutschen mächtig sind. Den Ausländern kommt zugute, dass in solch einer kleinen Nation wie Dänemark kaum jemand damit rechnen kann, dass ein Auswärtiger Dänisch beherrscht. So hat man sich darauf eingestellt und spricht entweder auch die Sprache des großen Nachbarn Deutschland oder – und das immer mehr – Englisch, als Sprache, die weltweit einen der ersten Ränge einnimmt.

Essen, Trinken und Ausgehen in Kopenhagen

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Die Gastronomie Kopenhagens ist vor allem eines – sehr teuer. Ganz gleich, ob eines der Spitzenrestaurants – in Kopenhagen gibt es Restaurants mit 14 Michelin Sternen, mehr als in Rom oder Paris! - oder die einfache Imbiss-Bude, die Preise bewegen sich auf einem Niveau, dass uns oft erblassen ließ.

So verzichteten wir auch auf einen Besuch des weltbesten Restaurants, des „Noma“ in der Strandgade 93. Obwohl wir auch nicht hinein gekommen wären, wenn wir gewollt hätten. Die Reservierungen müssen nämlich etwa zwei bis drei Monate im voraus erfolgen, ansonsten erhält man keinen Platz. Wer das in Kauf nimmt und rechtzeitig reserviert, kann mit wirklich Kulinarischem rechnen, aber auch mit Preisen ab 250 bis 300 Euro pro Menü.

Altes Speicherhaus mit dem Restaurant Noma

Ansonsten gibt es, angespornt durch die vielen Michelin Sterne, zahlreiche Restaurants mit Spitzen- oder gehobenem Niveau. Auch kleine Cafés sind überall vertreten und natürlich Gaststätten mit internationalem Flair. Der Italiener, Chinese oder Inder ist auch in Kopenhagen angekommen, was einerseits nicht schlecht ist, andererseits aber wenig Lokalkolorit bringt. Auf jeden Fall sind die Kopenhagener Restaurants ausgesprochen kinderfreundlich. Breite Gänge für Kinderwagen und Kindersitze sind meist selbstverständlich. Das betrifft auch die Essenszeiten. Im Gegensatz zu vielen südlichen Ländern schließen in Kopenhagen die Küchen der Restaurants meist um 22 Uhr, manchmal auch schon früher.

Die dänische Küche bietet im Gegensatz zu manch exotischem Reiseziel keine außergewöhnlichen kulinarischen Spezialitäten. Man wird relativ wenig finden, was man nicht schon von zu Hause kennt. Sucht man etwas Kopenhagen-Eigenes, dann wäre vielleicht das Smørrebrød zu nennen. Übersetzt heißt das schlichtweg Butterbrot. Trotzdem hat es mit dem einfachen belegten Brot nicht viel zu tun, vielmehr sind es Gebilde mit den Grundlagen Brot und Butter, aber außerdem mit zahlreichen Lagen der unterschiedlichsten Zutaten. Davon gibt es dann unzählige Variationen. Auch Getränke mäßig weichen die Dänen kaum von unserem Angebot ab, höchstens mit dem Unterschied, dass Alkohol richtig Geld kostet. Ein Bier ist kaum unter sieben Euro zu haben.

Wer den Restaurant-Besuch mit Musikuntermalung oder fröhlichem feiern verbinden möchte, hat eine große Auswahl an Bars, Discos oder Clubs. Dort geht es dann bis zum frühen Morgen hoch her. In den Clubs beginnt der richtige Betrieb meist sogar erst nach Mitternacht, dann geht es aber auch bis 5 Uhr oder länger. Für Nachtschwärmer ist das ideal, für eine Stadtbesichtigung weniger.

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