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Wetter und Klima in Kopenhagen

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Eigentlich könnte man denken, das Klima in Dänemark und der Hauptstadt Kopenhagen wäre alles andere als erfreulich. Schließlich liegt Kopenhagen schon relativ weit im Norden und Dänemark ist etwas verschrien ob der vielen verregneten Tage. Wie so oft, ist das aber eine Wahrnehmungssache. Wer das Pech hatte, einen völlig verregneten und kalten Urlaub zu verleben, erinnert sich natürlich vorrangig daran. Doch das kann einem auch ohne Weiteres in Deutschland oder einem anderen Land passieren. Sieht man auf die längerfristige Statistik, wird man erkennen, dass Kopenhagens Wetter so schlecht eigentlich gar nicht ist.

Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen liegt auf einer Insel, umgeben von der Ostsee. So kommt die Stadt in den Genuss eines Seeklimas, das besonders im Winter milder ist als oft angenommen. Auch der berüchtigte Regen kommt nicht in den großen Mengen, die man oft im Hinterkopf hat. Sicher, Regentage gibt es in Kopenhagen im Verhältnis nicht gerade wenig. Doch vergleicht man diese mit anderen europäischen Städten, dann relativiert sich auch das. Im Vergleich sieht man nämlich, dass Kopenhagen eher im guten Mittelfeld liegt und so manche andere Stadt viel nasser ist.

Balken oben: Tagesdurchschnittstemperaturen; Balken unten: Nacht-DurchschnittstemperaturenSonnenscheinstunden pro TagNiederschlagstage pro MonatWassertemperaturen

Auch die durchschnittliche tägliche Sonnenscheindauer schneidet überhaupt nicht schlecht ab. Sie ist zum Beispiel höher als in Frankfurt am Main, der man bestimmt mehr Sonnenstunden zugetraut hätte. Wir hatten bei unserer Tour das Pech, verhältnismäßig viel Tage mit Regen zu erwischen. Also könnte man auf die Idee kommen, dass Kopenhagen diese Stadt mit nassem und kühlem Klima ist. Doch beim Betrachten der Daten anderer Städte stellten wir fest, dass dort meist auch kein besseres Wetter herrschte – im Gegenteil, oft kam noch viel ergiebigerer Regen. Als Fazit kann man also sagen, Kopenhagen ist sicher keine Stadt für Sonnenfetischisten, aber auch um einiges besser als der Ruf einer verregneten Metropole.

Badefans werden hier ebenfalls nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen. Zwar liegt Kopenhagen direkt an der Ostsee, doch Strandbäder sind hier kaum zu finden. Bei einem Blick auf die Klimatabelle wird man auch schnell zumindest einen Grund erkennen. Die Wassertemperatur der Ostsee kommt durchschnittlich gerade einmal an fünf Monaten in den zweistelligen Bereich, wobei durchschnittliche Höchsttemperaturen von 16ē Celsius auch nicht unbedingt die Massen zum Sprung ins wahrlich kühle Nass animieren werden. So bleibt das Bad im Meer wohl eher den hartgesottenen Naturmenschen vorbehalten. Man kann sich jedoch damit trösten, dass Kopenhagen eine hochinteressante Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten ist. Man hätte sicher gar keine Zeit, sich über Stunden am Strand zu aalen.

Die Hauptreisezeit für Kopenhagen wird dabei immer der Sommer sein, denn durchschnittlich angenehme Temperaturen um reichlich 20ēC sind gerade richtig für eine Stadterkundung und sicher besser als brütende Hitze. Zwar muss man dann immer auch mit einem Schauer rechnen, doch die relativ hohen durchschnittlichen Sonnenscheinstunden trösten darüber hinweg. Ein Weiteres, um die gute Laune nicht in den Keller gehen zu lassen, tun die vielen Museen, die über so manchen Regentag hinwegsehen lassen. Dazu kommt, dass es selten richtig kalt wird, meist liegen die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen immer noch im relativ angenehmen Bereich. Trotzdem, auf einen warmen Pullover und eine Regenjacke im Sommer zu verzichten, das grenzt in Kopenhagen dann doch an Leichtsinn. Auch wenn viele Hotels vorsorglich Schirme ausleihen, ist so eine wasserdichte Jacke durch nichts zu ersetzen.

Frühling und Herbst haben durchaus ihre Reize, auch wenn in Kopenhagen die Zahl des durchschnittlichen Sonnenscheins merkbar abnimmt. Die Temperaturen bewegen sich jedoch immer noch im durchaus angenehmen – meist zweistelligen – Bereich, so dass Touren durch die Stadt denen im Sommer nicht viel nachstehen. Auch die Regentage unterscheiden sich nicht extrem von denen in den anderen Jahreszeiten. Übers ganze Jahr bleibt in dieser Beziehung der Durchschnitt ziemlich konstant.

Der Winter ist nicht unbedingt die bevorzugte Reisezeit, doch damit steht Kopenhagen nicht allein. Städtetouren sind in den meisten europäischen Städten doch eher etwas für die restlichen Jahreszeiten. Das ist verständlich, denn im nördlich liegenden Kopenhagen sind dann die Nächte schon ziemlich lang, der Sonnenschein dafür extrem kurz. Nun hat die dänische Hauptstadt den berühmten Vergnügungspark Tivoli zu bieten, indem es erst abends so richtig zur Sache geht – doch eine Stadtbesichtigung vorrangig im Vergnügungspark ist vielleicht nicht das Wahre – oder? Museums-Fans werden im Winter jedoch voll auf ihre Kosten kommen, dann sind sie fast allein in den Häusern und können sich voll den Exponaten widmen. Einen Wermutstropfen hat die Sache aber – die Öffnungszeiten der Museen sind in Kopenhagen schon im Sommer nicht gerade ideal und lang. Im Winter werden diese Zeiten dann noch einmal verkürzt. Also bleibt dann doch nur der Vergnügungspark...

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