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Sehenswürdigkeiten rund um den Römerberg

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Frankfurts Römerberg ist gewissermaßen die „gute Stube“ der Main-Metropole und zweifellos eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Hier konzentrieren sich zahlreiche Gebäude, die auf eine lange Geschichte zurück blicken können und die schlichtweg eine Augenweide sind. Dabei stört es überhaupt nicht, dass der heutige Römerberg eigentlich eine „Schummelei“ ist. Während des Zweiten Weltkrieges wurden nämlich die meisten Bauwerke zerstört. Erst relativ spät entschloss man sich dann, das Ensemble des Römerbergs praktisch originalgetreu wieder aufzubauen, zumindest was die Fassaden betrifft. Eine gute Lösung, wie wir finden, denn mit gesichtslosen Neubauten wäre das Flair des Platzes garantiert verloren gegangen und Frankfurt um einen Höhepunkt ärmer.

So kann sich der Besucher der Stadt an den Fachwerkbauten der Ostzeile erfreuen, den gegenüber liegenden Römer, das Rathaus, bewundern und die prachtvolle Alte Nikolaikirche erkunden. Der Kaiserdom, das den Römerberg überragende Bauwerk, ist nur wenige Schritte entfernt. Der Platz mit seinem mittelalterlichen Flair ist jederzeit gut besucht und in den umliegenden Lokalen lässt sich eine erholsame Pause einlegen, mit dem Blick auf das ringsum pulsierende Leben.

Der Kaiserdom, Frankfurts Wahrzeichen

Frankfurts Wahrzeichen, der Kaiserdom, ragt über die Altstadt hinaus und wird in der Höhe nur von den Wolkenkratzern aus Stahl, Beton und Glas überboten. Dabei ist der Dom streng genommen gar keiner, denn er war niemals ein Bischofssitz und keine Bischofskirche. Das er dennoch die Bezeichnung „Kaiserdom“ tragen darf verdankt er Karl IV., auf dessen Weisung hin in der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus – so lautet der eigentliche Name des Gebäudes – ab 1356 die Wahl des Königs stattfand. Ab 1562 wurde das noch einmal gesteigert, von diesem Jahr bis zum Jahr 1792 erhielten die Kaiser in St. Bartholomäus ihre Krone. Immerhin zehn Monarchen waren es, die vor dem Krönungsaltar die Kaiserwürde erhielten. Die Bezeichnung „Kaiserdom“ ist also alles andere als falsch.

Der Kaiserdom Der Westturm des Kaiserdoms

Die Geschichte der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus reicht rund 1350 Jahre zurück. Um 680 begannen die Bauarbeiten an der ersten Kirche, die mehrmals erneuert wurde. Der heutige Bau ist der fünfte. Dabei entsprachen die ersten Gebäude noch nicht dem jetzigen. Der erste Bau war eine merowingische Kapelle, dann folgten eine karolingische Saalkirche und eine Salvator-Basilika. Im Jahre 1239 weihte man den Bartholomäus-Chor. Die Schädeldecke dieses Apostels, der auch der späteren Pfarrkirche den Namen gab, gilt als wertvollste Reliquie, die hier aufbewahrt wird.

Die Seitenschiffe und das gotische Langhaus, die heute noch existieren, gehen auf den Bau zurück, der 1260 begann. Rund 150 Jahre später kam der sehenswerte Westturm dazu, allerdings war er im Original noch ohne Spitze. Die Pläne dafür existierten zwar, wurden aber nicht umgesetzt. Die Spitze bekam der Kaiserdom erst um 1867, als er nach einem großen Brand im neugotischen Stil restauriert wurde.

Innenraum des Kaiserdoms Deckengewölbe und Säulen des Kaiserdoms

Der 95 m hohe Turm ist für Touristen noch aus einem anderen Grund interessant. Besucher haben die Möglichkeit, den Turm von April bis Oktober zu besteigen und von hier oben eine fantastische Aussicht auf die Altstadt und die Skyline von Frankfurt zu genießen. Wir haben uns dieses zwar etwas anstrengende aber ausgesprochen reizvolle Unternehmen über 324 Stufen natürlich nicht entgehen lassen. Wir können nur jedem, dessen Beine noch einigermaßen mitmachen und der über genügend Puste verfügt, diesen Turmaufstieg empfehlen. Der Blick zum Römer, zur Paulskirche, zum Main und zu den Wolkenkratzern am Horizont ist wirklich Spitzenklasse. Natürlich jubeln auch die Fotografen-Herzen bei derartigen Sichten.

Das Taufbecken Christus und Maria Heiliges und Magdalenen-Kapelle

Schließlich sollte man sich auch die Zeit für eine Besichtigung des Kircheninneren nehmen. Es ist faszinierend, das leuchtende Rot des Langhauses zu erleben und die Kunstschätze der Kirche zu sehen, zu denen z.B. der Maria-Himmelfahrt-Altar aus dem Barock zählt. Die mittelalterliche Wahlkapelle ist der Ort, an dem die Königswahlen stattfanden. Im Kreuzgang aus dem Mittelalter befindet sich das Dommuseum, in dem Exponate des Domschatzes bewundert werden können.

Übrigens hat man vom Historischen Garten vor dem Dom einen herausragenden Blick auf das Gebäude. Leider gibt es jedoch Pläne, dieses Areal zu bebauen, wogegen sich ein starker Widerstand herausgebildet hat. Es wäre schade, wenn diese Sicht verbaut würde und es bleibt zu hoffen, dass sich die Befürworter eines unbebauten Areals durchsetzen.

Der Römer, Frankfurts Rathaus

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Der Römer ist Frankfurts Rathaus, das ist eine weithin bekannte aber eigentlich nicht korrekte Ansicht. Das Frankfurter Rathaus besteht nämlich nicht, wie die meisten Rathäuser in anderen Städten, aus einem imposanten Gebäude. Es ist vielmehr ein Komplex aus mehreren Bürgerhäusern und späteren Anbauten, die als Sitz der Stadtregierung dienen.

Schon sehr früh, nämlich im 14. Jahrhundert, wurde der aufstrebenden Stadt ihr Rathaus am heutigen Domturm zu eng. So erhielt der Rat den Auftrag, sich nach einem geeigneten Sitz umzusehen. Die Wahl fiel auf die Patrizierhäuser „Römer“ und „Zum Goldenen Schwan“ am Römerberg, der nach dem Patrizierhaus benannt war. Im Römer hatten schon immer einmal Sitzungen des Frankfurter Rates stattgefunden, denn das Haus war um einiges größer, repräsentativer und besser erhalten als das eigentliche Rathaus. Allerdings waren dieser Entscheidung einige Querelen vorausgegangen. Der Kaiser höchstpersönlich hatte sich schon 1329 für einen Neubau ausgesprochen und die Kreditaufnahme dafür bewilligt, da er Frankfurts Rathaus für eine ziemliche Schande des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation hielt. Das Geld kam zwar an, doch die Frankfurter verbrauchten es für die Reparatur der 1306 eingestürzten Mainbrücke. 1405 war es dann endlich soweit, die Pläne zu einem Neubau wurden gestrichen und Stadt kaufte die Häuser am Römerberg, die zu Frankfurts Rathaus umgebaut wurden.

Der Römer, Frankfurts Rathaus Der Rathauskomplex

Hinz und Kunz, die Besitzer der Häuser, verkauften sie an Frankfurt für 800 Gulden. Damit war der Grundstein gelegt – allerdings nur im übertragenen Sinne – für eines der sicherlich schönsten Rathäuser Deutschlands. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte kaufte die Stadt noch weitere umliegende Häuser, so dass Frankfurts Rathaus im Endeffekt aus zahlreichen einzelnen Gebäuden besteht. Zwischen 1900 und 1908 begann eine rege Bautätigkeit, mit dem Neuen Rathaus wurde der Komplex erweitert und den Anforderungen der schnell wachsenden Stadt angepasst.

Zweifellos am schönsten ist der Anblick des Römers aber vom Platz des Römerbergs. Die rötliche Fassade mit dem Römer-Balkon, auf dem schon zahlreiche berühmte Persönlichkeiten standen, und die drei gotischen Staffelgiebel sind eines der Sehens wertesten – wenn nicht sogar das Sehens werteste – Highlight Frankfurts. Daneben gibt es eine Vielzahl schöner Details, angefangen von den verzierten Türen über die Wappenschilder auf den Balkonkonsolen, den Wappen der wichtigsten Patrizierfamilien bis hin zu den Figuren deutscher Kaiser und Könige und vieles mehr.

Türklinke am Römer Fassade des Römers mit Schmuckelementen

Eine Besichtigung des Gebäudeinneren ist ebenfalls beeindruckend. In den beiden großen Hallen, der Römer-Halle und der Schwanen-Halle, wurden über die Jahrhunderte zur Frankfurter Messe Waren ausgestellt und angeboten, was ihnen den volkstümlichen Namen „Kaufhaus zum Römer“ einbrachte. Der Kaisersaal ist das Prunkstück des Römers, hier gaben sich die bedeutendsten Persönlichkeiten die Türklinke in die Hand. Die Architektur des Saales ist eine Mixtur aus Elementen des Mittelalters, der Romantik und des Wiederaufbaus der neueren Zeit. Höhepunkt des Saales ist die einzige vollständige Galerie, die alle 52 gekrönten Häupter des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in Ölgemälden zeigt. Eine Besichtigung ist möglich, doch wenn hier Veranstaltungen stattfinden, ist der Saal für die Öffentlichkeit geschlossen. Es ist deshalb sinnvoll, im Vorfeld zu erkunden, ob geöffnet ist.

Weitere interessante Objekte sind das wunderschöne historische Treppenhaus, die Wandelhalle, Römer- und Ratskeller, das Kapellchen – die Vorhalle des Ratskellers – sowie die Weinstube im Römer. Sehr sehenswert ist auch der kleine Hof, das Römerhöfchen mit dem Herkulesbrunnen. Originell ist die „Seufzerbrücke“, die Verbindung zum Südbau. Ihren Namen erhielt sie im Volksmund, weil sie direkt zur Finanzverwaltung führte. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt...

Die Ostzeile, moderne Bauten mit historischem Gesicht

Gegenüber dem Römer, auf der anderen Platzseite, kann der Besucher ein wunderschönes Ensemble historischer Fachwerkbauten bewundern. Wobei das genau genommen falsch ist, denn im 2. Weltkrieg fielen auch diese Häuser den Bomben zum Opfer. Danach war der Römerberg lange Zeit ein unansehnliches Stück Frankfurt, bis Anfang der 80er Jahre die Neubebauung im historischen Stil begann. Die Fassaden erhielten das alte Flair, die Häuser dahinter sind modern und den heutigen Ansprüchen entsprechend. Eine glückliche Entscheidung, wie wir finden. Zwar war diese Besinnung auf die Historie sehr umstritten, doch der Platz hat durch die originalgetreue Reproduktion der Fassaden sein fantastisches Gesicht zurück erhalten und ist heute ein Highlight des Tourismus in Frankfurt.

Die Ostzeile des Römerbergs mit Schwarzer Stern und Minerva-Brunnen Die Ostzeile mit dem Gerechtigkeits-Brunnen

Es sind alles Häuser mit klangvollen Namen, wie Wilder Mann, Goldener Greif, Dachsberg, Großer Engel, Großer und Kleiner Laubenberg und Schwarzer Stern. Im Schwarzen Stern, einem Eckgebäude direkt neben der Alten Nikolaikirche, befindet sich das traditionsreiche Gasthaus gleichen Namens. Das Erdgeschoss ist in den Häusern als Gaststätte oder Ladenlokal eingerichtet, so dass den Besuchern auch in dieser Beziehung viel geboten wird.

Die Figur der Justitia auf dem Gerechtigkeits-Brunnen

Auf dem freien Platz vor der Häuserzeile stehen zwei Brunnen, der kleinere Minerva-Brunnen und der imposante Gerechtigkeits-Brunnen. Wie der Name schon vermuten lässt, zeigt die bronzene Statue auf der Spitze des Brunnens die Justitia, die in der einen Hand das Schwert, in der anderen die Waage hält. Aus Bronze besteht Justitia allerdings erst seit 1887, vorher bestanden die Figuren aus Stein. Nachdem der Brunnen stark verfallen war, wurde er Ende des 19. Jahrhunderts restauriert.

Seine Geschichte reicht weit zurück bis ins Jahr 1543. Man vermutet, dass an dieser Stelle ein noch älterer Ziehbrunnen existierte, der durch den Gerechtigkeits-Brunnen ersetzt wurde. Ein denkwürdiges Ereignis war die Krönung von Kaiser Matthias im Jahre 1612. Zu dieser Feierlichkeit floss aus extra für den Brunnen angefertigten Löwen- und Adlerköpfen weißer und roter Wein. Wir hatten sicherheitshalber einmal gekostet, doch leider kam bei uns nur schnödes Wasser...

Der Saalhof mit dem Historischen Museum

Im Gebäudekomplex des Saalhofes sind die Reste des ältesten Frankfurter Bauwerks erhalten. Die Grundlagen des Ensembles gehen bis ins 12. Jahrhundert zurück, in dem hier eine Reihe von Gebäuden errichtet wurden. Sie dienten als Königspfalz, später dann als Lagerhaus und Messegebäude. Heute lässt die Bebauung nicht mehr viel von diesen Anfängen erahnen. Markant ist auf jeden Fall der Rententurm aus dem Jahre 1456, der Teil der spätgotischen Stadtbefestigung war und das Fahrtor sicherte. Dieses Tor galt als Hauptzugang vom Main zur Stadt und diente als Zollstelle, war also ein finanziell wichtiger Faktor für Frankfurt. Das Fahrtor existiert leider nicht mehr, im Zuge des Baus der Uferstraße wurde es abgerissen.

Historisches Museum Statue vor dem Museum Caricatura

Der Saalhof ist auch der Sitz des Frankfurter Historischen Museums. Gegründet wurde es 1878 mit dem Ziel, Geschichte und Kultur der hessischen Metropole zu bewahren und zu zeigen. Seit 1972 ist es im Saalhof und einem modernen Anbau untergebracht. Zu sehen ist eine umfangreiche Sammlung der unterschiedlichsten Genre, vom Gemälde bis zur Fotografie, vom Haushaltsgegenstand bis zur Waffe und vieles mehr.

Wer gern einmal lachen möchte, kann das Museum für Komische Kunst Caricatura besuchen. In der Karikaturen-Sammlung sind vorrangig Werke der Vertreter der „Neuen Frankfurter Schule“ ausgestellt. Das Kindermuseum war 1972 das erste dieser Art in der Bundesrepublik. Hier wird großer Wert auf Probieren und Mitdenken gelegt, trockene Abhandlungen sind weniger gefragt. So sollen die Jüngsten an die Kultur heran geführt werden. Eigentlich ist es kein Museum, das „Apfelweinmuseum“. In dieser Gaststätte kann man an den Wänden die Geschichte des Apfelweins bestaunen und das saure Getränk auch gleich verkosten.

Die Alte Nikolaikirche

Zum bekanntesten Platz Frankfurts gehört natürlich auch eine Kirche. Zwar befindet sich in nur wenigen Metern Entfernung zum Römerberg der Kaiserdom und die Alte Nikolaikirche kann mit dessen Ausmaßen nicht mithalten, doch was die Schönheit und die Architektur des Baus betrifft, braucht sich die Nikolaikirche nicht zu verstecken. Auch sie kann auf viele Jahrhunderte zurück blicken. Die Kirche, deren Namen auf den Heiligen Nikolaus - den Schutzpatron der Fischer - zurück geht, wurde das erste Mal 1264 urkundlich erwähnt. Das ist jedoch nicht der Baubeginn, das Gebäude ist um einiges älter.

Die Alte Nikolaikirche Die Alte Nikolaikirche Das Innere der Alten Nikolaikirche

Ursprünglich war der Baustil frühgotisch, im 15 Jahrhundert wurde die Kirche im spätgotischen Stil umgebaut. Dabei erhielt sie das charakteristische steile Walmdach. Der anfangs flache Turm wurde 1460 um zusätzliche Geschosse erhöht und diente seitdem zur Überwachung der ein- und auslaufenden Schiffe. Der Kaiserdom wurde von den Königen und Kaisern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation für ihre Krönungszeremonien genutzt. Die Alte Nikolaikirche dagegen war bis etwa 1530 die „Hauskirche“ der Frankfurter Ratsherren. Danach kam eine Zeit des Niedergangs, das Gebäude der Kirche wurde als Magazin und Getreidelager genutzt . Mitte des 19. Jahrhunderts stellte man die ursprüngliche Nutzung als Gotteshaus wieder her.

Die Alte Nikolaikirche ist nicht besonders groß, aber wir halten sie für eine der schönsten Kirchen Frankfurts, vielleicht sogar für die schönste. Der Bau mit seiner roten und weißen Fassade wirkt richtig elegant. Der Turm ragt nach der Erweiterung im 15. Jahrhundert mit seinen 48 m Höhe relativ weit über das Kirchenschiff hinaus. Das Innere des Gebäudes weist keine herausragenden Architektur- und Kunstschätze auf. Trotzdem lohnt eine Besichtigung, wir hatten den Besuch nicht bereut. Empfehlen möchten wir jedem Interessierten, gegen 9.00 Uhr, 12.00 Uhr oder 17.00 Uhr in der Nähe der Alten Nikolaikirche zu sein. Um diese Zeiten erklingen jeden Tag zwei Melodien mit dem 47-stimmigen Glockenspiel der Kirche.

Weitere Sehenswürdigkeiten am Römerberg

Wir hatten nicht damit gerechnet, auf dem Platz vor dem Kaiserdom quasi in einem Museum zu stehen. Es ist eine originelle Sehenswürdigkeit, die Frankfurt hier aufzuweisen hat. An dieser Stelle, an der nach heutiger Kenntnis die ersten Gebäude der späteren Main-Metropole standen, kann sich der Besucher auf dem Areal des Archäologischen Gartens einen Einblick in diese Anfänge verschaffen.

Der Archäologische Garten

Hier wurden drei Kulturschichten freigelegt, von der Zeit der Römer bis zum Hochmittelalter. In dieser Anlage unter freiem Himmel lassen sich die Mauern eines ehemaligen römischen Militärlagers bestaunen, ebenso wie die Überreste römischer Badeanlagen aus dem 1. und 2. Jahrhundert. Nur wenige Meter weiter stehen die Reste der Kaiserpfalz, die Ludwig der Fromme im 9. Jahrhundert erbauen ließ. Aus dem Mittelalter haben mehrere Keller und Fundamente alter Bürgerhäuser die Zeit überstanden. Wer einen Eindruck von Frankfurts wechselvoller Geschichte und den frühen Anfängen der Stadt bekommen möchte, hat dazu im Archäologischen Garten die besten Voraussetzungen.

Die Kunsthalle Schirn

Direkt neben dem Archäologischen Garten steht ein eindrucksvoller Rundbau, die Kunsthalle Schirn. Sie gilt als eines der renommiertesten Ausstellungshäuser in Europa. Dabei ist sie eines der jüngsten Bauten Frankfurts, eröffnet wurde sie im Jahre 1986. Wer vermutet, dass der Name der Kunsthalle vielleicht auf den Erbauer, einen Künstler oder einen Mäzen zurückgeht, liegt falsch. Der Name kommt schlicht von den Metzgern. Früher befanden sich hier die offenen Verkaufsstände – die „Schirn“ - dieser Zunft.

Die Kunsthalle Schirn

Die wechselnden Ausstellungen, die in der Kunsthalle gezeigt werden, kommen aus den unterschiedlichsten Kunstgebieten - Malerei, Grafik, Fotografie u.v.m. - und behandeln neben relevanten Themen zeitgenössischer Kunst auch die Werke weltberühmter Künstler in Einzelausstellungen. Geöffnet ist die Kunsthalle dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 19 Uhr, mittwochs und donnerstags sogar bis 22 Uhr, montags ist Ruhetag.

Das Haus Wertheim

Neben all den Fachwerkhäusern rund um den Römerberg sticht das Haus Wertheim gegenüber des Historischen Museums nicht besonders hervor. Trotzdem ist es einmalig, denn es ist das einzige historische Fachwerkgebäude der Frankfurter Altstadt, das den 2. Weltkrieg überstanden hatte und noch im Original erhalten ist. Die anderen historischen Häuser sind Nachbauten der zerstörten Gebäude.

Das Haus Wertheim wurde im Stil der Renaissance um das Jahr 1600 erbaut. Das Erdgeschoss besteht aus massivem Stein, die oberen Etagen wurden als Fachwerk aus Holzgefüge errichtet. Auch das Innere des Hauses lässt sich teilweise bewundern, nämlich in der historischen Gaststätte, die im Erdgeschoss eingerichtet ist und eine lange Tradition pflegt.

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