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Frankfurts Parks und Gärten

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Frankfurt ist grüner, als man oft denkt. Das ist jetzt allerdings nicht politisch gemeint, sondern bezieht sich auf die grünen Lungen der Main-Metropole. Frankfurt ist zwar nicht gerade berühmt dafür, mit Parks und Gärten zu glänzen, doch andererseits findet man in den Grenzen der Stadt mehr grüne Ecken als oft erwartet.

Dabei fällt den meisten Besuchern – selbst internationalen - am ehesten der Frankfurter Zoo ein, der durch seinen ehemaligen Direktor Professor Dr. Bernhard Grzimek berühmt und weltbekannt wurde. Doch das ist bei weitem nicht alles, selbst an der Altstadt muss man nicht auf Grünes verzichten. Zwar sind es nicht gerade große Areale, doch um die Frankfurter Altstadt zieht sich praktisch ein Ring an Grünanlagen mit parkähnlichem Charakter. Unterbrochen wird er nur durch den Main, an dessen Ufer das Grün nur an einigen Stellen vorhanden ist.

Dazu kommen dann noch verschiedene grüne Areale, die teilweise beachtliche Ausmaße annehmen, wie z.B. der Grüneburg-Park mit dem angrenzenden Botanischen Garten und dem Palmengarten. Manchmal sind es auch nur kleine Flecken, wie etwa die Ludwig-Erhard-Anlage vor der Messe oder Günthers Burgpark. So komisch es vielleicht auch klingt, aber auch die Friedhöfe können für Denjenigen, der Ruhe in einer Parklandschaft sucht, ein Ort der Entspannung sein.

Die Taunusanlage und die Gallusanlage

Die Gallusanlage und die Taunusanlage sind Bestandteil der Frankfurter Wallanlagen, die sich als ringförmige Grünanlagen um die Innenstadt ziehen. Nach der Erweiterung der Stadt im 14. Jahrhundert wurde eine neue Befestigung gebraucht und so begann der Bau neuer Wallanlagen. Die waren beachtlich, 6 bis 8 m hohe und etwa 2,5 m bis 3 m breite Mauern mit einem vorgelagerten bis zu 10 m breiten Wassergraben boten einen guten Schutz – zumindest bei der damaligen Waffentechnik. Ende des 18. Jahrhunderts sah das völlig anders aus. Unter den weiter entwickelten militärischen Bedingungen waren die Wälle nutzlos geworden. So entschloss man sich, die Befestigungen abzureißen. Es wurde aber festgelegt, dass ein ca. 100 m breiter Streifen um die ehemaligen Wälle unbebaut bleiben muss. Den Frankfurtern bescherte diese Festlegung den Ring von Grünanlagen, der sich um die Innenstadt zieht. Wir meinen, das war eine gute Lösung.

Die Gallusanlage beginnt am Willy-Brandt-Platz, an dem der Eurotower steht und endet am Taunustor, einer Straße, die durch die Anlage hindurchführt. Hier befindet sich auch das Japan Center, ein mit 115 m Höhe und 27 Stockwerken eher kleines Hochhaus. Der Name des Gebäudes bezieht sich auf zahlreiche japanische Unternehmen, die im Haus ihren Sitz haben. Freunde japanischen Essens können das Restaurant im Erdgeschoss besuchen, internationale Küche gibt es im 25. Stockwerk.

Das Opfer-Denkmal Das Schiller-Denkmal mit den Hochhäusern der deutschen Bank

In der Gallusanlage, benannt nach dem Gallustor (Galgentor), befindet sich das Opfer-Denkmal. Es entstand 1920 und soll mit der Statue einer leidenden Frau an die Gefallenen des 1. Weltkrieges erinnern. Interessant ist auch die Skulptur „Olymp von Weimar“, die das Genie Goethes würdigen soll. Wenn wir diese Bedeutung nicht gelesen hätten, wären wir allerdings nie auf den Sinn gekommen. Die Skulptur ersetzt das Goethe-Denkmal, das im Jahre 2007 auf den Goetheplatz, den ursprünglichen Standort, zurück kam.

Die Taunusanlage, eine der größten Wallanlagen, reicht vom Taunustor bis zum Opernplatz, der eine Lücke in die ansonsten fast zusammen hängenden Anlagen bringt. Die Taunusanlage ist besonders reich an Denkmälern, darunter das monumentale Beethoven-Denkmal. Imponierend fanden wir die Blicke in die Umgebung, denn die Anlagen liegen dicht am Bankenviertel mit seinen Wolkenkratzern. So blickt man gleichzeitig auf ein Denkmal und das Grün der Anlage sowie auf die Hochhäuser im Hintergrund.

Das Heinrich-Heine-Denkmal Reliefplatte am Heine-Denkmal

Zwar spielte Frankfurt im Leben Friedrich Schillers keine bedeutende Rolle, trotzdem wollten die Stadtväter der Main-Metropole ein Denkmal des Dichters in ihrer Stadt haben. So wurde 1864 das Denkmal mit der überlebensgroßen Bronzestatue Schillers enthüllt, damals aber noch nicht am jetzigen Standort. Anfangs stand das Denkmal auf dem Paradeplatz, der den Namen Schillerplatz erhielt. An den jetzigen Standort, in die Taunusanlage, brachte man das Denkmal 1955, anlässlich des 150. Todestages Schillers.

Das Heinrich-Heine-Denkmal hat eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich. Schon im Vorfeld protestierten Antisemiten und Konservative gegen ein Denkmal des ihnen verhassten jüdischen Dichters. 1913 konnte das vom Bildhauer Geog Kolbe geschaffene Werk aufgestellt werden, doch 1933 stürzten die Nazis die Skulpturen vom Sockel. Glücklicherweise wurde es jedoch nicht vernichtet. Auch vor dem Einschmelzen im Krieg wurde es unter der Tarnung als „Frühlingslied von Kolbe“ gerettet. In der Taunusanlage steht es seit 1947, dem 150. Geburtstag Heinrich Heines. Zu den Skulpturen, einer weiblichen und einer männlichen Figur, wurde Kolbe durch zwei russische Balletttänzer inspiriert. Auf den eigentlichen Namensgeber des Denkmals weist eine Reliefplatte mit dem Bildnis Heines am Sockel hin.

Das Beethoven-Denkmal Der Winzer-Brunnen

Am eindrucksvollsten und größten ist jedoch das Beethoven-Denkmal, das auf einer kleinen Anhöhe steht, von der man einen guten Blick zum MainTower und zu den Türmen der Deutschen Bank hat. Der Schöpfer des Werkes ist ebenfalls Georg Kolbe, der das fertige Denkmal jedoch nie zu Gesicht bekam. Er arbeitete von 1926 bis 1947 an den gewaltigen Skulpturen. Bis zu seinem Tod 1947 hatte er die Großmodelle fertig gestellt, der Bronzeguss erfolgte aber erst 1948. Die überlebensgroßen Figuren auf einem Sockel aus Diabas - „Grünstein“ - zeigen Ludwig van Beethoven in jüngeren Jahren, daneben zwei weibliche Figuren. Die linke stellt die „Sinnende“ dar, die rechte die „Rufende“. Sie sollen die inneren Stimmen symbolisieren.

Etwas versteckt und wenig spektakulär steht in der Nähe des Opernplatzes das Guiollett-Denkmal, das dem Kommunalpolitiker Johann Jacob Franz Guiollett gewidmet ist. Ein spätklassizistischer Pumpenbrunnen ist den Winzern zugedacht. Der Winzer- oder auch Lachhannes-Brunnen entstand 1859. Das Motto des Brunnens steht auf einer Bronzetafel : „GESEGNET SOLL DER TRUNK UNS SEIN: DAS WASSER EUCH UND MIR DER WEIN“. Kein schlechtes Motto – oder ? Ergänzt wird die Reihe der Denkmäler und Brunnen in der Taunusanlage noch durch den Marshall-Brunnen. Er entstand erst 1963 und ist dem ehemaligen Außenminister der USA , Georg C. Marshall – bekannt geworden durch den „Marshall-Plan“ - gewidmet.

Der Botanische Garten in Frankfurt

Das ausgesprochen Positive am Botanischen Garten Frankfurt ist der öffentliche und kostenlose Zugang für Besucher vom 1. März bis zum 31. Oktober. Es ist ein Ausflug ins Grüne, der mit Sicherheit lohnt. Der Botanische Garten gehört zur Goethe-Universität Frankfurt am Main, umso lobenswerter ist die Möglichkeit des freien Zugangs für Alle. Nicht jede Institution ist so Besucher freundlich.

Im Botanischen Garten Im Botanischen Garten

Der erste Botanische Garten in Frankfurt entstand schon 1763, damals noch am Eschenheimer Tor. Initiator des Gartens war die Senckenbergische Stiftung des Arztes Christian Senckenberg. Doch bald zwang der Platzmangel zum Umzug. Heute findet man den Botanischen Garten zwischen dem Gelände des Palmengartens und dem Grüneburg-Park. Einen Besuch der beiden Gärten kann man so sehr gut miteinander verbinden, es sind nur wenige Meter zwischen den Anlagen, die problemlos per Fuß zurück gelegt werden können.

Im Botanischen Garten

Auf einem Gelände von 8 ha Größe spaziert man inmitten von mehr als 5000 Arten von Freilandpflanzen. Das allein ist schon ein Vergnügen, vor allem, wenn auch das Wetter mitspielt und man sich bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen in der stimmungsvollen Landschaft an den Pflanzen erfreuen kann. Nebenbei lässt sich noch so einiges Wissenswerte erfahren, denn alle Arten sind sorgfältig ausgeschildert und mit den wichtigen Daten versehen. Es sind nicht nur einheimische Pflanzen, die hier wachsen, sondern auch die Flora des Mittelmeerraumes, der nordamerikanischen Landschaften und aus dem ostasiatischen Raum ist zu bewundern. Dazu kommen noch einige Sonderabteilungen, die sich speziellen Themen widmen.

Der Palmengarten, eine grüne Oase in Frankfurt

Der Palmengarten im Frankfurter Westend ist ein großes Areal, dessen Name eigentlich etwas irreführend ist. Wir hatten uns einen halben Tag Zeit genommen, aber bei weitem nicht alles entdeckt, was dieser Park zu bieten hat. Es sind nämlich nicht nur Palmen zu sehen, sondern hier kann man eine Reise durch die unterschiedlichsten Biotope der Erde unternehmen. Von den Pflanzen der Regenwälder bis zu den Gewächsen der Wüsten spannt sich der botanische Bogen.

Im Palmenhaus des Palmengartens Im Palmenhaus des Palmengartens

Angefangen hat die anschauliche Darstellung mit der botanischen Sammlung des Herzogs Adolf von Nassau. Um sie aufzunehmen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gründeten die Frankfurter im Jahre 1869 den Palmengarten, der im Laufe der Zeit einige Male erweitert und umgestaltet wurde. Den Anfang machte das Palmenhaus, ein Gebäude aus Eisen und Glas und eines der größten Gewächshäuser Europas, in dem man sich in den tropischen Dschungel versetzt fühlt. Noch heute hat es nichts von seiner Faszination verloren, wir fanden das Streifen durch die Dschungelwelt mit den üppigen Pflanzen und den künstlichen Wasserläufen spannend.

Das Tropicarium

In den beiden Häusern des Tropicariums sind die verschiedenen Formen der Tropenwelt vorgestellt. Im kleineren Haus findet man die Pflanzenwelt der trockenen Tropen sowie einen Kakteen-Garten. Im größeren der Häuser kann man die Biotope der feuchten Tropengebiete erleben. Daran schließt sich gleich die Botanische Sammlung an. Das Haus Leonhardsbrunn ist den mediterranen und Gebirgspflanzen gewidmet. Auch die Welt der Subantarktis hat ein eigenes – wenn auch kleines – Haus. Umfangreicher ist wiederum das Blütenhaus.

Der Rosengarten mit dem Haus Rosenbrunn Der Bootsweiher

Als sehr angenehm empfanden wir, dass man sich nicht unbedingt nur in Gebäuden aufhalten muss. Die sind nämlich in einem sehr großen Park untergebracht, der auch die unterschiedlichsten Biotope zeigt und in dem man beim Spazieren durchs Gelände viel Wissenswertes über die einzelnen Pflanzenbereiche erfährt. Große Areale sind in verschiedene Wiesen- und Gartenbereiche aufgeteilt. So gibt es u.a. die Steppenwiese, den Stauden-, den Rhododendron- und den Steingarten. Liebhaber der Rosen werden sich im Rosengarten mit dem Haus Rosenbrunn sehr wohl fühlen. Zwischen drin stoßen die Besucher immer wieder auf Liegewiesen, die natürlich betreten werden dürfen und auf denen man sich prima ausruhen kann.

Das Papageno Musiktheater

Der Palmengarten dient nicht nur der Wissensvermittlung, hier lässt sich auch einfach nur die Freizeit angenehm verbringen und auch die Kinder werden sich nicht langweilen. So laden auf dem Bootsweiher Ruderboote zu einer Bootstour ein. Wenn die Kleinen zu sehr quengeln, können sie auch im Kinderspielbereich oder beim Minigolf „ruhig gestellt“ werden. Natürlich ist ebenso für das leibliche Wohl gesorgt, Restaurants und Cafés findet man im Gesellschaftshaus neben dem Palmenhaus und in der Villa Leonhardi. Im Papageno Musiktheater werden Stücke zur Aufführung gebracht, die sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistern können.

Der Zoologische Garten in Frankfurt am Main

Frankfurts Zoologischer Garten wird wohl immer mit dem Namen Bernhard Grzimek verbunden sein. Der langjährige Direktor des Tiergartens ist weltweit durch seine Filme - „Serengeti darf nicht sterben“ wurde zum richtigen Klassiker – und zumindest deutschlandweit durch seine Fernsehsendungen berühmt geworden. Doch nicht nur durch diese Persönlichkeit, sondern allgemein ist der Frankfurter Zoo etwas Besonderes.

Das Gesellschaftshaus auf dem Zoogelände

Er ist einer der ältesten Tiergärten. Gegründet wurde er schon 1858, damals noch auf Probe. Schon bald kristallisierte sich aber heraus, dass ein Dauerbetrieb sinnvoll ist. Das erste Gelände erwies sich aber bald als zu klein und auf Dauer ungeeignet. So zog der Tierpark im Jahre 1874 auf das heutige Gelände um. Aus finanziellen Gründen erfolgte die Erweiterung und der weitere Ausbau jedoch sehr zögerlich. Der absolute Tiefpunkt kam nach dem Ende des 2. Weltkrieges, in dem auch der Zoologische Garten fast vollständig zerstört wurde. So kam die Überlegung auf, den Zoo vollständig zu schließen.

Gestaltung der U-Bahnstation Zoo Gestaltung der U-Bahnstation Zoo

Neben anderen Persönlichkeiten war es Prof. Dr. Dr. Grzimek, der sich für den Erhalt einsetzte und schließlich die Wiedereröffnung durchsetzte. Prof. Grzimek wurde der neue Direktor des Zoologischen Gartens. Damit begann auch die intensivere Wahrnehmung des Zoos in der Öffentlichkeit, vor allem durch den Bekanntheitsgrad Bernhard Grzimeks gefördert. Das große Problem des Frankfurter Zoos ist allerdings der eng begrenzte Platz in der inneren Stadt, der sich nicht intensiv erweitern lässt.

Man hat sich aber so einiges einfallen lassen, um den Zoo immer attraktiver zu gestalten und Besucher anzuziehen. Das ist auch gelungen, heute zählt der Frankfurter Zoo zu den meistbesuchten und attraktivsten Deutschlands. So bietet das Grzimekhaus die Möglichkeit, nachtaktive Tiere zu den Öffnungszeiten in Aktion zu sehen. Ermöglicht wird das durch einen nur minimal erleuchteten Raum, in dem man die Tiere hinter Glas beobachten kann. Das Exotarium hat mehrere Abteilungen, so ein Aquarium, ein Terrarium, eine Reptilienhalle sowie einen Klimasaal und eine Insektenabteilung. Die Attraktion ist ein künstliches Tropengewitter, das täglich um 11.30 Uhr und um 15.30 Uhr niedergeht. Erwähnenswert sind noch die Vogelhallen und der Katzendschungel.

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