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Die Geschichte der Stadt Frankfurt am Main

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Die Gegend um Frankfurt am Main gehörte schon früh zu den bevorzugten Siedlungsgebieten. Neben den Römern waren es germanische Stämme, die hier erste Orte gründeten, allerdings noch nicht unter ihrem heutigen Namen. Der geht auf den berühmten Frankenkönig Karl der Große zurück, der an dieser Stelle seine Leute über den Fluss führte, da es hier eine Furt gab.

Nach der offiziellen Gründung entwickelte sich die Stadt zu einer der wichtigsten Reichsstädte auf deutschem Gebiet, in der Königswahlen und Kaiserkrönungen stattfanden. So wurde Frankfurt zu einer bedeutenden Stadt, die auch viele berühmte Persönlichkeiten hervor brachte und anzog. In der heutigen Zeit hat Frankfurt seinen Platz als wichtige Finanzmetropole gefunden.

Die Anfänge Frankfurts

Schon lange bevor an die Stadt Frankfurt zu denken war siedelten in dieser Gegend Menschen. So belegen archäologische Funde, dass schon in der Steinzeit vor rund 200.000 Jahren Jäger und Sammler die Landschaft durchstreiften. Die ersten festen Siedlungen der sesshaften Ackerbauern und Viehzüchter entstanden vor etwa 7000 Jahren.

Lange Zeit ging in Europa nichts ohne die Römer, auch die Gegend um das heutige Frankfurt gehörte für mehrere Jahrhunderte zum römischen Imperium. Die hier gegründete Stadt Nida lag auf dem Territorium des späteren Frankfurt-Heddernheim. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches und zu Zeiten der Völkerwanderung kamen erst die germanischen Alemanen und schließlich die Franken an diesen Ort.

Die waren es dann auch, die der Stadt ihren Namen gaben. Genauer gesagt, soll es der Sage nach Karl der Große gewesen sein, der Frankfurt gründete an der "franconofurd". Diese Furt im Main soll den Franken das Überqueren des Flusses erlaubt haben, dadurch eignete sich diese Stelle sehr gut für die Gründung. Im Jahre 794 fand unter dem Vorsitz Karls die Kirchenversammlung des Reiches statt, hier wurde der Begriff franconofurd Frankfurt erstmals urkundlich erwähnt.

Frankfurt bis zum 19. Jahrhundert

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Im 9. Jahrhundert stieg Frankfurt sogar zum Ort der Reichstage auf und war für längere Zeit die wichtigste Königspfalz der Ostfranken. Der Aufstieg Frankfurts ging weiter und erlebte einen neuen Höhepunkt mit der Ernennung zur Freien Reichsstadt im Jahre 1220. In der Stadt war schon seit Jahren die Wahl des römisch-deutschen Königs durchgeführt worden. 1356 bestätigte die "Goldene Bulle", das wichtigste Grundgesetz des Heiligen Römischen Reiches, dies offiziell. Dadurch wurde Frankfurt ständige Wahlstadt der Könige und im 16. Jahrhundert sogar Krönungs-Stadt der Kaiser.

Gedenkplatte an der Paulskirche an das Erste Deutsche Parlament

Nach dem Ende dieses Reiches, eingeleitet durch die Truppen Napoleons, kam Frankfurt zum Rheinbund und gehörte kurzzeitig von 1810 bis 1813 zum Großherzogtum Frankfurt. Wegen der Niederlage Napoleons und der Befreiung von den Franzosen dauerte diese Epoche jedoch nur wenige Jahre. Auf dem Wiener Kongress 1815 erhielt Frankfurt wieder den Status als Freie Reichsstadt.

Im Preußisch-Österreichischen Krieg verlor die Stadt jedoch dieses Privileg wieder und Frankfurt wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden zugeordnet. Das hatte Auswirkungen bis in unsere Zeit, denn obwohl Viele Frankfurt für die Hauptstadt des Landes Hessen halten, ist dies ein Irrtum. Hessens Hauptstadt ist Wiesbaden. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung ging es in der Stadt jedoch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steil aufwärts. Frankfurt vergrößerte sich von 70 auf 135 km² durch die Eingemeindung umliegender Ortschaften. Das war in den Gründerjahren und der Zeit der industriellen Revolution in vielen Städten so.

Frankfurts Entwicklung bis heute

Anfang des 20. Jahrhunderts war Frankfurt am Main endgültig zu einer bedeutenden Großstadt herangewachsen, für kurze Zeit wurde es sogar Deutschlands flächenmäßig größte Stadt. Immer mehr Industrie siedelte sich an und auch die Wissenschaft gewann hier an Bedeutung. 1914 wurde die Universität Frankfurt gegründet, eine Initiative, die von den Bürgern der Stadt ausging.

Gedenkplatte zur Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten

Den größten Rückschlag erlitt Frankfurt im Zweiten Weltkrieg, es gehörte zu den Städten Deutschlands, die am meisten litten. Durch die Luftangriffe der Alliierten wurden etwa 70 Prozent aller Gebäude zerstört, fast die gesamte innere Stadt lag in Trümmern. Bis heute sind diese Auswirkungen zu spüren, trotz mancher Bemühungen in den letzten Jahrzehnten ist die großflächige mittelalterliche Bebauung, die maßgeblich Frankfurts Gesicht prägte, verloren. Einige Nachbauten, wie z.B. am Römer, können diesen Verlust bei weitem nicht ausgleichen.

Nach dem Krieg wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone der Amerikaner, Engländer und Franzosen. Beinahe wäre die Stadt 1949 auch Hauptstadt der Bundesrepublik geworden, doch der Rheinländer Konrad Adenauer, der erste Kanzler, setzte seinen Favoriten Bonn in der Nähe Kölns durch.

Frankfurts Rolle in der Bundesrepublik lag vorrangig in der Funktion als Metropole, die vorher Städte wie Berlin oder Leipzig ausgefüllt hatte. Gleichzeitig entwickelte sich die Stadt zum Finanzdorado und zum Verkehrsknotenpunkt. Im Zugverkehr und besonders im Luftverkehr nahm Frankfurt die führenden Positionen ein. Auch der Aufbau und Neubau der Stadt gewann nach Jahren der städtebaulichen Stagnation an Fahrt.

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