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Die Costa Blanca Küste rund um Calpe

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Die Stadt Calpe und den umliegenden Küstenabschnitt hielten wir für den schönsten der Costa Blanca. Sicher kann man darüber streiten, doch die Stadt mit dem „Symbol der Costa Blanca“, dem steil aufragenden Felsen Penón de Ifach, hat schon viel für Touristen zu bieten. Die benachbarten Orte Altea und Jávea werden zu den bemerkenswertesten der Region gezählt bzw. verfügen über eine hochinteressante Küste mit einer abwechslungsreichen Landschaft. Dénia, die Stadt, die allgemein als Endpunkt der Costa Blanca im Norden gilt, besitzt war nicht die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten, aber die Strände lassen den Ort zu einem der beliebtesten Urlaubsziele der weißen Küste werden.

Calpe und das Wahrzeichen der Costa Blanca

Der erste Eindruck, den wir von Calpe erhielten, war der monumentale Felsen an der Spitze einer Landzunge. Schon von weitem zeigt er an, dass man sich Calpe nähert. Dieser 332 m hohe und steil aufragende Felsblock ist eine so markante Erscheinung, dass er als das Symbol oder Wahrzeichen der Costa Blanca bezeichnet wird. Kommt man aus der Richtung von Benidorm, zweigt vor dem Ort eine kleine Straße zu einem Aussichtspunkt ab. Wir sind natürlich dorthin gefahren und können diesen fantastischen Blick über die Stadt und auf den riesenhaft wirkenden Felsen nur empfehlen. Besonders am Abend sind die Lichtstimmungen, die den Penón in ein unwirkliches Licht tauchen, bezaubernd.

Calpe mit dem Penón de Ifach Der Penón de Ifach Calpe mit dem Penón de Ifach

Ganz gleich, wo man sich in Calpe aufhält, der Felsen dominiert immer die Umgebung und dient als ausgezeichnete Markierung. Noch bis 1987 war er in privatem Besitz, heute gehört er der Allgemeinheit und ist als Naturpark ausgezeichnet. Es besteht sogar die Möglichkeit, den Felsen zu besteigen. Zwar ist das nur ein Höhenunterschied von rund 300 m, doch der ist nicht ohne. Vor dem Aufstieg kann es unter Umständen jedoch zu längeren Wartezeiten kommen. Die Zahl der jeweils zugelassenen Besucher ist begrenzt.

Der Strand mit dem Penón de Ifach

Der Zugang zum Berg ist in Calpe ausgeschildert. Der erste Stück vom Fuß des Felsens bis zum Info-Zentrum ist noch ohne weiteres anzugehen. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt, die umliegenden Berge und den Hafen. Wir waren jedenfalls begeistert von diesem Ausblick. Im Zentrum gibt es interessante Details zur Geschichte sowie zu Flora und Fauna des Naturparks. Neben dem Info-Zentrum steht die Sperre mit dem Zählwerk, hier beginnt der eigentliche Weg bergauf. Etwas Dynamik und vor allem gutes Schuhwerk sollte man für den Aufstieg auf jeden Fall mitbringen, denn der Weg verläuft erst in Serpentinen, dann gilt es einen glatten Tunnel zu durchqueren und das letzte Stück des Aufstiegs ist ziemlich steil. Der Ausblick entschädigt aber für all die Mühe, vorausgesetzt, das Wetter ist entsprechend. Bei sehr klarer Luft soll man vom Gipfel sogar bis zur Balearen-Insel Ibiza sehen können.

Blick über Calpe mit dem Hafen Der Hafen und der Penón de Ifach Am Strand von Calpe

Möchte man sich den Weg nach oben sparen, bleibt immer noch der sehr beeindruckende Anblick des Felsens von unten. Calpe besteht zum großen Teil aus hoch in den Himmel ragenden Häusern, doch die wirken neben dem Felsen wie Spielzeug. In der Nähe des Hafens führt eine kleine Promenade, die Princep d´Astúries zum Fuß des Penón de Ifach. Der Hafen ist groß und beeindruckend, aber auch nichts Ungewöhnliches an der Costa Blanca. In verschiedenen Reiseführern wurde der Besuch der Lonja im Hafengelände empfohlen, wo von montags bis freitags gegen 17 Uhr frisch gefangener Fisch versteigert werden sollte. Als wir ziemlich abgehetzt dort ankamen, mussten wir aber leider erfahren, dass diese Auktionen nicht mehr stattfinden.

Abend am Strand von Calpe Abend am Strand von Calpe

Für Badefreunde ist Calpe ein empfehlenswerter Ort. Die Strände der Stadt sind ganz schön und erstrecken sich insgesamt über einige Kilometer. Dabei ist der Strand nördlich des Felsens der kleinere, der weitaus größere Teil liegt südlich des Penóns. Der breite Sandstrand wird von einer Promenade begrenzt, die akzeptabel aber auch nicht außergewöhnlich ist. Hier kann man den Sonnenuntergang in einer der Strandbars mit einem Cocktail genießen.

Historische Sehenswürdigkeiten gibt es in Calpe mit seinen etwa 30.000 Einwohnern dagegen kaum. Die Stadt ist zwar fast 3000 Jahre alt und geht auf die Phönizier zurück, denen Griechen, Römer und Araber folgten bis die Spanier hier die Oberhand behielten. Doch so richtig gewachsen ist sie erst in jüngster Zeit, seit der Tourismus boomt. So wird Calpe von Feriensiedlungen, Reihenhäusern und Hochhäusern dominiert.

Die kleine Stadt Altea

Altea, die für die Verhältnisse der Costa Blanca mit rund 24.000 Einwohnern doch recht kleine Stadt, empfanden wir als sehr schön und teilweise geradezu idyllisch – zumindest die Altstadt. Die liegt auf einem Hügel und ist überzogen mit kleinen schmalen und verwinkelten Gassen. Sich dort zurecht zu finden ist gar nicht so leicht, doch zur Orientierung gibt es eine einfache Regel: Aufwärts geht es zum Zentrum mit der Kirche, abwärts in Richtung zum Meer. Die steilen Gassen sind gesäumt von kleinen Häusern, die mit ihrem strahlenden Weiß an eines der typischen weißen Dörfer Andalusiens erinnern.

In den Gassen der Altstadt von Altea In den Gassen der Altstadt von Altea Blick über das neue Altea mit dem Yachthafen

Eigentlich könnte man denken, man kommt zu einer Moschee, wenn man die blauen Schmuckziegel der Kuppeln der Kirche sieht. Hier ist sicher der Einfluss der Mauren auch auf die christlichen Bauten zu erkennen. Solche Kirchen hatten wir an der Costa Blanca öfter gesehen. Die Kirche Nuestra Senora del Consuelo von Altea stammt aus dem Jahre 1910, um so bemerkenswerter fanden wir, dass sich die Baumeister noch an diese besondere Architektur hielten. Der Glockenturm überragt die Kirche nur wenig und erinnert in seiner Bauweise eher an einen Festungsturm. Sehenswert fanden wir auch das Innere der Kirche, obwohl hier keine besonderen Kunstschätze zu finden sind.

Die Kirche Nuestra Senora del Consuelo Die Kuppeln der Kirche Nuestra Senora del Consuelo In der Kirche Nuestra Senora del Consuelo

Baden kann man in der Nähe von Altea ebenfalls, allerdings sind die Strände im engeren Umkreis nicht von der allerbesten Qualität. Direkt am Ort – der neueren Stadt , etwas von der Altstadt entfernt – liegt der Strand La Roda, auf dem der Untergrund aus Kieselsteinen überwiegt. Südlich befindet sich Cap Blanc mit etwas weniger steinigem Strand sowie einem Campingplatz. Im Norden schließlich findet man den Strand von Cap Negret, auch er ist eher steinig.

Jávea und seine 3 Ortsteile

Jávea, der Ort mit etwa 31.000 Bewohnern, besteht genau genommen aus drei Teilen. Grund waren die Piratenüberfälle, die Jáveas Einwohner dazu trieben, die Stadt außer Sichtweite des Meeres zu errichten. In der neueren Zeit sind diese Überfälle nicht mehr zu befürchten - heute kommen Invasionen nur noch durch Touristen vor - und so wurden auch die Gebiete am Meer bebaut. Dadurch gliedert sich Jávea in die Altstadt, die etwa 2 km landeinwärts liegt, sowie die Bauten mit Hotels am Strand El Arenal und den Hafen El Puerto.

Die Gassen von Jávea Typisches Haus mit Blumentöpfen

Die Altstadt von Jávea ist durchaus einen Abstecher wert, aber sicher nicht eines der Highlights. Wie so oft an der Costa Blanca machen den Reiz des alten Stadtkerns die verwinkelten schmalen Gassen aus. Oft sind die Häuser mit Balkonen, kunstvoll geschmiedeten Fenstergittern und einer Menge Blumentöpfen geschmückt. Die gotische Kirche San Bartolomé wurde schon im 12. Jahrhundert erbaut, aber erst im 15. Jahrhundert vollendet. An den Schießscharten in den Portalen kann man erkennen, dass sie auch zu Verteidigungszwecken diente. In einem Palast aus dem 15. Jahrhundert ist das Museo Arqueológica y Etnografico, das Archäologische und Ethnografische Museum, untergebracht.

Das Museum für Archäologie und Ethnologie Die Kirche San Bartolomé

Entlang des Hafens führt eine ansehnliche Promenade, die direkt am Meer entlang führt. Hier findet man eine große Anzahl Lokale. Sehenswert ist auch die Kirche Santa Maria de Loreto, die zum Gedenken an die schiffbrüchigen Seeleute errichtet wurde. Vom Hafen sind es dann rund 2 km bis zum Strandbereich El Arenal. Der Strand ist sehr schön, breit und sandig. Baden kann man hier also gut und auch einige Hotels sowie Souvenir-Geschäfte und Gaststätten finden sich in unmittelbarer Nähe des Strandes. El Arenal selbst ist allerdings weniger sehenswürdig. Der Ortsteil besteht aus zahlreichen Häusern, hauptsächlich Einzelhäusern und Villen. Erfreulich fanden wir, dass aber kaum Hochhäuser zu sehen sind.

Am Strand von El Arenal Am Strand von El Arenal

Das eigentliche touristische Highlight Jáveas ist jedoch die Küste von El Arenal bis zum Cap de la Nao. Die rund 25 km lange Strecke ist am besten mit dem Auto zu bewältigen, kernige Sportler schaffen es aber auch mit den Rad. Wir sind die Küstenstraße CV 742 gefahren und dann auf die CV 7420 abgebogen, die zum Aussichtspunkt Mirador de la Granadella führt. Von dort hatten wir eine wunderschöne Sicht auf das Cap de la Nao mit dem Leuchtturm. Wer möchte, kann noch in die Bucht hinunter steigen, die als eine der schönsten der Mittelmeerküste gilt.

Anschließend ging es die Straße zurück und entlang der CV 742, von der mehrere Stichstraßen abgehen, die zu Aussichtspunkten und Stränden an der Strecke führen. Wir fanden, der Ausflug per Auto hatte sich gelohnt, die Blicke über die steilen Küstenabschnitte und die schönen Strände waren die doppelte Fahrt wert. Einen halben Tag, besser noch einen ganzen, sollte man jedoch für den Ausflug einplanen. Der erste Aussichtspunkt nach dem Granadella ist der Mirador del Ambolo, von dem man die vorgelagerte Insel Illa del Ambolo sieht. Unterhalb des Aussichtspunktes befindet sich die Cala del Ambolo mit einem FKK-Strand.

Am Cap de la Nao Mirador del Ambolo mit Blick auf das Cap de la Nao

Besonders romantisch ist die Landschaft am Cap de la Nao. Hier am Leuchtturm steht man nah an der steil abfallenden Küste und sieht um sich herum ein beeindruckendes Panorama. Vom Aussichtspunkt am Cap Negre ist die Sicht über die Küste bis nach Jávea besonders bemerkenswert. Ein schmaler Pfad verläuft entlang einer Felswand bis zum Mirador. Nächster Stopp war am Mirador de Falzia, von dem wir ebenfalls eine Insel sahen, die Illa del Portitxol. Wenn genügend Zeit vorhanden ist, lohnt es, die zahlreichen Trampelpfade um den Mirador zu erkunden, die Landschaft ist wirklich zauberhaft.

Blick vom Cap Negre Blick vom Cap Negre Blick vom Mirador de Falzia

Am Mirador de la Cruz del Portitxol bietet sich wieder eine sehr gute Möglichkeit zu einem Bad im Meer, wenn man zum Strand von Portitxol hinunter steigt. Für die bequemere Variante kann man den Strand auch anfahren. Der Mirador de Las Caletes sowie der Mirador der Cala Blanca liegen noch auf der Strecke nach El Arenal. Besonders die Cala Blanca, die Weiße Bucht, ist mit ihren weißen Klippen und ihrem klaren Wasser ein wunderschönes Flecken Erde.

Möchte man die Küste von der anderen Seite sehen, kann man zum Cap de Sant Antoni nördlich von Jávea fahren. Hier auf den Felsen steht in 160 m Höhe ein Leuchtturm, von dem man einen beeindruckenden Ausblick hat. Zumindest vom Fuß des Turmes, denn das Besteigen ist nicht möglich. Auf dem Weg dorthin lockt noch der Aussichtspunkt Mirador de Els Molins, der auf einer meist recht windigen Hochebene steht.

Die Stadt Dénia im Norden der Costa Blanca

Die Stadt Dénia, die das nördliche Ende der Costa Blanca markiert, ist mit ihren 45.000 Einwohnern eine der größten der Weißen Küste. Sie ist auch eine der beliebtesten Ziele hier, für ausländische Touristen ist sie eine der gefragtesten Städte. Schon sehr früh war Dénia ein wichtiger Ort. So diente sie den Römern, die den Ort Dianium nannten, als bedeutender Stützpunkt. Unter den Arabern, den Mauren, die Dénia und das umliegende Gebiet Anfang des 8. Jahrhunderts unter ihre Kontrolle brachten, wurde er zum Taifa de Deniya, einem Fürstentum. Im Jahre 1244 gelang Jaime I., dem christlichen König, die Rückeroberung. Stadtrechte besitzt Dénia seit 1612. Heute sind immer noch sehr zahlreich Fremde in der Stadt, doch kommen sie meist als Urlauber mit friedlicher Absicht.

Das Rathaus von Dénia Die Kirche von Dénia

Interessant für die Touristen sind in erster Linie die Altstadt, der Hafen sowie die auf einem Hügel thronende Burg, das Castillo. Gegenüber einigen anderen Orten an der Costa Blanca punktet die Altstadt nicht mit engen Gassen und weißen Häusern sondern mit einer langen und geschäftigen Fußgängerzone. Hier gibt es reichlich Gaststätten mit Freisitzen und Händler. Sehenswert, wenn auch keine architektonischen Meisterwerke, sind das Rathaus und die Kirche, die Iglesia de la Asunción. Das Rathaus aus dem 18. Jahrhundert wird durch sechs Rundbögen im unteren Bereich sowie durch durch eine Uhr und eine Glocke im Turm geprägt. Die Kirche stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.

Der Hafen von Dénia

Der Hafen ist ebenfalls alt, schon die Römer nutzten ihn für ihre Flotte als Ausgangspunkt für Fahrten über das Mittelmeer bis nach Karthago. Natürlich sieht er heute anders aus. Jetzt überwiegen hier Fischerboote, Yachten und Segelboote, doch von hier geht auch eine Fähre zur Balearen-Insel Ibiza. Entlang des Hafengeländes verläuft ein breiter Fußweg, der sich gut für einen Spaziergang eignet. Interessante Blicke auf den Hafen bieten sich an und Skulpturen und Denkmäler lockern den Weg auf.

Was die meisten Urlauber jedoch vorrangig interessieren wird, sind die Strände nördlich und südlich des Hafens. Der nördliche Strand, die Playa de les Marines, mit hellem feinen Sand hat immerhin eine Länge von etwa 5 km und ist teilweise bis 100 m breit. Der südliche Strand, die Playa Marineta, ist mit 1200 m bedeutend kürzer und auch schmaler, hat aber ebenfalls feinen Sand aufzuweisen. Dazu kommen in beiden Richtungen noch einige Bade-Buchten.

Der Tunnel durch den Berg El Castillo von Dénia

Die Haupt-Sehenswürdigkeit Dénias ist jedoch ohne Zweifel die Burg El Castillo. Die Festung thront über der Stadt auf einem Hügel und ist praktisch von überall her zu sehen. Wie alt sie ist, kann man im östlichen Teil, am Torre de Gallines, erkennen. Hier sind noch Mauerreste aus der Römerzeit erhalten. Auch die Mauren nutzten die Anlagen und bauten sie weiter aus. Die Anlage ist in zwei Abschnitte gegliedert, im unteren fanden die Bewohner der Stadt bei Gefahr Schutz, im oberen residierten die Herrscher. Seit geraumer Zeit sind diese Schutzfunktionen nicht mehr wichtig und wirkungsvoll, deshalb spazieren die Besucher durch eine Parkanlage in Terrassenform, in der die Reste der Befestigungen zu erkennen sind.

Ein Erlebnis war für uns der Spaziergang zum Eingang der Burg durch einen Tunnel. Dieser führt durch den Berg, so muss man nicht den gesamten Hügel umrunden, sondern kann auf direktem Wege von einem Teil der Stadt zum anderen. Etwas ärgerlich fanden wir allerdings wieder die Öffnungszeiten der Burganlage, nachmittags ist geschlossen.

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