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Die Küste rund um Alicante

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Die Küste rund um die Stadt Alicante ist eine hochinteressante Gegend. Hier findet man eine ganze Reihe schöner Badestrände, dazu kommen verschiedene kleine Ortschaften, die manchmal noch richtig verträumt wirken und sehr sehenswerte Landschaften. Doch auch das genaue Gegenteil gibt es hier, nämlich einige größere Städte, wie Benidorm, Torrevieja und Villayojosa.

Was dem gesamten Küstenabschnitt um Alicante gemeinsam ist, sind die Aktivitäten für den Tourismus. Nicht umsonst gelten Benidorm und Torrevieja als Hochburgen des Tourismus und sind die Zahlen der hier Jahr für Jahr „einfallenden“ Urlauber gewaltig. Fast jede Stadt hat dabei ihr eigenes Markenzeichen und ihre Besonderheit, mit denen sie die für die Wirtschaft so wichtigen Touristen anlocken.

Santa Pola mit den Salinen

Santa Pola, einige Kilometer von Alicante entfernt, ist eine Kleinstadt mit ca. 17.000 Einwohnern. Sehenswerte Architektur ist hier kaum zu finden, das einzige bemerkenswerte Gebäude ist das Castillo, in dem das Archäologische Museum untergebracht ist. Hier gibt es Funde aus der Zeit der Römer und der Iberer zu sehen. Ebenfalls im Castillo befindet sich das Fischereimuseum. Einer der größten Häfen an der Costa Blanca ist der von Santa Pola. Viel mehr gibt die Stadt allerdings nicht her, ihre Bedeutung für den Tourismus gewinnt sie in erster Linie durch die schönen Badestrände.

Der Strand von Playa Lisa in Santa Pola

Direkt am Zentrum der Stadt liegt der Strand von Playa Lisa. Mit seinen 600 m Länge, feinem weißem Sand und viel entsprechendem Service – Duschen, Zugang für Behinderte, Parkplätzen und Kinderspielplätzen – ist er für Baderatten sehr empfehlenswert. Zwar nicht direkt am Zentrum, doch immer noch sehr gut zu erreichen sind die beiden weiteren Strände, der etwa 1 km lange Sandstrand Gran Playa und der rund 500 m lange Sandstrand Playa Varadero.

Als eigentliche Sehenswürdigkeit von Santa Pola empfanden wir den Naturpark mit den Salinen, den Salinas del Braç del Port. Zu verfehlen sind sie kaum, die Straße N 332 in Richtung Torrevieja führt genau hindurch. Schade fanden wir aber, dass der Naturpark nicht zu besichtigen ist. Zwar soll das morgens möglich sein, aber nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung. Das hatten wir erst zu spät erfahren, so konnten wir es nicht ausprobieren.

Der Naturpark mit dem Torre de Tamarit Der Naturpark mit dem Torre de Tamarit

Ansehen konnten wir uns den Naturpark doch etwas, denn direkt an der N 332 befindet sich ein kleiner Parkplatz, von dem aus man einen sehr schönen Blick über das Wasser und die Salinen hat. Zu verfehlen ist er kaum, denn an dieser Stelle steht auf einer kleinen Insel ein ehemaliger Wachturm, der Torre de Tamarit. Entlang der Straße gibt es noch einige weitere Stellen, an denen man anhalten kann, auch wenn das manchmal etwas abenteuerlich und nicht immer ganz korrekt ist.

So gewinnt man einige kleine Einblicke in den Naturpark. Schade, dass nicht viel mehr möglich ist, denn mit seinen 2500 Hektar hat der Park eine beachtliche Größe. Das Halten lohnt auf jeden Fall, eine kurze Rast inmitten der schönen Landschaft ist garantiert ein Gewinn – auch wenn auf der anderen Seite der Straßenverkehr vorbeirauscht. Mit etwas Glück sieht man Flamingos, denn die leben in dem Gewässer. Auch viele andere Vogelarten haben hier ihr Refugium, so Reiher, Enten u.a. Da stört auch die noch aktive Salzgewinnung in den Salinen nicht. Große Salzberge am Ortsausgang von Santa Pola zeugen von dieser Industrie.

Torrevieja, das Häusermeer am Meer

Torrevieja hatten wir mit einiger Erwartung besucht, da sich hier ein Naturpark mit zwei großen Lagunen befindet. Ehrlich gesagt, wir wurden etwas enttäuscht und können die Stadt nicht als Urlaubsziel empfehlen. Das liegt auch daran, dass Torrevieja mit über 100.000 Einwohnern alles anders als ein idyllisches Urlaubsparadies ist. Aus einem kleinen Fischerdorf hatte sich in den 80er Jahren ein Stadt-Moloch entwickelt in dem Wohnblock an Wohnblock steht, in denen sich vorrangig Zweitwohnungen ausländischer Nutzer befinden. So sind sogar Hotels nicht übermäßig vertreten. Das Stadtbild ist wenig einladend und Sehenswürdigkeiten sind hier Mangelware.

Ansicht von Torrevieja

Während andere ähnliche Orte an der Costa Blanca solche Mängel noch mit schönen Stränden oder einer interessanten Hinterlandschaft ausgleichen können, fehlt das in Torrevieja. Zwar existieren zwei Sandstrände und einige kleinere steinige Buchten, doch besonders attraktiv sind sie nicht. Auch von den Lagunen mit der umliegenden Landschaft wurden wir enttäuscht. Sie erschien uns nicht besonders attraktiv. Nun müssen wir der Fairness halber sagen, dass man möglicherweise noch einige schöne Ecken entdecken kann, wenn man intensiver danach sucht. Doch wir hatten nach einem Tagesausflug in diese Gegend darauf verzichtet.

Landschaft an den Lagunen Das Centro de Información an der Laguna de la Mata

Die Lagunen im Naturpark mit dem pompösen Namen Parque Natural de las Lagunas de la Mata y Torrevieja bedecken große Flächen. Die kleinere, die Laguna de la Mata, misst rund 700 Hektar und ist mit der größeren zweiten Lagune durch einen Kanal verbunden. Diese Lagune, die Laguna Salada de Torrevieja, umfasst 1400 Hektar. Von ihr führt ein schon 1492 erbauter Kanal ins Meer. Eigentlich sollten über diesen Fische in die Lagune gelockt werden, jedoch spielten die Fische einfach nicht mit. So nutzte man die Lagune schließlich für die Salzgewinnung. Entlang der Lagunen führen Wanderwege, eine Umrundung scheitert allerdings sicher an den insgesamt 34 Kilometern Länge. Landschafts mäßig fanden wir diese Wege nicht sonderlich reizvoll, interessant sind sie aber sicher für Ornithologen. Um die Lagunen hat sich eine größere Zahl an Vögeln angesiedelt. Nähere Infos erhält man im Centro de Información an der Laguna de la Mata nahe der Straße nach Alicante.

Die Dünen von Guardamar del Segura

Nur wenige Kilometer von Torrevieja in Richtung Alicante liegt der kleine Ort Guardamar del Segura, der durch seine Sanddünen berühmt wurde. Das Städtchen mit seinen 9000 Einwohnern wirkt unter den großen Städten an der Weißen Küste ziemlich unscheinbar. Sehenswertes hat der Ort an der Mündung des Rio Segura nicht zu bieten. Die Einwohner leben vorrangig vom Tourismus, es gibt Restaurants, Bars, einen Tauchclub und einen Sportboothafen.

Weg durch das Dünengebiet Die Dünen von Guardamar Die Dünen von Guardamar

Das Besondere von Guardamar del Segura ist seine Küste, oder genauer gesagt, die Dünen. Die großen Sanddünen am Ort waren Wanderdünen, die durch Windverwehungen mehr als einmal die Häuser der Stadt fast unter dem Sand begruben. Um hier Abhilfe zu schaffen kam man auf die Idee, die Dünen mit Pinien zu bepflanzen, die den Sand am Wegwehen hindern sollten. So entstand ein rund 800 Hektar großer Pinien-Wald auf den Sanddünen, der heute zur Attraktion des Ortes geworden ist. Als „Dünen von Guardamar“ ist dieses Gebiet in ganz Spanien und darüber hinaus bekannt. Wir waren begeistert von dieser wunderbaren Landschaft, die zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Das Wandern unter den schattigen Pinien entlang des Strandes ist wirklich ein Erlebnis. An den Wegen durch das Gebiet sind inzwischen auch viel Palmen dazu gekommen.

Villajoyosa, die Stadt der bunten Häuser

Die „fröhliche Stadt“ - so kann man den Namen Villajoyosa übersetzen – lockt die Touristen im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrer Farbenfreudigkeit an. Die Häuser am Strand und zum Teil auch in der Altstadt sind in knalligen Farben gehalten, da gibt es gelbe, rote, blaue und grüne Fassaden bunt durcheinander gemischt. Es heißt, früher sollten die heimkehrenden Fischer schon von weitem sehen, wo ihr Dorf liegt. Ob das stimmt sei dahin gestellt – auf jeden Fall danken es die Touristen heute, denn die Stadt bekommt durch die bunten Häuser wirklich etwas Besonderes.

Die bunten Häuser von Villajoyosa Die bunten Häuser von Villajoyosa Die bunten Häuser von Villajoyosa

Genauer gesagt die Altstadt mit dem Strand, denn die mit knapp 34.000 Einwohnern gar nicht so kleine Stadt sieht im Hinterland des Strandes und der Altstadt eher fade aus, mit den üblichen Wohnblocks und jeder Menge Straßenverkehr. Die bunten Häuser konzentrieren sich auf das Altstadtviertel, das früher von einer Mauer zum Schutz gegen Piraten umschlossen war. Uns fiel aber auf, dass die Immobilienkrise offensichtlich auch nicht vor den so farbenfreudigen Häusern Villajoyosas Halt gemacht hat. Viele der Gebäude wiesen nur notdürftig geflickte Risse auf und an fast jedem vierten kündete ein Schild davon, dass es zum Verkauf stand. Wir fanden das schade und können nur hoffen, dass die bunte Altstadt so wenig wie möglich darunter leidet.

Am Strand von Villajoyosa

Sehr schön ist der etwa 1500 m lange und rund 25 m breite Sandstrand, an dem es sich angenehm baden lässt. Den Strand und die Häuser trennt eine Promenade, die uns sehr zusagte. Sie ist mit Fliesen ausgelegt, wird von historischen Laternen flankiert und ist von Palmen gesäumt. Die üblichen Souvenir-Stände, Restaurants und Läden findet man hier nicht. Etwas neben Villajoyosa im Norden und Süden gibt es einige kleinere Buchten mit Sandstrand und im Süden noch den etwa 1 km langen Strand Playa Parais, der allerdings steinig ist.

Benidorm, das Manhattan der Costa Blanca

Als wir das erste Mal von fern die Silhouette der Küstenstadt Benidorm sahen, glaubten wir uns nach Manhattan in New York versetzt. Die Kette der Wolkenkratzer erinnerte uns sehr stark an das Banken- und Geschäftsviertel der amerikanischen Metropole. Das ist durchaus kein Zufall, denn die spanischen Planer hatten mit Benidorm sehr viel vor. Die Stadt sollte sich zu einem Finanz- und Geschäftszentrum entwickeln, das mit seine großen Vorbildern mithalten kann. Daraus wurde nichts, doch was den Tourismus betrifft kann Benidorm mit einigen Rekorden aufwarten. So gilt das Hotel Bali mit seinen 52 Etagen als das höchste Europas. Auch viele andere Hotelklötze sind mit ihren 20 bis 30 Etagen schon sehr eindrucksvoll – ob sie damit aber schön und empfehlenswert sind, wagen wir zu bezweifeln.

Der Strand von Benidorm mit der Wolkenkratzer-Skyline Der Strand von Benidorm mit der Wolkenkratzer-Skyline

Zumindest kann die Stadt mit rund 71.000 Einwohnern auf etwa vier Millionen Touristen jährlich verweisen. Benidorms verfügbare Anzahl der Betten soll damit höher sein als die in manchem gesamten Feriengebiet. Der Trubel, vor allem in der Hauptsaison, ist dementsprechend und der Kampf um den Platz am Strand wird in den Sommermonaten manchmal Tag für Tag geführt. Dabei sind es gar nicht einmal die ausländischen Besucher, die hier in der Überzahl sind. Zwar gibt es zahlreiche Hotels entlang der Strände, doch der Großteil der Unterkünfte in den Wolkenkratzern sind Ferienwohnungen, in denen vorrangig spanische Familien ihren Urlaub verbringen.

Der Strand von Benidorm mit den Bergen des Hinterlandes Der Strand von Benidorm mit der Wolkenkratzer-Skyline

Nun kann man trefflich darüber streiten, ob all dies gute Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub sind. Für uns war klar, dass wir Benidorm natürlich auch einmal besuchen, aber hier nicht längere Zeit verweilen möchten. Wer aber Trubel und Spaß haben möchte, Wert auf vielfältige Unterhaltungsmöglichkeiten am Abend und nachts sucht und gern durch die über 4500 Geschäfte Shopping-Touren unternimmt, für den ist Benidorm eine empfehlenswerte Adresse.

Sieht man die Stadt heute, kann man sich nur schwer vorstellen, dass noch vor rund 40 Jahren hier lediglich ein kleines Fischerdorf existierte, das auf etwa 2500 Einwohner verweisen konnte. Der Kern des Dorfes ist weitgehend erhalten und liegt als Altstadt in der Mitte zwischen den beiden Stränden Playa Levante und Playa Poniente. Daraus ergibt sich schon, dass es mit Sehenswürdigkeiten in Benidorm nicht so weit her ist. Der vorrangige Reiz der Stadt liegt in den zugegeben sehr schönen Stränden und der auf jeden Fall beeindruckenden Hochhaus-Silhouette.

Die Kanonen auf der Plattform des ehemaligen Kastells Der Balcón del Mediterráneo

Die Altstadt Benidorms ist winzig und in wenigen Minuten durchstreift. ansehenswert ist sie aber allemal. Die engen Gassen mit oft anzutreffenden Treppen strahlen den gleichen Charme aus, wie in den meisten Örtchen am Mittelmeer und lassen die Betonlandschaft der Wolkenkratzer für Momente vergessen. Hier konzentrieren sich auch viele kleine bis winzige Läden, Boutiquen und Cafeterias.

Die eindeutig wichtigste und interessanteste Sehenswürdigkeit Benidorms ist ein Aussichtspunkt, der Felsen, auf dem sich früher das Kastell befand. So entstand auch der Name dieses Aussichtspunktes – Plaza del Castell. Wir waren schon beeindruckt von der wunderbaren Aussicht auf Benidorm mit den wie auf eine Perlenkette aufgereihten Wolkenkratzern und den beiden Stränden. Vom Kastell selbst ist jedoch nicht mehr viel geblieben.

In der Kirche San Jaime Die Kirche San Jaime

Einige Kanonen sind auf der oberen Plattform aufgestellt und eine Treppe führt hinunter zu einer weiteren Plattform, dem Balcón del Mediterráneo. Das ist ohne Zweifel ein Ort, der romantische Gefühle aufkommen lässt. Am Rand der oberen Terrasse steht die kleine Kirche San Jaime aus dem 18. Jahrhundert. Kulturhistorisch ist sie sicher ohne größere Bedeutung, aber sie sieht einfach schön aus - und das ist doch auch etwas...

Links und rechts des Felsens auf dem die Altstadt steht befinden sich die beiden Strände von Alicante, die Playa Levante und die Playa Poniente. Das sind Strände, wie man sie sich wünscht, breit und mit feinem hellem Sand. Mit 2000 bzw. 3200 m Länge sind es auch beachtliche Abschnitte, die einer doch recht großen Zahl Besuchern Platz bieten. Trotzdem ist es nicht verwunderlich, wenn es in der Hochsaison ausgesprochen eng zugehen kann. Die riesige Menge der Touristen fordert nun einmal ihren Tribut, so dass selbst solch lange Strände irgendwann übervölkert sind.

Die Strandpromenade an der Playa Levante Am Strand der Playa Levante

Beliebter bei den Urlaubern ist die Playa Levante. Die ist vom Durchgangsverkehr abgeschottet, an ihr führt nur eine breite Promenade entlang, die den Strand von den Hochhäusern, Restaurants und Bars trennt. Ruhe hat man allerdings trotzdem kaum. Auf der Promenade fühlten wir uns wie in einer der belebtesten Einkaufsstraßen einer Weltstadt. Die Playa de Poniente, mit 3200 m der längere Strandabschnitt, hat ebenfalls eine mit Palmen gesäumte Promenade, aber es gibt auch eine größere Strecke mit einer stark befahrenen Straße. Gut ausgestattet mit Duschen, Liegen u.a. sind beide Strände. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass direkt unter der Altstadt eine kleine Bucht mit rund 110 m Sandstrand, die Playa del Mal Pas, beide großen Strände voneinander trennt.

Für Vergnügungen anderer Art sorgen die Freizeitparks von Benidorm. Im Marine Park Mundomar kann man exotische Meerestiere bewundern, außerdem finden Dressuren von Delfinen und Robben statt. In Richtung eines Spaßbades geht der Water Park Aqualandia. Ein kleinerer Rummelplatz, der Festilandia, befindet sich in unmittelbarer Nähe der Playa de Levante. Viel größere Ausmaße und Highlights hat der Themenpark Terra Mitica zu bieten. So können die Besucher die Geheimnisse der Cheopspyramide erkunden, das Labyrinth des Minotaurus durchstreifen oder auf der größten Achterbahn Europas fahren.

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