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Sehenswürdigkeiten im Hinterland von Calpe

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Etwa bei der Stadt Calpe beginnt der östlichste Teil der Costa Blanca, der sich am weitesten in Richtung Süden erstreckt und so die Form einer Halbinsel ergibt. Im Gegensatz zum Hinterland von Benidorm ist die Gegend relativ flach und ohne größere zusammen hängende Waldgebiete. Um so imposanter wirkt der Montgó, der magische Berg der Costa Blanca, der von einem Naturpark umgeben ist.

Neben den Küstenstädten, wie Javea, Dénia sowie Calpe selbst, gibt es im Hinterland einige sehr sehenswerte Orte. Besonders Teulada und Benissa sind einen Besuch wert. Etwas versteckt ist eine der unserer Ansicht nach schönsten Sehenswürdigkeiten, die Höhle von Benidoleig. Begrenzt wird das touristisch interessante Gebiet um Calpe in etwa von der Autobahn nach Valencia.

Der Montgó, der wichtigste Berg der Costa Blanca

Neben dem Felsen von Calpe ist der Montgó, der 753 m hohe Berg zwischen Dénia und Javea, eines der Wahrzeichen der Weißen Küste. Bei den Bewohnern der Gegend hat er einen mythischen Ruf, so wird behauptet, er würde eine positive Energie auf seine Umgebung ausstrahlen. Wir hatten vergeblich nach dieser Energie gesucht, doch schließlich waren wir nur relativ kurz hier. Vielleicht braucht es längere Zeit zum Aufbauen der Energie, vielleicht ist es aber einfach eine Sage. Viele Leute meinen jedoch, auf dem Gipfel wäre die Kraft des Berges zu spüren. Auch die zweite Aussage über den Montgó konnten wir nicht unbedingt bestätigen. Es wird gesagt, der Berg erinnere an einen liegenden Elefanten. Möglicherweise fehlt uns dafür etwas Fantasie.

Der Montgó aus Richtung Jávea

Wie dem auch sei, der Montgó ist der wohl bekannteste und bedeutendste Berg der Costa Blanca. Vor Jahrmillionen existierte hier ein Meer, in dem sich nach und nach Gesteinsschichten bildeten. Vor rund 10 Millionen Jahren kollidierten die afrikanische und die europäische Erdplatte, so dass die Gesteine an die Oberfläche geschoben wurden. Im Laufe der Zeit bröckelten von diesen großen Plateaus Schichten ab. Übrig blieben markante Felsblöcke, von denen der Montgó der beeindruckendste ist.

Heute gehört der Berg zusammen mit der umliegenden Landschaft zu einem 2150 Hektar großen Naturschutzpark. Diese 1987 eingeleitete Maßnahme soll die Gegend vor dem stetig wachsenden Tourismus schützen. Das macht Sinn, denn auf dem Gebiet des Naturparks existiert eine einzigartige Pflanzenwelt mit über 600 Arten, darunter Kermeseichen, valencianische Felsenveilchen, Rosmarinsträucher und viele andere. Auch die Tierwelt ist hier vielfältiger als an der übrigen Costa Blanca. So gibt es ziemlich seltene, wie Ginsterkatzen, Siebenschläfer, ein Paar der Königsuhus – aber auch weiter verbreitete, wie Kaninchen, Wiesel, Fuchs und Dachs.

Der Montgó aus Richtung Dénia

Die Gegend um den Montgó ist Naturpark, das schließt eine Anfahrt mit dem Auto aus. Wer auf den Gipfel der Berges möchte, kann das nur per Fuß. Für diese Wanderung sollte man sich schon auf eine Tagestour einrichten, denn wenn man noch etwas von der Natur sehen und den Ausblick vom Gipfel genießen möchte, braucht man einfach Zeit. Die Tour kann man am Hafen von Jávea beginnen. Mehrere Wanderwege führen dann in Richtung Naturpark und schließlich den Berg hinauf. Der Blick von der Höhe des Montgó ist wirklich überwältigend. Hat man Glück und das Wetter spielt mit, kann man hinüber bis nach Ibiza sehen.

Begeisterte Radfahrer können auch eine Tour um den Montgó unternehmen. Der Start ist am Hafen von Dénia und die Tour führt dann entlang des Berges bis zum Hafen von Jávea. Natürlich ist es auch möglich, die umgekehrte Reihenfolge zu wählen. Einen beeindruckenden und unvergesslichen Anblick bietet der Montgó aber ebenfalls, wenn man mit dem Auto entlang der Straße fährt. Wir hatten an verschiedenen Punkten gehalten und uns einen Blick auf das wuchtige Felsmassiv gegönnt. Ist man nicht zu sehr in Zeitnot, empfiehlt sich eine Autotour zwischen Jávea, Dénia, Ondara und weiter nach Jávea, dem Ausgangspunkt der Fahrt. Wir hatten diese unternommen und waren begeistert von den unterschiedlichen Ansichten des Berges.

Benissa, ein kleiner Ort im Hinterland

In der Calle de la Purisima Die Iglesia de la Purisima Xiqueta

Benissa ist einer der kleineren Orte im Hinterland der Costa Blanca. Seine 10.000 Einwohner wirken neben solchen Städten wie Benidorm, Calpe oder gar Alicante schon etwas dörflich. Es war einer der Orte, die uns sehr gut gefielen, auch wegen des netten und schmucken mittelalterlichen Ortskerns. Das Spazieren durch die schmalen Gassen mit den kleinen historischen Häusern machte einfach Spaß. Durch ein Gespräch mit einem Einheimischen wurden wir auf eine Besonderheit aufmerksam. In der Calle de la Purisima unterscheiden sich die Häuser stark, je nach der Straßenseite, auf der sie stehen. Auf der einen Seite sind sie größer und prächtiger, auf der anderen kleiner und relativ armselig. Das liegt daran, dass hier die Grenze zwischen der ärmeren und der reicheren Bevölkerung verlief, die nur durch die Fahrbahn getrennt war.

Die Iglesia de la Purisima Xiqueta Das ehemalige Kloster

Die Iglesia de la Purisima Xiqueta, die Kirche des Ortes, ist erstaunlich groß für eine solche Gemeinde. Sie ist noch verhältnismäßig jung, erbaut wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts im neogotischen Stil. Besonders prachtvoll fanden wir das Gebäude am Abend, wenn es festlich erleuchtet war. Sehenswert sind weiterhin das Rathaus von 1790, das Ethnografische Museum und der Convento de los Padres Franciscanos.

Teulada und Moraira

Fährt man von Benissa weiter in östlicher Richtung, kommt man nach wenigen Kilometern zum nächsten kleinen und schönen Ort, nach Teulada. Der Ort selbst hat keine besonders erwähnenswerten Sehenswürdigkeiten zu bieten, er ist aber insgesamt schön anzusehen und liegt in einer reizvollen Landschaft, eingebettet in Hügel mit Weinfeldern. Zu Teulada gehört Moraira, ein Dorf an der Küste. Zwar liegt es rund 8 km von Teulada entfernt, doch beide bilden eine Einheit. So hatten wir nach dem Besuch Teuladas einen Abstecher zum Küstendorf Moraira unternommen, das heute ein wichtiges Feriendomizil ist.

Am Strand von Moraira Kunstwerk am Strand von Moraira

Auch in dieser Gegend verlief die Geschichte so wie in den meisten anderen der Costa Blanca. Schon die Römer und Iberer siedelten hier, dann folgten ihnen die Mauren. Im Jahre 1244 wurde das Gebiet vom christlichen König Jaime I. zurück erobert. In späteren Jahrhunderten erfolgten dann öfter Überfälle von Piraten aus Nordafrika. Von den zur Verteidigung errichteten Festungstürmen sind heute noch Reste erhalten.

Moraira punktet mit schönen Sandstränden, die den Ort zum beliebten Ferienziel werden ließen. Besonders die Playa de l`Ampolla ist für ihren feinen Sand berühmt. Hier steht auch noch ein vollständig erhaltener Turm, der zur Abwehr der Piraten diente. Der Hafen mit seinen Sportbooten und die Strandpromenade mit einer Vielzahl an Restaurants sind weitere beliebte Ziele in Moraira und Umgebung.

Die Höhle von Benidoleig

Die Cueva de les Calaveras, die Höhle in der Nähe des kleinen Ortes Benidoleig, wollten wir unbedingt sehen. Das war allerdings gar nicht so einfach, den selbst mit Navi mussten wir lange suchen und dann noch Einheimische fragen. Die Straßenverbindung zum Ort - zumindest was die Beschreibung betrifft - ist etwas gewöhnungsbedürftig und die Höhle selbst, die rund 1,5 km von Benidoleig entfernt ist, nicht so leicht zu entdecken. Das erste, was ins Auge fällt, ist ein Souvenir-Stand sowie ein Café. Beim zweiten Hinsehen fiel uns dann ein Schild mit der Aufschrift „Cueva“ ins Auge.

Die Cueva de les Claveras

Die Besichtigung der Höhle lohnt aber ganz sicher. Übersetzt bedeutet der Name auf Deutsch : Totenkopfhöhle. Im 18. Jahrhundert wurden hier 12 Totenköpfe entdeckt, jedoch konnte niemand heraus finden, welche Hintergründe dieser Fund hatte. Von diesen Totenköpfen war bei unserem Besuch nichts zu entdecken, doch das fanden wir nicht weiter schlimm. Die Höhle als solche ist hochinteressant und beeindruckend.

Gesteinsformationen an der Decke der Höhlen Figurengruppe von Jägern und Sammlern

Der Spaziergang durch die etwa 440 m lange und bis zu 50 m hohe Höhle ist ein Erlebnis, zumal die Verantwortlichen viel dafür getan haben, die Besonderheiten und sehenswerten Details durch Informationstafeln und wirkungsvolle Beleuchtung hervor zu heben. Man läuft dabei auf einem hölzernen Steg, da die Höhle teilweise feucht ist. Am Ende des Stegs ist der Weg für die Besucher gesperrt, doch die Höhle geht noch weiter in den Felsen hinein. Hochinteressant fanden wir die unterschiedlichen Felsformationen an der Höhlendecke, die ins richtige Licht gesetzt besonders attraktiv wirkten.

Die Höhle war schon sehr lange bekannt und bewohnt. Die ältesten Funde in der Höhle datieren aus der Altsteinzeit. Schon damals bot sie Menschen Unterkunft und auch Schutz. Um auf diese frühe Nutzung hinzuweisen, haben die Verantwortlichen eine Figurengruppe in der Höhle platziert, die eine Horde steinzeitlicher Jäger und Sammler darstellt. Allerdings erschien uns dies nicht so gut gelungen. Die Puppen erinnerten uns eher an ein zweitklassisches Puppentheater. Vielleicht sind wir da aber auch etwas zu anspruchsvoll. Unabhängig davon können wir den Besuch der Höhle jedem empfehlen, zumal der Eintrittspreis sehr human ist.

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