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Empfehlenswerte Reiseführer und Literatur

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Literatur über Andalusien ist in den Buchhandlungen und im Internet sehr viel zu finden. Neben den klassischen Reiseführern, z.B. vom Michael Müller Verlag oder dem Baedeker Allianz, gibt es auch einige sehr interessante Titel, die sich speziellen Themen aus dieser Region widmen. Ein Beispiel dafür ist das ausgesprochen empfehlenswerte Buch "Erzählungen von der Alhambra". Einige unserer Meinung nach ihr Geld werte Titel sollen hier kurz vorgestellt werden.

Michael Müller Verlag Andalusien

Normalerweise ist man gewohnt, dicke Wälzer vom Allianz Baedeker Reiseführer zu erhalten, während die anderen Bücher deutlich schmaler sind. Der Reiseführer Andalusien vom M. Müller Verlag schlägt aber mit reichlich 700 Seiten alle Konkurrenten aus dem Rennen; Wer so viel Informationen wie nur möglich von dieser Region Spaniens erhalten möchte, ist also mit diesem Buch gut bedient.

Der erste Anblick ist schon ausgesprochen positiv, das Buch erscheint in einer attraktiven und modern wirkenden Ausführung. Die Umschlaggestaltung, sowohl die Bilder als auch die Schrift, hat uns sehr zugesagt.

Natürlich erfordert so ein komplexes Werk zum normalen Preis von etwa 23 Euro Kompromisse. Das hat der Verlag gelöst, indem er auf durchgängige Farbbilder verzichtete und die farbigen Fotos auf mehreren im Buch eingestreuten Seiten gebündelt hat. Der weitaus größere Teil der Bilder im Text ist schwarzweiß gedruckt. Dies allerdings in sehr guter Qualität. Nun kann man geteilter Meinung sein, ob man lieber durchweg Farbbilder möchte, was das Buch verteuern würde, oder ob man mit dieser Lösung zufrieden ist. Wir finden, die sehr ausführlichen Informationen wiegen den Nachteil auf, dass nur ein Teil der Fotos farbig gedruckt ist.

Dem Buch ist auch eine separate Karte beigelegt, die noch relativ handlich ist, weil das Gebiet auf Vorder- und Rückseite gedruckt ist. Der Maßstab ist so angelegt, dass Einzelheiten noch gut zu erkennen sind. Der Stadtplan von Sevilla auf der zweiten Umschlagseite ist unserer Meinung nach allerdings nur als grober Anhaltspunkt zu gebrauchen. Ansonsten findet man zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten einfarbige Übersichtspläne, die für eine erste Orientierung nicht schlecht sind.

Bei einem Buch dieses Umfanges kann man erwarten, dass der Informationsteil umfangreich ist, und diese Erwartung wird nicht enttäuscht. Die Kapitel zu den Themen "Andalusien erleben", "Geschichte", "Kunstgeschichte", "Anreise", "Unterwegs in Andalusien", "Übernachten", "Küche und Keller" und "Wissenswertes von A-Z" sind sehr informativ und ausführlich gehalten. Sicher braucht man zum Lesen und Verarbeiten schon eine gute Portion Zeit. Die ist aber für denjenigen, der sich intensiver mit diesem Gebiet beschäftigen möchte, gut angelegt. Wer nur zum Badeurlaub oder für einen ganz kurzen Trip nach Andalusien fährt, wird dieses umfangreiche Buch sicher nicht kaufen.

Die Sehenswürdigkeiten sind in Kapitel nach den einzelnen Provinzen aufgeteilt. Das hat, wie sicher jede Methode, Vor- und Nachteile. Möchte man eine bestimmte Sehenswürdigkeit herausgreifen, sollte man schon wissen, in welcher Provinz sie liegt. Andererseits ist es von Vorteil, auf seiner Tour die Highlights auf das Gebiet konzentriert zu finden, in dem man gerade ist.

Wie auch die anderen Kapitel, sind die Sehenswürdigkeiten sehr ausführlich und praktisch lückenlos beschrieben, so dass kaum Wünsche offen bleiben. Natürlich setzt das alles aber regelrecht Arbeit bei der Lektüre voraus. Ein kleiner Sprachführer, Sach-, Personen- und Geografisches Register schließen das Buch ab. Im Prinzip gibt es also an dem Buch nicht viel auszusetzen. Die Frage ist nur, welches Familienmitglied sich freiwillig bereit erklärt, den dicken Reiseführer auf den Touren zu tragen.

Baedeker Allianz Reiseführer Andalusien

Ist man von den Baedeker Allianz Reiseführern normalerweise gewohnt, dass sie die umfangreichsten Bücher zu den jeweiligen Themen sind, wird der Titel Andalusien vom Reiseführer des M. Müller Verlages in Bezug auf die Dicke geschlagen. Trotzdem erhält man auch hier ein sehr umfangreiches und inhaltsvolles Werk, dass die typischen Merkmale dieser Reihe aufweist. Das bedeutet, dass man eine separate Karte Andalusiens zum Buch erhält. Wir finden, beim Titel Andalusien stimmt das Verhältnis Kartengröße und Abbildungsmaßstab und die Übersichtlichkeit ist auch gewährleistet. Mit dieser Karte sind wir durch die Region gereist und haben keine weitere gebraucht, abgesehen von Stadtplänen für die einzelnen Orte, denn die jeweiligen Städte sind natürlich auf einer Übersichtskarte nicht genau genug abgebildet.

Die Umschlaggestaltung des Buches ist gediegen, aber unserer Meinung nach nicht so modern und pfiffig wie beim Reiseführer des M. Müller Verlages; Ansonsten findet man auf den knapp 450 Seiten die gewohnte gute Mischung aus praktischen Informationen zum Reiseziel Andalusien, viele Fakten und Hinweise und natürlich auch einen geschichtlichen Abriss. Der Tourenteil ist relativ knapp gehalten, dafür ist der Komplex Reiseziele von A-Z sehr umfangreich und lässt kaum Wünsche offen. Auch hier kann man wieder geteilter Meinung sein, ob die alphabetische Anordnung im Baedeker oder die Anordnung nach Gebieten im M. Müller Reiseführer die sinnvollere ist; Glücklicherweise ist ja ein unterschiedliches Herangehen nicht das schlechteste.

Sehr positiv empfanden wir die aufklappbaren Seiten mit farbigen Übersichtsplänen und Informationen zu bedeutenden Sehenswürdigkeiten, wie der Mezquita in Córdoba und der Alhambra in Granada. Die inmitten des Textes angeordneten farbigen Fotos überzeugen sowohl in Motivwahl als auch in der Druckqualität. Der Preis von etwa 23 Euro ist nicht gerade gering, aber in Anbetracht dessen, was man für sein Geld bekommt, durchaus gerechtfertigt.

Besonders handlich ist der Reiseführer allerdings nicht, genauso wie der des M. Müller Verlages. Hier kann man wieder zusammenfassend sagen, dass man eben die Wahl hat zwischen ausführlichen Informationen und einem Gewicht, dass sich schon bemerkbar macht oder andererseits einem gut handlichen Reiseführer mit eingeschränkten Informationen, wie es z.B. die Marco Polo Reiseführer sind.

Erzählungen von der Alhambra

Buchbewertung

Es war ein Amerikaner, der die Alhambra in Granada mit ihren Kunstwerken und ihrer zauberhaften Architektur wieder ins Bewusstsein der Menschen rückte und sie somit vor dem endgültigen Verfall rettete. Washington Irving (1783 bis 1859) schrieb anlässlich eines Aufenthaltes in Granada 1832 sein Buch "Erzählungen von der Alhambra", dass ein Bestseller wurde.

Während seiner Zeit in Granada lebte er auf der alten Maurenfestung, lernte hier zahlreiche Leute kennen, die ihm Geschichten aus der Blütezeit Granadas und der Alhambra erzählten und ihm das eine oder andere Sehenswerte zeigten. Aus diesen Erzählungen, seinen Beobachtungen und der detailreichen Beschreibung des alten Maurenpalastes entstand das Buch. Es liest sich auch heute noch spannend und gibt gute Einblicke sowohl in die Hochzeit des maurischen Andalusiens als auch in die Phase des Verfalls der alten Kulturgüter zur Zeit W. Irvings.

Er erlebte die Alhambra als ein verfallendes und teilweise schon ruinenhaftes Bauwerk, dass trotzdem noch den Geist des alten Prunkes und der zauberhaften Architektur ausstrahlte. Zu diesem Verfall trugen viele der damaligen Bewohner bei, die kein Gespür für dieses Kulturgut hatten und nicht davor zurückschreckten, selbst Einrichtungsgegenstände zu verheizen. Irvings Buch, dass sein bekanntestes Werk wurde, trug zur Erkenntnis bei, dass man diese alten Kulturschätze retten muss und ein möglicher endgültiger Verfall ein nicht wieder gut zu machender Verlust für die Menschheit ist.

Wir hatten uns dieses Buch in Granada gekauft und es nach unserem Besuch der Alhambra gelesen. Wir möchten es jedem, der nach Andalusien reist oder sich für diese Gegend interessiert, unbedingt empfehlen; Neben der wunderbaren Erzählweise des Autors besticht vor allem auch die ausgesprochen detailreiche Beschreibung. Wenn man die Alhambra schon kennt, ist dies eine ausgezeichnete Nachbetrachtung. Hat man das Buch vorher gelesen, freut man sich, viele Einzelheiten aus dem Buch im Original wiederzufinden.

"Erzählungen von der Alhambra" bekommt man in Granada in Buchläden, Touristenshops, in manchen Hotels und natürlich auch auf der Alhambra; Es lässt es sich aber auch über das Internet bestellen.

Michael Müller Verlag: Spanien

Spanien ist ein großes Land, und es gibt viel zu sehen in Spanien. Nicht nur die beiden Weltstädte Madrid und Barcelona ziehen alljährlich Millionen von Besuchern an, sondern ganze Urlaubsregionen wie Andalusien oder die Costa Brava locken alljährlich Millionen von sonnenhungrigen Touristen nach Spanien. Vom Michael Müller Verlag gibt es einen über 800 Seiten dicken Reiseführer über ganz Spanien. Der Autor Thomas Schröder beschreibt Spanien jedoch nicht als reines Badeurlaubsland sondern als interessantes Land für kulturell interessierte Reisende.

Wie gliedert man am Besten ein über 800 Seiten dickes Buch über ein einziges Land? Ähnlich wie es in Deutschland einzelne Bundesländer gibt, so ist Spanien in sogenannte autonome Gemeinschaften eingeteilt. Und genau diese Einteilung übernimmt der Buchautor als Grobgliederung für seinen Reiseführer: Katalonien, Valenciana, Murcia, Andalusien, Extremadura, Kastilien mit Madrid, Aragón, Rioja, Navarra, Baskenland, Kantabrien, Asturien und Galicien. Diese Grobgliederung ist sehr nützlich und gut gelungen. Schließlich gibt es kaum einen Spanien-Urlauber, der das ganze Land in einem Streich durchkämmt. Vielmehr nimmt man sich eine Region wie Andalusien oder Katalonien vor, wenn man mit dem Auto oder Motorrad durchs Land ziehen will.

Auf den ersten gut 100 Seiten beschreibt Thomas Schröder allgemeine Informationen über Spanien und geht ausführlich auf die spanische Geschichte ein. Was mir in diesem Bereich allerdings deutlich zu kurz geraten ist, sind Informationen über die Geographie und den politischen Aufbau des Landes. So weiß ein Spanien-Kenner von den autonomen Gemeinschaften Spaniens, ein Spanien-Neuling erkennt jedoch nicht sofort, nach welchem Schema das ganze Buch aufgebaut ist.

Wer sich also vor seiner Spanien-Reise durch den allgemeinen Teil durchgewühlt hat springt dann zu seiner gewünschten Urlaubsregion. Wer zum Beispiel nach Andalusien fährt findet auf ca. 180 Seiten ausführlichste Informationen über die einzelnen Provinzen und deren Sehenswürdigkeiten. Die Informationen sind extrem gut recherchiert, fast zu jeder noch so kleinen Sehenswürdigkeit gibt es Hintergrundinformationen, was Entstehung oder Bedeutung anbelangt. Zu jedem Ort gibt es zahlreiche Hotel- und Ausgehtipps. Zu jedem Museum gibt es die Öffnungszeiten und die Eintrittspreise. Wer diesen Reiseführer auf seiner Spanientour bei sich hat, hat quasi alle Informationen in der Tasche.

Was jedoch viel zu knapp ist ist das Kartenmaterial. Da kenne ich bessere Reisefuehrer vom Michael Müller Verlag, in denen es zu fast jedem Ort eine kleine Karte gibt. Auch lassen die Fotos zu wünschen übrig. Schwarz-Weiß Fotos sind einfach nicht mehr zeitgemäß.

Wer benötigt denn einen über 800 Seiten dicken Reiseführer über Spanien? Nun, wer eine Städtereise nach Barcelona oder Madrid macht, wird sich einen entsprechenden Stadtführer kaufen. Wer einen Badeurlaub an der Costa Brava macht oder sich auf eine typische Andalusien-Tour begibt, wird sich einen speziellen Reiseführer für seine Region kaufen. Wer aber die anderen Gegenden Spaniens kennenlernen möchte, vielleicht jedes zweite Jahr eine größere Tour durch Spanien macht, der benötigt einen Komplett-Reiseführer für das Land. Denn für touristisch weniger besuchte Gegenden wie Galicien oder das Baskenland gibt es keine große Auswahl an spezieller Reiseliteratur. Den Reiseführer Spanien schafft man sich einmal an und hat damit beste Informationen aus einer Hand, sowohl zur Urlaubsvorbereitung als auch für unterwegs.

Hat Torsten Schröder auf seinen über 800 Seiten eigentlich wirklich ganz Spanien beschrieben? Nein! Der Reiseführer müsste eigentlich Spanien Festland heißen. Denn zu Spanien gehören ja noch zahlreiche Inseln wie die Balearen oder die Kanaren. Und über diese Inseln gibt es bekanntlich eigene Reiseführer. Diese Einschränkung sollte meiner Meinung nach auf dem Reisebuch deutlich notiert sein. Die Bemerkung auf dem hinteren Einband Das Reisehandbuch für ganz Spanien ist also nicht ganz korrekt.

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