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Allgemeine Informationen rund um Venedig

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Venedig ist zwar, wenn man die Zahl seiner Einwohner betrachtet, eine italienische Kleinstadt. Aber in Wirklichkeit ist Venedig eine bedeutende Weltstadt von großer Berühmtheit, die irgendwie jeder kennt, auch wenn man noch nie selbst da gewesen ist. So wie man mit der Stadt Paris gleich den Eifelturm, mit London den Big Ben oder mit Moskau den Kreml verbindet, so nennt man die Stadt Venezia in einem Atemzug mit den berühmten Gondeln und Wasserstraßen. Und natuerlich hat man auch als Niedagewesener schon einmal den weltberühmten Markusplatz im Fernsehen gesehen, und sei es nur deshalb, weil er mal wieder unter Wasser stand.

Karte

Venedig gehört zu denjenigen Städten, die man unbedingt einmal gesehen haben möchte. Schließlich ist es etwas einzigartiges und ganz besonderes, wenn in einer Stadt keine Autos sondern nur Schiffe fahren, wenn die Hauptstraßen nicht aus Asphalt sondern aus Wasser bestehen und wenn die Häuser nicht auf trockenem Boden sondern direkt im Salzwasser stehen.

Aber Venezia bietet natürlich noch viel mehr als Schiffe, Gondeln und Straßen aus Wasser. Da wären unzählige Kirchen, darunter so weltberühmte wie die San Marco Basilika, Paläste und Prachtbauten, fast unzählige Plätze und Parks und natürlich ein gutes Dutzend zum Teil hervorragender Museen. Aber das eigentlich total faszinierende an Venedig lässt sich gar nicht konkret beschreiben: Es ist die Möglichkeit, in einer Auto freien Stadt ziellos durch einen rießigen Irrgarten aus kleinen Sträßchen und Gassen zu flanieren und dabei an Hunderten von kleinen Geschäften vorbeizulaufen und vielleicht das eine oder andere Souvenir oder Kleidungsstück zu kaufen.

Die Geschichte Venedigs

Im Gegensatz zu vielen anderen italienischen Städten wurde Venedig nicht von den Römern gegründet. Auf den zahlreichen Inseln in der Laguna Venetia lebten zwar schon in Frühzeiten vereinzelte Fischer aber die eigentliche Gründung Venedigs wird im Jahre 452 datiert, als in der Zeit der großen Völkerwanderung die Hunnen mit ihrem König Attila in Norditalien einfielen und sich dort breit machten. Aus Angst vor den Eindringlingen flohen viele Bewohner Norditaliens in die Lagune und bauten dort erste Brücken und Häuser auf Pfählen.

Venedig wurde größer und größer, Insel um Insel wurde erschlossen und bebaut. Im 13. Jahrhundert war Venedig zu einer großen Handelsmacht herangewachsen; Venedig wurde auch die "Königin der Adria" genannt; die Venetianer waren nicht nur für den Umschlag großer Warenmengen verantwortlich, sie kontrollierten auch die wichtigsten Schifffahrtswege im Mittelmeer. Überall im Mittelmeer gründeten die Veneter wichtige Handelsniederlassungen. Im Laufe der Zeit dehnt sich das Reich der Veneter auch ins Hinterland aus: Städte wie Padova, Verona und Vicenza gehörten ebenso zum Territorium Venedigs wie die Insel Zypern ganz im Süden.

Venedigs Macht blieb bis zum 15. Jahrhundert erhalten; Erst dann begann die Macht der Veneter allmählich zu bröckeln, als die sich ausbreitenden Osmanen den Venetern ihren bis dahin gewonnenen Besitz wieder abnahmen. Venedig wurde im Laufe der Jahrhunderte sogar zum Spielball internationaler Politik, gehörte mal zu Italien, mal zu Österreich und auch Napoleon verleibte sich einmal Venezia ein. 1866 wurde Venedig wieder ein Bestandteil des Königreiches von Italien.

Venedig heute - die Stadt bröckelt

In der Lagunenstadt Venedig leben heute noch ca. 70.000 Menschen. Ich sage "noch"; weil deren Zahl von Jahr zu Jahr abnimmt. Dies fällt dem Besucher freilich nicht auf bei alljährlich über 10 Millionen von Touristen. Jeder zweite Bewohner der Stadt finanziert zwar seinen Lebensunterhalt von dieser Touristenflut, das Leben wird für die Bewohner jedoch immer schwerer und unbequemer. Man kann sich denken, dass es sich in einem neuen Betonklotz auf dem Festland besser lebt als in einem modrigen kleinen Altbau in der Altstadt.

Blick auf die Altstadt von Venedig vom Campanile Turm aus

Hinzu kommt, dass die Preise für Lebensmittel unvermessen in die Höhe schießen, so dass ein normales Einkaufen praktisch nicht mehr möglich ist. Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte wird von Jahr zu Jahr weniger, dafür gibt es immer mehr Touristen-Shops, die vom Glasartikel bis zur Karnevals-Maske alles verkaufen, was der Touri wünscht. So werden die einheimischen Insel-Bewohner mehr und mehr gezwungen, die lange Reise aufs Festland auf sich zu nehmen, um ihren Lebensbedarf einzukaufen. So eine Fahrt aufs Terra Ferma ist jedoch gleich einem Tagesausflug, da die öffentlichen Verkehrsmittel für den Tourismus und nicht für die Einheimischen optimiert sind.

In Venedig bröckelt jedoch nicht nur die Bevölkerung, sondern die ganze Baumasse bzw. die ganze Stadt steht auf wackeligen Füßen. Jahr für Jahr sinkt die Stadt einen Zentimeter tiefer ins Meer hinein; Wer einmal die Fassade von so manchem Haus genauer betrachtet, erkennt tiefe Risse in der Bausubstanz. Immer öfters gibt es in der Stadt Hochwasser, so dass zahlreiche Straßen und Brücken unter Wasser stehen und man nur noch auf provisorischen Gehwegerhöhungen die wichtigsten Flecken der Stadt erreichen kann.

Also auf nach Venedig solange es die Stadt noch gibt! Andererseits - der schiefe Turm von Pisa ist auch schon lange tot gesagt, und in diesen Tagen dürften wir eigentlich alle nicht mehr Auto fahren, da gerade die letzte Erdölquelle am versiegen ist...

Ein paar Fakten über Venedig

Das Stadtgebiet von Venedig umfasst ca. 8 km², es gibt ca. 3000 Sträßchen und Gässchen, die durch über 400 Brücken miteinander verbunden sind. Die Häuser sind nicht pro Straße durchnummeriert, so wie wir es kennen, sondern haben vielmehr eine Art fortlaufende Nummer innerhalb eines Stadtblockes/Stadtviertels. In der Stadt gibt es ca. 150 Kanäle, die zum Teil so winzig sind, dass gerade mal eine schmale Gondel hindurchpasst.

Der Canal Grande ist die Hauptstraße Venedigs.

Venedig ist durch eine ca. 3 km lange Brücke mit dem Festland verbunden; Auf den 222 Bögen der Brücke verläuft eine vierspurige Autobahn sowie eine vierspurige Eisenbahnlinie. Der nordwestliche Teil Venezias liegt also gute 3 km vom Festland entfernt; der südöstliche Teil befindet sich gerade mal 2 km vom adriatischen Mittelmeer (Golfo di Venézia) entfernt.

In der Lagune von Venedig (Laguna Véneta) gibt es insgesamt ca. 120 Inseln, die zum Teil durch Brücken miteinander verbunden sind. Drei große längliche Landzungen/Inseln schützen die Lagune vor dem großen Meer. Aus venezianischer Sicht ist natürlich die Litorale di Lido die berühmteste und bedeutendste. Diese längliche Sandstrandinsel ist ein wunderbares Badeparadies, und Schiffsfahrten in die Lagunen-Hauptstadt gibt es zur Genüge.

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