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Weitere Infos für eine Städtereise nach Rom

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Als Hauptstadt Italiens, Stadt mit Weltbedeutung und auch Hauptstadt des Christentums wird Rom Jahr für Jahr von Millionen Touristen belagert. Demzufolge sind die Ansprüche an die Erreichbarkeit der Metropole und die Mobilität innerhalb der Stadt sehr hoch gelegt. Was die Erreichbarkeit betrifft, kann Rom punkten, es existieren gute und unterschiedliche Möglichkeiten in die Stadt zu kommen. Auch die Mobilität innerhalb Roms ist gut gewährleistet, sofern man nicht auf die tollkühne Idee verfällt, die Stadt mittels eigenem Fahrzeug kennen lernen zu wollen. Selbstverständlich bietet auch Rom zahlreiche Möglichkeiten der Erkundung mit geführten Touren und Stadtrundfahrten der unterschiedlichsten Art.

Anreise nach Rom

Will man nach Rom reisen, steht die Frage, mit welchem Verkehrsmittel man das am besten bewerkstelligt. Bei vielen Reisezielen ist das schnell beantwortet, meist ist das Flugzeug die sinnvollste Verbindung. In Rom kann das etwas anders aussehen, hier spielt auch der Startpunkt der Reise eine große Rolle. Von Süddeutschland, der Schweiz oder Österreich kann es manchmal praktisch sein, mit dem Zug oder Bus anzureisen, da die Entfernungen im akzeptablen Bereich liegen. Das kann auch für die Fahrt mit dem Auto gelten, sofern man ein günstig gelegenes Quartier außerhalb Roms hat und nicht in das innere Stadtgebiet muss. Um die Stadt zieht sich ein Autobahnring, der es ermöglicht, in die äußeren Vororte zu kommen, ohne die Stadt durchqueren zu müssen. Man sollte bei der Anreise mit dem PKW aber nicht vergessen, die Kosten für Mautgebühren bzw. Autobahnvignetten einzuplanen, die teilweise fällig werden.

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Trotzdem wird wohl das Flugzeug oft die erste Wahl bleiben. Vor allem aus Norddeutschland und Ostdeutschland ergeben sich ansonsten ziemlich lange Fahrtzeiten. Die Fahrt mit der Bahn ist in den meisten Fällen auch nicht besonders günstig, es ist garnicht so selten, dass die Flugpreise unter denen der anderen Verkehrsmittel liegen, sofern man einen preiswerten Flug erwischt. Von den meisten größeren Flughäfen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz starten praktisch täglich Flüge nach Rom, manchmal sogar mehrere pro Tag. Sowohl die renommierten Fluggesellschaften als auch Billigflieger haben ein gutes Angebot in die italienische Metropole. Allerdings gilt auch hier: rechtzeitiges Buchen sichert günstige Preise.

Die Einreise aus der Eurozone ist völlig unproblematisch und normalerweise ohne Kontrollen. Beim Flug gilt das natürlich so nicht, denn hier sind immer Ausweiskontrollen. Nicht vergessen sollte man im Vorfeld der Reise, dass Kinder einen Kinderausweis benötigen. An der Schweizer Grenze gibt es weiterhin Kontrollen, denn die Schweiz gehört nicht zur EU und dem Schengener Abkommen.

Die Flughäfen von Rom

Rom gehört zu den großen Städten, die über mehrere Flughäfen verfügen. Der meistens angeflogene ist der Flughafen Leonardo da Vinci, der in Fiumicino in der Nähe von Ostia westlich Roms liegt. Der kleinere Flughafen Ciampino dient vorrangig dem inländischen Flugverkehr, außerdem wird er von einigen Billigfliegern angesteuert. Er befindet sich außerhalb Roms im Südosten. Von gravierender Bedeutung ist es nicht, auf welchem der Airports man landet, von beiden gibt es gute Verbindungen in das Zentrum Roms.

Mit dem „Leonardo-Express“, einer Zugverbindung vom Flughafen Fiumicino zum Hauptbahnhof Termini, ist man in ca. 30 Minuten im Zentrum Roms. Von etwa 6.30 Uhr bis 23.30 Uhr verkehrt dieser Express aller halben Stunde. Preislich etwas günstiger, aber mit einer längeren Fahrtzeit, kann man auch den Nahverkehrszug FR1 nutzen, der am Bahnhof Tiburtina im Osten der Stadt ankommt. Auf eine unserer Ansicht nach sinvolle Variante wurden wir am Schalter des Expresses aufmerksam gemacht. Man bot uns an, ein Shuttle zum Hotel zu nutzen, zum gleichen Preis wie für den Lenonardo-Express. Das hatten wir selbstverständlich genutzt, und so hatten wir nur wenige Meter bis zum Eingang des Hotels zu laufen. Wir finden, das ist ein guter Service. Ob der immer automatisch angeboten wird, ist aber fraglich, also sollte man sich einfach danach erkundigen.

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Vom Terminal 3 fahren außerdem einige Busse in die Stadt zum Hauptbahnhof Termini. Der Fahrpreis ist auch günstiger als mit dem Leonardo-Express, die Fahrzeit aber um einiges länger. Nicht uninteressant sind Fahrten mit dem Taxi vom Flughafen in die Innenstadt Roms. Als Innenstadt gilt hier alles, was innerhalb der Aurelianischen Stadtmauer liegt. Es ist deshalb sinnvoll, im Blick zu haben, ob das gewünschte Ziel diese Vorgabe erfüllt. Wenn ja, dann kommt man in den Genuss von Festpreisen, die Roms Stadtverwaltung festgelegt hat. Ab drei Personen wird dann eine Taxifahrt lukrativer als der Leonardo-Express oder das Shuttle. Bei vier Personen ist aber wieder Schluss, mehr dürfen nicht zu diesen Bedingungen transportiert werden.

Der Flughafen Fiumicino ist ein riesiger Komplex mit mehreren Terminals, auf dem Tag für Tag hunderte von Flügen abgefertigt werden. Teilweise sind die Wege dadurch ziemlich weit, das sollte man bei der Zeitplanung berücksichtigen. Ansonsten unterscheidet er sich wenig von anderen großen Airports. Die üblichen Restaurants, Shops und Serviceeinrichtungen - wie Autovermietungen u.ä. - sind hier zu finden.

Deutlich kleiner ist der Airport Ciampino, der südöstlich Roms auf halbem Weg nach Castel Gandolfo liegt. Die Weiterreise zur Innenstadt Roms ist etwas umständlicher als von Fiumicino, aber insgesamt ist auch dieser Flughafen gut zu erreichen. Außerdem ist der Fahrpreis von Ciampino günstiger als vom anderen Flughafen. Vom Gate 2 geht es zuerst mit dem Bus zur Stazione Ciampino, von dort mit dem Nahverkehrszug FR 4 zum Hauptbahnhof Termini. Wenn die Ankunftszeit günstig liegt, kann man auch direkt vom Gate 2 mit dem Bus nach Termini fahren.Diesen Service bieten mehrere Unternehmen an, die Abfahrten erfolgen etwa jede Stunde. Natürlich kann man auch von Ciampino ein Taxi nehmen, für das ebenfalls die Regelung des Festpreises gilt. Der ist günstiger als von Fiumicino, doch das sind die Fahrpreise von diesem Airport insgesamt.

Mobil in Rom

Man hört viel über das Verkehrschaos in Rom, und das ist garantiert nicht unberechtigt. Mit dem eigenen Auto möchten wir nicht durch die italienische Metropole fahren, das wäre schon einigermaßen tollkühn. Ganz abgesehen davon, dass weite Teile der Innenstadt für den auswärtigen Verkehr gesperrt sind oder eine Ausnahmegenehmigung erfordern. Das, die vielen Einbahnstraßen, Massen hupender und drängelnder Fahrzeuge sowie die - gelinde gesagt - rasante Fahrweise der Römer ließen uns einige Stoßgebete gen Himmel schicken mit dem Dank, dass wir uns lieber auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen hatten. Dazu kommen noch die Parkplatznot und die horrenden Parkgebühren – aber das ist in den Weltstädten eigentlich normal. Die Römer selbst verlassen sich sehr oft auf ihre Motorroller, mit denen sie einigermaßen durch den Verkehr kommen.

Rom

Man kommt in Rom gut zu Fuß zurecht, zumindest im vorrangig touristisch interessanten Innenstadtbereich. Die meisten Ziele hatten wir erlaufen, die Entfernungen in der Altstadt und den angrenzenden Gebieten erlauben das – vorausgesetzt, man ist einigermaßen fit. Das Überqueren der Straßen, besonders der großen Hauptverkehrsadern, ist allerdings ein Abenteuer für sich. Ampeln und Zenrastreifen existieren zwar, haben jedoch eigentlich keine regelnde Funktion. Wenn man das weiß und sich darauf einrichtet, hat man aber gute Überlebenschancen. Wir sind unversehrt wieder zurück gekommen, brauchten dazu aber gute Nerven sowie Reaktionsschnelligkeit.

Ist man weniger gut zu Fuß oder möchte einfach schnell von einem Punkt zum anderen kommen, sind die öffentlichen Verkehrsmittel eine sinnvolle Alternative. Der Individualverkehr in Rom ist chaotisch, die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren jedoch sehr gut. Zumindest hatten wir diese Erfahrung während unseres Aufenthaltes in der Stadt gemacht, ob das immer zutrifft, können wir natürlich nicht sagen. Zu den Hauptverkehrszeiten kann es aber auch eng werden, dann heißt es, das Verhalten einer Sardine in der Büchse zu üben.

Rom

Favorit war für uns die Metro, wohl auch deshalb, weil unser Hotel in der Nähe einer Metrostation lag. Es ist aber sicher die schnellste Verbindung von den Vororten ins Zentrum und auch innerhalb der Innenstadt – sofern das Ziel in der Nähe einer Station ist. Gegenüber einigen anderen Weltstädten ist die Metro Roms etwas unscheinbar, es gibt lediglich zwei Linien. Das hängt auch damit zusammen, dass es aufgrund der vielen archäologischen Objekte im Zentrum ausgesprochen schwierig ist, intensiv im Untergrund zu bauen. Die beiden Linien treffen sich am Bahnhof Termini, dort ist das Umsteigen möglich. So sind viele der Sehenswürdigkeiten mit der Metro zu erreichen, wenn man gewillt ist, eventuell auch ein paar Meter zu laufen. Zwischen 5.30 Uhr und 23.30 Uhr verkehren die Bahnen alle 5 bis 10 Minuten. Da sie nicht durch den anderen Verkehr behelligt werden, kommt man damit schnell voran. Beachten muss man, dass man das Ticket an einer Barriere einsteckt, dadurch wird die Sperre geöffnet. Nun sollte man tunlichst nicht vergessen, das Ticket wieder mitzunehmen. Das Prinzip ist eigentlich sehr gut – wenn es richtig funktioniert. Bei uns wurde das Ticket fast jedesmal nicht erkannt, und wir waren nicht die einzigen, denen es so ging. Allerdings war das kein großes Problem, an jeder Station sitzen einige Leute, die dann nach Vorzeigen der Karte die Sperre öffnen. Der Vorteil der automatischen Abfertigung ist damit aber dahin.

Rom

Ein wichtiges Nahverkehrsmittel ist der Bus, im gesamten Stadtgebiet fahren mehrere hundert Linien. Die Busse stecken aber – im Gegensatz zur Metro – manchmal im allgemeinen Verkehr fest. So kommt es öfter vor, dass man ziemlich lange auf den Bus warten muss, dann aber kurz hintereinander gleich mehrere kommen. Läuft alles normal, dann fahren die meisten Linien im Abstand von rund 10 Minuten. Einen festen Fahrplan gibt es allerdings nicht, das ist bei diesen Unsicherheiten sicher weise. Wir hatten die Busse dann genutzt, wenn keine Metrohaltestelle in der Nähe war oder die Verbindung zum Ziel einfach günstiger. Beachten sollte man, dass es verschiedene Linien gibt. Die blaue Linie gilt für die „normalen“ Stadtbusse. Sie verkehren im festen Turnus aber ohne genaue Abfahrtzeiten und fahren alle Haltestellen an. Die grüne ist die Expresslinie, mit ihr werden wichtige Ziele miteinander verbunden und dabei nur wenige Zwischenhaltestellen angesteuert. Die dunkelroten Linien sind eher selten, es sind die „exakten“ mit festen Abfahrtzeiten. Die schwarzen schließlich sind die Nachtbusse.

Rom Rom

Ergänzt wird der römische Nahverkehr durch sechs Straßenbahnlinien, die für Touristen im Normalfall aber weniger interessant sind. Allerdings kann man mit der Linie 3 und der 19 eine kleine Stadtrundfahrt zu Ecken unternehmen, die sehenswert sind, aber allgemein kaum angesteuert werden. Eine Besonderheit sind die kleinen Elektrobusse, die durch die engen Gassen der Altstadt steuern. Dadurch und durch den sehr humanen Fahrpreis (sofern man nicht sowieso eine Dauerkarte oder den Rom-Pass hat) sind sie ausgesprochen interessant für eine „individuelle Stadtrundfahrt“.

Rom

Sehr empfehlen möchten wir den Roma-Pass, den wir als ausgesprochen sinnvoll empfanden. Er gilt ab der ersten Nutzung für drei Tage und ist gegenüber verschiedenen anderen Städten relativ preisgünstig. Mit ihm kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel in Rom nutzen und erhält außerdem bei vielen Sehenswürdigkeiten Rabatte. Zudem ist bei den ersten beiden besuchten Sehenswürdigkeiten der Eintritt frei. Der Pass rentiert sich also in praktisch allen Fällen, sofern man nicht völlig auf die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel verzichtet.

Organisierte Touren durch Rom

Wir hatten selten ein so umfangreiches Angebot an unterschiedlichen Stadtrundfahrten und organisierten Touren erlebt, wie in Rom. Da macht sich richtig bemerkbar, dass auch viele Touristen die Stadt besuchen, die z. B. aus religiösen Gründen hierher kommen oder sich vorrangig für Archäologie und Geschichte interessieren.

Natürlich gibt es die üblichen Stadtrundfahrten im Bus nach dem Prinzip „Hopp on – hopp of“. Man kann unterwegs an den verschiedenen Haltestellen aus- und wieder einsteigen, also die Fahrt nach den eigenen Wünschen unterbrechen. Beachten muss man jedoch, dass man die entsprechende Fahrkarte hat. Es gibt nämlich auch no-stop-Tickets, bei denen nur eine durchgehende Fahrt von etwa 2 Stunden möglich ist. Die Busse fahren als rote Linie 110 und als grüne Rome Open Tour. Die roten Busse haben eine unterschiedliche Streckenführung an Wochentagen und an Sonn- und Feiertagen, während sie bei den grünen Bussen immer gleich ist. Der dritte Anbieter, City Sightseeing Roma, hat zwei kleinere Routen im Angebot.

Die Archeobusse sind kleinere Fahrzeuge, die viermal pro Tag zu archäologischen und kirchlichen Sehenswürdigkeiten entlang der Via Appia Antica – vorrangig außerhalb des Stadtzentrums - fahren. Auch hier kann man aus- und einsteigen, doch durch die wenigen Fahrzeiten ist diese Möglichkeit stark eingeschränkt. Auf katholische Kirchen und Sehenswürdigkeiten hat sich die Pilgerlinie Roma Christiana spezialisiert. Die Abfahrt ist am Petersplatz, auch hier ist unterwegs aus- und einsteigen möglich.

Wer durch Rom laufen und dabei Erklärungen haben möchte, kann auf mehrere Angebote zum organisierten Stadtspaziergang zugreifen. Diese sind meist thematisch geordnet. Kutschahrten sind in Rom auch im Angebot, allerdings muss man dafür schon eine gut gefüllte Brieftasche haben. Wir finden, wer Freude daran hat, soll es machen – aber wir hatten darauf verzichtet. Das Preis-Leistungsverhältnis erschien uns nicht sehr attraktiv. Schließlich kann man noch eine Schifffahrt auf dem Tiber unternehmen. Die etwa einstündige Tour startet im Sommer jede Stunde.

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