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Weitere Informationen über Neuseeland

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Um sich in Neuseeland schnell zurecht zu finden, gibt es ein paar Institutionen, in denen man bestens mit Informationen versorgt wird. Gerade in Neuseeland besteht ein besonders weit gefächertes Angebot dieser Anlaufstellen, allen voran die Touristeninformationen "i-Site" und das "DOC", das Department of Conservation. Im diesem Kapitel werden die beiden Institutionen und weitere wichtige Informationen aufgelistet.

i-Site und das Department of Conservation - Informationen aus erster Hand

Die i-Sites sind Niederlassungen des größten und neuseelandweiten Besucher-Informationsnetzes. Das wiederum ist mit "Tourism New Zealand" verbunden, der offiziellen nationalen Tourismusorganisation des Landes. Über 90 Standorte gibt es auf den beiden Inseln. Alle Buchungen werden hier ohne zusätzliche Gebühren durchgeführt. Die Mitarbeiter sind gut geschult und geben alle erdenklichen Informationen und helfen bei der Planung von Aktivitäten. Sie geben Auskunft über lokale Events, Attraktionen und geben sogar Empfehlungen für Restaurants oder Discos. Außerdem übernehmen die Mitarbeiter die Buchungen für Unterkünfte und Verkehrsmittel aller Art.

Die Touristeninformation i-Site ist in fast jeder Stadt in Neuseeland zu finden. Hier in Kaikoura.

Je nach Größe der Stadt und der möglichen Aktivitäten, sind die i-Sites zusätzlich ausgestattet. Zum Beispiel mit kostenlosen Landkarten, Stadtplänen und Informationsbroschüren. Es gibt Aushänge über das Wetter der nächsten Tage und Sicherheitsinformationen über das Wandern in den Bergen. Teilweise sind sie auch mit Internetterminals ausgestattet, wobei der Besuch eines Internetcafés aber meist günstiger ist. Ich habe fast ausschließlich gute Erfahrungen mit den Mitarbeitern und dem Service der i-Sites gemacht. Sie geben sich immer sehr viel Mühe und helfen, wo sie können. Das ging sogar einmal so weit, dass wir uns in Ohakune im Tongariro National Park den Wagen einer Mitarbeiterin für ein paar Stunden ausleihen durften, um verschiedene Drehorte des Herrn der Ringe besuchen zu können.

Das Department of Conservation (DOC) ist die zentrale staatliche Organisation Neuseelands, die sich im Auftrag von und zum Wohle ihrer Einwohner beschäftigt. Außerdem ist sie für den Schutz der Natur und des historischen Erbes des Landes zuständig. Wie auch schon bei der i-Site ist in jeder größeren Stadt eine Außendienststelle des DOC vorhanden. Seine Aufgabe ist es, "das ursprüngliche und historische Erbe Neuseelands zur Freude aller, heute und in der Zukunft zu bewahren". Vor jeder Wanderung sollte man bzw. vor jeder Mehrtageswanderung muss man, vorher im DOC vorbei schauen. Hier gibt es wichtige Informationen über die Streckenbegebenheiten und das Wetter.

Es können Hütten- und Campingplatztickets gekauft werden. Die Gebiete der neun "Great Walks" stehen unter Naturschutz, befinden sich in Staatsbesitz und werden vom DOC verwaltet. Das DOC ist zuständig für die Instandhaltung der Hütten, der Campingplätze, der Wanderwege und der Brücken. Auch beschäftigt sich die Organisation mit der Kontrolle und Eindämmung der Population an Rotwild und Possums sowie dem Schutz und der Optimierung der Fortpflanzungsbedingungen der bedrohten Tierarten, zum Beispiel dem Kiwi-Vögel.

Einreise bzw. Ausreise und Zoll

Bei der Einreise erfolgen die üblichen Zollformalitäten wobei in den Schreiben kleinlichst auf das Mitgebrachte geachtet wird. Ein wichtiger Punkt für die neuseeländischen Behörden ist die "Bio-Security". Sie achten besonders streng darauf, das Land vor Seuchen und allen möglichen Krankheiten abzuriegeln, die der Landwirtschaft gefährlich werden könnten. Wanderausrüstung muss genau angegeben werden, Stiefel oder Zelte werden gründlich untersucht. Falls Erdrückstände gefunden werden, müssen die Schuhe vor den Augen der Behörden sogar gereinigt werden. Das Gleiche gilt für Fahrräder oder Golfschläger. Alle tierischen oder pflanzlichen Produkte wie Obst oder der Snack für den Flug sind zu deklarieren.

Bei der Ausreise ist auch eine Besonderheit zu beachten. Passagiere ab zwölf Jahren müssen eine internationale Ausreisesteuer in Höhe von 25 NZ$ zahlen. Diese ist nicht im Ticketpreis inbegriffen sondern muss am Flughafen bezahlt werden. Also nicht alles Kleingeld vor der Rückreise ausgeben.

Straßenverkehr und Verkehrsregeln

In Neuseeland herrscht Linksverkehr, wobei das Verkehrsaufkommen meist sehr gering ist. Nur um die größeren Städte wie Auckland und Wellington gibt es auch mal dreispurige Autobahnen. Ansonsten fast ausschließlich Landstraßen. Beim Einfahren in einen Kreisverkehr (Roundabout) blinkt man nicht an der zu nehmen Ausfahrt rechts. Sondern: Wer im Kreisverkehr geradeaus fahren möchte blinkt gar nicht, wer nach links möchte, blinkt auch links und wer nach rechts möchte, blinkt rechts und kurz vor der Ausfahrt dann links.

Trotz Linksverkehr gilt in Neuseeland die Regel 'Rechts vor Links'. Das von rechts kommende Fahrzeug hat bei unausgeschilderten Straßenkreuzungen Vorfahrt. Das gilt auch, wenn man selber von einer Hauptstraße links abbiegen will und ein entgegenkommendes Fahrzeug in die selbe Straße rechts einbiegen möchte. Man muss anhalten und das obwohl das entgegenkommende Fahrzeug die eigene Spur kreuzen muss. Auf Überlandstraßen ist die Höchstgeschwindigkeit 100 km/h, innerorts 50 km/h. In ganz Neuseeland besteht Anschnallpflicht, bei Missachtung kann das Bußgeld sehr saftig sein.

Bei Bergfahrten kann es passieren, dass man eine Zeit lang hinter einem LKW oder Campingwagen feststeckt. In Neuseeland gibt es aber zum Glück sogenannte "Passing Lanes", in denen die langsamen Fahrzeuge für eine Strecke von ein paar hundert Metern auf eine zweite, äußere Spur ausweichen sollten. Damit wird den schnellen Wagen die Möglichkeit zum Überholen auf der rechten Spur gegeben.

Grundsätzlich wird der im Heimatland gültige Führerschein akzeptiert, aber nur wenn eine beglaubigte Übersetzung mitgeführt wird. Ich habe mir aber lieber einen internationalen Führerschein ausstellen lassen, der in Verbindung mit dem nationalen Führerschein drei Jahre gültig ist.

Öffentliche Verkehrsmittel und Tourenbusse

Am einfachsten und komfortabelsten kommt man in Neuseeland natürlich mit einem eigenen Auto oder Campingwagen voran. Dennoch gibt es viele und auch kostengünstigere Möglichkeiten als einen Mietwagen. Das Überland-Busnetz ist in Neuseeland besonders gut ausgebaut. Der Intercity und je nach Region verschiedene kleine Anbieter bringen die Touristen und Einheimischen sicher an alle Orte Neuseelands (ähnlich wie der Greyhound-Bus in Australien). Gebucht werden können die Fahrten in jeder i-Site oder direkt telefonisch. Besonders günstig sind dabei Fahrten, die im Vorfeld über das Internet gebucht werden. Hier sind dann spezielle Angebote wie "Web Saver" verfügbar und entsprechend gekennzeichnet. Die Fahrten werden meist begleitet von informativen Reisekommentaren und mehreren Stopps auf den manchmal sehr langen Routen. Auch der Kauf von Buspässen kann sich bei größeren Erkundungsfahrten und dem Anspruch an einen gewissen Standard lohnen.

Die Busse von Intercity Coachlines sind bestens ausgestattet und organisiert.

Tipp: Wer jedoch die Möglichkeit hat, weit im Vorfeld zu buchen und schon seine gesamte Strecke kennt, dem empfehle ich den NakedBus. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der kleinen und nationalen Anbieter . Das Besondere ist der erste gebuchte Sitzplatz der Strecke, er kostet nämlich wirklich nur einen NZ$. Alle weiteren Plätze sind dann im Preis gestaffelt: Der zweite kostet beispielsweise vier Dollar, der dritte dann acht. Bei meinem zweiten Neuseelandaufenthalt 2009 habe ich sämtliche Busstrecken noch von Deutschland aus über die Internetseite von Nakedbus gebucht und dadurch natürlich viele dieser Ein-Dollar-Sitze ergattert.

An der Westküste der Südinsel fahren beispielsweise die Busse von Atomic Shuttle die Touren des NakedBus.

Für alle meine Busfahrten in den sechs Wochen habe ich dann gerade mal 25 NZ$ bezahlt. Und dabei dauert eine Fahrt von Te Anau bis nach Christchurch beispielsweise sieben Stunden und das für einen Dollar! Dem Busfahrer muss man dann nur die Nummer nennen, die bei der Buchung angezeigt wird. Lediglich das Erkennen der Busse an den Haltestellen ist nicht ganz einfach. Die meisten haben ein kleines Schild mit dem Logo im Fenster oder hinter der Frontscheibe hängen. Außerdem haben die Fahrer immer höchste Eile. Wer zu spät kommt hat Pech gehabt, der Bus ist dann weg.

Kiwi-Experience ist nur eines der vielen Backpacker-Busunternehmen in Neuseeland.

Eine dritte Möglichkeit sind die sogenannten Backpacker-Busse, die aber meist von Abiturienten und Personen bis zu 23 Jahren gebucht werden. Man kann diese Busse schon als geführte Touren bezeichnen, die sich auch etwas kosten lassen. Dafür ist man für eine Strecke dann auch immer mit den gleichen Leuten zusammen, schläft gemeinsam in den vom Unternehmen gebuchten Hostels und unternimmt gemeinsame Touren. Auf den bezahlten Strecken kann man beliebig oft ein- und aussteigen. Mir persönlich lag diese Reisegruppen-Mentalität oder "Dauerparty" nicht. Außerdem kommt man gerade mit dem NakedBus wesentlich günstiger und entspannter ans Ziel. Für sorgenvolle Eltern sind diese Busse dennoch eine gute Wahl, da sich die Kinder um fast nichts kümmern müssen. Anbieter dieser Touren sind Bottom Bus, Flying Kiwi, Kiwi Experiences, Magic Travellers Network und Stray Travel.

Aufgrund des schlechten Streckennetzes und der hohen Preise lohnt sich eine Fahrt mit dem Zug nur wegen der tollen Landschaft.

Zugstrecken gibt es in Neuseeland nur sehr selten. Das Hauptverkehrsmittel sind neben den Privatwagen die Busse. Dennoch sind die wenigen Zugstrecken wahre Erlebnistouren mit tollen landschaftlichen Einblicken. Zu nennen wäre da zum Beispiel der Overlander zwischen Auckland und Wellington auf der Nordinsel, der TranzCoastal zwischen Picton und Christchurch sowie der TranzAlpine zwischen Christchurch und Greymouth (beide auf der Südinsel). Wellington ist mit vier Pendlerstrecken die einzige Stadt mit einem anständigen Bahnnetz.

In den Städten gibt es meist ein gut ausgebautes Netz an Stadtbussen. Auch die kostenlosen Busse von Link erleichtern die Erkundung der größeren Städte wie Auckland, Wellington und Christchurch.

Neuseelands Währung

In Neuseeland wird mit dem Neuseeland Dollar (NZ$) bezahlt. Der Kiwi nennt die Währung aber gerne schlicht und einfach nur "Buck". Das bezahlen mit einer Kreditkarte (ich hatte eine Visa dabei) ist völlig problemlos, und sie wird fast überall anerkannt.

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