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Wetter und Klima in Neuseeland

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Neuseeland ist zwischen der frostigen Antarktis im Süden und der tropischen Südsee im Norden wettertechnisch stets hin und her gerissen. Allgemein ist das Klima aber als maritim zu bezeichnen, das bedeutet im Winter nicht zu kalt, im Sommer nicht zu heiß. Die Jahreszeiten sind genau entgegengesetzt zu den unseren. Das heißt, Sommer ist von Oktober/November bis März und Winter von Juni bis August.

Auf der Nordinsel herrscht durch die milden Nordwestwinde subtropisches Klima, auf der Südinsel ist es sehr wechselhaft und kühler, teilweise mit eisigen Südwinden aus der Antarktis. Insbesondere an der Westküste der Südinsel herrscht der größte Niederschlag. Grund dafür sind die stürmischen West-Ost Winde, die auf dem 40. Breitengrad herrschen, auf dem Neuseeland liegt. Wenn diese Winde von der Tasmansee dann auf die Southern Alps treffen und sich entladen, geht gerade im Fjordland nicht selten wettertechnisch die Welt unter.

Ganz wichtig: Das Wetter in Neuseeland kann wahnsinnig schnell umschlagen. Diese rasanten Wechsel sind auf der Südinsel extremer als auf der Nordinsel. Dem Wetterbericht kann und sollte man in keinster Weise vertrauen und gerade bei Mehrtageswanderungen Kleidung für alle Wetterlagen einpacken (hagel- und schneefest bis hochsommertauglich).

Das beste Beispiel dafür war meine Viertageswanderung auf dem Milford Track. Der Wanderweg liegt im Fjordland Nationalpark, der zu den regenreichsten Gebieten der Welt gehört. Jährlich fallen hier bis zu acht Meter Niederschlag. Man sagte mir vor Antritt der Wanderung, dass man eigentlich niemals drei Sonnentage am Stück hatte. Ich hatte sie doch, allerdings war dann am vierten Tag auch im wahrsten Sinne der Worte "Land unter" - solche Regenmassen über so viele Stunden habe ich in meinem Leben noch nie erlebt. Jetzt weiß ich, was "nass bis auf die Haut" wirklich bedeutet, und eine Regenjacke oder -hose brachte da gar nichts mehr.

Die beste Zeit zum Reisen ist von November/Dezember bis März/April, ansonsten sind gerade Tracks oft aufgrund heftiger Winde oder Schneemassen geschlossen. Ich war zuerst von Januar bis Ende März auf der Nord- und Südinsel unterwegs und im Jahr darauf von Mitte November bis Ende Dezember nur auf der Südinsel. Bei der ersten Reise konnte ich vor allem auf der Nordinsel fast immer im T-Shirt herumlaufen, bei meiner zweiten Reise von November bis Mitte Dezember 2009 auf der Südinsel, war ich bis auf wenige Tage, eigentlich immer in Regen- und/oder Fleecejacke eingepackt.

Im Unterschied zu Mitteleuropa gibt es in Neuseeland eine weitaus höhere Sonnenscheindauer, die im Durchschnitt bei ca. 2.000 Stunden pro Jahr liegt. Unterschiede gibt es zwischen den beiden Inseln, wobei es auf der Südinsel zwar insgesamt weniger Sonnenstunden gibt, aber an einigen Orten (wie Nelson an der Nordspitze) die Sonne oft und gerne scheint. Nelson ist mit 2.500 Stunden übrigens die sonnenreichste Stadt Neuseelands. Das kann ich nur bestätigen, Nelson ist herrlich!

Noch eine Warnung: Im Oktober und November ist das Ozonloch über der Antarktis am größten. Ich habe festgestellt, dass man ungebräunt nicht einen Tag ohne Sonnencreme auskommen kann. Im Januar und Februar hatte ich immer einen Sunblocker 50 im Gesicht, damit ist man auf der sicheren Seite. Auch wenn man, weil es bewölkt ist, an einem Tag die Sonne mal nicht sehen kann, kann sie einen übel verbrennen. Sonnencreme ist daher Pflicht, aber man wird trotzdem schnell goldbraun.

Die Grafiken zeigen die Klimadaten der wichtigsten Städte oder Regionen. Beispiele sind die Hauptstadt Wellington im Süden der Nordinsel, die bevölkerungsreichste Stadt Auckland an der Westküste der Nordinsel, Christchurch an der Ostküste der Südinsel und die Region Milford Sound im Fjordland (Südwesten der Südinsel). Durch Steigungsregen an den direkt anschließenden neuseeländischen Alpen gehört der Milford Sound zu den regenreichsten Gebieten der Erde. Jährlich fallen hier bis zu 8.000 mm Niederschlag und man kann sich wirklich glücklich schätzen, wenn es bei einer Bootstour durch den Sound mal nicht regnet.

In den anderen Städten der Südinsel herrschen im Sommer überwiegend moderate Werte zwischen 21 und 23 Grad Celsius. Auch die Werte gehen nachts im gesamten Jahr nur sehr selten unter die 0 Grad Celsius. Das begünstigt wiederum das Kiwifrucht- und Avocadowachstum in Neuseeland, da der Boden eigentlich nie gefriert.

Wellington

Balken oben: Tagesdurchschnittstemperaturen; Balken unten: Nacht-DurchschnittstemperaturenSonnenscheinstunden pro TagNiederschlagstage pro MonatWassertemperaturen

Auckland

Balken oben: Tagesdurchschnittstemperaturen; Balken unten: Nacht-DurchschnittstemperaturenSonnenscheinstunden pro TagNiederschlagstage pro MonatWassertemperaturen

Christchurch

Balken oben: Tagesdurchschnittstemperaturen; Balken unten: Nacht-DurchschnittstemperaturenSonnenscheinstunden pro TagNiederschlagstage pro MonatWassertemperaturen

Milford Sound

Balken oben: Tagesdurchschnittstemperaturen; Balken unten: Nacht-DurchschnittstemperaturenSonnenscheinstunden pro TagNiederschlagstage pro Monat

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