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Weitere Infos über Madrid

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Mit einem sinnvollen Einsatz der öffentlichen Verkehrsmittel und mit etwas Planung wird auch ein kurzer Aufenthalt in Madrid vielseitig und schön. Im Folgenden ein paar Informationen über den Verkehr und über ein paar Vorschläge zu Spaziergängen in Madrid.

Verkehr in Madrid

Wie in fast jeder europäischen Hauptstadt geht es den Verkehr betreffend in Madrid etwas bis sehr chaotisch zu. Obwohl das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel sehr gut ausgebaut ist, besitzt ein großer Teil der Bevölkerung ein oder mehrere Autos und bewegt sich damit in Madrid fort. Viele besitzen jedoch auch ein Auto, um außerhalb von Madrid mobil zu sein; für den innerstädtischen Transport nutzen sie die öffentlichen Verkehrsmittel.

Man sollte doch besser auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen Parkende Autos in Madrid Die Metrostation Campo de las Naciones

Es ist davon abzuraten, Madrid mit einem Mietwagen zu entdecken - die sehr hohen Parkgebühren, Parkplatznot und die zum Teil chaotische sowie gefährliche Fahrweise der Madrilenen verleiten dazu, sich besser auf Metro & Co zu verlassen.

In Madrid sieht man sehr viele Fußgänger - jedoch nahezu keine Radfahrer. Das liegt daran, dass man in Madrid je nach Lage viele Plätze bequem zu Fuß erreichen kann; Radwege sind jedoch Mangelware und nur außerhalb des Zentrums zu sehen; Wenn man mal doch einen Radfahrer sieht, ist dieser meistens mit Sturzhelm, Leuchtweste und weiterer Schutzkleidung sehr gut ausgerüstet. Man kann allerdings Fahrräder mieten und somit zum Beispiel das Casa de Campo entdecken.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Flughafen namens Aeropuerto de Madrid Barajas liegt etwa 12 Kilometer von der Stadt entfernt und ist bequem über die Metro (Aeropuerto T1-T2-T3 oder Aeropuerto T4, beide L8) zu erreichen. Eine andere Möglichkeit besteht, mit dem Flughafenbus an die Metro- und Busstation Avenida de América (L4, L6, L7, L9) zu gelangen und von dort aus mit der Metro weiterzufahren. Die zweite Option ist je nachdem wohin man gelangen möchte geschickter als mehrmals umzusteigen.

Die Fahrt zum Flughafen muss - auch wenn man nur die Metro benutzt - mit einem zweiten Ticket bezahlt werden, es sei denn man besitzt eine Monatskarte oder eine Touristenkarte. Diese Touristenkarte ist sehr sinnvoll und man sollte sie sich auf jeden Fall bereits an der ersten Metrostation zulegen, da man damit für eine feste Anzahl von Tagen beliebig oft das gesamte Verkehrssystem nutzen kann.

Museum, Ausstellungsraum? Nein, eine interessante Metrostation im Norden Madrids: Chamartín

Das U-Bahn-Netz ist trotz seiner Fülle an Metrolinien sehr überschaubar. Die Metro ist das wahrscheinlich einfachste Verkehrsmittel, um sich zurechtzufinden und um alle möglichen Orte zu erreichen; Ab halb zwei fährt jedoch keine Metro mehr, so dass man gezwungen ist, zu Fuß, mit dem Taxi oder mit dem Nachtbus - dem Buho ("Eule") - heimzukehren.

Ein Taxi habe ich nie benutzt, die Preise sollen sich jedoch im Rahmen halten. Man sollte nur darauf achten, den Taxameter anzulassen und den Preis vor der Fahrt auszuhandeln. Die Buhos kann man mit seiner Touristenkarte ohne Aufpreis nutzen; allerdings sollte man sich vorher erkundigen, an welcher Haltestation man aussteigen muss. Die Busfahrer sind oft sehr nett und man kann sie bitten, Bescheid zu geben, wann man aussteigen muss.

Das Bussystem ist auf das Metronetz abgestimmt und man erreicht manche Plätze schneller als mit der Metro. Allerdings ergibt sich auch hier wieder das Problem, dass man etwas ortskundig sein sollte, um sich nicht zu verfahren. Um an Plätze zu gelangen, die etwas außerhalb der Stadt liegen, kann man die Cercanía benutzen, den Nahverkehrszug, der zum Beispiel an den Stationen Atocha (Metrolinie 1), Príncipe Pio (Metrolinie 6 und 10) und weiteren hält.

An diesen Metrostationen und an weiteren, wie an Chamartín (Metrolinien 1, 10) hat man die Möglichkeit, mit dem Zug weiterzureisen; Generell gilt jedoch, dass die Züge teurer sind als die Busse. Auch mit den Bussen hat man die Möglichkeit, in andere spanische Städte zu fahren. Ein Teil dieser Fahrten ist subventioniert, so dass die Preise recht günstig sind. Busse in andere Städte fahren ab den Bushofen der Avenida de América (L4, L6, L7, L9), Méndez-Álvaro (L6) und Príncipe Pío (L6, L10) ab.

Touren durch Madrid

Das Zentrum Madrids mit vorgeschlagenen Rundgängen

In Madrid wird man hin und wieder Schildern mit Touristeninformationen zu vorgeschlagenen Rundgängen im Zentrum begegnen. Alle schließen verschiedene Sehenswürdigkeiten mit ein, aber mit Sicherheit kann man die pauschalen Rundgaenge individueller gestalten.

Von der beschäftigten Plaza de Cibeles zum Retiro, dem berühmtesten Park Madrids

Die Promenade von der Plaza de Cibeles in Richtung der Biblioteca Nacional Die Puerta del Alcalá

Der erste Rundweg hat eine Länge von 1370 m und beginnt bei der Plaza de Cibeles (Metro Banco de Espaņa, L2) und führt in Richtung der Biblioteca Nacional. Schön ist dabei die Promenade mit den schattenspendenden Pflanzen. Man kommt an den Jardines del Descubrimiento vorbei, die an die Entdeckung Amerikas erinnern. Anschließend führt der Weg weiter zum Museo Arqueológico und endet bei der Puerta de Alcalá. Dort angekommen bietet sich ein entspannter Spaziergang oder eine Siesta im Retiro an (Achtung bei Dieben!).

Der Paseo del Prado: Die Kunstmeile Madrids

Der zweite Rundgang ist einer der beliebtesten: Der Paseo del Prado, der zwischen 1775 und 1782 entstand. Beteiligt an dessen Konstruktion und Realisierung waren José de Hermosilla, Juan de Villanueva und Ventura Rodríguez. Man kann bei dem Palacio de Comunicaciones bzw. bei der Plaza de Cibeles beginnen und in Richtung des Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía laufen oder umgekehrt beim Reina Sofía beginnen. Der Vorteil der letzt genannten Option ist, dass man ab der Plaza de Cibeles anschließend den ersten Rundgang bis zur Puerta de Alcalá wahrnehmen kann. Die Kombination beider Rundgänge ist bei Hitze jedoch sehr anstrengend, so dass eine Abwägung der zu besuchenden Bauten empfehlenswert ist.

Ausgehend von dem Museo Reina Sofía bei der Metrostation Atocha (L1) kann man zuerst einen Blick in die tropische Bahnhofshalle hineinwerfen und anschließend das Kunstmuseum Reina Sofía besichtigen, bevor es auf die Promenade des Paseo del Prado geht. Absolut empfehlenswert und auch von der Stadt Madrid vorgeschlagen ist der Besuch im Jardín Botánico - eine kleine Oase im östlichen Zentrum. An dessen Eingang erklingen sanft Gitarrentöne des Ave María. Der Spanier Julio spielt schon seit Jahren am gleichen Platz, meistens an den Wochenenden.

Die wahrscheinlich tropischste Bahnhofshalle, die es gibt: Atocha Unzählige Schildkröten im Teich der Bahnhofshalle Die Qual der Wahl

Direkt daneben befindet sich der Prado, an dem sich immer Menschenmassen tummeln und Fotos knipsen, an dem Leute Musik machen und Ölgemälde verkaufen. Je nachdem wie intensiv man die drei Museen der "Kunstmeile" besichtigen möchte, sollte man sich überlegen, alle drei Museen bei der Gelegenheit kurz zu besuchen oder zum Beispiel für den Prado einen separaten Tag einplanen. Die Stadt Madrid sieht in ihrer Empfehlung einen Abstecher in den Retiro vor, wovon ich jedoch abrate. Viel besser ist es, den Paseo del Prado zu begehen und das eine oder andere Museum mitzunehmen und sich anschließend in den Park zu begeben, um etwas mehr vom Park zu sehen und sich die Tour besser einzuteilen.

Wie immer Hochbetrieb am Prado Im Hintergrund stehen Menschen an einem eintrittsfreien Tag Schlange am Prado. Charakteristisch: Die Fenster am Paseo del Prado Der Obelisk, der an den 2. Mai 1808 erinnert Charakteristisch: Die Fenster am Paseo del Prado

Auf der Plaza de Cánovas del Castillo in der Nähe des Prados ist der eindrucksvolle Neptun-Brunnen zu sehen, der 1780 von Juan Pascual de Mena angelegt wurde. Direkt in der Nähe befindet sich der Palacio de Villahermosa, der das Museo Thyssen-Bornemisza und den Congreso de los Diputados (das spanische Parlamentsgebäude) beherbergt.

Weiter geht es im grünen Mittelstreifen des Paseos zur Plaza de la Lealtad, an der man den Obelisk de 2-del-mayo zum Gedenken an den 2. Mai 1808 zu sehen ist. In der Nähe befindet sich die Börse, die um 1884 erbaut wurde. Dieser Bereich bietet sich hervorragend zum kurzen Entspannen an, da die Alleen Schatten spenden und man trotz des Verkehrs etwas abgegrenzt ist.

Am Apollo-Brunnen vorbei gelangt man schließlich zur Plaza de Cibeles, einem der Verkehrsknotenpunkte Madrids. Wer noch Energie hat, kann einen weiteren Spaziergang machen - oder einfach mit der Metro zu einem anderen Ort fahren, schließlich haben wir (ohne den Besuch der Museen) 2120m zurückgelegt.

Von der Calle Alcalá zum Templo de Debod: Ein Metropolenweg mit ägyptischem Ziel

Der dritte Rundweg führt mit 2900m Länge von der Calle Alcalá und Gran Vía (Plaza de Cibeles, Metro Banco de Espaņa, L2) über die Plaza Callao schließlich zur Plaza de Espaņa und zum Templo de Debod. Das Ziel ist auf jeden Fall einen Besuch wert; den Spaziergang würde ich jedoch insofern abkürzen, als dass ich nur einen Teil der Gran Vía ablaufen würde, auf keinen Fall jedoch die ganze Straße, die das Synonym für Menschenmassen, Geschäfte und Verkehr ist. Im Gegensatz zu anderen Rundgängen zeigt die Gran Vía im Großen und Ganzen Bauten des gleichen Stils, so dass man sich die Zeit anders einteilen sollte.

Vom Verkehrsknotenpunkt der Plaza Cibeles zum königlichen Palacio Real

Ein abwechslungsreicher Spaziergang quer durch das Zentrum ist der vierte, 1690m lange Rundweg, beginnend bei der Plaza de Cibeles (Metro Banco de Espaņa, L2). Man kommt an der Academia de Bellas Artes vorbei, kann einen Abstecher ins Monasterio de las Descalzas Reales vornehmen und die Kirche San Gínes besuchen. Den Abschluss bilden das Teatro Real und die Plaza Oriente; je nachdem kann man noch den Palacio Real und die Jardínes Sabatini einschließen.

Ein Streifblick durchs Zentrum

Der fünfte Weg führt wie der Vierte ein Weg durchs Zentrum und beginnt bei der Plaza de Cávonas del Castillo. Man kommt am Congreso de los Diputados vorbei und gelangt zum Herzen der Stadt: Zur Puerta del Sol, Anziehungspunkt aller Touristen und genau aus diesem Grund auch Anziehungspunkt vieler Bettler. Durch die Calle Mayor geht's weiter zur Plaza de la Villa und zur Muralla Árabe, zur arabischen Mauer in der Nähe der Kathedrale. Auf diesem knapp 2010m messenden Rundweg sieht man - wie beim vierten Weg - einiges vom Zentrum, das die Mühe lohnt und einen ersten Streifblick vermittelt.

Der Arco de Cuchilleros Der Zugang des Arco de Cuchilleros von vorne Wunderschön: Die Cava de San Miguel und die Umgebung Wunderschön: Die Cava de San Miguel und die Umgebung

Auf diesem Weg sollte man auf jeden Fall einen Besuch bei der Plaza Mayor, der Cava de San Miguel, der gleichnamigen Kirche und bei dem Arco de Cuchilleros sowie die Straßen der Umgebung einplanen. Diese sind unvergleichlich und haben ein einzigartiges Flair.

Königliche Bauten im "Madrid de los Austrias"

Der letzte Rundweg beginnt bei der Plaza Espaņa und geht 1540m Richtung Süden, zur Basilíca de San Francisco el Grande. Man hat dabei die Gelegenheit, die Jardines de Sabatini, den Palacio Real und die Catedral de la Almudena zu besichtigen - eine empfehlenswerte Reihenfolge, da man so zügig vorankommt und einige der wichtigsten Bauten von Madrid zu sehen bekommt.

Wer wenig Zeit mitbringt, sollte sich überlegen, eine Stadttour mit dem Touristenbusunternehmen Visión Madrid zu unternehmen. Man kann beliebig oft aus- und wieder einsteigen und der Bus bringt einen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Im Gegensatz zu anderen Städten wie z.B. Barcelona ist der Touristenbus zudem günstiger.

Wer allerdings ein paar Tage zur Verfügung hat, der sollte auf jeden Fall ein paar Spaziergänge durch Madrid machen; Enge, romantische Gassen, schön gelegene Bars, verschiedene Baustile in versteckten Vierteln, das Flair der Altstadt - diese Eindrücke kann einem kein Touristenbus vermitteln.

Empfehlungen für einen dreitägigen Aufenthalt

Nach den ganzen Sehenswürdigkeiten ist es schwierig, sich ein paar herauszupicken, wenn man einen begrenzten Zeitraum von drei Tagen hat. Um nicht von einem Ort zum nächsten zu hetzen, sollte man die Ausflüge in die Umgebung Madrids lieber auf den nächsten Besuch verschieben, wenn man mindestens eine Woche mitbringt.

Für einen Aufenthalt, der drei volle Tage zulässt, könnte man sich folgendes Programm überlegen: Der erste Tag ist am besten für einen Überblick im Zentrum geeignet. Das kann zum Beispiel der vierte Rundgang inklusive Palacio Real und der Kathedrale sein mit anschließender Fortsetzung im unmittelbaren Zentrum bei der Puerta del Sol, weiter durch die Calle Mayor zur Plaza Mayor. Wie bei Rundgang 5 angemerkt, sollte man auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen, einen Blick auf den Arco de Cuchilleros sowie auf die Cava de San Miguel mit der Kirche zu werfen - ein wunderschöner, historischer Anblick. Am Abend bietet sich ein Besuch des Stadtviertels Huertas an.

Der zweite Tag kann für einen Museumsbesuch genutzt werden, zum Beispiel der Prado in Verbindung mit einem Spaziergang auf dem Paseo del Prado, der bei Pflanzenfreunden einen Besuch im botanischen Garten beinhalten sollte. Je nach Interesse kann man davor bzw. danach auch einen Abstecher in das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía (in Verbindung mit einem Besuch der Atocha - Bahnhofshalle) sowie in das Museo Thyssen-Bornemisza machen. Aber drei Kunstmuseen an einem Tag sind meiner Meinung nach viel zu viel: Irgendwann nimmt die Aufnahmefähigkeit ab; Nach der Kunst wirkt ein Rundgang im Retiro unglaublich entspannend. Am Abend ist ein Rundgang durch die Altstadt auf jeden Fall Pflicht. Ein abendlicher Rundgang beschriebene Strecke.

Wer an einem Sonntag in Madrid ist, der sollte einen kurzen Blick auf den Rastro werfen, um das bunte Treiben einmal erlebt zu haben. Außerdem würde ich auf jeden Fall einen halben Morgen bzw. Nachmittag zu einem Klosterbesuch nutzen, des Descalzas Reales oder des Monasterio de la Encarnación. Auch das Casa de Campo ist einen Besuch wert, evt. In Verbindung mit einem mittäglichem Picknick (je nach Jahreszeit). Je nach Interessen kann man noch einen Besuch im Theater oder in einem Musical wahrnehmen.

Empfehlenswerte Reiseführer

Michael Müller Verlag: Madrid & Umgebung

Empfehlung

Madrid ist keine Stadt für einen Tagesausflug. Die Stadt bietet so viele Sehenwürdigkeiten und ein so interessantes Stadtleben, dass man mehrere Tage oder gar Wochen braucht, um sie richtig kennenzulernen. Demzufolge braucht man für eine Städtereise nach Madrid auch einen guten Reiseführer, wo nicht nur Sehenswürdigkeiten beschrieben sind sondern auch Ausgehtipps oder Shopping-Empfehlungen enthalten sind.

Michael Müller Verlag

Vom Michael Müller Verlag gibt es einen Reiseführer namens Madrid & Umgebung, geschrieben vom Autor Hans-Peter Siebenhaar. Der Fokus liegt natürlich auf Madrid selbst. Von den ca. 250 Seiten sind aber doch ungefähr 50 davon für die Umgebung von Spaniens Hauptstadt reserviert.

Auf den ersten 80 Seiten des Reisebuches findet man nützliche Informationen wie zu öffentlichen Verkehrsmitteln, zur Anreise nach Madrid oder zur Lebensweise der Madrilenen. Sehr ausführlich ist das Kapitel zur Geschichte der Stadt (und damit natürlich auch zur Geschichte Spaniens).

Der eigentliche Reiseführer gliedert die Stadt Madrid in 8 Teile: Centro, Gran Via, Plaza de Espana, Malasana/Chueca, Retiro, Salamanca, Moncola/Argüelles und Castellana. Zu jedem Stadtteil gibt es eine ausführliche Einleitung, zum Beispiel mit den charakteristischen Dingen für diesen Stadtteil oder der Bevölkerung, sowie eine kleine Karte. Dann weden Sehenswürdigkeiten beschrieben und Tipps zum Ausgehen oder Übernachten gegeben. Der Reiseführer glänzt durch zahlreiche Farbfotos und viele Karten. Auch wer mit dem Auto durch Spanien reist findet noch eine Übersichtskarte, wie er in die umliegenden Städte gelangt.

Apropos Umland: Hier wird zunächst die nahegelegene Peripherie beschrieben, also Städte bzw. Stadtteile, die man auch bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann, dann werden weiter entfernte Ziele in der Umgebung von Madrid beschrieben (die man natürlich auch per Zug erreichen kann). So wird zum Beispiel auf 12 Seiten die Stadt Toledo beschrieben.

Insgesamt macht der Reiseführer vom Michael-Müller-Verlag einen sehr guten Eindruck und bekommt daher eine Empfehlung für eine Städtereise nach Madrid. Im Jahr 2010 wurde der Reisefüher durch den Madrid-Reiseführer (siehe folgende Beschreibung) abgelöst.

Michael Müller Verlag: Madrid

Empfehlung

Wer Spaniens Hauptstadt wirklich kennenlernen möchte und deshalb nicht nur einen Tagesausflug nach Madrid macht, der benötigt einen richtigen Städte-Reiseführer mit ausführlichen Informationen zur Stadt. Als solcher sei der Madrid-Reiseführer von Hans-Peter Siebenhaar, erschienen im Michael Müller Verlag, empfohlen.

Michael Müller Verlag

Der Autor beschreibt Madrid auf knapp 250 Seiten, wobei das letzte Drittel des Reiseführers der Umgebung Madrids gewidmet sind. Dass sich der Reiseführer nicht an Kurzbesucher richtet erkennt man schnell daran, dass alleine 70 Seiten an allgemeinen Informationen über die Stadt enthalten sind. Alleine die interessante Stadtgeschichte (und damit verbunden auch die Geschichte Spaniens) ist auf über 10 Seiten ausführlich und interessant beschrieben. Wer eine Reise nach Madrid plant findet in dem allgemeinen Teil wertvolle Informationen zur Anreise, Übernachtungstipps oder Empfehlungen zum Ausgehen am Abend. Wer bereits vor Ort ist und Informationen zum Beispiel über Ärzte, Botschaften oder Stadtfeste sucht, wird hier ebenfalls fündig.

Die eigentliche Stadt ist in Form von 9 Touren beschrieben, wobei sich gleich 3 Touren dem inneren Bereich namens Centro widmen. Als weitere Tour ist die Gran Vía ausführlich beschrieben. Wer noch mehr Zeit in Madrid hat, der kann mit den Touren Malasana/Chueca, Paseo del Arte, Salamanca, Moncloa/Argüelles und Paseo de la Castellana/El Viso weiter machen. Jede Tour wird mit einem Ausschnitt aus dem Stadtplan eingeleitet, so dass man sich leicht orientieren kann und die beschriebenen Sehenswürdigkeiten auch gut findet. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind gut und interessant beschrieben. Bei Museen findet man Eintrittspreise, Öffnungszeiten und sogar deren Webadressen, wenn man sich ausführlich auf einen Museumsbesuch vorbereiten möchte. Zahlreiche Farbfotos machen so manche Sehenswürdigkeit, die man vielleicht zunächst gar nicht auf der Planung hat, so richtig schmackhaft.

Die Gliederung des Reiseführers in einzelne Touren ist sehr sinnvoll, da man sich somit gezielt eine Tour für einen Tag raussuchen und diese auch bewältigen kann. Wer nicht jedes Museum oder jede Sehenswürdigkeit auf einer Tour mitnehmen möchte, der schafft an einem Tag natürlich auch 2 Touren. Um den Überblick nicht zu verlieren und um leichter planen zu können, befindet sich im hinteren Einband eine Komplettkarte von Madrid im Maßstab von 1:10.000. Damit hat man nicht nur einen Reiseführer bei sich sondern auch einen ausführlichen Stadtplan. Und natürlich darf auch ein U-Bahn-Streckenplan nicht fehlen; der befindet sich auf der Rückseite des faltbaren Stadtplanes.

Wer wirklich viel Zeit hat und sich nicht nur für Spaniens Hauptstadt sondern auch für die Umgebung interessiert, der wird in den letzten Kapiteln des Reiseführers fündig. Zunächst wird die nähere Peripherie beschrieben, dann werden auf ca. 40 Seiten Ausflüge in die Umgebung und naheliegende Städte wie Toledo oder Segovia beschrieben. Mit diesen ausführlichen Beschreibungen von Madrids Umgebung richtet sich der Reiseführer nicht nur an Städte-Besucher sondern auch an Langzeit-Urlauber oder Berufstätige oder Studenten, die zum Beispiel für ein paar Monate in Madrid tätig sind. Insgesamt ein hervorragender Reiseführer, der keine Wünsche offen lässt.

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