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Madrid Inhaltsverzeichnis | Allgemeine Informationen | Stadtviertel | Kirchen und Kathedralen | Plätze | Parks | Museen | Essen und Trinken | Nachtleben | Shopping | Wetter und Klima | Weitere Infos | Toledo | Segovia | Umgebung von Madrid

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Allgemeine Informationen über Madrid

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Madrid - eine einzigartige Stadt. Was fällt mir spontan zu der Hauptstadt Spaniens ein? Als erstes assoziiere ich Madrid mit einer jung gebliebenen, offenen Stadt, die ein hervorragendes kulinarisches Angebot für Feinschmecker bietet. Für mich gehört insbesondere das Genießen der Tapas - der dort typischen Häppchen - einfach zur Mentalität. Manch anderer wird bei dem Stichwort Madrid als erstes das einzigartige Nachtleben im Sinn haben, während Kunstinteressierte als erstes an das Kunstdreieck Madrids - die drei Kunstmuseen El Prado, das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía und das Museo Thyssen-Bornemisza - denken.

Madrid - eine Stadt der kulinarischen Genüsse Weltberühmt: Das Kunstmuseum El Prado Blick aus der Seilbahn im Casa de Campo auf den Palacio Real und die Catedral Nuestra Seņora de La Almudena

Klar ist, Madrid ist vielseitig und immer in Bewegung. Die warmen Temperaturen locken die Menschen auf die Straße und die Touristen nach Madrid. Es herrscht ein Kommen und Gehen, aber nie Stillstand. Vielen kommt Madrid wie eine andere europäische Hauptstadt und nicht besonders spanisch vor; Wer jedoch ein paar Hintergrundinformationen hat und sich nach Madrid begibt, der wird nicht nur Sehenswürdigkeiten abklappern, sondern auch spanisches Flair erleben.

Wer nach Madrid reist sollte sich unbedingt vorher ein Hotel reservieren, denn in einer Großstadt kann es immer wieder zu Engpässen kommen, wenn Events oder Sportveranstaltungen statt finden. In Madrid gibt es Tausende von Hotels, von der billigen Absteige bis zur noblen Luxusherberge.

Die Bedeutung Madrids in Spanien

Das Wahrzeichen des Zentrums: Der Bär mit dem Erdbeerbaum bei der Puerta del Sol Karte

Madrid liegt im Zentrum der iberischen Halbinsel und etwa 650 Meter über dem Meeresspiegel. Damit ist sie die höchstgelegene Hauptstadt in Europa, was im Sommer aber trotzdem heiße Temperaturen zulässt. Zudem ist Madrid die Hauptstadt der autonomen Comunidad de Madrid. Die insgesamt 17 Comunidades in Spanien entsprechen unseren Bundesländern. Auch wenn die Regierung sowie das Parlament in Madrid ansässig sind - die spanische Bevölkerung fühlt sich immer noch etwas zur Monarchie hingezogen, auch wenn sie mit der politischen Situation zufrieden sind. In Madrid residiert der spanische König Juan Carlos I, wenn auch nicht im königlichen Palacio Real, sondern etwas außerhalb. Der Palacio Real wird mittlerweile nur noch für Staatsbesuche und besondere Anlässe genutzt.

In Madrid angekommen wird man schnell merken, dass die Stadt das Finanz- und Handelszentrum Spaniens ist. Die Banco de Espaņa, die wichtigste Bank Spaniens, sowie mehrere Privatbanken haben hier ihren Hauptsitz. In Madrid befindet sich zudem der wichtigste Börsenhandelsplatz Spaniens im Palacio de la Bolsa. Bei den Industriezweigen haben sich vor allem die Konsumgüterindustrie mit Kleidung und Kosmetik, aber auch die Automobil- und Elektroindustrie sowie Verlage in Madrid niedergelassen.

Der Palacio Real Schon von weitem erkennbar: Klein Manhatten mit den Wolkenkratzern von Chamartín im Norden Madrids Sicht von der Jesuitenkirche auf die historische Stadt Toledo

Doch die Bedeutung Madrids erlebte erst ab etwa 1970 dieses bedeutende Wachstum. Zuvor war Madrid eher unscheinbar und unwichtig, als die historischeren Städte Granada, Toledo, Sevilla und Zaragoza bedeutender waren. Zudem kam die damals sehr ungünstige Lage Madrids, da der Küstenweg fehlte und Madrid kein Handelspartner war, der andere Städte mit Rohstoffen belieferte; Anfang der Siebziger Jahre begannen nicht nur klein- und mittelständische Betriebe, sondern immer mehr Großunternehmen und internationale Firmen, sich in Madrid anzusiedeln. Die Forschung und Entwicklung gewann an Bedeutung; Messen, Kongresse und Expositionen fanden immer regelmaeßiger statt.

Nach und nach entwickelte sich der Tourismus, der heute Madrid bedeutende Einnahmen beschert. Die Infrastruktur hat sich dank der Besucher stark beschleunigt. In Madrid erkennt man schnell, wie wichtig der heutige Tourismus ist und wie viele Besucher das reichhaltige Angebot wahrnehmen. Das Zeitalter der Billigflieger lockt viele europäische Touristen in die Hauptstadt, aber auch für Amerikaner und Asiaten gehört Madrid zu den beliebtesten Zielen auf einer Durchreise.

Auch die Bars haben sich auf die Besucher eingestellt: Es gibt spezielle Irish Pubs, in denen regelmäßig Sprachaustausche stattfinden und man sieht am Eingang der Bar oft Werbung wie "Wir sprechen kein Deutsch, lachen aber nicht über Ihr Spanisch".

Exkurs: Leben und Arbeiten in Madrid

Die Entwicklung Madrids und der EU hatte zur Folge, dass in Madrid viele ausländische Arbeitnehmer zu finden sind. Manche kommen, um auf gut Glück etwas zu finden, andere haben eine befristete Anstellung in der ausländischen Niederlassung des deutschen Unternehmens gefunden, andere begleiten ihren Ehepartner.

Was gibt es in so einer Situation zu beachten, wenn man plant, längerfristig in Madrid zu bleiben? Generell gibt es keine Probleme, wenn man die EU-Staatsbürgerschaft hat. Trotz europaweitem Krankenversicherungsschutz ist es jedoch wichtig, dass man sich genau über die Konditionen informiert - auch wenn der Aufenthalt "nur" mehrere Monate dauert, sollte man auf jeden Fall eine Zusatzversicherung abschließen. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass ein Besuch beim Zahnarzt in Spanien sehr teuer werden kann. Die deutsche Kasse übernimmt höchstwahrscheinlich nur einen Teil der Kosten, nämlich nur den Teil, den man gleichermaßen in Deutschland zahlen würde. In Spanien jedoch sind die Zahnbehandlungen oft teurer, außerdem besteht kaum Anspruch auf eine kostenlose Behandlung.

Für verschiedene bürokratische Angelegenheiten wie z.B. ein Bankkonto braucht man eine N.I.E., die ausländische Identifikationsnummer (número de identidad extranjera). Man bekommt sie bei der Ausländerbehörde (Extranjería) und sollte so früh wie möglich telefonisch einen Termin abmachen. Dazu braucht man allerdings viel Geduld: Ich bekam meinen Termin erst nach dem etwa 30. Anruf.

Die Unterkunft kann man sich schon im Voraus über Bekannte, Internetnetzwerke oder vor Ort über die Zeitung und Anzeigen besorgen. Man sollte sich über die extrem hohen Mietpreise im Klaren sein; besonders im Zentrum oder in den Gegenden der gehobenen Schicht haben die Preise nach Oben kaum Grenzen. Wer WG-tauglich ist, sollte diese Möglichkeit auf jeden Fall nutzen.

In Madrid sind verschiedene Supermarktketten vertreten, darunter der französische Carrefour und die Lidl-Kette. So kann man immer noch den "Tomaten-Basilikum-Brotaufstrich" und viele andere Lebensmittel genießen, die importiert werden. Die eine oder andere Eigenart der Spanier mag gewöhnungsbedürftig sein, wie z.B. die Handhabung des Mülls in manchen Vierteln; im Großen und Ganzen wird ein Kulturschock jedoch mit Sicherheit ausbleiben.

Geschichtlicher Überblick

Trotz Restaurierungen und neuen Bauten sind in Madrid und besonders in der Umgebung noch viele geschichtliche Zeugen zu finden. Bis zum 11. Jahrhundert wurde Madrid von Mauren geprägt; eine besonders hohe Bedeutung hatte der damalige Alcázar. Die Festungsanlage, die damals am gleichen Ort wie der heutige Palacio Real stand, hatte hauptsächlich eine Schutzfunktion. Ziel war es, das damals bereits hoch entwickelte Toledo vor dem Norden Spaniens zu schützen. Im Jahr 1083 kam es zu einer Schlacht, mit dem Ergebnis, dass Madrid von Alfonso VI erobert wurde und nun zu Kastilien gehörte.

Bis zum 16. Jahrhundert blieb Madrid unbedeutend, erst im Jahr 1561 änderte sich viel, als der Habsburger Felipe II seine Residenz nach Madrid verlegte - damals für viele ein Rätsel. In der Zeit der Habsburger entstand ein großer Teil an Bauten, wie die Puerta del Sol oder das Kloster Descalzas Reales. Auch Kirchen wurden errichtet, genauso wie der berühmte Park Retiro. Juan de Herrera gehörte damals zu den Lieblingsarchitekten von Felipe II, er ist für die Konstruktion der Plaza Mayor zuständig.

Gedenken an die berühmten Helden des 2. Mai 1808, im Viertel Malasaņa

Nach einem Erbfolgekrieg übernahmen die Bourbonen unter Carlos III die Regierung Madrids. Ihre Spuren sind in der spätbarocken Gestaltung zu bemerken, z.B. in vielen Kirchen und dem hin und wieder italienischen Baustil. 1808 ist ein Jahr, das durch viele Denkmäler und Gemälde (z.B. von Goya, "El 3 de Mayo de 1808 en Madrid") oft noch präsent ist: Die Franzosen marschierten ein und nahmen Madrid rigoros in Besitz. Die erbitterten Kämpfe der Madrilenen waren erfolglos, viele starben.

1813 fanden Unabhängigkeitskriege gegen Napoleon und seine Besatzer statt, die ihn erfolgreich vertrieben; Nach den Ausrufungen der Republik sind zur Geschichte Madrids noch der schwere Bürgerkrieg 1936 - 1939 und die Diktatur des Faschisten Franco bis 1975 markant. Danach kehrte die Monarchie mit Juan Carlos I zurück. 2004 kam Madrid wegen schockierenden Ereignissen in die Schlagzeilen: Aufgrund schwerer Attentate starben etwa 200 Menschen, an die Denkmäler in Madrid erinnern.

Die Sprache

In Madrid wird Spanisch gesprochen, bei den Spaniern eher als Castellano (Kastilisch) bekannt. Das Castellano ist das Spanisch, was normalerweise an Schulen, in Kursen und Büchern gelehrt wird. Der Hintergrund liegt in der geschichtlichen Entwicklung Spaniens, welche die Teilung in verschiedene Königreiche zur Folge hatte. So wird man in anderen Gegenden Spaniens merken, dass die Sprache stark vom Castellano abweichen kann, z.B. in Barcelona oder in Galizien.

Charakteristisch für das Spanisch in Madrid sind die oft energische Sprachmelodie sowie viele umgangssprachliche Ausdrücke, die in Spanien zwar bekannt sind, aber fast ausschließlich in Madrid gebraucht werden. Allerdings leben auch viele Lateinamerikaner in Madrid, welche sich sprachlich meist anpassen, ihren sprachlichen Einfluss jedoch automatisch mit einbringen.

Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Deutschland oder gar Skandinavien wird recht wenig Englisch gesprochen, von anderen Fremdsprachen ganz zu schweigen. In touristischen Gegenden jedoch kommt man auf jeden Fall mit Englisch, manchmal auch mit Französisch durch. Führungen werden fast immer in Spanisch und in anderen Sprachen angeboten, in vielen Bars im Zentrum versteht der Kellner die Bestellung genauso wie der Ticketverkäufer in der Metrostation. Und trotzdem zeigt es Respekt und Interesse, sich zumindest mit ein paar Brocken Spanisch zu verständigen.

Wer vor seinem Spanien-Urlaub erst mal ein bisschen die Sprache lernen möchte, dem sei ein Spanisch-Fernlehrgang empfohlen. Einen solchen Kurs kann man bequem von zu Hause aus machen und, sofern man konsequent dran bleibt, innerhalb kurzer Zeit einen beträchtlichen Grundwortschatz an Wörtern aufbauen.

Die Religion - eine starke Prägung

Heute ist die Religiosität der Madrilenen etwas schwer einzuschätzen. Klar zu sehen ist, dass zumindest die katholische Religion die Richtung vorgab. Wenn man in eine Kirche geht, wird man höchstwahrscheinlich mehr Leute sehen als in Deutschland. Ältere Leute, Menschen mittleren Alters und vereinzelt sind auch Jüngere zu sehen. Da Madrid ein Topf voller verschiedener Nationen ist, sind vermutlich viele noch religiös geprägt und besuchen regelmäßig einen Gottesdienst. Die Madrilenen, die auch von dort stammen, waren und sind jedoch in einer gegensätzlichen Entwicklungsphase. Heute nur noch zum Teil Kirchengänger, war dies früher überhaupt nicht denkbar; Erkennbar ist das an mehreren Punkten, wie etwa an der noch sehr konservative Erziehung in den Achtziger und Neunziger Jahren und weiter zurückliegend an den zahlreichen Kirchen, in denen heute immer noch mehrere Gottesdienste täglich abgehalten werden.

Die Iglesia San Andrés im Viertel La Latina, eine der zahlreichen Kirchen im Zentrum

Der religiöse Einfluss zeigt sich stark am spanischen und besonders madrilenischem Vokabular: "Jesús" (sprich: Chesús) ist ein sehr beliebter Name; wenn jemand niest, wünscht man ihm "Salud" (Gesundheit) oder eben "Jesús" und der Begriff der Hostie kommt im euphorischen Sprachgebrauch, aber auch in Verwünschungen vor.

Als letztes fallen die extrem zahlreichen Feiertage auf, die religiösen Ursprungs sind und heute zwar noch manchmal pompös gefeiert werden - aber ich habe die Vermutung, dass die Mehrheit der Spanier einfach das Feiern an sich genießen, so einmal der bestätigende Kommentar eines etwa 20-Jährigen Spaniers "Ostern in Madrid ist echt sehr schön. Ich bin nicht religiös und verfolge das Ganze einfach, weil die Stimmung so schön ist. Die ganzen Prozessionen, die Feiern, die Musik, das Essen... es ist halt Ostern."

Die Madrilenen: Eine interessante Mentalität

Wahrscheinlich gibt es zwischen Madrilenen und Spaniern weniger Kontrast als bei anderen Nationen, wie etwa zwischen Parisern und Franzosen. Und doch gibt es einige Unterschiede zwischen den Madrileņos und den Espaņoles. "Son chulos", meint Vicky, die von Teneriffa stammt und seit sechs Jahren in Madrid lebt. Was hat das "chulo" zu sagen, das man so oft in Madrid hört und mit dem oft die Madrilenen bezeichnet werden? Das kommt ganz auf den Kontext und vor allem auf den Tonfall an. In einem freundlichen Ton meint dies meist "hübsch", "cool", "dufte" oder "klasse". Umgekehrt hat es jedoch eine ganz andere Bedeutung im Sinne von vorlaut, kess, arrogant oder gar Großmaul. Im Straßenverkehr oder auch bei Diskussionen wird schnell klar, wie es gemeint ist, wenn man das manchmal aggressive Verhalten beim Fahren oder in der wilden Gestik mitbekommt. Dementsprechend angepasst ist der Tonfall, selbst wenn es nur um eine kleine Meinungsverschiedenheit oder um eine Mitteilung der guten Laune geht: Der Madrilene ist nicht zu überhören und stört sich nicht an dem manchmal fehlendem höflichen Benehmen.

Eine ganz besondere und unverkennbare Eigenschaft ist die Jugendlichkeit der Madrilenen. Man duzt sich ohne weiteres, auch wenn man sich nicht kennt, über 40 ist und in einem Geschäft um Auskunft fragt. Woran liegt das? Vermutlich an der etwas anderen Lebenseinstellung der Spanier und besonders der Madrilenen. Der soziale Kontakt ist sehr wichtig, man zieht oft erst nach dem 30. Geburtstag aus (woran allerdings unter Anderem die immens hohen Mietpreise schuld sind), und das Leben spielt sich draußen ab. "Die Bar ist das Wohnzimmer der Madrider", meinte einmal eine Freundin ganz baff. Beim genaueren Betrachten der Bars erscheint die Äußerung durchaus plausibel: Oft sind die Bars gemütlich eingerichtet, viele Bars haben Fernseher, bieten Zeitungen und - ganz unglaublich - Betten. Paradoxerweise lautet ein ungeschriebenes Gesetz "Je dreckiger die Bar, desto besser ist sie", weil das viel Kundschaft bedeutet. Und je mehr Kundschaft da ist, desto mehr vertraut man auf eine Bar mit guten Tapas, vorzüglichen Weinen etc. Zigarettenstummel, Olivenkerne und Zahnstocher sind deswegen oft auf dem Boden zu sehen; Ganz wichtig sind das gemeinsame Essen und die Gemeinschaft im Allgemeinen, was man in der Essenskultur der Tapas und Raciones sieht.

Immer Zeit für einen Plausch Eine kleine Bar im Viertel Malasaņa Typisch: die gemütlich wirkende Dekoration Das Denkmal Tor Europas an der Plaza de Castilla mit den zwei schiefen Türmen Ein Hauch von Südamerika an der Puerta del Sol

Die soziale Offenheit und Herzlichkeit steht im Widerspruch zu der Reserviertheit, von der manchmal die Spanier sprechen. Ich selbst habe lediglich Erfahrungen mit der Morgenmuffeligkeit, weniger mit der Reserviertheit gemacht. In Madrid wird schnell klar, dass die Stadt ein Schmelztiegel verschiedenster Nationen ist: Viele Immigranten aus zahlreichen Ländern und Kontinenten, aber auch aus zahlreichen Gegenden Spaniens sind in Madrid wohnhaft. Familien dagegen, die schon seit Generationen in Madrid leben, sind eher selten anzutreffen - im Gegenteil, viele von ihnen flüchten aus Madrid und nehmen täglich Pendlerwege in Kauf.

Besonders die ausländischen Immigranten haben für eine facettenreiche Nuance der Stadt gesorgt, welche Madrid offen, lebendig und vielseitig erscheinen lässt. Für viele ist Madrid das "Tor zu Europa", wie etwa für viele Afrikaner oder für die Latinos, die sich mit dem - wenn auch bisschen anders gesprochenem - Spanisch problemloser zurechtfinden, als in einem anderen europäischen Land. Interessanterweise sieht man sehr viele Asiaten in Madrid, mehr als in anderen Städten, wie Barcelona. Unter den Einwanderern sind auch viele Europäer zu finden, wie zum Beispiel Polen, Franzosen, Tschechen, Holländer und viele Deutsche. Für die Jugendlichen unter ihnen mögen ein Austauschsemester an einer Universität oder ein Praktikum die hauptsächlichen Gründe sein; für andere sind der Wunsch nach dem spanischen Leben und - wie für viele Spanier - die Arbeit die signifikantesten Motive. Madrid, die Stadt der Kunst und Malerei, ist auch Anlaufziel von zahlreichen Künstlern, die hier mit Malerei, Tanz, Fotografie und Theater den Durchbruch schaffen wollen.

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