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Allgemeine Informationen über die Insel Lanzarote

Alljährlich machen mehrere Millionen sonnenhungriger und badelustiger Touristen Urlaub auf der Vulkaninsel Lanzarote. Auf Lanzarote gibt es Zig zum Teil traumhafter Strände, die einen Badeurlaub zum reinsten Vergnügen machen. Aber Lanzarote ist keine reine Badeinsel; es gibt auch viel zu Besichtigen, von Vulkanen und Lavafeldern über Aussichtspunkte mit unvergesslichen Panoramablicken bis zu malerischen Dörfchen und sogar Museen.

Die Kanarischen Inseln

Auf Lanzarote setzte der Massentourismus viel später ein als auf anderen Kanareninseln wie Gran Canaria oder Teneriffa. Dadurch wurden Bausünden wie 10 Stockwerke hohe Touristenbunker der Insel erspart und Lanzarote behielt weitgehendst seinen ursprünglichen Charakter. Auch heute wird zwar noch sehr viel gebaut rund um die großen Touristenzentren, aber es wird einigermaßen schön und kultiviert gebaut.

Die Lanzaroteños sind sehr bemüht, ihre Insel schön und gemäß ihrem ursprünglichen Charakter zu erhalten. Ein Großteil der Insel steht unter Naturschutz, in vielen kleinen Dörfchen bemerkt man das Bestreben der Einwohner, ihr Dorf bzw. die Insel zu einem richtigen Schmuckstück zu machen. Man erkennt dies an bepflanzten Straßenrändern, an Palmenalleen oder an wunderschön geschmueckten Häuschen.

Ein paar allgemeine Daten zu Lanzarote

Lanzarote ist mit knapp 800 km² die viertgrößte Kanareninsel. Zur afrikanischen Westküste sind es gerade mal 120 km, die Nachbarinsel Fuerteventura liegt nur 10 km entfernt. Im Norden der Hauptinsel sind drei weitere Inseln (darunter La Graciosa) vorgelagert, im Süden blickt man noch vor Fuerteventura auf die Insel Lobos.

Karte

Lanzarote ist eine reine Vulkaninsel, die im Laufe der Jahrmillionen durch zahlreiche Vulkanausbrüche entstanden ist. Die Oberfläche der Insel ist mit zahlreichen Vulkanbergen und Lavafeldern völlig unterschiedlichen Alters bedeckt (siehe dazu Kapitel Entstehung von Lanzarote). Trotz zahlreicher Vulkane ist Lanzarote im Vergleich zu anderen Kanareninseln wie Teneriffa oder La Palma eine flache Insel. Der höchste Berg namens Peñas del Chache liegt im Norden der Insel, im Risco de Famara, und hat eine Höhe von gerade mal 670 m.

Wegen ihrer geringen Höhe sind die Berge von Lanzarote kein Widerstand für die höheren Passat-Wolken, so dass diese nicht zum Aufsteigen und Abregnen gezwungen werden können. Deshalb gibt es auf Lanzarote nicht wie auf anderen Inseln mit hohen Bergen zwei Klimazonen (eine feuchte im Nordosten und eine trockene im Südwesten). Die Insel ist sehr trocken und gilt als wasserlos; auf Lanzarote fallen die wenigsten Niederschläge von allen Kanareninseln.

Auf Lanzarote leben ca. 100.000 Menschen, davon ungefähr die Hälfte in der Hauptstadt Arrecife; jeder zehnte Einwohner ist deutscher Nationalität! Hinzu kommen ca. 50.000 Touristen im Jahresmittel; zur Hauptsaison übersteigt jedoch die Anzahl der Touristen die Anzahl der Inselbewohner. Tendenz aller Zahlen steigend. Die meisten Touristen wohnen in den großen Tourismus-Zentren der Insel, es gibt aber auch viele Hotels außerhalb dieser Ballungszentren. Bei der Suche eines Hotels auf Lanzarote helfen Internet-Hotel-Portale. Dort hat man eine Auswahl aus Hunderten von Hotels und kann sich gleich zahlreiche Hotelfotos zu Gemüte führen.

Kurzer geschichtlicher Überblick

Es gibt keine Ureinwohner Lanzarotes, die durch irgendwelche steinzeitlichen Funde belegt werden könnten. Vielmehr wurde die Insel zu Beginn des ersten Jahrtausends nach Christus von Einwanderern besiedelt. Europäische Eroberer kamen ab dem 13. Jahrhundert regelmaeßig auf die Kanareninsel; Hauptmotivation war der Sklavenhandel. Zahlreiche Inselbewohner wurden von den Eroberungsschiffen in die Sklaverei abtransportiert.

Im Jahre 1312 ließ sich der italienische Kaufmann Lancelotto Malocello auf der Insel nieder; Nach seinem Vornamen erhielt die Insel Lanzarote ihren Namen. Zu seinem Schutz erreichtete er das heute noch zugängliche Castillo de Guanapay oberhalb von Teguise.

Im 15. Jahrhundert wurde Lanzarote genauso wie die übrigen kanarischen Inseln von Spaniern erobert; Während die fruchtbaren Inseln La Palma, Gran Canaria und Teneriffa direkt von der spanischen Königin Isabella verwaltet wurden, wurden die trockenen Inseln Fuerteventura und Lanzarote von Feudalherren kontrolliert und niedergewirtschaftet. Die spanische Eroberung bedeutete natürlich das Aus der einheimischen Kultur.

In den folgenden Jahrhunderten ereigneten sich zahlreiche Aufstände und Tumulte auf der Insel. Wirtschaftliche Erfolge wurden immer wieder niedergeschlagen, teils durch Trockenperioden teils durch Heuschreckenplagen. Einen entgültigen landwirtschaftlichen Zusammenbruch gab es nach den gewaltigen Vulkanausbrüchen im Jahre 1736, wo die fruchtbarsten Teile der Insel mit einer meterdicken Lavaschicht überschüttet wurden. Nach diesen Eruptionen gelang es den Einwohnern Lanzarotes, mit dem Trockenfeldbau Wein anzubauen und diesen zu exportieren, um die Wirtschaft wieder halbwegs in Gang zu setzen.

Im Jahre 1912 erhielt Lanzarote das Recht der Selbstverwaltung; der Fischfang wurde zum bedeutendsten Wirtschaftsfaktor. Unter der Franco-Diktatur zwischen den Jahren 1939 und 1975 wurden die Lanzaroteños jedoch genauso unterdrückt wie andere Bevölkerungsgruppen in Spanien. Im Jahre 1982 wird Lanzarote wieder autonom (vergleiche den Status Bayerns innerhalb Deutschlands). Der Tourismus entwickelt sich zum bedeutendsten Wirtschaftsfaktor.

Landschaften auf Lanzarote

Man könnte meinen, dass eine Vulkaninsel wie Lanzarote eine eintönige Landschaft mit einem Vulkankegel hi und da ohne viel Abwechslung und Sehenswertes bietet. Infolge des unterschiedlichen Alters der Berge und Ebenen und der vielfältigen Form der Vulkanberge entwickelten sich im Laufe der Zeit jedoch Gegenden völlig unterschiedlichen Charakters.

Nationalpark Timanfaya

Die spektakulärste Landschaft bietet Lanzarote im Parque Nacional de Timanfaya. Hier stehen die Montañas del Fuego, die Feuerberge, die in den Jahren 1730-1736 ein Viertel der Insel mit Lava bedeckten. Es gibt kaum ein anderes Gebiet auf der Erde, wo man ein ganzes Vulkangebiet so nah erleben kann. Die Fuerberge erstrahlen je nach Sonneneinstrahlung und Außentemperatur in vielen Farben von feuerrot bis tiefschwarz.

Landschaften und Gebiete auf Lanzarote

Weinanbaugebiet La Geria

Direkt neben den Mantañas del Fuego befindet sich das Weinanbaugebiet La Geria, welches seit den Eruptionen von 1730-1736 mit einer dicken Lapillischicht bedeckt ist. Hier wird heute Wein im Trockenfeldbau angebaut. La Geria bietet sowohl eine faszinierende Landschaft als auch beeindruckende Blicke auf die großen Weinfelder, die bis auf die Vulkanhänge hinaufreichen, als auch sehr guten Wein zum Kosten und zum Kaufen.

El Jable

Nördlich des Nationalparkes Timanfaya und des Weinanbaugebietes La Geria befindet sich das Gebiet El Jable. In der langgezogenen Bucht von Famara findet man breite Sandstrände und Sanddünen, die sich weit ins Landesinnere ziehen; daher auch der französische Name Jable (= Sand) für dieses Gebiet. Den besten Blick über diese Landschaft hat man vom Mirador Ermita de las Nieves aus.

Risco de Famara

Im Nordwestzipfel der Insel zieht sich das Risco de Famara (Risco = Kliff) mit dem höchsten Gipfel der Insel, dem Peñas del Chache (670 m) hin. Zur Westküste hin fallen die Berge steil ins Meer hinunter; Auf den Bergen gibt es eine fazinierende Straße mit zahlreichen Aussichtspunkten zur Küste hinunter, auf die übrige Insel und zur Nachbarinsel La Graciosa hinüber. An diesen Bergen regnen sich hin und wieder ein paar Wolken ab, so dass diese Gegend die feuchteste und grünste der Insel ist.

Malpaís de la Corona

Am Nordostzipfel der Insel befindet sich das Malpaís de la Corona (schlechtes Land von Corona) mit dem markanten Gipfel Monte Corona. Hier betritt der Besucher ein 3000 Jahre altes Lava-Gebiet und bekommt einen Eindruck davon, wielange die Vegetation braucht, um nach einem Vulkanausbruch auf einem Lavafeld einfache Büsche wachsen zu lassen. Im Malpaís de la Corona befinden sich auch die berühmten Lava-Tunnel, von denen einer als Cueva de los Verdes begangen werden kann.

El Rubicón und die Südwestküste

Ganz im Süden der Insel findet man eine völlig flache, vegetationslose Ebene, auf der nur ein paar vereinzelte Häuser stehen. Von Schönheit keine Spur, aber es ist dennoch faszinierend, wie hier ein großes Inselgebiet einfach brach und trocken liegt; Etwas nördlich davon sieht man ein kilometerlanges Lavafeld, das sich von den Feuerbergen bis zur Westküste erstreckt. Das Lavafeld erinnert an einen riesigen Acker, der gerade mit einem gigantischen Pflug umgewälzt wurde. An diesem Lavafeld kann man auch erkennen, wie gewaltig die Eruptionen in den Jahren 1730-1736 gewesen sein müssen.

Los Ajaches

Im Südosten der Insel stehen die ältesten Bergen der Insel. Vor ca. 20 Millionen Jahren entstanden hier die Los Ajaches. Die Erosion hat die Berge inzwischen rund und ansehnlich gemacht. Unterhalb dieses Gebirgszuges erstreckt sich eine Landzunge, auf der sich die traumhaften Papagayo-Strände aneinanderreihen.

César Manrique - der berühmteste Mann Lanzarotes

Was wäre wohl aus Lanzarote geworden, hätte es nicht das Allround-Genie César Manrique gegeben? Der 1919 in Arrecife geborene und 1992 verstorbene Künstler war Architekt, Bildhauer, Maler und Umweltschützer zugleich. Sein Motto für sein Schaffen war stets der Einklang von Natur und Kunst.

Die Außenanlagen der Fundación César Manrique

Als in den 70er Jahren der große Kanaren-Tourismus losging, wurden auf den Nachbarinseln Bausünden begangen, die nie wieder gutzumachen waren: Betonklötze fast beliebiger Breite und Höhe wurden gebaut, um mit sonnenhungrigen Touristen schnell viel Geld zu machen. Auf Lanzarote dagegen setzte sich César Manrique stark dafür ein, dass die traditionelle Bauweise eingehalten wurde. So entstanden ansehnliche Ferienanlagen, die nicht mehr als 4 Stockwerke hatten, von hässlichen Hotelbunkern blieb Lanzarote verschont.

Wer durch die Insel Lanzarote fährt und die eine oder andere Sehenswürdigkeit anschaut, stößt immer wieder auf den Namen des berühmtesten Mannes der Insel. Von César Manrique wurden viele Highlights der Insel gestaltet; in der Mitte vieler Kreisverkehre sieht man Windspiele, die der Künstler entworfen hat. Die wichtigsten Werke Manriques sind:

  • Mirador del Río: spektakulärer Aussichtspunkt an der Nordseite der Insel
  • Jameos del Agua: Höhlensee in einem eingestürzten Bereich eines Lavatunnels
  • Monumento al Campesino: sehr abstraktes Bauerndenkmal
  • Islote del Hilario: Restaurant mit Vulkangrill im Timanfaya-Nationalpark
  • Jardín de Cactus: Riesiger Kakteen-Garten in einer stillgelegten Kiesgrube

Dies sind nur die wichtigsten Großprojekte, die der Meister konzipiert hat. Über das Schaffen und kleinere Werke des Künstlers wird man am Besten in der Fundación César Manrique in Tahíche (siehe Seite Nordtour) informiert.

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