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Essen und Trinken auf Lanzarote

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Wer in einem der Touristenzentren Lanzarotes durch die Straßen und Uferpromenaden passiert, findet eine reiche Auswahl an Restaurants und Bars, wobei die einheimischen Restaurants mit typischen kanarischen Speisen immer weniger werden. Dafür gibt es immer mehr Chinesen, Mexikaner und Türken; sogar Mc. Donald's und Burger King sind schon vor Ort. Speisekarten sind in den Touristenhochburgen zum Teil in 6 Sprachen verfasst. Bestellt man sein Essen auf spanisch erhält man vom Kellner oft nur ein müdes Lächeln zurück.

Schade eigentlich, bietet doch die kanarische und spanische Küche einige Spezialitäten, auf die ich mich in jedem Urlaub auf einer der Kanareninseln freue. Natürlich erhält man in den meisten Restaurants frischen Fisch, der unweit von der Insel gefangen wurde; Aber auch Fleisch können die Köche auf der Insel vorzüglich braten bzw. grillen. Zu Fleisch oder Fisch sollte man immer Papas arrugadas bestellen. In einheimischen Restaurants erhält man diese Salzkartoffeln mit den entsprechenden Mojo-Saucen automatisch serviert; in den Touristenlokalen wird leider immer mehr dazu übergegangen, normale Pommes Frittes zu servieren.

Das Nationalgericht Papas arrugadas

Das typische Nationalgericht Lanzarotes bzw. der Kanaren sind die papas arrugadas (= runzlige Kartoffeln), die man in einheimischen Restaurants zu jedem Fisch oder Fleisch serviert bekommt. Papas arrugadas sind kleine, ungeschälte Kartoffeln mit einer Salzkruste, die man in eine Mojo-Soße tunkt. Natürlich isst man sowohl die Pelle als auch die Salzkruste mit!

Die Zubereitung der Kartoffeln ist sehr einfach: Die Kartoffeln werden zunächst gründlich gewaschen, aber nicht geschält. Dann werden sie in Meerwasser oder stark gesalzenem Wasser solange gekocht, bis das Wasser verdunstet ist und sich auf der Pelle eine Salzkruste abgelagert hat. Diese salzigen Kartoffeln werden dann für kurze Zeit ohne Zugabe von Wasser weitergekocht bis sich die Schale leicht runzelt. Das war's!

Die typischen kanarischen Mojo-Saucen

Was waere ein kanarisches Gericht ohne Mojo-Soßen? Unvorstellbar ein frischer Fisch oder ein Stück Fleisch ohne eine Auswahl an Mojo-Saußen, schon gar nicht, wenn Papas Arrugadas dazu serviert werden! In der Regel erhält man zwei oder drei Töpfchen mit verschiedenen Mojo-Saucen, die rote und grüne immer, gelegentlich noch die weiße.

Die rote Sauce mojo picón ist die schärfste aller Soßen; manchmal ist sie so höllisch scharf, dass man hinterher kräftig löschen muss. Die Schärfe wird mit roten Chili- oder Peperonischoten gewonnen. Die grüne Sauce mojo verde dagegen ist angenehm mild und pikant. Die grüne Farbe erhaelt diese Sauce aus grünen Peperoni- oder Paprikaschoten. Die weiße Mojo ist mehr cremig als würzig; sie wird hauptsächlich aus Mayonnaise und Knoblauch zubereitet.

Natürlich enthält jede Mojo noch eine Reihe weiterer Zutaten. Und jeder Koch hält natürlich seine Mojo mit seiner individuellen Zutatenmischung für die beste auf der ganzen Insel.

Wein aus Lanzarote

Wenn man mit dem Auto quer durch die trockene Insel fährt, kann man es zunächst kaum glauben, dass Lanzarote nach Teneriffa der zweitgrößte Weinproduzent der kanarischen Inseln ist. Im Weinanbaugebiet La Geria sieht man jedoch auf ca. 2000 Hektar einzelne, liebevoll gepflanzte Weinreben und fährt an zahlreichen Bodegas vorbei, wo man den einheimischen Wein kosten und kaufen kann. Da fragt man sich natürlich, ist dies wirtschaftlicher Weinanbau oder nur ein Touristengag?

Dieses von César Manrique entworfene Emblem ist ein Qualitätsmerkmal für kontrollierten, echten Wein aus Lanzarote.

In der Tat wird hier Wein im Trockenfeldanbau (Enarenado) angebaut und in grossen Mengen (mehrere Millionen Liter pro Jahr) produziert. Der Trockenfeldanbau wurde in den Jahren nach den großen Vulkanausbrüchen 1730-1736 aus der Not erfunden, als der fruchtbare Boden mit einer meterdicken Lapilli- und Ascheschicht bedeckt war. Das Prinzip des Enarenado ist recht einfach: Man gräbt trichterförmige Gruben in den Erdboden und pflanzt am tiefsten Punkt eine Weinrebe. Deren Wurzeln wachsen innerhalb kurzer Zeit zum richtigen , fruchtbaren Erdboden hinunter. Die Lapilli-Kügelchen haben die gleiche Funktion wie in einer uns bekannten Hydro- oder Seramis-Kultur: Sie speichern Feuchtigkeit und geben sie langsam ab. Ob diese Feuchtigkeit von den wenigen Niederschlägen, von künstlicher Bewässerung oder einfach vom Morgentau kommt, spielt keine Rolle. Zum Schutz der Weinreben vor dem permanenten Nordostwind wird noch um jede einzelne Rebe ein kleines Mäuerchen gebaut.

Dieses aufwändige Anbauverfahren ist natürlich sehr zeitintensiv, resultiert dafür aber in einem sehr guten Wein, nach dem die Nachfrage immer größer wird. Da die Produktion der Nachfrage oft nicht hinterher kommt, wird häufig gepanscht und gestreckt; Nur wenn auf einer Weinflasche ein Ursprungszeugnis vom Consejo Regulador Denominación de Origen aufgedruckt ist, handelt es sich um echten, reinen Wein aus Lanzarote.

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