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Weitere Informationen über Namibia

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Auf dieser Seite haben wir zahlreiche weitere Informationen für einen Urlaub in Namibia zusammengestellt. Wer auf eigene Faust durch Namibia reist sollte sich die Tipps für Selbstfahrer sorgfältig durchlesen; denn damit kann man sich so manchen Ärger und Aufwand ersparen.

Praktische Tipps

Namibia ist eines der sichersten Reiseländer Afrikas. Das gilt immer noch, auch wenn die Kriminalität steigt und besonders in den Städten doch schon etwas Vorsicht geboten ist, besonders abends.

Zur Einreise wird ein Reisepass benötigt, der mindestens noch 6 Monate Gültigkeit hat. Ein Visum ist dagegen nicht erforderlich. Auf dem Flug werden Einreiseformulare ausgegeben, die auszufüllen sind. Jetlag ist bei einer Namibiareise nicht zu befürchten, die Zeitumstellung beträgt lediglich 1 Stunde.

Offizielle Landeswährung ist der Namibische Dollar, akzeptiert wird aber genauso der Südafrikanische Rand. Kreditkarten werden in fast allen Unterkünften und in vielen Geschäften anerkannt. Da Benzin aber immer in bar bezahlt werden muss und Trinkgelder sowie Einkäufe auf Märkten usw. auch bar gegeben werden, empfiehlt sich auf jeden Fall der Umtausch einer gewissen Summe vor der Reise bzw. auf dem Flughafen in Windhoek.

Briefkasten an einer Sandpiste

Telefonieren ist in Namibia in den Städten oder deren Nähe relativ problemlos, Handyempfang ist dagegen oft nicht möglich. Die Nummer der nationalen Telefonauskunft ist die 1155, die internationale die 1193 und die Ländervorwahl nach Deutschland die 0049, während von Deutschland nach Namibia die 00264 gewählt wird.

Amtssprache ist Englisch, weit verbreitet ist aber auch aufgrund der Vergangenheit Deutsch und Afrikaans. Eine Verständigung ist für deutschsprechende in Namibia fast immer möglich.

Auch was die Gesundheitsvorsorge betrifft ist Namibia für Afrika vorbildlich. Die medizinische Versorgung ist gut ausgebaut. Trotzdem sollte man unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Impfungen sind nicht vorgeschrieben und oft auch nicht erforderlich. Malariagefahr besteht vorrangig im Caprivizipfel und bei Ausflügen in die Nachbarländer zu den Viktoriafällen und ins Okavangodelta. Ansonsten bietet das ausgesprochen trockene Klima Namibias die beste Prophylaxe vor Malaria.

Landschaft an der Namibwüste

Das Leitungswasser kann man oft problemlos trinken und die Hygienemaßstäbe in den Restaurants entsprechen denen europäischer, so dass es keine Bedenken gibt. Ein gewisses erhöhtes Risiko gibt es bei verschiedenen fiebrigen Erkrankungen, bei Hepatitis, Tuberkulose und Tollwut, doch insgesamt besteht auch hier keine große Gefahr. Problematisch ist, wie im gesamten südlichen Afrika, Aids. Offiziell gibt es diese Erkrankung nicht, doch inoffiziell wird mit 30 bis 40 Prozent Infizierter gerechnet.

Autofahren ist in Namibia unproblematisch, trotz des Linksverkehrs. Die Verkehrsdichte ist ausgesprochen gering und die Straßen sind für afrikanische Verhältnisse gut. Die Benzinpreise liegen weit unter denen Deutschlands. Trotzdem sollte man möglichst Fahrten in der Dunkelheit vermeiden.

Elektrizität kann zum Problem werden. Viele Farmen und Lodges haben keinen Anschluss ans öffentliche Stromnetz und gewinnen den Strom aus Generatoren. Deshalb ist besonders nachts oft kein Stromanschluss gewährleistet. Die Steckdosen sind dreipolig, so dass man einen Adapter braucht.

Gesetzliche Ladenschlusszeiten gibt es nicht, doch schließen viele Geschäfte schon 17.00 Uhr. Banken und Postämter haben meist montags bis freitags von etwa 9.00 bis 15.30 Uhr und Samstags von etwa 8.30 bis 11.00 Uhr geöffnet.

Die Polizei in Namibia ist überall im Land unter der Nummer 10111 zu erreichen. MedRescue Namibia, ein Notrettungsdienst "fliegender Doktoren" unter Notruf 061-230505, ein weiterer Rettungsdienst ist Aeromed Namibia CC mit der Notrufnummer 061-249777.

Reiseveranstalter

Es gibt wahrlich keinen Mangel an Veranstaltern, die Namibiareisen anbieten, sei es als Komplettreise oder über Reisebausteine zum Zusammenstellen nach eigenen Vorstellungen; Neben den großen allseits bekannten Reiseagenturen sind es viele kleinere, die sich oft auf Individualreisen spezialisiert haben. Manche von ihnen haben auch nur Afrika bzw. wenige afrikanische Länder im Angebot.

Dünenwandern in der Namibwüste

Die großen Reisebüros sind oft preisgünstiger, dafür aber meistens auch weniger individuell und mit vorrangig Pauschalreisen, während die "Spezialisten" in vielen Fällen variabler sind, sowohl was die Reisezusammenstellung als auch die Beratung betrifft. Letztere sind meistens auch nur über Internet zu buchen, da sie nicht bundesweit von den Reisebüros vertreten werden, wie die großen Ketten.

Über die Seite von Namibia Tourism sind zahlreiche Adressen dieser Spezialanbieter abzurufen, untergliedert noch in spezielle Interessengebiete wie Jagdreisen, Hochzeitsreisen, Aktivreisen, Gruppenreisen, Studienreisen oder Selbstfahrer.

Wir hatten unsere erste Reise von DERTOUR organisieren lassen, die weiteren dann von Iwanowski's Individuelles Reisen. Zufrieden waren wir mit beiden, wobei sich aber eindeutig zeigte, dass die Beratung bei Iwanowski besser auf individuelle Ansprüche und auf landesspezifische Besonderheiten einging. Das ist verständlich, da hier Spezialisten sitzen, die sich nur mit diesen Afrikareisen beschäftigen, während in den allgemeinen Reisebueros die Palette der Ziele ungleich größer ist. Nachteilig ist dabei, dass man über Telefon oder Internet kommunizieren muss, was sicher kein übermäßig großes Problem darstellt aber natürlich auch kein persönliches Gespräch im Reisebüro ersetzen kann.

Tipps für Selbstfahrer

Plant man eine Reise, die einem Land und Leute näher bringen und bei der man verschiedene Gegenden erkunden möchte, stellt sich die Frage, ob man die Tour als geführte Rundreise oder als Selbstfahrer bucht. Letzteres hat natürlich den großen Vorteil, dass man weitgehend unabhängig die Strecken, Zeiten und Orte zusammenstellen kann. Natürlich heißt dies aber auch, dass man sich im fremden Land auf seine Fahrkünste verlassen muss, was mancherorts nicht immer einfach ist.

Namibia mit seiner endlosen Weite, den wenigen Teerstraßen und vielen Schotter- und Sandpisten lässt dabei so manchen Zweifel aufkommen; Wir können aber jedem, der sich mit dem Gedanken des Selbstfahrens trägt, nur zuraten. Das Fahren mit dem Mietauto ist viel unproblematischer als es im ersten Moment erscheint und die Erlebnisse, die man dabei gewinnt, sind faszinierend.

Sandpiste in Namibia

Es ist zweckmäßig, den Mietwagen ebenso wie die Quartiere schon von Deutschland aus zu buchen. Gebraucht wird dann bei der Übergabe die Kreditkarte, die für die Kaution verlangt wird und vor der Abfahrt zur Rundreise ist es wichtig, genügend Namibische Dollar eingetauscht zu haben. Das Bezahlen mit Kreditkarten wird zwar fast überall akzeptiert, doch ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Kraftstoff an allen Tankstellen bar bezahlt werden muss.

Ein Auto mit Allradantrieb hat sicher Vorzüge, unbedingt nötig ist er in Namibia aber nicht. Auf unserer ersten Reise hatten wir einen normalen PKW durchschnittlicher Leistung gemietet, auf unserer zweiten Tour dann einen 4x4, auf der dritten wiederum einen normalen PKW. Problemlos durchgekommen sind wir mit allen Autos. Da ein 4x4 die Reisekasse schon zusätzlich strapaziert ist abzuwägen, für welche Variante man sich letztlich entscheidet. Ausnahme dabei ist der äußerste Nordwesten des Landes, das Kaokoveld. Dort sind die Straßenverhältnisse ziemlich extrem, von Einzelfahrten ist hier abzuraten und ohne Geländewagen gibt es kein Durchkommen.

Wichtig - sogar unbedingtes Muss - sind einige Kanister Trinkwasser. Man kauft sie am besten gleich nach der Übernahme des Mietwagens, und natürlich muss man auch unbedingt darauf achten, dass Werkzeug und Ersatzrad an Bord sind.

Die Qualität der Mietautos und ihr technischer Zustand sind im allgemeinen ausgezeichnet und wir haben kaum ältere Modelle gesehen. Oft erhält man sogar ein größeres als man eigentlich gemietet hat; Auch die Versorgung mit Benzin ist relativ unproblematisch. In manchen Orten, wie z.B. Keetmannshoop, trifft man fast an jeder Straßenecke auf eine Tankstelle. Trotzdem sollte man die großen Entfernungen und die, besonders im Süden, extreme Menschenleere nicht unterschätzen und lieber einmal mehr tanken, auch wenn der Tank erst halbleer ist.

Piste am Kunene-Trockenfluss

Aus Reiseführern und durch Erzählungen anderer Namibiareisender hatten wir erfahren, dass schwere bis sogar tödliche Unfälle nichts Ungewöhnliches sind und viele Mietwagen ihr Ziel nicht erreichen. Das stimmt gewiss. Unsere persönliche Erfahrung lässt aber darauf schließen, dass die Ursache in den meisten Fällen im leichtsinnigen Verhalten des Fahrers liegt. Von ganz wenigen geteerten Hauptstraßen abgesehen, besteht Namibias Straßennetz vorrangig aus Schotter- und Sandpisten. Zwar sind sie allgemein in sehr gutem Zustand, doch muss man unbedingt seine Fahrweise darauf einstellen und darf die angeratene Höchstgeschwindigkeit von etwa 60 km/h auf keinen Fall überschreiten. Besonders nach einem der seltenen Regen können sich diese Pisten ansonsten in gefährliche Rutschbahnen verwandeln.

Die Entfernung der einzelnen Tagesziele sollte deshalb maximal 400 km betragen, vernünftiger sind 250 bis 300 km. Man möchte schließlich auch die Landschaft genießen, die eine oder andere Pause einlegen und keiner ist gegen eine eventuelle Panne gefeit.

In Namibia herrscht der für uns ungewohnte Linksverkehr. Aber auch das erweist sich nicht als Problem. Wer es noch nicht aus anderen Ländern kennt, lernt schnell, damit zurechtzukommen.

Überraschend und besonders für Mitteleuropäer völlig ungewohnt ist die Weite des Landes. Anfänglich meint man, man müsse schon längst am Ziel sein. Der prüfende Blick auf die Karte zeigt dann aber, dass man noch nicht einmal die Hälfte der Strecke geschafft hat. Aber auch daran gewöhnt man sich überraschend schnell.

Namibia hat nur etwa 1,8 Millionen Einwohner aber ein doppelt so großes Territorium wie Deutschland. In diesem Riesenland gibt es insgesamt weniger Autos als in Hamburg. Das sollte ungeübte Linksfahrer ermutigen. Außerhalb der Städte sind also sehr wenige Fahrzeuge unterwegs, was einerseits sehr angenehm sein kann, andererseits aber die Gefahr der Ermüdung birgt. Entgegenkommende Fahrzeuge erkennt man schon von weitem an ihrer Staubfahne und kann sich darauf einstellen. Überholt zu werden bereitet aber nicht eben Vergnügen. Durch die eigene Staubfahne bemerkt man das andere Auto erst dann, wenn es urplötzlich neben einem auftaucht und der Fahrer freundlich grüßt. Dann heißt es blitzartig abbremsen, denn hinter einem vorbeiziehenden Auto krachen Steine und Splitt an Karosserie und Windschutzscheibe des eigenen Wagens. Wohl nur das rasche Abbremsen bei jedem Überholmanöver hat uns eine intakte Windschutzscheibe erhalten.

Die Orientierung fällt nicht schwer. Wir kamen mit der Karte vom Büro des NAMIBIA TOURISM gut zurecht. Jede namibische Straße ist durch Nummer und/oder Buchstabe gekennzeichnet. B-Straßen sind geteerte Hauptstraßen, C-Straßen geschotterte Fernstraßen, nur mit Nummer bezeichnete Schotter-Nebenstraßen und P-Pfade vorrangig Privatwege. Fährt man akkurat nach diesen Straßenbezeichnungen kann man sein Ziel nicht verfehlen.

Auf jeden Fall empfiehlt es sich, rechtzeitig auf der Lodge oder Gästefarm einzutreffen, da oft eine Farmfahrt angeboten wird, die meistens am späten Nachmittag stattfindet.

Fototipps

Afrika liegt, zumindest für uns Europäer, nicht gleich um die Ecke. Wer zur Reise dorthin rüstet, packt todsicher eine Kamera mit ein. Während aber Sonnenbrille und geeignete Kleidung mit Selbstverständlichkeit in der Reisetasche landen, wird leicht übersehen, dass auch die fotografische Ausrüstung einige Ansprüche an die Bewältigung der extremen Bedingungen stellt.

Landschaft am Ombonde-Trockenfluss

Für die nicht alltäglichen Motive in Afrika sollte man schon die nötige Vorsorge treffen, damit alles glatt geht. Nichts macht wütender, als vor einem exotischen Motiv zu stehen und keinen Film mehr zu haben oder sich über eine volle Speicherkarte zu ärgern.

Speicherkarten für Digitalkameras werden heute mit sehr großer Kapazität angeboten, je nach Ausführung und verwendeter Kamera kann das bis 8 GB gehen. Trotzdem ist es besser, mehrere von mittlerer Speicherkapazität mitzunehmen als eine "große" Karte. Wenn die vorhandene Karte streiken sollte, und man nur eine mithat, ist die ganze tolle Digitalkamera erst mal nutzlos. Möchte man umfangreicher fotografieren, empfiehlt sich ein mobiles Speichermedium auf dem die Fotos abgelegt werden. Dadurch kann man die vorhandenen Speicherkarten löschen und wieder benutzen.

Ebenso wichtig wie Filme und Speicherkarten sind ausreichend Batterien. Selbst wenn man nicht allein reist, sondern sich einer organisiert geführten Gesellschaft anschließt, erreicht man in Afrika oft erst nach mehreren Tagen die nächste größere Stadt. Auch dann bleibt immer noch fraglich, ob es dort ein Fachgeschäft gibt, das die nötigen Batterien im Sortiment hat.

Genauso wichtig ist, sich vor Antritt der Reise zu informieren, welche Steckerart im jeweiligen Reiseland benutzt wird und, wenn nötig, einen entsprechenden Adapter dabeizuhaben. Besonders, wenn Akkus aufgeladen werden sollen, steht man sonst vielleicht "im Regen".

Sonnenuntergang in Namibia

Besteht die Möglichkeit der Wahl, ist für den Afrikatrip eine Spiegelreflexkamera auf jeden Fall zu favorisieren. Sie bietet die unübertroffene Qualität in der Abbildung und durch den Einsatz von Wechselobjektiven die größte Variabilität.

An zweiter Stelle rangieren Sucherkameras mit großem Zoombereich. Auch sie bieten heute überwiegend gute Qualität und erlauben es, so unterschiedliche Motive wie Porträt, Landschaft in Übersicht oder in entfernter gelegenen Details, schnelle Tiere, Pflanzen, gestalterisch wie technisch ebenso gelungen zu bewältigen. Bei Digitalkameras sind diejenigen mit optischem Zoom zu bevorzugen, digitaler Zoom ist eigentlich eine "Mogelpackung" und enttäuscht oft.

Als Pferdefuß der Digitalen kann sich in Afrika ihr hoher Strombedarf erweisen; Es gibt keineswegs überall und immer elektrischen Strom zum Aufladen der Akkus. Auf Gästefarmen und Lodges, die sonst keinerlei Annehmlichkeit missen lassen, kann es durchaus sein, dass die Steckdosen nicht durchgehend Strom liefern.

Neben Kamera, Speicherkarten und Batterien sollte man unbedingt noch auf einige andere Dinge achten. An erster Stelle gehört dazu ein Funktions-Check der Kamera rechtzeitig vor Beginn der Reise um unangenehme Überraschungen auszuschließen. Kamera-Werkstätten sind in Afrika kaum zu finden.

Zum wichtigen, eigentlich unentbehrlichen, Zubehör, gehört ein Ultraviolett-Sperrfilter (kurz UV-Filter). Neben seiner eigentlichen Funktion schützt es das Objektiv vor Staub, Sand und eventuellen Kratzern. Ein beschädigtes UV-Filter wegzuwerfen und ein neues zu kaufen wird entschieden billiger als die Reparatur der Objektiv-Frontlinse.

Praktisch unverzichtbar sind auch ein kleiner Gummi-Blasebalg und ein Optiktuch. Staub und Sand beschert ansonsten die übelsten Kratzer auf dem Film oder Flecken auf dem Sensor der Digitalkamera. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Totalausfall der Technik kommen.

Es klingt absurd, ist aber Tatsache: auch im strahlend hellen Afrika kann ein Stativ mitunter unentbehrlich sein. Beispielsweise, um ein Tier oder ein entfernt gelegenes, unzugängliches Landschaftsdetail mit einem Objektiv langer Brennweite und großem Blendenwert (kleiner Blendenöffnung) formatfüllend heranzuholen, um eine bezaubernde Lichtstimmung in der Abenddämmerung des Detailreichtums der Landschaft willen bei Blendenstufe 22 einzufangen, um die Nahaufnahme eines Pflanzenteils akkurat einzustellen usw.

Namafamilie

Natürlich ist es kein Vergnügen, bei 40 Grad Celsius im Schatten ein Stativ zu schleppen. Doch abgesehen davon, dass es relativ leichte und dabei stabile Exemplare gibt, tut auch ein Einbeinstativ oft gute Dienste. Immer noch aktuell ist übrigens ein alter Trick: an einer Stativmutter oder an der Kameratasche ein Stück Angelschnur befestigen und während der Belichtung auf das andere Ende der straffgezogenen Schnur treten. Damit lässt sich das Verreißen der Kamera oft ziemlich gut vermeiden.

Sicher, im Zeitalter der heutigen Technik mutet das etwas veraltet an, denn inzwischen haben viele Kameras einen Bildstabilisator. Doch auch dieser vollbringt keine Wunder; Gerade beim Fotografieren mit sehr langen Brennweiten und unter ungünstigen Lichtverhältnissen stößt auch er an seine Grenzen und das gute alte Stativ zeigt seine wahren Stärken.

Doch Technik allein macht noch kein gutes Bild. Entscheidend ist, was der Fotograf sieht und aufnimmt. An Motiven gibt es hier wahrlich keinen Mangel. Wer ein Faible für schöne Lichtstimmungen hat, läuft in Afrika Gefahr, vor lauter Schwärmerei das Fotografieren zu verpassen. Die fremdartigen Landschaften und exotischen Tiere verlangen geradezu, interessant ins Bild gesetzt zu werden.

Natürlich sollte man auch die Menschen, ihre Sitten und Bräuche, im Foto festhalten und dabei aber nicht vergessen, dass der Knigge auch in Afrika gilt. Der Frage, ob ein Foto erlaubt sei, wird in Namibia fast immer zugestimmt. Ungehalten reagieren die Menschen aber, wenn man ungefragt fotografiert, vielleicht sogar aus der Entfernung mit langem Teleobjektiv.

Gleicher Respekt wie den menschlichen Bewohnern Afrikas gebührt der dort heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Dazu gehört natürlich die Einhaltung der Naturschutzbestimmungen. Man sollte auch im eigenen Interesse frei lebende Tiere nicht beunruhigen. Viele unter ihnen reagieren auf das Unterschreiten der Fluchtdistanz unter Umständen aggressiv, und das bedeutet Lebensgefahr.

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