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Sehenswürdigkeiten in Dublin

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Eine Weltstadt ist Dublin nun mit Sicherheit nicht, doch was die Sehenswürdigkeiten und Highlights betrifft, steht die Hauptstadt der Republik Irland diesen nicht nach. Erkunden lässt sich Dublin auch ausgezeichnet, denn die historische Innenstadt, in der sich die meisten dieser touristischen Glanzpunkte befinden, ist komplex und so ausgezeichnet per Fuß zu erlaufen.

Irland ist ein streng gläubiges Land und so gibt es hier viele Kirchen und speziell in Dublin die historisch wertvollen St Patrick´s Cathedral und die Christ Church Cathedral. Praktisch auf Schritt und Tritt begegnet man auch der spannenden Geschichte des Landes, den Denkmälern der Persönlichkeiten Irlands sowie den typisch irischen Bauten. Ein schönes Beispiel dafür sind die bunten Türen, die noch an zahlreichen Häusern zu finden sind. Nicht zuletzt hat Dublin auch einige sehr schöne Parks zu bieten.

Die St Patrick´s Cathedral, die Kathedrale des heiligen Patrick

Die St Patrick´s Cathedral ist weder die älteste noch die kunsthistorisch bedeutendste Kirche Dublins. Mit Sicherheit ist sie jedoch die bekannteste und für die Iren überaus wichtig, denn sie ist dem Nationalheiligen Irlands, St Patrick, gewidmet. Zudem kann die Kathedrale in Anspruch nehmen, die größte Kirche Irlands zu sein und außerdem an einem heiligen Ort errichtet zu sein. Sie steht nämlich neben einer Quelle, an der etwa 450 n. Chr. der heilige Patrick Leute taufte, die zum Christentum bekehrt wurden. Eine Steinplatte mit einem keltischen Kreuz, mit der die Quelle bedeckt war, wird heute in der Kirche verwahrt.

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Die erste bescheidene Kirche an dieser Stelle war eine Holzkapelle, die dann 1192 durch einen Steinbau ersetzt wurde. Das die Kathedrale nicht die kunsthistorischen Schätze der Christ Church Cathedral aufweisen kann, liegt sicher daran, dass St Patrick´s über Jahrhunderte die Kathedrale für das einfache Volk war, während die Christ Church Cathedral als Gotteshaus für die britische Oberschicht diente.

Beinahe würde sie heute gar nicht mehr existieren, denn als Kirche für das einfache Volk wurde ihr wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Einmal brannte sie sogar nieder und nur dem Bierbrauer Benjamin Guiness ist es zu verdanken, dass sie wieder aufgebaut und restauriert wurde. Wir waren Sir Guiness auch sehr dankbar, denn die Kathedrale ist ausgesprochen sehenswert und gehört unbedingt zu einer Dublin-Besichtigung dazu.

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Schon von außen ist das an einem kleinen Park stehende 91 Meter lange Gebäude mit dem 43 Meter hohen Glockenturm ein prächtiger Anblick. Noch interessanter ist unserer Ansicht nach aber das Innere der Kirche, der Kauf der Eintrittskarte lohnt also in jedem Fall. In der St Patrick´s Cathedral findet man eine Vielzahl an Grabmälern, Büsten und Gedenktafeln, die an berühmte Persönlichkeiten erinnern. So wird wohl jeder „Gullivers Reisen“ kennen. Der Verfasser, Jonathan Swift, ist in der Kirche begraben, zwei Messingplatten bedecken das Grab von Swift und seiner Frau Esther. Zudem gibt es eine Swift-Ecke mit der Totenmaske des Dichters und ein von ihm selbst niedergeschriebenes Epitaph.

Eine schöne Geschichte rankt sich auch über ein Loch in einer Tür im Westen der Kirche. Ende des 15. Jahrhunderts befehdeten sich die irischen Lords Kildare und Ormonde. Schließlich suchte Lord Ormonde Zuflucht im Stiftshaus der Kirche. Beide Lords schlossen nun doch Frieden und um seinem ehemaligen Feind die Hand zu reichen schnitt Lord Kildare ein Loch in die Tür zum Stiftshaus.

Die Christ Church Cathedral, Dublins älteste Kathedrale

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Die Christ Church Cathedral hat ihre Existenz den Wikingern zu verdanken, die um 1038 diese Kirche – damals noch als hölzerner Bau – errichteten. Der Earl of Pembroke leitete 1172 den Neubau als steinerne Kirche eine. Fertig wurde das frühgotische Bauwerk um 1240. Im Gegensatz zu St Patrick war sie die Kirche der englischen Oberschicht, was sich z. B. durch den Affront Heinrichs VIII. gegen die Iren zeigte. Er leitete die irische Reformation ein, indem er den größten Schatz dieses Gotteshauses verbrennen ließ. Das war der Bischofsstab des heiligen Patrick, des Nationalheiligen des Landes.

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Die Christ Church Cathedral ist nicht weit von der St Patrick´s Cathedral entfernt. So konnten wir die Besichtigung beider Kirchen gut miteinander verbinden. Genauso wie St Patrick´s bietet auch die Christ Church von außen einen sehr interessanten Anblick, doch auch hier sind die wirklichen Sehenswürdigkeiten vor allem im Inneren des Bauwerks zu finden. Einen Besuch in der Kirche sollte man also nicht verpassen.

In der Krypta wurde ein Ausstellungsraum eingerichtet, in dem der Kirchenschatz zu sehen ist, außerdem alte Grabplatten und architektonische Details. Wer Kuriositäten mag, der darf nicht die mumifizierte Katze verpassen. Die war hinter einer Ratte her, die sich in einer der Orgelpfeifen versteckte. Die Katze hatte offensichtlich ihre Diät abgebrochen, war deshalb in der Pfeife stecken geblieben und erlegte so die Ratte doch noch, allerdings indem sie ihr den Rückweg versperrte. Beide segneten das Zeitliche und sind heute als Mumien zu sehen. Originell sind ebenfalls die Bodenmosaike, die als Bettelmönche verkleidete Füchse zeigen.

Nur wenige Schritte von der Kirche entfernt steht die Dublinia, die mit einer umbauten Brücke mit der Christ Church verbunden ist. Die neogotische Synodalhalle beherbergt heute eine Ausstellung zur Geschichte Dublins von der Ankunft der englischen Normannen bis in das 16. Jahrhundert. Wenn man Glück hat, erhascht man auch einen tollen Blick über die Stadt vom 60 Meter hohen Turm.

Das Dublin Castle, die alte Festung

Das Dublin Castle zählt zu den ältesten Bauwerken der Stadt, obwohl von den ursprünglichen Holzbauten nichts mehr steht. Bei ihrer Ankunft 1171 auf der Insel suchten die Normannen einen gut zu verteidigenden Platz, den sie mit dem Cork Hill fanden. So errichteten sie auf dem Hügel einen hölzernen Turm mit Palisaden, den Grundstein des späteren Dublin Castle. Schon knapp 30 Jahre später ließ der englische König Johann Ohneland anstelle der Holzbauten ein steinernes Fort erbauen.

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Heute erstreckt sich hier ein größerer Komplex, in den auch die City Hall, das Dubliner Rathaus, einbezogen ist. In dem Komplex mit mehreren Höfen steht ein Gebäudeensemble, das eine Besichtigung lohnt. Im Inneren sind mehrere Museen untergebracht und man kann Führungen durch die Räume buchen. Der runde Bermingham Tower ist allerdings nur von außen zu besichtigen. In diesem Turm waren bis ins 17. Jahrhundert Staatsgefangene eingekerkert, die für ihre wahrlich nicht gemütliche Logis noch zahlen mussten. Wer dazu nicht in der Lage war, vermoderte im buchstäblichen Sinne im Turm. Das zeigte uns wieder einmal, wie gut wir es doch mit der Demokratie haben.

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Wer sich zwischendurch etwas Grün gönnen möchte, kann das im Dubh Linn Garden an der Südseite des Gebäudekomplexes. Der Rasen mit den Pfaden, der Springbrunnen und einige Büsten lassen den kleinen Park zu einer ruhigen Oase der Entspannung werden, obwohl es gerade über die Mittagszeit viele Dubliner hierher zieht. Auf einer Seite wird der Park von der Chester Beatty Library begrenzt und auf der Südseite vom Coach House, dem ehemaligen Kutschenhaus des Vizekönigs. An 83 Gardisten, die im Dienste des Staates getötet wurden, erinnert der Garda Memorial Garden.

Der Komplex des Trinity College von Dublin

Als wir das Gelände des Trinity College betraten, fühlten wir uns fast wie in einer eigenständigen kleinen Stadt. Die altehrwürdige Universität erstreckt sich auf rund 2 Quadratkilometern – und zu bieten hat sie auch so einiges, nämlich mehrere Plätze, einige bedeutende Gebäude, Sportanlagen und einen Park. Nicht zuletzt seien die Bibliotheken genannt, mit dem vielleicht bedeutendsten irischen Schatz, dem Book of Kells.

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Dieses aus 340 Pergamentblättern bestehende und ausgesprochen kunstvoll illustrierte und verzierte mittelalterliche Buch ist ohne Zweifel ein Kunstwerk das seinesgleichen sucht. Die Farben der Zeichnungen sind über die Jahrhunderte kaum verblasst, sie leuchten wie zu ihrer Entstehungszeit. Die damaligen Künstler hatten ausgesuchte Grundstoffe aus der gesamten damals bekannten Welt genutzt, darunter so exotische wie unzählige Cochinelle-Läuse, die getrocknet zu Rot und Violett verarbeitet wurden. Wo dieses kunstvolle Buch entstand ist nicht geklärt, fest steht nur, dass es Ende des 8. Jahrhunderts war. Wer das Book of Kells in der Old Library des Trinity College ansehen möchte, braucht starke Nerven und Geduld. Jedes Jahr sind es mehr als 500.000 Besucher, die gleiches vorhaben.

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Das Buch ist jedoch nicht das einzige Highlight, die gesamte Alte Bibliothek ist praktisch ein Kunstwerk. Hier sind mehr als 4 Millionen Bücher archiviert, und es werden immer mehr, da von jedem in Irland und Großbritannien verlegten Buch ein Exemplar in die Bibliothek kommt. Eine Augenweide ist der 65 Meter lange historische Lesesaal, der Long Room mit seinem prachtvollen Deckengewölbe.

Neben der Alten Bibliothek gibt es noch die Berkeley Library und die James Ussher Library in neueren Bauten. Ebenfalls ziemlich neue Gebäude beherbergen die Douglas-Hyde-Gallery, eine Galerie in der zeitgenössische Kunst seit den 70er Jahren ausgestellt wird. Am Parliament Square, dem Hauptplatz der Universität, fällt ein einzeln stehender Turm ins Auge, flankiert von zwei Statuen. Die stellen den Theologen und Mathematiker George Salmon sowie den Historiker William Edward Hartpole dar. Der 30 Meter hohe Glockenturm, der Campanile, stammt aus dem Jahr 1853.

Die Kapelle von 1798 ist etwas Besonderes, sie ist die einzige Kapelle in der Republik Irland, die von den Mitgliedern aller Konfessionen genutzt wird. Am hinteren Teil des Trinity College, dem New Square, befindet sich ein Gebäude, dessen Fassade an den venezianischen Stil erinnert. Hier ist ein Museum untergebracht, das sich mit Geologie befasst.

Rund um das Leinster House

Rund um das Leinster House, dem Sitz des irischen Parlaments, konzentriert sich ein Komplex historischer Bauten, in denen einige Museen untergebracht sind. Das Leinster House erhielt seinen Namen vom Duke of Leinster, der es 1745 für sich erbauen ließ. Interessant ist die Aufgliederung der Vorder- und der Rückseite. Während die Vorderseite des Hauses im Stil eines herrschaftlichen Stadthauses errichtet wurde erinnert die Rückseite an ein ländliches Gutshaus. Im Jahre 1815 kaufte die Royal Dublin Society das Leinster House und 1922 ging es in den Besitz der Regierung über, die es seitdem als Parlamentsgebäude nutzt.

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Im Trinity Komplex gibt es einige Büchereien, doch die irische Nationalbibliothek, die National Library, befindet sich in einem 1890 eröffneten Bau neben dem Leinster House. In ihr sind alle in Irland veröffentlichten Bücher archiviert, dazu noch Fotografien, Zeitungen, Karten u.v.m. Besonders für an Genealogie Interessierte eröffnet sich hier ein reicher Fundus. Der große Lesesaal mit der beeindruckenden Kuppel ist für Besucher geöffnet. Gleich daneben befindet sich die 1864 erbaute National Gallery, die Nationalgalerie Irlands. Schwerpunkt ist die irische Landschafts- und Porträtmalerei, doch auch zahlreiche bedeutende ausländische Künstler sind hier vertreten, z.B. Tizian, Monet, Goya, El Greco und andere. Abgerundet wird dieser Museen-Komplex durch die Nationalmuseen für Archäologie und für Nationalgeschichte.

Die georgianischen Reihenhäuser von Dublin

An verschiedenen Stellen Dublins sind noch heute wunderbare georgianische Häuser zu finden, die durch ihre Eleganz, die verzierten und bunten Türen mit den Türklopfern sowie durch ihre Balkone und andere Verzierungen auffallen. Beim Spazieren durch die Stadt sahen wir immer wieder einige dieser architektonischen Kunstwerke, die meist von den heutigen Besitzern liebevoll restauriert wurden. Besonders am Merrion Square und am Fitzwilliam Square konzentrieren sich viele dieser Häuser.

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Sie sind das Ergebnis der Wohlstands-Epoche Irlands im 18. Jahrhundert. Damals ließen sich viele irische Lords solche mehrstöckigen Reihenhäuser errichten, um mit ihren englischen „Vettern“ mitzuhalten. Sowohl außen als auch innen zeigten die Häuser den Reichtum ihrer Besitzer. Schmiedeeiserne Balkone, die aufwändig gearbeiteten Türen sowie hohe Zimmer mit prachtvollen Stuckarbeiten sind das Markenzeichen dieser Bauten. Als im 19. Jahrhundert der Wohlstand verloren ging , wurden zahlreiche Häuser in Mietwohnungen unterteilt und verkamen immer mehr. Zum Glück hat man sich aber wieder auf diese schönen Bauten besonnen und viele saniert. Das die georgianischen Reihenhäuser oft an Parks zu finden sind ist kein Zufall. Die meisten verfügten über keinen Garten, so wandelten die Lords in den umliegenden Parks, die damals den Anwohnern vorbehalten waren.

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