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Rund Irlands Halbinsel Dingle

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Mit der Berühmtheit des Rings of Kerry können die Rundstraße um die Halbinsel Dingle und die Halbinsel selbst nicht mithalten. Das ist einerseits verständlich, denn die Dingle Halbinsel ist einiges kleiner als die Halbinsel Iveragh, außerdem ist die Rundstraße auf Dingle bei weitem nicht so gut ausgebaut wie der Ring of Kerry. Andererseits wäre es schade, diese Tour zu versäumen, denn lohnenswerte Sehenswürdigkeiten gibt es auch hier ausreichend.

Wir hatten uns deshalb vorgenommen, nicht nur die Iveragh Halbinsel zu umrunden, sondern auch die Halbinsel Dingle. Bereut haben wir es nicht, auch auf Dingle gab es fantastische Landschaften und Sehenswürdigkeiten, die man nicht versäumen sollte. Die Länge des Rings of Dingle beträgt nur etwa ein Drittel der Länge des Rings of Kerry. Trotzdem brauchten wir einen knappen Tag, vor allem wegen der zauberhaften Landschaften, Ausblicke und der interessanten Stopps an den Highlights. Außerdem sind die Straßen zumindest gefühlt noch enger als auf der Nachbar-Halbinsel, besonders ein Abschnitt entlang der Berge.

Die Gallarus Oratory, eine frühchristliche Steinkirche

Der Fischerort Dingle auf der gleichnamigen Halbinsel ist der Ausgangspunkt zur Tour des Rings of Dingle. Er ist auch das Ferienzentrum der Halbinsel, allerdings mit wenig Highlights. So vermarktet man einen Delfin, genannt Fungie, zu dessen „Wohnort“ - dem Hafen – Bootstouren starten. Für den armen Delfin sind diese Touren auch eine Abwechslung, denn ansonsten ist er ziemlich einsam.

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Wenige Kilometer hinter Dingle beginnt die Rundtour, der Ring of Dingle. Auch hier hat man die Wahl, ob man im oder gegen den Uhrzeigersinn fährt. Wir hatten uns für die Tour gegen den Uhrzeigersinn entschieden, das Licht an der Südküste ist nachmittags besser. Etwas abseits der Strecke steht die kleine Kirche Gallarus Oratory.

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Dieses winzige Bauwerk, das so gar nicht an eine uns bekannte Kirche erinnert, entstand Ende des 8. Jahrhunderts. Das Besondere ist jedoch, dass die Bauweise auf ältere Vorbilder zurück greift. Der Bau erinnert an ein Boot und ist der am besten erhaltene Kraggewölbebau Irlands. Das Gebäude ist gerade einmal 4,25 Meter hoch, fast quadratisch und misst nur 6,70 Meter x 5,60 Meter. Im Inneren sind seitliche Sitzbänke angebracht und an der Rückseite gibt es eine kleine Fensternische. Viel Platz ist also nicht in der Kirche und so können immer nur wenige Besucher hinein. Das merkten wir deutlich, als die Insassen eines Reisebusses vor uns die Kirche „besetzten“. Nahe der Kirche steht der Pillarstone, einer der frühchristlichen Symbolsteine. Beschriftet ist er mit Ogham, einer Vorgängerschrift des Lateinischen.

Die Kirche von Kilmalkedar

Einige Kilometer weiter befindet sich die nächste historische Kirche, an die ein Friedhof angeschlossen ist. Die Kirche von Kilmalkedar ist auch nicht sehr groß und von ihrer Form her nicht mit typischen späteren Kirchenbauten zu vergleichen. Doch erinnerte sie uns schon mehr an eine Kirche als die Gallarus Oratory. Der romanische Bau entstand im 12. Jahrhundert auf den Resten eines etwa 500 Jahre älteren Mönchsklosters.

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Interessant ist die Türöffnung, über der auf der einen Seite ein Kopf und auf der anderen ein Tier prangt. Auf dem anschließenden Friedhof sind sowohl neuere Gräber als auch alte historische Steine zu finden. Neben der Kirche steht ein Oghamstein, der als Besonderheit ein Loch aufweist. Daneben fällt das keltische Hochkreuz ins Auge, außerdem gibt es auf dem Friedhof heidnische Gedenksteine sowie eine Sonnenuhr.

Dunmore Head und Slea Head am Ring of Dingle

Besonders der südwestliche Teil des Rings of Dingle fasziniert durch seine landschaftliche Schönheit, durch eine teilweise wilde Küste und eine Straße, die sich eng und kurvenreich entlang von Felsen auf der einen Seite und steilen Abhängen auf der anderen Seite schlängelt. Eine sehr gute Aussicht hatten wir am westlichsten Punkt der Halbinsel, dem Dunmore Head. Der Blick ins Land ist ausgesprochen interessant, genauso wie zu der Inselgruppe der Blasket Islands. Allerdings gehört dazu schon schönes und klares Wetter. Nicht weit entfernt von Dunmore Head liegt der kleine Ort Dunquin mit einem Denkmal an die an Irlands Küste zerschellten Schiffe der großen spanischen Armada, die Santa Maria de la Rosa und San Juan.

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Rund um Slea Head, einem weiteren Aussichtspunkt wird die Straße noch enger, hier bekamen wir Probleme als uns ein Bus entgegen kam. Da half nichts weiter, als rückwärts bis zur nächsten Ausbuchtung zu fahren. Der Blick vom Aussichtspunkt auf die zerklüftete Küste entschädigte aber für diese Kurverei, er ist wirklich fantastisch. Auch hier kann man bei gutem Wetter bis zu den Blasket Islands sehen. Hat man etwas Zeit, kann man zum Sandstrand laufen oder auch zu einem Ogham Stein auf dem Hügel. Direkt an der Straße steht eine große Figurengruppe aus weißem Stein, dargestellt wird die Kreuzigung von Jesus.

Das Dunbeg Fort, ein Fort aus der Eisenzeit

In den Reiseführern klang alles sehr interessant und weckte unser Interesse, das Dunbeg Fort und die Bienenkorbhütten von Fahan in der Nähe zu besuchen. Leider erwies sich beides dann als ausgesprochene Enttäuschung. Beim nächsten Mal würden wir einfach an diesem Haltepunkt vorbei fahren und lieber die schöne Umgebung genießen.

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Das Dunbeg Fort ist eines der Ringforts aus der Eisenzeit, das im Prinzip schon sehr beeindruckend ist. Vor allem auch durch seine Lage an den Klippen und einen früheren Tunnel der als Fluchtweg diente, ist das Fort interessant. Zudem ist es geheimnisumwittert, denn niemand weiß genau, wer die Erbauer waren. Vermutet wird, dass es die Kelten waren und Reste von Asche aus dem 6. Jahrhundert v.Chr. lassen auf ein hohes Alter der Anlagen schließen – doch konkret ist das alles nicht.

In einem kleinen Häuschen am Eingang wird kassiert. Der Betrag ist zwar nicht besonders hoch, doch ist man erst einmal den Berg hinaufgestiegen, steht man vor dem Fort und muss feststellen, dass überall diese Schilder hängen : „Bauarbeiten – Betreten streng verboten“. Auf unserer Kurztour durch Irland vor vielen Jahren hingen diese Tafeln auch schon, da hat sich seit über einem Jahrzehnt nichts geändert. Wir fanden es schon ziemlich unverschämt, dass die Besitzer jahrelang Eintritt verlangen ohne etwas zur Sanierung der Anlage zu tun.

Noch krasser ist es mit den Bienenkorbhütten von Fahan, die an den Felsen der steilen Küste stehen. Hier kommt man erst gar nicht hin, schon vorher zeigen Schilder an, dass der Weg gesperrt ist. So bleibt als einziger Grund für einen Halt an dieser Stelle das Restaurant mit einem zugegeben schönen Blick in die Umgebung. Doch das findet man auch anderswo.

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